<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-3184627331177709407</id><updated>2012-02-16T18:06:11.749-05:00</updated><title type='text'>amelonies in Canada</title><subtitle type='html'></subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://amelonie.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3184627331177709407/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://amelonie.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>amelonies</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18083177256209115380</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://1.bp.blogspot.com/_rTH7NxWrtQI/SXjccayhIRI/AAAAAAAAAJk/qBirVymWPoM/S220/DSC_0027.JPG'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>59</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3184627331177709407.post-8261009526441704199</id><published>2010-06-06T18:25:00.000-04:00</published><updated>2010-06-06T18:28:24.943-04:00</updated><title type='text'>Neue Bilder statt Text...</title><content type='html'>&lt;table style="width:194px;"&gt;&lt;tr&gt;&lt;td align="center" style="height:194px;background:url(http://picasaweb.google.de/s/c/transparent_album_background.gif) no-repeat left"&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/amelonies/SaultSteMarieONNorthDakotaWinnpegONBritishColumbiaCarlifornien?authkey=Gv1sRgCOG28967woOKXA&amp;feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/_rTH7NxWrtQI/TAwGYlEUtUE/AAAAAAAACKw/lSKY9-MPpg4/s160-c/SaultSteMarieONNorthDakotaWinnpegONBritishColumbiaCarlifornien.jpg" width="160" height="160" style="margin:1px 0 0 4px;"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align:center;font-family:arial,sans-serif;font-size:11px"&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/amelonies/SaultSteMarieONNorthDakotaWinnpegONBritishColumbiaCarlifornien?authkey=Gv1sRgCOG28967woOKXA&amp;feat=embedwebsite" style="color:#4D4D4D;font-weight:bold;text-decoration:none;"&gt;Sault Ste Marie, ON - North Dakota - Winnpeg, ON - BritishColumbia - Carlifornien&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3184627331177709407-8261009526441704199?l=amelonie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://amelonie.blogspot.com/feeds/8261009526441704199/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3184627331177709407&amp;postID=8261009526441704199' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3184627331177709407/posts/default/8261009526441704199'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3184627331177709407/posts/default/8261009526441704199'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://amelonie.blogspot.com/2010/06/neue-bilder-statt-text.html' title='Neue Bilder statt Text...'/><author><name>amelonies</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18083177256209115380</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://1.bp.blogspot.com/_rTH7NxWrtQI/SXjccayhIRI/AAAAAAAAAJk/qBirVymWPoM/S220/DSC_0027.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://lh6.ggpht.com/_rTH7NxWrtQI/TAwGYlEUtUE/AAAAAAAACKw/lSKY9-MPpg4/s72-c/SaultSteMarieONNorthDakotaWinnpegONBritishColumbiaCarlifornien.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3184627331177709407.post-2044095531953731152</id><published>2010-04-04T18:25:00.001-04:00</published><updated>2010-04-04T18:25:50.405-04:00</updated><title type='text'>The rest…?</title><content type='html'>Da ich erst am nächsten Morgen Termin hatte, verzichtete ich darauf mich schon abends auf den Firmenhof zu stellen und versuchte es mit einem Nap auf einer Tankstelle kurz vor dem Kunden. Dann stand ich am nächsten Morgen da mit meinem Talent. An ein Tor zu kommen ging schnell aber das Entladen? 9! Stunden! brauchten die Leute um meinen Trailer leer zu machen! 9 Stunden für keine 53 sondern nur 48 Füße Ladung. Da ist mir bald der Hut weggeflogen! Da es „etwas“ länger gedauert hat habe ich bis zum nächsten Morgen wenigstens 50$ Entschädigung von der Firma zugesprochen bekommen. Ich meine ist doch nett, man verliert einen Tag mit einem möglichen Verdienst von bis zu 200 Dollar und bekommt 50$. Naja, besser als Nichts und das Gejammert kennt ihr ja nun schon ausreichend. Somit habe ich also am nächsten Tag in Quebec bei Bonduelle das Zartgemüse in der Dose geladen und dann ging es ab Richtung Hof. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da ich ja nun so lange in Montreal, QC rumgestanden habe, was mich wieder Geld gekostet hat, habe ich von dort aus gleich in der Firma angerufen, dass ich das Wochenende durchfahren kann/“möchte“, denn irgendwie muss man die Kohlen ja wieder reinholen. Aufregen bringt nichts und vielleicht schaffe ich es ja irgendwann, Canadier zu werden. Wenn ich den Tag rum stehe dann denke ich daran, was ich hätte verdienen können. Der Canadier ist froh, dass er 50$ bekommt… Mein Glas ist was das angeht halt eher halb leer als halb voll. Dieses hat damit zu tun, dass wir hier keine helfende Familie haben, dass Sandra auch arbeiten gehen kann, was hier üblich ist. Es gibt nichts geschenkt und wir haben hier auch kein Elternhaus oder das Privileg eines Kredites oder so. Der Canadier kann sein Auto auf 40 Jahre finanzieren, kann sein Konto überziehen, zahlt 5% Anzahlung beim Hauskauf etc. Und wie erwähnt arbeiten in der Regel beide. Wir haben keinen Kredit, kein Elternhaus und selbst Kindergeld bekommt man hier erst nach 18 Monaten. Somit leben wir ausschließlich von dem was ich verdiene und da macht es einen großen Unterschied ob ich 200$ oder 50$ verdiene. Dazu kommt, ich bin den Tag ja auch nicht zu hause und das ärgert mich am meisten!!!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also wieder ein Tag ohne Geld verdient zu haben und trotzdem nicht im Kreise der Familie und um das wieder zu kompensieren kann ich das Wochenende wieder durchfahren, was mich erneut von der Familie und den Kinder fern hält. Irgendwie ist Auswandern gar nichts so einfach, wenn es nicht mit gefüllten Taschen macht. Ein Bekannter hat nach seinem Urlaub in Canada an mich geschrieben, wir hätten und ein schönes Land zum Leben ausgesucht. Das stimmt, als Urlaubsland spitze, aber wenn man hier richtig leben und sesshaft werden will ist es auch anstrengend. Aber ich will nicht jammern, ich möchte nur sagen wie es ist. Wenn ich mit einem dicken Sparkonto hier angekommen wäre würde ich euch darüber schreiben wie es beim Kauf unserer Autos war, bei Bau des Hauses und Anlegen des Gartens. Diese Blogs gibt es sicher auch, aber wenn ihr wissen wollte, wie sich ein ganz normaler Mensch/Trucker ohne großes Habe mit seiner Familie versucht in Canada ein Leben aufzubauen, dann Herzlich Willkommen in meinem täglichen Wahnsinn!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von den Dosenmachern bin ich dann also am Hof vorbei gefahren und dann nach Drummond, NB um wieder neu zu laden.  Hier gab es am nächsten Tag Kartoffeln und während ich so beladen wurde versuchte ich noch einmal heraus zu bekommen, warum mein Auto beim Bremsen nach Öl stank. Als ich ein Stück vorgezogen hatte bemerkte ich es, dass aus der Innenseite der vorderen Antriebsachse Öl leckte. Die Achsdichtung war durch, dieses Mal also auf dieser Seite. Ich sagte in der Firma Bescheid, dass ich vor meiner Abfahrt nach North Carolina noch in die Werkstatt müsse und dann fuhr ich zum Wiegen. Leider war ich zu leicht und ich fuhr noch einmal zum Kunden um 3000lb mehr zu laden. Da der Versende es gut meinte, hat er mir über 4000lb mehr drauf geladen und damit kratzt ich mit viertel vollem Tank an meiner Gewichtsgrenze. Aber noch einmal zurück fahren um nun wieder Kartoffel ab zu laden war mir zu blöde. Ich setzt mich in Bewegung in Richtung Hof und schaltete vorher noch den Reefer ein. 55°F sollte er laufen. Naja, wie das Schicksal so will, sprang er nicht an und ich meldete auch gleich noch den Reefer zur Reparatur in der Werkstatt an. Also heute war wieder eine dieser Tage, wo man am Besten liegen bleibt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Zeit der Reparatur verbrachte ich wieder zu hause mit Duschen und Essen. Dann rief Tom an, dass meine Karre fit und der Reefer am laufen sei und ich konnte los. Alle noch einmal gedrückt und los ging’s. Bis Kittery, ME bin ich dann noch gefahren, denn dort ist direkt vor der Tankstelle eine schicke neue Waage und da haben sie mich bis jetzt jedes Mal rausgezogen. Um nichts zu riskieren für ich ohne zu tanken da runter und als ich an der Waage, die heute mal zu war, vorbei war fuhr ich zum Truck stop und machte alles randvoll. Die nächste Waage war theoretisch in Sudbury, MD? oder Sunbury, MD? Bis dahin wäre ich also schon wieder gut halb leer. In Plainfield, CT blieb ich zur Nacht stehen und machte mich am nächsten Morgen auf den Weg weiter nach Süden. Unterwegs gingen einmal zwei gelbe Motorwarnlampen im Cockpit an und das war auch das spannendste der Fahrt. Okay, ich bin wieder über diese lange Chesapeak Bay Bridge Tunnel Geschichte gefahren aber die kannte ich ja nun schon…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Nacht verbrachte ich dann auf dem Hof meines Kunden und dort wurde ich dann frühst entladen. Es war die selbe Bude bei der ich vor kurzem ausladen sollte. Damals hatte ich doch die falsche Adresse (was mich schon drei Anläufe kostete diese Bude zu finden) und musste dann wieder hoch nach Elisabeth City, NC wo Opa und Torsten abgeladen hatten. Naja, heute war ich richtig und wurde leer gemacht. Dann bekam ich meine Rückladung, zu laden in Smithfield, VA. Ich hatte jetzt schon beim Starten des Motors die gelben Warnlampen leuchten, obwohl sie gestern nur einmal ganz kurz an waren. Jetzt brannten sie die ganze Zeit. Zur Sicherheit rief ich in der Firma an aber und Chef-Mokel Richard hatte wieder den totalen Durchblick! Ich sagte ihm welche Lampen leuchteten und er meinte ich sollte eine Regeneration durchführen. Also quasi den Auspuff ausbrennen, was aber per Knopfdruck geht. Dieses war jedoch nicht nötig, da nicht die Warnlampen leuchteten die sagen man solle eine manuelle Regeneration machen, sondern andere. Wenn das nicht hilft sollte ich zu einem Händler fahren. Da der ahnungslose Ausländer es aber gar nicht probierte, denn das war definitiv nicht das Problem, wollte ich abwarten. Das Richi immer meint man wäre blöd…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noch bevor ich den Motor nach einer erneuten Sichtkontrolle und der Überprüfung sämtlicher Flüssigkeitsstände an ließ, hatte ich eine neue Load offer mit einer Adresse in Smithfield, NC. Das klang besser, denn bei der ersten handelte es sich um frisches Schwein und das ist dann immer so ein Zirkus an der Grenze. Also machte ich mich auf den Weg zu meiner neuen Ladestelle und unterwegs passierte es. Ladung gekanzelt, bitte nicht weiterfahren. Ich fuhr weiter zum nächsten Truck stop und ließ meinen Trailer auswaschen während die sich Gedanken machen konnten, wo ich denn nun laden sollte. So ein hin und her…! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da es recht sommerlich warm war hatte ich meine Woodlandhose an. Also eine Trekkinghose bei der man in zwei verschiedenen Längen die Hosenbeine durch Reißverschluss kürzen konnte in der Tarnfarbe der US-Armee. Da ich nicht genug Geld hatte um den heute mal völlig überteuerten Wash out zu zahlen musste ich noch in den an die Waschhalle angrenzenden Truck stop um Kohle zu holen und was meint ihr was da auf dem Truck stop stand…? Genau, ungefähr 40 Armeefahrzeug und noch viel mehr Soldaten. Einziger Unterschied zu mir war, dass diese Jungs alle in Wüstentarn rumliefen und somit fiel ich in meinem Woodland und dem Olivgrünen Bundeswehr T-Shirt zwar auf, aber es war eindeutig, dass ich nicht zu dieser Einheit gehörte. Was die sich gedacht haben, keine Ahnung aber mir war es fast ein wenig unangenehm… Aber es hatte keiner irgendeine Bemerkung oder so gemacht, also alles ganz easy und das ich dann in den Lauf eine Knarre guckte war auch keine Absicht. Nein wirklich, ich ging über den Parkplatz zurück zur Waschhalle um zu zahlen und ging an einem der Armeetrucks vorbei, in dem vorne einer bei offener Tür saß. Als ich zu ihm hoch sah schaute ich genau in seinen Lauf, denn er war gerade dabei seine Büchse zu wienern. Ein etwas komisches Gefühl…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann zahlte ich meine Schuld und hatte nun den Auftrag nach Greenville, NC zu fahren um dort zu laden. Erst bekam ich eine Free form message mit einer Adresse: Martin Luther King Jr. Hwy. Dann folgte die Load offer mit der Adresse: North West. Okay, North West war für mich jetzt eine so bescheuerte Ortsangabe wie die, dass einer im Advertiser Runde 4x4 Heuballen verkaufte. Aber ich tippte beides ins Navi ein. North West Acres gab es und den MLK Jr. Drive. Laut PC-Miler unserer Street map und Berechnungsgrundlage für unser Gehalt, gab es nur die MLK Jr. Street. Also war schon komisch und irgendwie passte es alles nicht wirklich. Aber ich versuchte bei beidem mein Glück. Erst beim MLK Jr. Drive, was jedoch mitten in der Innenstadt lag und dann bei North West Acres, was sich als Slam herausstellte. Mit der Angst, dass hier noch während der Fahrt die Felgen abgebaut werden machte ich mich wieder auf den Weg Richtung Stadt um mein Glück dort noch einmal zu versuchen. Es dauerte zwei Stunden dann war ich durch damit. Ich hatte irgendwann völlig sauer in die Firma reingeschrieben ich bräuchte die richtige Adresse und wolle Geld sehen für dieses Theater. Ich bekam zur Antwort, Geld wir in 10 Minuten bearbeitet aber keine Adresse oder Ähnliches. Also eierte ich noch einmal darum und sendete dann noch einmal rein, dass ich stinkig sei und mich irgendwo hinstelle und darauf warte bis die Firma mir sagen kann, wo es hin geht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bevor jetzt jemand meint ich stelle mich zu blöde an, es ist wie immer alles nur halb so schlimm aber zur Rush hour halte ich nicht in einer Kleinstadt auf der Straße an um nach dem Weg zu fragen, das kann hier teuer werden und kein Trucker konnte mir per CB weiterhelfen. Also kam eine Antwort aus der Firma. Erst eine dämliche, was nicht anders zu erwarten war und dann ein Hinweis auf den Highway 264. Das war etwas, damit konnte man arbeiten und siehe da, als ich diesen vor mir hatte, stand auf einem kleinen, neuen Schild: Martin Luther King Jr. Hwy. Jetzt musste ich mich nur noch für eine Richtung entscheiden und dieses Mal machte ich es richtig. Keinen Kilometer weiter lag rechts der riesige Komplex einer Pillenfirma. Rauf aufs Gelände, beim Wachmann angemeldet und dann ran ans Tor. Die Beladung ging schnell und als das erledigt war machte ich mich mit Pillen für über 200.000$ Warenwert auf den Weg. Die Pillen habe ich abgeliefert und meine nächste Ladung bekommen…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es folgten eine Zeit zu hause mit der Familie und ein Autokauf. Wir haben einen neuen Rasenmäher und den alten, abgebrannten an einen jungen, canadischen Soldaten verkauft. Ich meine, der kleine Flitzer sprang nach dem Abdichten einer Spritleitung ohne zu Murren an. Etwas Luft aus den Reifen und einmal mit nem Tuch drüber, sah aus wie neu… Wenn man von dem verschmurgelten Aufkleber auf der Auspuffseite mal aussieht. Das können aber auch die heißen Abgase gewesen sein. Der „neue“ ist ein Automaticmäher, den vielleicht ja auch die Mädels fahren können. Mit dem Autokauf hat auch alles geklappt. Ich habe von einem alten Canadier einen 1976 Chevrolet gekauft. Der Preis lag ungefähr da, wo der eines 1992 Golf 2 ohne TÜV liegt. Er ist nicht bestens lackiert, sieht aber gut aus und fährt wie ein Schlachtschiff. Über 5 Liter Hubraum sind zwar viel, aber er soll ja nur sonntags mal gefahren werden oder wenn ich mal dringen raus muss, bzw. Sandra mit dem Van weg ist. Im Gegensatz zu unserem 2003 Van hat er die neue Inspection, die man mir auf Grund des alters zum Anmelden abgenötigt hat, ohne Fehler bestanden. Tja, alte, solide, überdimensionierte, amerikanische Arbeit… Ach ja, zum Mitschreiben für die deutschen Behörden. Da es sich um ein Auto handelt, das älter als 15 Jahre ist, bezahle ich nur 18$! Steuern im Jahr und das ohne Umweltzone!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Amelie und Leonie haben ihre neuen Zeugnisse und wir sind sehr zufrieden mit ihnen. Amelie ist eine von zwei Schülern die etwas aufschreiben können und hinterher auch wissen was da steht und Leonie glänzt mir Erzähleifer. Sandra hat mir eine Geschichte aufgeschrieben die Leonie einfach so erzählt hat, auf Englisch. Es ist eine Geschichte mit einem Anfang einem Hauptteil, einem Ende, die flüssig erzählt wurde, aus dem Kopf heraus und zudem sogar Sinn machte. Ich habe die tollsten Kinder der Welt!!! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erik ist dabei den Boden in kreisenden Bewegungen zu putzen und wenn es so weitergeht, dann läuft er im Sommer… naja, wir wollen mal sehen. Er ist auf alle Fälle so ein Süßer und kann jetzt sogar essen. Brei, Matschekram und Schlabberkekse. Jetzt sind wir schon fünf am Tisch. Manoman wie die Zeit vergeht. Das zweite Ostern mit der Familie rückt näher. Letztes Jahr gab es Schnee und dieses Jahr scheinen es nach nun doch noch einmal 10 centimetern Schnee in den letzten Tagen (oder besser an einem dann war er weg) sonnig zu werden. Sonnenschein und 20°C plus. Da habe ich dann Zeit im Warmen die Beanstandungen an unserem Van in Ordnung zu bringen. Samstag ist ein ganz normaler Arbeitstag und Montag auch. Daher kann ich alles was ich brauche kaufen. Außerdem werden wir den Schneepflugtruck evtl. auch noch fertig machen, denn bald steht ein Umzug an und da ist eine Ladefläche sehr wichtig. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ihr merkt ich schreibe ein wenig aus dem Kopf über nun dieses und jenes, denn es gibt nicht mehr viel zu erzählen. Ihr habt uns oder mich oder alle nun über ein Jahr begleitet und auch wenn ich mich jetzt wiederhole, es wir langsam langweilig und ich beginne mich zu wiederholen. Ihr kennt die meisten meiner Strecken, die Terminverschiebungen, die bescheidene Arbeit der Dispatcher und das Durcheinander in der Firma, für die ich fahre. Meistens komme ich jetzt später los, wie auch andere Fahrer, weil der Werkstatt noch einfällt dieses und jenes zu machen und seit es die Waschhalle gibt, geht es mit den Serviceterminen und den Zuständen der Trailer bergab. Naja, dafür macht sich die Waschhalle wohl bezahlt und dass die Fahrer sauer sind und die Werkstatt ihre Arbeit nicht mehr richtig machen kann steht hinten an. Was soll’s… Ich bin gerade von Richard gelobt worden. Ich sei schon fast ein richtiger Canadier, zumindest was die Unzuverlässigkeit beim Ausfüllen der Repair sheets angeht. Ob das ein Kompliment ist? Ich sehe es so, denn ich möchte mich ja integrieren…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was soll ich euch noch sagen. Ich habe jetzt so lange nichts mehr geschrieben, dass es schwierig wird alles zu rekonstruieren und irgendwie so wie dort oben beschrieben war die letzte Zeit. Die nächste Zeit wird bestimmt genauso und die danach auch. In Deutschland geht alles einen Gang und hier auch. Ach ja, ich bin seit einiger Zeit so eine Art Nichtraucher… Mal sehen wie das weitergeht… und zu guter Letzt, am 06.04.2010 hole ich Jürgen vom Flughafen ab. Im Schlepp ist Speedy, ein Mensch den ich noch nicht kenn aber ich habe schon viel von ihm gehört und auch einmal oder zweimal was gelesen. Ich bin gespannt, freue mich, wünsche allen ein frohes Osterfest, dicke Eier und einen guten Rutsch ins neue Jahr!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Danke, bis dann, auf bald…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Euer Wieland&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3184627331177709407-2044095531953731152?l=amelonie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://amelonie.blogspot.com/feeds/2044095531953731152/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3184627331177709407&amp;postID=2044095531953731152' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3184627331177709407/posts/default/2044095531953731152'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3184627331177709407/posts/default/2044095531953731152'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://amelonie.blogspot.com/2010/04/rest.html' title='The rest…?'/><author><name>amelonies</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18083177256209115380</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://1.bp.blogspot.com/_rTH7NxWrtQI/SXjccayhIRI/AAAAAAAAAJk/qBirVymWPoM/S220/DSC_0027.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3184627331177709407.post-4207517457405422499</id><published>2010-03-29T18:35:00.004-04:00</published><updated>2010-03-29T18:45:25.588-04:00</updated><title type='text'>Wegen derzeitigem Zeitmangel...</title><content type='html'>Aus Zeitgründen habe ich jetzt nur mal eben ein paar "neue" Bilder reingestellt... &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Siehe: Etwas für's Auge...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;table style="width:194px;"&gt;&lt;tr&gt;&lt;td align="center" style="height:194px;background:url(http://picasaweb.google.de/s/c/transparent_album_background.gif) no-repeat left"&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/amelonies/NeuerOrdner?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_rTH7NxWrtQI/S7EO-z1AobE/AAAAAAAACGU/Sr12Qhx6zVY/s160-c/NeuerOrdner.jpg" width="160" height="160" style="margin:1px 0 0 4px;"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align:center;font-family:arial,sans-serif;font-size:11px"&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/amelonies/NeuerOrdner?feat=embedwebsite" style="color:#4D4D4D;font-weight:bold;text-decoration:none;"&gt;Neuer Ordner&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/table&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit freundlichen Grüßen...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_rTH7NxWrtQI/S7EtQcD3JHI/AAAAAAAACGY/4HlYV3cFfhs/s1600/DSC_0171.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 266px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_rTH7NxWrtQI/S7EtQcD3JHI/AAAAAAAACGY/4HlYV3cFfhs/s400/DSC_0171.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5454190384155927666" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Autor&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3184627331177709407-4207517457405422499?l=amelonie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://amelonie.blogspot.com/feeds/4207517457405422499/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3184627331177709407&amp;postID=4207517457405422499' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3184627331177709407/posts/default/4207517457405422499'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3184627331177709407/posts/default/4207517457405422499'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://amelonie.blogspot.com/2010/03/wegen-derzeitigem-zeitmangel.html' title='Wegen derzeitigem Zeitmangel...'/><author><name>amelonies</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18083177256209115380</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://1.bp.blogspot.com/_rTH7NxWrtQI/SXjccayhIRI/AAAAAAAAAJk/qBirVymWPoM/S220/DSC_0027.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://lh4.ggpht.com/_rTH7NxWrtQI/S7EO-z1AobE/AAAAAAAACGU/Sr12Qhx6zVY/s72-c/NeuerOrdner.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3184627331177709407.post-6187960280354442046</id><published>2010-03-18T17:25:00.001-04:00</published><updated>2010-03-18T17:27:41.889-04:00</updated><title type='text'>Bridge over troubled water…</title><content type='html'>Ich hatte fünf Ladestellen, die ich eine nach der anderen abfuhr und dann ging es nach Fredericton, NB. Hier blieb ich über Nacht stehen und dann ging es zurück zum Hof. Noch nicht ganz den Truck verlassen bat man mich diesen noch eben nach Hartland, NB in die Werkstatt zu bringen und einen anderen Truck zur Firma zu holen. Da ich ein guter Mensch bin, habe ich dass natürlich getan. Ist es eigentlich wirklich so, dass man, wenn man Dinge oft genug wiederholt daran glaubt??? Egal, zurück am Hof sammelte Sandra mich ein und dann ging es nach Hause wo Steuerunterlagen zusammengestellt wurden. Anschließend ins Bett und dann wieder zurück zur Firma. Ja, wer Pause will muss zu hause bleiben… &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also brachte Sandra mich nach einem Anruf zur Firma. Ich solle sofort kommen…, hieß es um 08.00 Uhr. Ich vertröstete auf 09.00 Uhr und als ich ankam bat man mich einen Truck nach Hartland, NB zu fahren und von dort meinen mitzunehmen. Damit dann nach Woodstock, NB zur Waschhalle, wo ein sauberer und desinfizierter Trailer darauf warten sollte, von mir zum Beladen gebracht zu werden. Soweit so gut… Der Trailer war nur gerade erst reingeholt worden und somit konnte es dauern. Also rief ich Sandra an und wir trafen uns in Woodstock, NB um einen Steuerberater aufzusuchen. Eigentlich sollte ich ja dabei sein, aber da die Firma drückte passte es dann mit der Wartezeit doch nicht überein. Also setzte ich mich bald darauf wieder mit dem Truck in Bewegung, fuhr zur Waschhalle und hatte nun, 4 Stunden nachdem die Firma mich angerufen hatte und von Eile quakte, meinen Trailer. Er sah zwar immer noch nicht wirklich sauber aus, aber das war mir jetzt auch egal. Ich hatte ein Zertifikat wo sauber und desinfiziert drauf stand und dass sollte reichen. Jetzt ging es nach Florenceville, NB, wo ich wiegen und laden sollte. Während ich auf der Waage stand kam eine neue laod offer. Ich sollte jetzt nicht mehr in Florenceville NB laden, sondern in Upper Brighton, NB laden. Da mir das jetzt nicht so viel sachte, rief ich in der Firma an. Die konnten mir aber auch nichts Genaues mitteilen und somit versuchte ich mein Glück. Einziges Indiz das ich hatte, waren die Wortfetzen, die ich aus dem Gespräch mit Ralph glaubte verstanden zu haben. Ein Gespräch mit Ralph ist ungefähr so ergiebig wie eines mit einem Urbayern…, vom Dialekt her meine ich.   &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich will die ganzen Strecken jetzt nicht aufzählen, aber… Ich fuhr also knapp 2 Stunden ( im Umkreis von 20 Kilometern) und einige Telefonate später zurück zur Firma und stellte meinen Truck ab. Dann ging ich ins Dispatch office und „bat“ um eine Wegbeschreibung. Da man mir wohl eine leichte Angespanntheit anmerkte, kümmerte man sich, während ich mir einen Kaffee holte. Dann reichte man mir den Telefonhörer und ich konnte mich mit einem Menschen verabreden. Dieser holte mich kurz darauf in der Nähe unseres Hofes ab und brachte mich zur Ladestelle. An dieser war ich heute vor einiger Zeit schon einmal vorbei gefahren, aber leider gab es weder ein Schild noch sonst einen Hinweis. Also konnte ich jetzt zum Laden den Hügel rauf und da eröffnete man mir, dass sie gar nicht genug Kartoffeln hätten und ich müsse dann wieder zum Wiegen und würde den Rest der Ladung woanders bekommen. Also es gibt Tage, da wäre ich einfach lieber zu hause geblieben…!      &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach 3 Stunden Kartoffeln laden war der Trailer voll und man meinte sogar, es könne vielleicht reichen. Also fuhr ich wieder nach Florenceville, NB zum Wiegen und siehe da, es war tatsächlich genug. Jetzt musste ich nur noch eine knappe Stunde warten bis meine Papiere fertig waren und dann konnte es losgehen. Ich musste noch einmal am Hof vorbei um mir ein paar neue Bolt seals abzuholen und dann konnte es losgehen. Opa, der erst im Laufe des Tages reingekommen war hatte seinen vollen Trailer bereits abgeholt und wir wollten uns am nächsten Morgen in Bangor, ME treffen um gemeinsam weiter zu fahren. Somit rollte ich auch noch eben zu hause vorbei, duschte noch einmal, aß etwas und dann ging es los. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An der Grenze angekommen begann das nächste Theater. Mein ACE war auf Pantego, NC ausgestellt, die Papiere allerdings auf Elizabeth City, NC. Also durfte ich wieder mal warten und der Grenzer kümmerte sich. Nach einem Telefonat mit der Firma stellte sich heraus, dass der Hauptabnehmer in Elizabeth City, NC saß und meine Ladung aber in Pantego, NC abgeschmissen werden sollte. Somit machte ich mich erstmal auf den Weg nach Bangor, ME. Hier traf ich Opa noch auf einen kurzen Schnack und auch Torsten (oder mit „h“?) war hier. Die beiden hatten die selbe Abladestelle und ich musste ca. 70 Kilometer weiter. Also wollten wir alle gemeinsam den Rest des Weges beschreiten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen gestartet fuhren wir bis Kittery, ME, wo wir tanken wollten. Bis dahin konnte ich nur über 10/4 mit Opa sprechen, denn mein CB wollte nicht, was mich natürlich wieder stresste. In Kittery, ME stellten wir dann fest, dass ich auf dem falschen Kanal war… Na, so konnte es ja auch nicht klappen. Dann ging es weiter südwärts und wir plauderten nun über CB oder fuhren einfach gerade aus. In New York war schließlich Chaos. Es war ein wenig am schneien und das schien die Städter zu verunsichern. Außerdem gelangten wir mitten in den Feierabendverkehr und somit war Stau angesagt. Kurz vor der Georg Washington Bridge hatte sich ein Truck verabschiedet und blockierte eine Spur und im Bereich der Bronx-Unterführung wo sich der Verkehr aufteilt in Upper und Lower level, standen noch zwei Autos. Alles in allem kostete es uns gut zwei Stunden. Da New York eh der Horror ist hatten wir uns abgesprochen, dass jeder für sich kämpft und wir uns in Carneys Point, NJ zum neuen Tanken wiedertreffen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Ende der Brücke ging es wieder zügiger voran und ich gab Gas. Linke Spur und ab dafür! Ich hatte das Gefühl es war etwas schmierig aber das konnte man noch gut ignorieren. Während alles mal wieder schlich machte ich den Gashahn auf und rauschte durch den Schnee zum Tankstop. Hier angekommen machte ich den Truck voll und wartete auf die anderen zwei, die kurz hinter mir waren. Opa meinte er wäre ein wenig ins rutschen gekommen und es wäre etwas glatt gewesen, bei der Brückenabfahrt. Okay, beim Aufstieg ist mein Truck auch zwei Mal durchgedreht, aber da habe ich mir nicht viel bei gedachte und bergab? Ich hatte da doch so ein Gefühl… Als ich letzte Woche den Ärger mit dem Trailer hatte und dem Übergewicht, da bin ich gerutscht aber hier jetzt? Vielleicht hatte ich ja mal wieder mehr Glück als Verstand. In Woodstock, NB letzte Woche hatte es etwas geschneit und als ich das erste Mal zur Waage fuhr sah ich wie am Berg zwischen Exit 185 und 188, wenn ich recht entsinne, die Auto unten vor der Brücke begannen zu bremsen. Da ich auf Glätte tippte, bremste ich oben schon einmal ab und dabei knickte der Zug gewaltig ein. Der Truck wollte eine Rechtskurve machen und der Trailer gerade aus. Das auf einer Bergkuppe, wenn es recht steil abwärts geht und unten eine Brücke wartet… - cooles Gefühl.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber egal, das war letzte Woche und nun war ja auch alles gut gegangen. Nach dem Tanken machten wir uns wieder auf den Weg und fuhren die 13 runter über Delaware, Maryland und nach Virginia in Richtung Chesapeake Bay Bridge Tunnel. Es stürmte und hier und da wurden unsere beladenen Trucks ganz schön geschüttelt. Ich erinnerte mich an die Brücke, die ich vor langer Zeit (ich berichtete) schon einmal gefahren war. Es war eine hohe Stahlkonstruktion und am Ende waren zwei Autos in einander gefahren und das eine war fast über die echt niedrige Betonbarriere, die Brücke und Höhenluft von Tiefe und Wasser trennte gefallen. Mit diesen Bildern im Kopf und dem Wind in der Seite des Trucks fuhr ich mit einem etwas mulmigen Gefühl der Brücke entgegen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An der Auffahrt zur Brücke war eine Bezahlstation und vor dieser ein Parkplatz. Hier hielten wir an und machte eine kleine Infopause. Wir durften zwar unsere Fahrtzeit um 2 Stunden verlängern, wegen der Witterungs- und Verkehrsbedingungen in New York City, mussten aber bald stoppen. Opa und Torsten wollte noch gerne über die Brücke und ich hätte gerne bis zur totalen Flaute gewartet. Also stieg ich erstmal aus und ging zu dem Mann in dem Auto mit dem Blinklicht auf dem Dach. Ein paar Trucks standen hier schon und Autos hielten an um ihre Fahrräder auf dem Dach hinzu legen oder das Gepäck ganz vom Dach zu holen. Es war toll, wenn die schon bei Autos so einen Stress machen…, vielleicht war die Brücke ja gesperrt? Ich klopfte also an die Tür von dem Wagen und das Fenster ging runter. Nach dem „Hallo, wie geht’s“ kam ich gleich zum Wesentlichen. Leider konnte mir der nette Kerl auch nicht sagen ob die Brücke nun auf oder zu ist. Er berichtete nur, dass vor ein paar Wochen ein Truck von der Brücke geweht wurde. Nicht ganz, nur die Zugmaschine, der Trailer war noch auf der Fahrbahn. Den Fahrer konnten sie dann aus der über dem Wasserabgrund hängenden Fahrerhaus retten. Es ging ihm nicht so gut… - welch Wunder! Mir ging es jetzt auch nicht gut…&lt;br /&gt;Die einzige Möglichkeit war nun, an die Bezahlstelle zu fahren und dort zu fragen ob wir rüber dürfen oder nicht. Da die anderen beiden nicht von ihrem Vorhaben abzubringen waren, bat ich sie Sandra Grüße auszurichten, falls ich derjenige welcher sein sollte und dann fuhren wir los.    &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An der Bezahlstelle dauerte es ein wenig bis Opa, der nun die Vorhut bildete, durch war. Er blieb ein wenig weiter stehen und ich folgte. Vielleicht hatten sie die Brücke ja doch gesperrt? Die Dame in der Hütte fragte mich nach meinen Gewichten und wollte die Ladepapiere sehen. Mit einem Gewicht von knapp 40t war es mir dann auch erlaubt zu passieren und die Fahrt konnte, nachdem auch Torsten es geschafft hatte, weitergehen. Wie sich dann heraus stellte war es a gar nicht so windig hier wie angenommen und b gab es wohl zwei Bay-Brücken, denn diese hier kannte ich noch nicht. Sie begann mit einer Auffahrt und flachte dann recht schnell ab. Der Rest der Strecke ging dann auf einer Stelzenkonstruktion etwas 6-10? Meter über dem Wasser weiter, bis ein Tunnel kam. Nach dem Tunnel kam wieder ein Stück Brücke und dann wieder ein Tunnel. Anschließend kam noch einmal ein Stück Brücke und  dann? Richtig, Ende der Konstruktion. Es war nur halb so windig wie erwartet aber trotzdem war es spannend, ca. 30 Kilometer bei dem Wind so flach über dem Meer zu fahren. Im Mondschein schäumte die Gischt auf den sich auftürmenden Wellen und das Schwarz der See war tief und Angst einflößend. Ein tolles Erlebnis unter den Bedingungen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf der anderen Seite fuhren wir noch ein Stückchen und machten dann Pause. Am Morgen startete ich als Erster, denn meine Abladestelle lag noch ca. 70 Kilometer hinter der der anderen. Also machte ich mich auf den Weg und versuchte meinen Kunden zu finden. Die erste Adresse war ein Privathaus und nachdem ich mich an einer Tankstelle erkundigt hatte, war ich schlauer. Nach 20 Kilometern zum Wenden kam ich an der richtigen Einfahrt an und drehte auf den Hof. Hier war ich aber dann auch falsch und musste zu einer anderen Farm. Um es kurz zu machen, bei der war ich dann auch falsch und als ich dann bei der richtigen Farm war stellte sich heraus, dass es die falsche war!!! Ich musste dort abladen, wo Opa und Torsten auch abgeladen hatten. Es handelte sich um die Adresse, die auf meinen Ladepapieren stand und wegen der ich an der Grenze schon hängen geblieben war. Ein Glück, dass hier keiner eine Ahnung hat…! Als ich dort also ankam waren Opa und Torsten schon wieder unterwegs und mir blieb nach dem Abladen nur auf den nächsten Tag zu warten, denn für eine Ladung für mich, war es heute zu spät…! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einer langen, ruhigen Nacht in North Carolina machte ich mich an die letzten paar Meter zu meiner Ladestelle nach Virginia Beach, VA. Hier dockte ich an und wartete nun auf mein Beladensein. Einer der Angestellten dort (wirkliche Funktion unbekannt) kam zu mir und wollte ein Gespräch… „Das wird wohl ein großes Spiel heute, für USA und Canada…“ „Jaja, es soll viel Schnee kommen, die Nacht…“, war meine Antwort. Kopfschüttelnd zog der Arme ab. Ein anderer Fahrer mit dem ich am schnacken war schüttelte auch den Kopf… Wer kann denn auch ahnen, dass der nicht von dem angekündigten Schnee redet, sondern von einem Eishockeyspiel!? Habe ich Zeit für Olympia, oder was? Naja, erklären konnte ich mich nicht mehr und zum Glück war es nur ein Ami. Ein Canadier hätte mich wahrscheinlich gleich ins nächste Flugzeug gesetzt, denn Eishockey ist hier Nationalsport und so wichtig wie in Deutschland Fußball, Formel-1 und Tennis zusammen. Wer hier wohnt und davon keine Ahnung hat, wird nie auch nur im Ansatz Canadisch sein…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Irgendwann kam der Kerl mit seiner Triefnase wieder und versuchte es nun mit einem neuen Ansatz. Klar, wenn ich den Truck einer Canadischen Firma fahre und auf sein Eishockeyding nicht eingehe, kann ich nur ein Ausländer sein. Also die obligatorische Frage: „Wo kommst denn her, Mann…“ Werde ich in der Regel für einen Frosch aus Quebec gehalten, hätte ich das Ding mit dem Hockey trotzdem begreifen müssen, also musste ich von weiter weg sein. Jaja, Quebec ist die einzige rein französische Provinz hier oben und dass ist etwas, was selbst Dorfies hier zum Teil wissen. Also jeder der nicht englisch spricht ist erstmal aus Quebec und wenn nicht daher, dann von woanders. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich erzählte ihm, dass ich aus Deutschland komme. Als guter Amerikaner verdüsterte sich seine Miene ein wenig. Ich war also ein „Nazikind“… Nirgendwo treffe ich auf diese vornehme Zurückhaltung Deutschen gegenüber, wie hier in den Vereinigten Staaten. Er richtete sich dann mit dem Gespräch an meinen Kollegen neben mir, einen Canadier und gab mir durch Ignorieren zu verstehen, dass er nichts mit „solchen Leuten“ zu tun haben wollte. Er erzählte, dass er damals in den 60ern oder waren es die 70er in Deutschland gewesen sei. Er war stolz auf die Befreiung die sie geleistet hatten und tat seinen Teil dazu, dass es nicht noch einmal vorkam, dass ein Volk unterdrück, gedemütigt, verfolgt und getötet würde. Im selben Atemzug erzählte er dann aber auch wie schön es damals noch auf der Armeebase in Deutschland war, denn in den Pups konnte man Abends in Ruhe sitzen, denn „Nigger“ waren dort nicht gestatten und die Weißen konnten unter sich sein… Also irgendwie…? Ich meine die Wasserspenderhirne hier bringen mich immer wieder zum Nachdenken. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich will nicht politisieren, aber hat der gerade gesagt er war stolz darauf die Juden vor der Verfolgung, Ermordung und Unterdrückung durch das Naziregimes befreit zu haben und genieße seine Zeit im Pup ohne „Nigger“…? Ich weiß, es gab ich zweiten Weltkrieg eine amerikanische Fliegereinheit von Schwarzen. Es sollte ein Feldversuch sein um heraus zu finden,  ob der „dumme Schwarze“ überhaupt in der Lage war, die Komplexität des Fliegens zu begreifen. Keiner hatte es ihnen damals zugetraut und sie sind für ihre Überzeugung durch die Hölle gegangen. Nicht durch die Hölle des Krieges in Europa, sondern durch die Hölle der rassistischen weißen Armee und Regierung der USA. In einer Zeit, in der es Schwarzen mal gerade gestattet war Land zu besitzen aber nicht mit weißen in eine Schule zu gehen. Wo sie den Bildungseinrichtungen fern gehalten wurden und es kein Verbrechen war einen Schwarzen zusammen zu schlagen oder auch zu töten, da setzten sich diese jungen Leute durch. Gegen die Schmach, das Gelächter und Geläster der Weißen, gegen Schläge, Rückschläge, Intrigen und Verrat, für ihre Überzeugung, dass alle Menschen gleich sind. Zum Kriegsende hin waren sie eine anerkannte und mehrfach ausgezeichnete Staffel, die von vielen geschätzt wurde! Mit diesen Gedanken im Hinterkopf, schenkte ich dem blonden und blauäugigen Amerikaner ein müdes Lächeln und ging in meinen Truck…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich beladen war machte ich mich auf den Weg nach Norden. Irgendwo auf der I-87 kamen heimische Gefühle in mir auf. Ich fuhr so meinen Weg und hatte links neben mir einen dieser Pkws, die einen mit 1 km/h mehr überholen. Rechts kam ein Zubringer und ich sah wie ein dicker, schwarzer BMW angerauscht kam. Bis zur Hälfte der Beschleunigungsspur fuhr er neben mir, dann bremste er ab um hinter mir einzuscheren. Die Amis kennen die Geschichte mit dem Ausnutzer der Beschleunigungsspur nicht so. Ich glaube das heißt hier auch anders…? Also normaler Weise gibt man dort ja Gas und sieht zu, dass man sich am Ende in den fließenden Verkehr einordnet. Die Amis fahren entweder gleich am Anfang auf die linke Spur oder bleiben stehen. Beschleunigen auf dem Beschleunigungsstreifen kennen die nicht! Wie in Europa, rechts am Truck vorbei beschleunigen und wenn es nicht passt vielleicht sogar noch ein Stück Pannenstreifen mitnehmen??? Gibt es hier nicht! Entweder gleich oder gar nicht. Manchmal fahren sie auch um etwa eine bis zwei Pkw-längen an einem vorbei und anstatt dann weiter zu beschleunigen und / oder rüber zu ziehen, kneifen sie den Schwanz ein, bremsen und rollen hinter einem auf die Interstate… Tja so sind sie, die Eroberer…!  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie auch immer, der BMW tat es also allen gleich und schlappte hinter dem Truck auf die Mittelspur! Klar, rechts fahren ja die langsamen und die Beschleunigungsspur… Also musste der nachfolgende Verkehr erstmal für den BMW abbremsen, bis dieser das Gaspedal gefunden hatte und nun langsam vorwärts zog. Er schaffte es auf Höhe meines Fahrerhauses und siehe da, der schicke Typ im Wollmantel, schwarzes Haar, goldig braune Solariumhaut mit Antifaltencreme überfettig „gepflegt“ grinste mich mit einem Lächeln strahlend wie das Goldkettchen um den Hals an und zeigt mir einen Stinkefinger… - endlich zu hause…! Die Insassen scheinen sich hier nicht von denen in Europa zu unterscheiden, nur das die 750i dort schneller vorwärts kommen und eher drängeln und nötigen, als dass sie sich die Blöße geben neben einem Truck zu bremsen um hinter ihm einzuscheren… - wie peinlich! Aber ich will ja hier keine Vorurteile streuen, vor allem weil ich weiß, dass Opa in Deutschland auch gerne die PS-starken Bayern gefahren hat. Ist halt Geschmackssache – und den hat der Ami ja bekanntlich nicht unbedingt… - okay, unerlaubter Tiefschlag – 6 – setzen!&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;br /&gt;Zeit, was ist das?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich fuhr als dann über die Grenze nach Dorval, QC wo ich ausladen sollte. Da man meinen Termin auf morgenfrüh vorverlegt hatte, wollte ich doch schon mal sehen, ob man evtl. beim Kunden für die Nacht stehen bleiben konnte. Es war ein riesiges Frachtterminal am Flughafen und da konnte man nicht nur stehen bleiben, man konnte sogar 24/7 entladen werden. Also machte man mich leer und anschließend konnte ich auf die Flying J nach Vaudreuil, QC. Nicht wirklich, denn diese war überfüllt, aber nach vielen Versuchen schaffte ich es auf einen nahe gelegenen Walmart Parkplatz zu drehen, auf dem man offensichtlich keine Trucks haben wollte. Aber ich wollte schlafen… Okay, mein schlechtes Gewissen hielt mich wach und nach einigem Hin- und Herdrehen fuhr ich 4 Stunden später etwas gerädert wieder zur Flying J, wo ich nun auch einen Parkplatz fand. Zurück ins Bett und weiterschlafen. Dann schön duschen und sehen was kommt…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es kamen zwei Ladestellen und eine Fahrt zum Hof. Hier stellte ich den Trailer ab, nahm meinen Truck und fuhr nach Hause. Der Abend war gelaufen aber ich brauchte eh ein Reset und somit blieb ich nun zwei Tage zu hause. Keine Sorge, ich hatte ausreichend zu tun, von der Steuer bis zur Autobesichtigung, vom Maklerbesuch zur Bank und Einkaufen nicht vergessen… Dann ging es am 04. März wieder runter nach Wood-Ridge, NJ, wo ich den Kunden dieses Mal sogar ohne Verfahren fand. Kurz schlafen und dann nach Gloucester, PA zum Laden. Da ich wusste, dass der Hafen Geld kostet, hielt ich bei einem Truckstop in Bordentown, NJ und besorgte mir noch Geld. Dann im Hafen angekommen, teilte man mir mit, dass ich für den zweiten Teil der Ladung noch in einen weiteren Hafen müsse. Auf dem Weg dorthin gab es aber keinen Truckstop mehr und somit blieb mir nur die Wahl zwischen Zeit verlieren auf der Suche nach einer Möglichkeit Geld über die Firma zu bekommen oder ich zahle drauf und hebe es mit Gebühren (die ich nicht erstattet bekomme, so 4,50-7,50$) von meinem Konto ab. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kurz darauf saß ich im Truck und freute mich, dass ich mich jetzt nicht darüber ärgern musste, dass ich kein Geld besorgen konnte oder deshalb Umwege fahren musste. Nun ärgerte ich mich über mein Geld, dass ich für die Firma zahle! Hätte man mir vorher gesagt… aber das kennt ihr ja schon alles! Nach dem ich dann in Wilmington, DE die letzten 3 Paletten, von denen nicht einmal die Firma was wusste, geladen hatte, ging es die I-81 hoch und da hatte ich wieder ein Verkehr-Erlebnis. Nicht was ihr jetzt denkt… Ich fuhr so auf der linken Spur, wie man es halt macht und hatte vor mir einen kleinen Pick up. Vor uns auf dem Pannenstreifen stand einer mit Warnblinker und jetzt weiß ich auch warum man rüber moven soll, für die Liegengebliebenen. Die sind Geisteskrank, diese Spinner hier. Aus dem Stand ohne zu schauen oder mit dem Leben abgeschlossen, geht der Blinker links und der Typ zieht auf die Fahrbahn. Während der rote Pick up in einer Bremsstaubwolke verschwindet, ziehe ich in letzter Sekunde über den Pannenstreifen an dem Vollaffen vorbei! Also so was von bekloppt! Das kann man sich nicht vorstellen, wenn man es nicht erlebt! …und die Krönung, der Spinner blieb dann rechts um ca. 200 Meter weiter (kein Scherz) wieder auf die Abbiegespur der Ausfahrt zu wechseln. Vielleicht wollte er wirklich sterben… - aber seine Mitfahrer?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abends blieb ich dann in Corfu, NY und fuhr am nächsten Tag weiter nach Cambridge, ON zu unser aller Lieblingsbude. Da ich nicht nur die Blaubeeren im ersten Hafen geladen hatte, sondern noch die drei Paletten Nectarinen im zweiten, musste ich nun erst zum X-Dock. Hier erfuhr ich dann, dass ich einen anderen, beladenen Trailer bekommen sollte und eigentlich gleich los könne. Tja, leider hatte ich aber Hafen und Hafensänger bedingt nicht die Möglichkeit, da ja noch ein zweiter Kunde drauf war. Im Grunde hätte ich den erst machen können und meinen Trailer dann einfach hier abstellen, neuen nehmen und los… Da die Flachköppe im Dispatch aber mal wieder an ihrer „Ich verrate keinem was“ Strategie arbeiteten musste ich nun warten. Warten bis Kunde eins runter war, 4 Stunden. Dann ums Gebäude rum zu Nummer zwei, wo es noch einmal 2 Stunden dauerte, um 6 weitere Paletten abzuladen. Jetzt konnte ich mit 6 Stunden Verspätung, die echt nicht hätten sein müssen, starten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Naja, es ist hier halt wie es ist und man kann sich nur wundern. Die Zeit heilt alle Wunden, bzw. wundere ich mich mit der Zeit immer weniger… Als ich meinen Trailer dann weg hatte und unter dem neuen stand, gab es noch die Papiere und los ging’s. Einmal schlafen und dann stand ich in Moncton, NB. Leer ging es zurück zur Washbay nach Woodstock, NB und auf dem Weg dorthin hatte ich schon meinen neuen Auftrag. Einmal wieder runter in die USA, nach Lebanon, PA. Alles kein Thema, Trailer an der Waschhalle abgestellt, nach Hause zum Duschen und Essen und dann wieder den neuen Trailer am Firmenhof abgeholt. Stressfrei über die Grenze gerauscht und dann in West Gardiner, ME ins Bett. Zur Zeit ist echt gut was zu tun und ich hoffe es bleit so… Am nächsten Tag bin ich dann runter nach Lebanon, PA und habe auf dem Weg dahin schon einmal angemerkt, dass meine US-Stunden zur Neige gehen. Ich konnte nur noch über Montreal, QC oder Toronto, ON raus. Da der Dispatcher mir wohl was Gutes tun wollte in dem er dafür sorgte, dass ich mein Reset zu hause machen konnte, gab er mir für den nächsten Tag eine Tour von Eddystone, PA nach Moncton, NB. Da hatten wir wohl an einander vorbei geredet, denn mir fehlten nur US-Stunden und mangels dieser war es mir kaum möglich über Houlton, ME rauszukommen. Wie durch ein Wunder habe ich es dann mit einer Übernachtung in Bangor, ME doch geschafft…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da mein Dispatcher von einem Reset ausging, hatte er den Endladetermin auch so gelegt, dass ich locker meine 36 Stunden zu hause bleiben konnte, was ja eigentlich nicht not tat. Wie auch immer ich war früh zu hause und somit nutzten wir den Tag. Sandra fuhr einkaufen, die Kinder spielten im Sonnenschein und ich räumte die Lackierhalle auf. Dann zündete ich zwei Feuertonnen an und als Sandra zurück kam grillten wir in den Sonnenuntergang hinein. Als es dunkel war wurde es kälter und die Nachbarn haben uns bestimmt für bekloppt gehalten, aber es hat Spaß gemacht. Freitagmorgen sind Sandra und ich dann noch einmal losgewesen und haben uns ein Auto und einen „neuen“ Rasenmäher angesehen. Samstag habe ich dann einen Trailer nach Moncton, NB gefahren und dort an zwei Stellen ausgeladen und bin wieder zurück, noch mal grillen…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sonntagabend ging es dann wieder raus nach West Gardiner, ME, zum Schlafen. Fast ausgeschlafen machte ich mich in der Frühe auf den Weg und rauschte die I-295 runter. Am Ende ist eine Zahlstelle und hier gilt „eigentlich“ 35mph. Vorher wird die Geschwindigkeit schon auf 50mph reduziert und aber in der Regel mache ich dort irgendwo auf dem Weg meinen Tempomat raus, lass rollen und bremse dann vor den Buden runter. Der schwarze  Wagen in der Mitten der getrennten Spuren für beide Richtungen fiel mir zwar auf, aber mein Hirn war zu langsam – am frühen Morgen… Ich ahnte nichts Gutes aber versuchte mein Glück mit Weiterfahren. Es hätte auch fast geklappt…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kurz nach der Durchfahrt gingen hinter mir Flackerlichter an, die mich aufforderten, rechts ran zu fahren. Okay, ich hatten den Tempomat schon raus, also kurz überschlagen… - ca. 55mph zu 35mph, macht etwa 30kmh zu viel = teuer und Punkte… Ein Officer mit orangem Regencape und Plastiküberzieher über dem Hut kam an mein Fenster. „Hallo, wie geht’s?“ „Danke gut, und selbst?“ „Och, ist okay. Darf ich mal Deinen Führerschein sehen?“ „Natürlich.“ „Du weißt, warum ich Dich gestoppt habe?“ „Ich denke ich war etwas schnell…“ „Ja, aber ich werde Dir so kein Ticket geben. Du bist mit 54mph gerade aus der 50mph-Zone gekommen und warst noch nicht lange im Bereich der 35mph. Das ist kein Problem aber bist Du schon einmal aufgefallen?“ Nein, bisher noch nicht.“ „Okay, wenn ich Deine Führerscheinnummer eingebe werde ich nichts finden?“ „Nein, wirklich nicht.“ „Einen Moment bitte…“ Dann kam er kurz darauf wieder, gab mir meinen Führerschein zurück, wünscht mir eine sichere Weiterfahrt und verabschiedete sich. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man, wie cool war das denn. Ich glaube nicht, dass ein Trucker der in Deutschland mit 86kmh aus einer 80kmh-Zone kommt und mit dieser Geschwindigkeit dann auch noch in einer 55kmh-Zone weiterfährt, nur mit einer Führerscheinüberprüfung davon kommt, ganz sicher nicht…! Es war also nicht so, dass ich mit voll Speed auf die Bezahlstelle zugerauscht bin. Es war mehr als ausreichend Abstand und ich habe ja auch angefangen zu bremsen, aber erst ca. 400 Meter nach dem Schild und 300 Meter vor den Buden. Ich möchte nicht, dass hier ein falscher Eindruck entsteht…  Aber ich weiß auch, dass die Polizei in Übersee ganz gerne direkt an oder hinter solchen Geschwindigkeitsbegrenzungen steht und blitzt… Und dann ohne Wenn und Aber… - zumindest bei Einheimischen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich war auf alle Fälle heil froh und dankbar und machte mich weiter auf den Weg. Erstmal ging es nach Wells, ME. Hier erklärte man mir, dass mein Termin erst morgen um 10.00 Uhr sei, aber ich hätte Glück und sie würden es heute nehmen. Das war schon der x-te Fehler in der letzten Zeit aus dem Dispatch. Keine Ahnung was da los ist…? Von dort aus habe ich mich dann auf den Weg gemacht nach Elizabeth, NJ, wo der zweite Teil der Ladung runter sollte. Sie wollte mich heute nicht mehr leer machen, da sie gleich Feierabend hatten und mein Termin erst morgen um 17.00 Uhr war. Ich solle es in der Früh um 06.00 Uhr versuchen. Man erlaubte mir auf dem Gelände stehen zu bleiben und somit zog ich die Vorhänge zu und schlief. Kurz vor Mitternacht klopfte es an die Tür. Ich war über die Zeit ein wenig verwundert und schaute hinaus. Hier „stand“ ein Securitymensch oder besser, er versuchte zu stehen. Schwankend und wild gestikulierend brabbelte er mich voll. Ich könne hier nicht stehen und müsse weg und … Ich reichte ihm meine Papiere und meinte ich hätte das Okay zur Nacht hier. Er schaute nach und meinte dann, es wäre okay. Jetzt zitterte er wieder los und ich legte mich erneut hin. Kaum die Decke übergeworfen, klopfte es erneut. Ob Säufer, Junkie oder Crackbruder, mit dem Typen stimmte was nicht. Jetzt holte der mich ernsthaft aus dem Bett, um zwei Meter vorzufahren! Okay, ruhig bleiben… Also Auto an, vorrollen, Auto aus, schlafen legen…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es klopfte wieder. Dieses mal stand ein älterer Herr in Boxershorts und Barfuß an der Tür. Dem Dialekt nach ein Engländer, der gerade des Hofes verwiesen wurde und sich bei mir ausheulte. Naja, ausheulte, er fluchte wie wild…! Ich nickte verständnisvoll und dann zog auch er ab. Es war wohl das zweite Mal, dass er hier von dem Secu-Männchen verscheucht wurde und dass schmeckte ihm nicht. Also dieses Mal und beim letzten Mal als er hier war, nicht zwei Mal in einer Nacht. Dann ging er wieder auf den Mann in Uniform los. My lovely Mr. singing Club, da ging es zur Sache. Fast wären noch die Fäuste geflogen, aber da ich kein Blut sehen kann… Schloss ich erst die Vorhänge und dann die Augen… Kurz darauf hörte ich wie der Engländer mit aufheulendem Motor das Gelände verließ.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen erwacht, stieg ich aus dem Auto und sah „The green mile“. Alles voll mit Midland-Trucks, soweit das Auge zu so früher Stunde reichte… Ich meldete mich an und man machte mich tatsächlich leer. Dann durfte ich wieder in den Hafen nach Eddystone, PA und von dort aus ging es dann weiter nach Milford, PA. Hier faxte ich meine Papiere zum Broker und gönnte mir noch eine Dusche, bevor ich über 1000 Islands und die beeindruckenden Brücken, die USA verließ. In Napanee, ON fuhr ich noch einmal zur Flying J raus um einem lieben Menschen einen Gefallen zu tun. Nach einigen Mails und Telefonaten ist nun sicher, Jürgen wird zurück kommen! Am 06.04. landet er in Canada und dann geht’s wieder los. Birgitt und Bobby werden später nachkommen aber er ich spreche im Namen der Firma wenn ich sage, wir freuen uns. Okay, alle außer Richard wahrscheinlich, denn dann ist wieder einer mehr in der Firma, der ihm erzählt, was an seinem Truck kaputt ist… Das mag er nämlich nicht, schließlich ist er der ungelernte Obermechaniker mit Durchblick… Wie auch immer, ich beantrage schon mal die Flying J Karte für ihn. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Anschließend ging es nach Ajax, ON zum Ausladen. Das war eine Strapaze und schlafarme Nacht in dieser Saubude aber auch das habe ich geschafft. Somit konnte ich am nächsten Tag weiterfahren nach Cambridge, ON, wo ich eigentlich neu laden sollte. Als ich da so vor mich hin wartete bekam ich einen anderen Auftrag und der führte mich erst nach Woodstock, ON zum Laden. Dann ging es weiter nach Waterloo, ON zur zweiten Ladestelle. Hier saß ein Klaus im Büro und ich sagte auf Deutsch, „Klaus mit K, klingt sehr Deutsch.“ Er sah mich an und antwortete ebenfalls auf Deutsch. Ich war seit Januar 2009 hier und er seit 1958. Er hat seine Entscheidung nie bereut, arbeitet in der Firma hier seit 28 Jahren, hat eine Canadische Frau und ist glücklich. Er liebt Tarantinofilme, findet die Amis „stumpf“, wie jeder hier und wohnte vor langer Zeit in Würzburg. Außerdem „bemängelt“ er, dass die Canadier beim Zählen mit dem Zeigefinger als „eins“ beginnen“, wo wie Deutschen den Daumen nehmen. Das musste ich dann seiner Frau noch einmal bestätigen und sie fand es merkwürdig. Aber es stimmt und ich finde mit dem Daumen zählen viel besser. Wenn man in Deutschland „eins“ hat, dann ist Daumen hoch ein positives Zeichen. Wenn man hier „eins“ hat, ist der Zeigefinger oben und dass ist doch eher das gute, alte „DuDu“, was hast Du angestellt… &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach diesem Erlebnis ging es dann noch nach Trenton, ON zu meiner letzten Ladestelle und dann ab nach Boucherville, QC, zum Ausladen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3184627331177709407-6187960280354442046?l=amelonie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://amelonie.blogspot.com/feeds/6187960280354442046/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3184627331177709407&amp;postID=6187960280354442046' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3184627331177709407/posts/default/6187960280354442046'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3184627331177709407/posts/default/6187960280354442046'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://amelonie.blogspot.com/2010/03/bridge-over-troubled-water.html' title='Bridge over troubled water…'/><author><name>amelonies</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18083177256209115380</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://1.bp.blogspot.com/_rTH7NxWrtQI/SXjccayhIRI/AAAAAAAAAJk/qBirVymWPoM/S220/DSC_0027.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3184627331177709407.post-4899493498805115726</id><published>2010-02-27T20:28:00.002-05:00</published><updated>2010-02-27T20:34:36.928-05:00</updated><title type='text'>Eine ganze Menge...</title><content type='html'>Da ich mich schon lange nicht mehr gemeldet habe, hier mal ein paar Gründe. Da zur Zeit, im Grunde seit Beginn des Jahres etwas Stress ist, komme ich nicht zum Feinschliff, also nehmt es einfach wie es ist..., oder lasst es. Viel Spaß beim Lesen und bitte, wenn ich mehr Zeit habe... Also dann...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ach ja, falls es mal nicht ganz zusammen passen sollte oder etwas gequält klingt müsst ihr bedenken, ich habe das alles neben dem Erleben aufgeschrieben und mir nicht auf dem Sofa ausdenken können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So, nun aber...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Ausweise und Peggys Cove&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Am heutigen Montag ging es früh aus dem Bett. Es lagen zwei spannende Tage vor uns. Wir wollten / mussten nach Fredericton, NB und Halifax, NS, für Eriks Ausweise. Außerdem lag um die Ecke von Halifax, NS „Peggys Cove“ und dem Namen nach gab es in diesem Ort den Nebel des Grauens…! Also machten wir uns fertig für die Reise und Mama packte mächtig Futter ein. Anschließend schlossen wir die Türen und machten uns auf unseren langen Weg. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der erste Stop war relativ schnell erreicht. Die Innenstadt von Fredericton, NB, der Hauptstadt der Provinz New Brunswick. Hier sollten wir nach Vorlage zweier Bilder von Erik, der Abgabe unserer Unterschrift und dem vom Anwalt und Notar beglaubigtem Schreiben, dass uns jemand kennt, den Ausweis gleich auf die Hand bekommen – den Canadischen. Also voller Erwartung suchten wir erstmal einen Parkplatz. Nach einer Umrundung des Gebäudes in das wir mussten einigten wir uns auf das Parkhaus. Rein ging ganz einfach und ohne dass man direkt an einer Schranke ein Ticket lösen müsste oder so. Es standen nur überall Schilder, dass man das doch bitte im Erdgeschoss tun solle. Also suchten wir uns eine Parkbucht und ließen den Wagen stehen. Dann machten wir uns auf den Weg den Automaten zu suchen. Im Erdgeschoss angekommen stand dort ein einsamer, kleiner Kasten und daneben ein Mensch in Uniform. „Hi, how are you?“ „Thanks and also?“ „Not to bad…“ „Ticket?“ „Yes.“ Also ich muss hier noch einmal anmerken, dass ich diese Art der Konversation am Anfang mehr als merkwürdig fand, mittlerweile aber sehr begrüße. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Deutschland geht man entweder mit gesengtem Haupt aneinander vorbei, als würde man sich schämen überhaupt aufgestanden zu sein oder wenn mal was kommt dann ein „Hi“ oder „Hallo“ und dann schnell weg… Hier lädt jede Begegnung zu einem Pläuschen ein. Ich meine 99% der Menschen denen man hier unbekannt über den Weg läuft, beim Einkaufen wie beim Tanken, fragen nach dem Befinden. Habe ich anfänglich behauptet, es würde sie wahrscheinlich nicht wirklich kümmern, muss man das ganze hier erleben und verstehen lernen. Diese einfache Abwandlung des Umgangs, diese einfache Frage verändert jede Begegnung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Situation 1: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Samstagmorgen 09.00 Uhr, Winter, kalt, Sonnenschein, Aldiparkplatz Deutschland. Okay, vielleicht nicht das beste Beispiel aber… Günal kommt mit zwei Taschen aus dem Laden, Herbert will sich gerade den Fußball-Wochenendvorrat Bier kaufen. Man würdigt sich keines Blickes… &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Situation 2: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Selbe Zeit, selbe Situation, die Blicke treffen sich, weil Herbert vergessen hat sich zu schämen… Herbert denkt: „Oh man, Scheiße…, was nun?“ und sagt den Blick schon wieder abwendend: „Hi“. Dieses aber nur, weil er glaubt im selben Block wie Günal zu wohnen und das Gesicht von daher zu kennen. Günal denkt: „Oh, kennst Du?“, sagt ebenfalls: „Hi“ und geht zu seinem Auto… &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Situation 3:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wieder selbe Situation, etc. aber nun treffen sich die Blicke und Herbert sagt im Vorbeigehen: „Wie geht`s?“ und Günal sagt: „Danke gut und selbst?“ „Och“, sagt Herbert, „es ist zwar kalt aber die Sonne scheint…“ Das ist schon mal ein Anfang. „Sag mal, wohnst Du nicht auch in der … und siehe da, vielleicht hat Herbert Günal noch die Tür aufgehalten, da er ja beide Hände voll hatte oder sie haben sich das Fußballspiel gemeinsam angesehen oder sie sind einfach beide ihren Weg gegangen und freuten sich über einen kleinen Schnack am Morgen… &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So ist es hier, ob man sich kennt oder nicht. Wenn man einsam ist, geht man einfach zum nächsten Supermarkt und…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Naja, aber wir waren nicht im Supermarkt, sondern in einem Parkhaus und waren halt genau in dieser Situation. Ein „wie geht`s“ und schon wurde uns das System erklärt und geholfen das Geld in den Automaten zu stopfen. „Beim Ausweis abholen solltet ihr lieber zwei Stunden einplanen, denn es dauert erfahrungsgemäß länger. Gerade mit dem Kleinen und den Kindern wäre es dann ja eher unpraktisch, wenn einer noch wieder los müsste zum Nachlösen…“ Tja, ein kleiner Schnack und ein hilfreicher Rat. Also lösten wir für zwei Stunden und ich machte mich noch weiter schlau, wie das hier im Parkhaus funktionierte. Man musste bei dem Automaten einfach die Nummer seiner Parkbucht eingeben und dann die entsprechende Stundenzahl. Anschließend wurde im Voraus bezahlt und fertig. In der Gebühr war übrigens eine halbe Stunde Kulanz enthalten. Dieser nette Herr hatte nun neben Neukundenaufklärung die Aufgabe, in regelmäßigen Abständen durch das Parkhaus zu wandern und dort die Parkbuchten zu kontrollieren. Stichprobenartig gab er dabei die Nummern in einen kleinen Hightechkasten ein oder vielleicht checkte er auch alle und konnte darüber feststellen, ob für diesen Parkplatz bezahlt war oder nicht. Auch auf diese Art kann man übrigens Service und Arbeitsplätze schaffen…! War bezahlt war gut, war nicht gab es ein Ticket. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also gingen wir nun mit der Quittung des Automaten in das Gebäude rüber und fuhren mit dem Aufzug zur Ausweisabteilung. Eine große, schwere, zweiflügelige Holztür lag vor uns. Dahinter ein kleiner Schalter auf der rechten Seite, an dem man sich „anmeldete“. Also man sagte den Grund seines Besuches und bekam dort dann eine Nummer ausgehändigt. Mit dieser konnte man dann auf den im weiteren Verlauf des Raumes rechts aufgestellten Stühlen Platz nehmen, bis die Nummer dran war. Auf der linken Seite des Raumes waren 4 Schalter, von denen nur einer mit einem Stuhl bestückt war und hier wurde nach Nummern, die über den Schaltern aufblinkten alles abgefertigt, was sich vorne angemeldet hatte. Ich finde es sehr faszinierend, wofür hier alles Menschen beschäftigt werden… Deutschland hat Ticketautomaten in den Parkhäusern und Nummern die man selber ziehen kann. Hier ist vieles, auch wenn es manchmal nach ABM riecht, etwas persönlicher (wer weiß wie lange noch…). &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir saßen also da und warteten bis unsere Nummer dran war. Glücklicher Weise hatten wir den Schalter mit Sitzplatz bekommen. Sogleich stritten sich die Kinder um diesen, bevor Papa das Wort an sich und Mama Platz nahm. Die Dame guckte die Papiere durch und würdigte dem beglaubigten Stück Papier keinen Blick. Dann fragte sie: „… kennt sie also schon zwei Jahre?“ und ich schaute ein wenig verwundert. Da hatten wir doch glatt noch den Namen von der Person, die wir ausgetauscht hatten, weil wir ja andere brauchten etc… Ich bleibe hier in der Erklärung mal etwas allgemein um nichts zu verraten. Ich nickte zustimmend und damit war alles gegessen. Jetzt checkte sie noch die Bilder und siehe da, sie waren nicht gut genug. Eriks rechts Ohr war nicht richtig zu sehen und er hatte einen Schatten auf der Stirn… Ich fragte mich wer hier wohl einen Schatten hatte! Es handelte sich hierbei schließlich um einen Pass für einen Säugling, mit Gültigkeit bis zum 6. Lebensjahr. Aber ob ihr es glaubt oder nicht, die bürokratische Keule haut hier manches Mal schlimmer zu als in Deutschland und somit blieb uns nur eines. Wir erkundigten uns wo der nächste Fotograph war und verließen das Zimmer wieder.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Etwas zerknirscht wanderten wir die Straße runter zu einem Fotoladen. Hier ging es dann in die nächste Runde und jeder der schon einmal versucht hat sein Kind in einer bestimmten Position abzulichten weiß, was der arme Kerl da jetzt leistete. Dann bat er uns 15 Minuten zu warten, bis die Bilder ausgedruckt waren. Wir gingen in der Zwischenzeit zum Auto und Sandra stillte Erik, während ich mich wiederum auf den Weg zum Fotoladen machte. Hier bekam ich nun zwei Passbilder, die nur schlappe 25$ kosteten! Ja nix mit mal eben zu Ihr Platz und ne 4er-Belichtung für 7,95…, oder war es doch mehr?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie auch immer, der kleine Mann sah mehr als unglücklich aus und egal was passiert, dieser Ausweis wird aufbewahrt. Er ist einer dieser Dinge, die man den Kindern dann in mitten alle Freunde am 18. Geburtstag unter die Nase reibt… „Ach weißt Du noch, damals…“ Ich ging also zurück zum Auto und als Sandra fertig war machten wir uns wieder auf den Weg in das Büro. Dieses Mal bekamen wir jedoch keine Nummer, sondern die Aufforderung einen Raum weiter zu gehen. Hier konnten wir dann eine Nummer ziehen und uns hinsetzten. Irgendwann kam ein junger Mann herein, mit offener Hose und einem genauso offenen Mund und rief eine Nummer nach der anderen auf, bis wir dran waren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jetzt gingen wir wieder in den „Schalterraum“ und bekamen dort erneut eine Nummer… Also wer meint es geht nicht umständlich, der muss mal hier her kommen. Vornummer, Nachnummer, und warten. Dann konnten wir endlich wieder an den Schalter und gaben die Fotos ab. Da die ersten bereits vom Anwalt/Notar beglaubigt waren, denn es hätte ja sein können, dass das Kind auf unserem Arm ein anderes als auf den Bildern war…??? ging es weiter. Jaja, hier ist alles noch etwas komplizierter. Man muss zum Anwalt gehen und sich die Bilder beglaubigen lassen. Außerdem muss man ja noch die Leute haben, die einen kennen und am Ende interessiert es dann doch wieder keinen – ABM halt – Ausländer Bewegungs Maßnahme. Wer was will soll nicht die Hand auf halten, sondern etwas dafür tun um zu beweisen, dass es ihm ernst ist! Tja, zu guter Letzt wurde uns dann noch mitgeteilt, dass der Ausweis zugeschickt wird… Hier weiß irgendwie keiner, was wirklich los ist…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um diese Erfahrung reicher gingen wir zurück zum Auto. Wir hatten alles in allem etwas über die zwei Stunden gebraucht, die uns der nette Mann prophezeit hatte, Erfahrung halt. Um nicht zu glauben Ferien zu machen ging es gleich weiter Richtung Moncton, NB. Hier kehrten wir dann allesamt bei den Schweizern ein, die uns freundlich empfingen. Marcel hatte die Führerscheinprüfung natürlich bestanden, was auch sonst! Glückwunsch noch mal…! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einem kurzen aber angenehmen Besuch machten wir uns auf die weitere Reise. Irgendwo zwischen hier und da kehrten wir noch beim großen „M“ ein und kamen dann nach Halifax, NS. Hier suchten wir uns ein kleines Motel um zu übernachten. Es war wie in einem Film. Lange Gebäude mit mehreren Zimmern nebeneinander. Während Sandra im Wagen wartete ging ich rein um uns anzumelden. 81$ für eine Übernachtung mit fünf Personen, da kann man nicht meckern. Zwei große Doppelbetten standen in dem Raum und die nette Dame vom Empfang brachte uns sogar noch ein Kinderreisebett für Erik. Okay, das wirklich quitschgelbe Badezimmer war etwas gewöhnungsbedürftig, aber da wollten wir uns ja auch nicht zu lange drin aufhalten. Badewanne und TV waren inkl. und es wurden sogar noch extra Decke und Bettlaken für den kleinen Mann gebracht. Also einen solchen Service für den Preis, super! Dann gingen die Kinder in ein Bett, wir in das andere und Erik bekam seinen Sonderplatz. Das Auto vor der Tür und erschöpft von dem Tag machen wir uns lang. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen machten wir uns frisch und fuhren erstmal zu „Tim“. Hier frühstückten wir  gemeinsam und es hatte fast etwas von Urlaub. Anschließend ging es weiter zum Deutschen Konsulat. Hier parkten wir erneut in einem Parkhaus, bei dem man dieses Mal jedoch nicht im Voraus bezahlen musste. Dann ging es in den einen der zwei großen Türme und mit dem Fahrstuhl aufwärts. In der richtigen Etage angekommen wurden wir von zwei Sekretärinnen freundlich empfangen. Wir wurden zu zwei großen Ledersofas geführt und konnten dort Platz nehmen. Ich bekam einen Kaffee und dann warteten wir auf den wichtigen Menschen. Eine andere Sekretärin kam und bat uns ihr zu folgen. Im Gänsemarsch ging es durch Flure, an von Stellwänden getrennten Arbeitsplätzen vorbei, in einen kleinen Raum. Es war gerade genug Platz um einen Tisch und drei Stühle darin unterzubringen. Naja und vielleicht noch ein wenig mehr. Ein großes Schild mit dem Bundesadler ließ ganz klar erkennen, auf wessen Hoheitsgebiet wir uns hier gerade befanden – etwa 6 qm Deutschland.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann kam ein lustiges Kerlchen rein. Er erinnerte ein bisschen an den Hausmeister aus den alten Paukerfilmen mit Pepe, allerdings mit Bauch. Er gab den Kindern vom Regal zwei alte Spielautos um sie zu beschäftigen und begann uns in gebrochenem Deutsch ein paar Fragen zu stellen. Dann kam die Sekretärin um ihm zu erklären was er tun solle und kurze Zeit später hatten wir es dann. Hier hatte Erik seinen Deutschen Pass gleich erhalten. Amelie und Leonie bekamen noch eine Deutschlandfahne aus Papier und das war’s. Aber nicht wirklich…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da ich hier ja schon einige Male abgeladen hatte, also in der Gegend, war mir Peggys Cove bekannt. Ich bin mit dem Truck nie hingefahren aber mit dem Auto wollte ich so nah dran nicht vorbeiziehen. Irgendwie verband ich mit dem Namen den Film „Fog- Nebel des Grauens“, von dem es übrigens ein super schlechtes Remake gibt! Wie auch immer, von den Sekretärinnen bekamen wir zwei Marken für unseren Parkschein, eine für jede Stunde und gingen zurück zum Auto. Bei der Ausfahrt aus dem Parkhaus gaben wir diesen Parkschein nun wieder bei einem Menschen ab und machten uns auf den Weg. Vorbei an kleinen Häusern und durch urige Fischerdörfer fuhren wir dort hin, wo der Nebel so grausam sein soll. Um es nicht zu langweilig oder langatmig zu machen, fasse ich mich nun „kurz“:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Dorf wurde von drei Fischerfamilien gegründet und erhielt seinen Namen nicht nach der Dorfschönheit. Er leitet sich ab von dem hier vorhandenen Gestein ab. Anfang des 20. Jahrhunderts hatte es seine Blütezeit und es lebten ganze 130 Menschen hier. Dann ging es wieder bergab und heute haben ganze 45 Menschen hier ihren dauerhaften Wohnsitz. Durch die Lage verschwindet dieses Dorf häufig im Nebel und die Küste ist steinig und gefährlich. Dennoch lag die Drehkulisse für den Film „Nebel des Grauens“ in Carlifornien und nicht hier. Trotzdem ist es eine von der Film und Fernseh- / Werbeindustrie häufig genutzte location. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leider war der Leuchtturm, der auf einer Klippe über dem Meer steht im letzten Jahr von einer Welle getroffen worden und ist seit dem für Besucher gesperrt. Auch das eigentlich darin enthaltene Postamt wurde verlegt, bis es ausreichend Gelder gibt ihn zu renovieren. Wir machten einen Spaziergang über die Felsen und beobachteten das Meer, das hier sehr bedrohlich wirkt. Dann gingen wir noch einmal durchs Dorf, was ungefähr 5 Minuten dauert. Kleine Fischerschuppen, eine Kirche und ein Bed and Breakfast gibt es hier. Anschließend kehrten wir noch in das Restaurant mit Souvenirshop ein. Hier unterhielten wir uns noch in heimischer Atmosphäre mit einem Einwohner und er erzählte uns noch ein wenig über die Geschichte, den Tourismus und den Leuchtturm. Dann saßen wir da und schauten in die Wellen, während wir aßen. Ich muss sagen, ich habe bis lang keinen schöner Flecken Erde gesehen als diesen kleinen Ort. Wenn es etwas wie ein Paradies auf Erden gibt, dann wird es genau hier sein! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gestärkt und die Lungen voller frischer Seeluftmachten wir uns mit einsetzender Dunkelheit auf den Heimweg. Nach wenigen Kilometern erblickte ich noch einen Hinweis auf eine „Sehenswürdigkeit“. Ich machte noch einen Abstecher auf den Parkplatz, verzichtete jedoch auf den Fußmarsch, denn für Fotos und auch Spaziergänge war es langsam zu dunkel. Hier steht also noch ein Denkmal für die 229 Passagiere des Swiss Air Fluges 111, die bei dem Absturz ca. 8 Kilometer hier vor der Küste am 02.09.1998 ums Leben kamen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Knappe 1250 Kilometer später (Gesamtstrecke der letzten zwei Tage) fuhren wir das Auto in die Garage und fielen, nachdem das Auto leer und die Kinder versorgt waren, hundsmüde ins Bett.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Stay and play…&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da noch keine Ladung bereitstand, hatte ich am nächsten Tag Zeit, mich mal wieder um irgendwas zu kümmern. Wir machten Besorgungen, führten ein paar Telefonate und bekamen noch Besuch. Alles in allem war es mal ein halbwegs ruhiger Tag, der mit einem ebenfalls ruhigen Abend endete. Tags darauf ging es runter nach Wood-Ridge, NJ. Kein langer Trip aber besser als gar nichts. Leider habe ich dann in der Nacht die richtige Einfahrt nicht gefunden und bin noch ein wenig durch die Stadt geeiert. Hierbei musste ich unter anderem einen Hügel rauf und hatte dann von dort aus einen atemberaubenden Blick über Manhattan bei Nacht! Das diese Straße für Trucks verboten war konnte ich nicht riechen und auch die zwei Streifenwagen am Fahrbahnrand schienen angesichts der späten Stunde ein Auge zuzudrücken. Durch kleine Gassen zwängte ich mich wieder auf den Hauptweg und erreichte irgendwann Opa, der mir nun Hilfsstellung gab. Okay, wer kann auch schon ahnen,  dass man links abbiegen muss um hinter eine Häuserreihe zu kommen, die rechts liegt. Egal, der Blick war es wert und wenig später stand ich dann ja auch beim Kunden. Hier drückte ich den Trailer in eine Ecke und machte die Gardinen zu.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dem Ausladen am nächsten Morgen ging es weiter nach Philadelphia, PA, wo ich meine Rückladung für Cambridge, ON bekam. Da alles recht zügig ging, hatte ich die Möglichkeit schon früh beim Empfänger zu sein. Ich sendete also an die Firma, dass ich heute Nacht schon ausladen könne und es sehr freundlich sei, wenn sie mal anfragen würden, ob die Möglichkeit bestünde. Die Antwort vom Dispatcher war, dass er dort angerufen habe und mein Termin morgen 14.00 Uhr sei. Somit blieb mir nur der Weg zum Truck stop in Grimsby, ON und Feierabend. Statt um 22.00 Uhr beim Kunden zu sein machte ich es mir halt hier bequem. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen wusste ich vor Langerweile nichts mit mir anzufangen und da ich das Ladekabel für den Laptop zu hause vergessen hatte (hier also die Stelle, an der ich etwas blöd war), fuhr ich trotzdem früher zum Kunden. Hier erzählte man mir dann, dass es gar kein Problem gewesen wäre in der Nacht zu kommen. Sie hätten mich dann nach den für diesen Tag angemeldeten Trucks entladen und ich wäre am Morgen „good to go“ gewesen. Okay, da es jetzt dauern würde, schrieb ich der Firma ein paar „nette“ Zeilen und wartete… Dann kam eine Message mit folgendem Text: „Hier Deine Rückladung, damit Du Deinen Tag planen kannst.“ Die darauf folgende Nachricht war die Load offer die besagte, ich solle morgen bei dem Kunden wo ich jetzt stehe auch zurück laden. Super, da konnte ich ja planen! Also wartete ich bis ca. 16.00 Uhr und konnte an eine Tür zum entladen. Gegen 20.00 Uhr waren sie hier fertig und ich durfte noch an die Rückseite des Gebäudes um die letzten drei Paletten abzuladen. Anschließend stellte ich den Trailer auf dem Hof ab und fuhr mit dem Truck vom Gelände. Eine Seitenstraße weiter, wo es ruhiger war, machte ich die Gardinen zu und schlief.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Eigentlich sollte mein Trailer morgens geladen sein aber wie es so ist… Also ging ich mal ins Versandbüro. Hier erklärte man mir, dass es bis jetzt nicht ging aber bis heute Abend um 19.00 Uhr sei er garantiert beladen. Da ich mit meiner Zeit nun nicht mehr viel anzufangen wusste, fuhr ich zu einem wal-mart um mich mal schlau zu gucken, ob es hier Ladekabel gab. In einem store hatte ich bereits nachgefragt, aber da fingen die bei 99$ an und soviel wollte ich für meine Vergesslichkeit nun auch nicht ausgeben. Also schaute ich und schaute und in mir wuchs ein Gedanke… Also kaufte ich zwei DVDs und einen kleinen Fernseher. Mit diesem machte ich mich zurück zum Versender und schaute mir beide Filme zwei Mal an. Dann war es 18.30 Uhr und ein Mensch kam an meinen Truck um mir mitzuteilen, dass sie keine Ladung für mich hätten. Aber ich solle mal zur Bude x fahren, da würde man schon auf mich warten… Also alles wieder eingepackt und los. Auf dem Weg zu meiner Ladung, wenn es sie denn dort gäbe, bekam ich eine Anfrage der Firma, ob ich nun beladen sei. Also irgendwie scheint hier keiner irgendetwas zu wissen. Also ran zum Kunden, der mir erzählte, dass die Ladung schon seit der letzten Nacht auf einen Fahrer wartete. Jetzt platzte mir der Kragen. Ich ging ans Telefon und faltete den Dispatcher auf Millimetergröße zusammen. Dann legte ich auf, sendete nach nicht einmal 30 Minuten Ladezeit meine Geladenmessage und dann ab dafür. Das gibt ein Gespräch…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abends noch bis Napanee, ON gekommen, fuhr ich am nächsten Tag durch zur Firma. Die Anfrage, ob ich die Tour durchfahre quittierte ich mit einem „nein“. Erst wollte ich mich mal mit ein paar Leuten über dieses Wochenende unterhalten. Ich möchte keinen für dieses Durcheinander verantwortlich machen, aber mit insgesamt 47 Stunden Standzeit, die nicht hätten sein müssen, wollte ich auch nicht der Leidtragende sein. Somit stellte ich den Trailer  am Hof ab, und fuhr erstmal nach Hause. Am nächsten Morgen, als die Kinder in der Schule waren, machte ich mich mit dem Truck auf den Weg zur Firma um mit dem Vize zu sprechen. Ergiebiges Gespräch kann ich nur sagen und wir waren uns einig, dass der Wurm irgendwo steckte aber nicht genau lokalisiert werden konnte. Er wollte es prüfen und mich dann wissen lassen, wie ich mein Wochenende vergütet bekommen sollte. Ich bin gespannt… &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den Rest des Tages verbrachte ich mit der Familie, Einkaufen, Erledigungen und… - mit dem Internetmann. Heute kam nämlich nicht nur der Brief mit Eriks Canadischem Ausweis, sondern auch der Mann, der uns nun auf Funk umstellen wollte. Es dauerte seine Zeit aber dann hatten wir wieder Internet und dieses arbeitete nun merklich schneller. Ich hoffe es bleibt so! Außerdem baute ich nun bei Michaels Auto den Tank aus. Junge, Junge, das war ein „Dampfbad“… Dann telefoniere ich ein wenig herum und hatte bald ein gutes Angebot für einen günstigen gebrauchten. Außerdem hatte ich auch nach der Seitenscheibe gefragt und diese sollte ich ebenfalls bekommen. Obwohl der gebraucht erstandene Tank fast neu aussah grundierte ich ihn mit Rostumwandler und verpasste ihm anschließend eine Schicht Unterbodenschutz. Dann baute ich am nächsten Tag den Tank aus und um und siehe da, während dessen fiel auch noch der halbe Endtopf ab. Wie mit einem Schweißgerät getrennt, viel die hinter Hälfte zu Boden. Okay, dafür hatte ich jetzt wirklich keine Zeit mehr… &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich wusste ich sollte heute Abend wieder raus nach Florida und da war erstmal wichtig, dass der Wagen seinen Tank zurück bekam. Den halben Endtopf legte ich in den Kofferraum und teilte Andrea mit, dass wenn die Polizei sie stoppen sollte, sie einfach nur sagen müsse, er wäre gerade eben abgefallen. Dann packte ich auch schon wieder meine Sachen und machte mich auf den Weg zur Firma. Nebenbei stellte ich noch fest, dass die Tankuhr beim Umbau ausgeharkt war und nun nicht arbeitete. Da müssen die beiden jetzt ein wenig aufpassen, bis ich zurück bin. Nun aber auf, mit dem Spo(r)ttauto zum Hof. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Sunshine&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Trailer stand beladen da und als ich ihn anschloss, stellte sich heraus, dass die vorderen Begrenzungsleuchten nicht arbeiteten. Also ein Telefonat und kurze Zeit später kam Tom, der nicht sehr glücklich über die späte Störung war, auf den Hof. Gemeinsam tauschten wir die Leuchten aus und dann konnte es wieder losgehen. &lt;br /&gt;Am nächsten Tag fuhr ich bis Carmel Church, VA und dann weiter nach East Palatka, FL, wo mein Kunde sein sollte. Um mich nicht zu stressen blieb ich direkt davor auf einem Truck stop stehen, um den unbekannten Kunden am nächsten Tag anzufahren. Das war eine gute Idee, denn in der Frühe drehte ich in einen Feldweg und kam ca. 400 Meter später vor einem Haus zum Stehen. Hier stieg ich aus und versuchte irgendjemanden zu finden, des dass das hier richtig war konnte ich mir nicht ganz vorstellen. Während ich hinter dem Haus nachsah stellte vorne jemand meinen Reefer aus. Der nette Herr erklärte mir dann, dass er zwar der Empfänger sei, die Farm aber auf der anderen Straßenseite lag. Außerdem müsse ich noch wiegen fahren, denn er wollte das Gewicht hier noch einmal kontrolliert haben. Somit durfte ich zum Frühstück den ganzen Weg rückwärts fahren und dann zur Waage. Ich hatte mir sowas schon gedacht, als ich gestern beschloss nicht gleich durchzufahren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dem Wiegen fuhr ich nun zur Farm und wurde entladen. Anschließend noch einmal über die Waage und dann zum ausblasen. Die Kartoffel wurden wieder lose geladen und da das auf Sägespänen passiert, müssen diese hinterher irgendwo ausgeblasen oder ausgewaschen werden. Ich fuhr also zu der mir bekannten Bude und ließ den Trailer reinigen. Dann sollte ich weiter in den Süden fahren um dort in South Bay, FL zu laden. Der Ladetermin war erst für Morgen aber ich wollte es trotzdem probieren, denn es war noch früh. In South Bay, FL konnte ich den richtigen Kunden erst nicht finden und probierte es dann mit der Zufahrt zu einem großen Gebäudekomplex. Das dieses keine gute Idee war erkannt ich, als mir das Tor mit dem Stacheldraht und der bewaffnete Wachposten verdeutlichten, dass es sich hier nicht um eine Firma, sondern um eine Strafanstalt handelte. Also drehte ich um und fuhr zurück zur Hauptstraße.&lt;br /&gt;   &lt;br /&gt;Dort hielt ich dann neben zwei Polizeiwagen und erkundigte mich nach der Adresse. Sie Officer erklärten mir den Weg und kurz darauf stand ich beim Kunden. Mittlerweile war es 27°C warm und ich brutzelte in meiner Kabine. Zu meinem Glück hatten sie sich bereit erklärt mich heute noch zu laden und damit konnte ich mich darauf freuen, der Hitze heute noch wieder ein wenig zu entfahren. Als alles erledigt war machte ich mich wieder auf die Reise und machte eine weitere positive Erfahrung. Ich donnerte so die 45 Milen-Zone mit 60mph lang, als am linken Fahrbahnrand in der Ferne „Blaulichter“ aufflackerten. Erst einmal, dann noch einmal. Ein einfacher und freundlicher Hinweis darauf, dass ich zu schnell unterwegs war. Ich bremste runter, bedankte mich bei den Jungs und fuhr meinen Weg. Hier geht es nicht darum die Trucker auszunehmen, sondern die Ordnung zu erhalten. Wer nicht zu grob handelt, bekommt einen Hinweis und wenn er darauf reagiert, ist alles vergessen. Was das angeht, ist es hier wirklich ein Paradies für Brummikutscher! Mein Weg führte mich dann weiter bis Brunswick, GA und dort blieb ich für die Nacht stehen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Tag ging es weiter gen Norden und in Carmel Church, VA traf ich mich noch mit Opa zum Essen. Er fuhr nach Süden und ich in den Norden. Ein paar Stunden Schlaf später machte ich mich auf den Weg nach New York und hatte dort die nächste beeindruckende Erfahrung. Im Bereich NYC(ity) gibt es zwei Geschwindigkeitsbegrenzungen, 55mph für Cars und 50mph für Trucks. Das interessante ist, wer sich daran hält ist selber Schuld und zieht sich den Zorn aller anderen Verkehrsteilnehmer auf sich und ich meine aller! Die rechte Spur ist hauptsächlich für die, die die Interstate in die Stadt verlassen oder aus ihr auf die Interstate wollen. Die mittlere Spur ist die, auf der die Trucks rollen, da sie links nicht fahren dürfen und die linke oder auch alle nutzen die Teilnehmer, die noch schneller vorankommen wollen und in einem Auto sitzen. Ich hing also nun mit 60mph hinter einem Pkw, der bei erlaubter Truckgeschwindigkeit von 50mph, die mittlere Spur „blockierte“. Als ich versuchte rechts vorbei zu kommen, fuhren gerade wieder Autos aus und ich musste abbremsen. Links dran vorbei? Nee, das hatte ich schon einmal und da wurde ich rausgezogen zu einer mündlichen Verwarnung. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also fuhr ich wieder hinter diesem Schleicher und gerade in dem Moment, wo ich wieder rechts rüber zog um mein Glück erneut zu versuchen, heulte neben mir ein Motor auf. Der Auspuff schepperte als würde er unter der Last der ihm gerade zugeführten Abgasmenge in die Knie gehen und mit einem Satz schoss ein dunkelgrüner Dodge quer an meiner Schnauze und dem Hintern des Vordermannes vorbei durch die sich ihm bietenden Lücke. Er setzte sich vor den „Schleicher“ und gab ihm unmissverständlich zu verstehen, dass er entweder Gas geben oder rechts rüber fahren solle, denn er störe…!!! Die verschiedenen Blinklichter und vielen Antennen auf dem Dach enttarnten den Donnervogel als zivilen Cop und da seht ihr - 50, 55, 60mph…, wie gesagt, der Verkehr soll rollen! Dann dröhnte es noch einmal und der Dodge war wie eine Katze mit einem Satz nach vorne gesprungen, drehte in der Ausfahrt und stellte sich wieder in Lauerposition. Der Typ rollte rechts rüber und endlich hatte ich wieder freie Fahrt. Ja, selbst Laserpistolen werden hier runtergenommen, wenn ein Truck vorbeikommt… Es ist hier schwer sich als Trucker mit den Cops anzulegen, denn anders als in Deutschland die Cops und BAG sind sie hier nicht unterwegs um uns mit irgendeinem Scheiß den Tag zu versauen, sondern um uns zu unterstützen, unseren Job zu machen, ebenso wie die DOT.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nein, dass war jetzt unfair und bevor ich den letzten Satz lösche möchte ich ihn nutzen um mal etwas klar zu stellen! Nämlich, das es sich bei der eben getätigten Aussage um eine allgemeine Meinung handelt, die ich nicht unbedingt teile. Ich denke, die Polizei macht in Deutschland einen sehr guten Job!!! Hier ist alles anders und von daher ist auch das Miteinander ein anderes. Hier gehen die Trucks alle 10.000 Kilometer in die Inspection und die Firma ist mit für den Zustand verantwortlich. Außerdem gibt es hier die Waagen, an denen in regelmäßigen Abstanden die Gewichte kontrolliert werden. Zudem wird hier auch der Zustand der Fahrzeuge im Vorbeifahren begutachtet und zwischendurch finden hier, wie auch in Deutschland, großangelegte Fahrzeugüberprüfungen statt. Hauptunterschiede sind folgende:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1. Das Logbuch&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es besteht aus zwei Teilen, nämlich dem mit dem Pre-trip und dem mit dem Fahrtenbuch. Hier trägt der Fahrer eigenverantwortlich seine Stand-, Ruhe-, Arbeits- und Fahrtzeit ein. Dieses wird bei einer Kontrolle gerne mal angesehen aber wenn es einen ordentlichen Eindruck macht, ist es okay. Da wird nichts einbehalten, eingeschickt, mit dem Millimetermaß kontrolliert oder sonstwas. Nur die Tagesarbeitszeiten der vergangenen Tage werden abgeschrieben und per PC erfasst. Kam es mir am Anfang befremdlich vor, möchte ich es jetzt nicht mehr missen. Wie gesagt, die Fahrtzeit darf auch hier nicht überschritten werden, ebenso wenig wie die Arbeitszeit und auch die Ruhezeit von 10 Stunden muss eingehalten und dokumentiert werden. Aber wenn man mal 10 Minuten überschreitet oder um 3 Uhr getankt hat aber 3 Uhr 15 einträgt, wird einem der Kopf nicht abgerissen. In Deutschland bin ich mal angehalten worden und man hat meine neue Fahrerkarte ausgelesen. Es ist lange her und ich will jetzt nicht lügen, ob die letzten 21 oder 28 Tage ausgelesen werden. Wie auch immer bekam ich dann irgendwann ein „Buch“! Ich weiß nicht mehr wie viele Vergehen dort angeprangert wurden. Hier habe ich an einem Berg mal nicht aufgepasst und bin mit 92 km/h, länger als 10 Sekunden gerollt – Ticket. Da habe ich 5! Minuten zu wenig gestanden und hier bin ich 7 Minuten zu lange gefahren – Ticket - Ticket! Diese Korinthenkackerei sollte mich eine Menge Geld kosten. Nach einigen Telefonaten hatte das Amt dann netter Weise Einsicht und die „Strafe“ wurde auf, ich glaube 180 Euro gesenkt. Tut einem Fahrer in Deutschland aber schon mächtig genug weh! Das war auch die Aussage des Bearbeiters, ich müsse ja wenigstens spüren, dass ich etwas falsch gemacht habe…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das tat ich und ich spürte noch etwas, eine Ablehnung gegen das System, die Deutschen Behörden und den Job als Fahrer in Deutschland!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fährst Du hier 10 Minuten länger, weil Du keinen Parkplatz findest (Deutschlands größtes Problem) schreibst Du die zehn Minuten nicht mit rein und es fragt auch keiner. Ein Kollege hier in Canada ist über eine Stunde über seine Fahrtzeit gewesen, als er bei einer Waage sein Log book vorzeigen musste. Was ist passiert? Er hatte einen Termin und es waren nur noch weitere 20 Minuten. Da haben ihn die Officer ermahnt er solle da aber dann auch wirklich seine 10 Stunden Pause machen, gaben ihm sein Log book wieder und wünschten eine gute Fahrt! So kann man zusammen arbeiten!!! Gut, das ist ein extremes Beispiel was auch hier anders hätte ausgehen können. Was ich sagen will ist, schafft diese elektronische Kontrolle in Deutschland ab! Gebt den Fahrern ihr Leben wieder und lasst sie verdammt noch einmal ihren Job machen!!! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Außerdem darf man hier z.B. seine Fahrtzeit um 2 Stunden verlängern, wenn man schlechte Witterungsbedingungen, Stau oder ähnliches hat. Wenn in Deutschland die Zeit um ist, ist sie um. Ein Polizist sagte mir mal, wenn ich es nicht pünktlich zu einem Parkplatz schaffe, müsse ich halt vor meinem Schichtende auf einen Parkplatz fahren. Bei den Terminen, den Verkehrsbedingungen und der zur Verfügung stehenden Fahrtzeit ist es aber schon Zwang, seine Schichtzeit voll auszufahren. Ganz zu schweigen von dem Druck der Unternehmen selbst, die aber wiederum unter Druck stehen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um dem ganzen jetzt aber auch hier einen bitteren Beigeschmack zu verpassen noch folgendes. Die DOT, vergleichbar mit der BAG kommt hier in regelmäßigen Abständen in die Firmen und kontrolliert die Logbücher verschiedener Fahrer. Hierbei wird geschaut, ob Deine Fahrtzeiten in Ordnung sind und ob die Geschwindigkeit eingehalten wurde. Dazu wird einfach geschaut, wie weit liegen die eingetragenen Ort von z.B. Beladung und Pause auseinander und wie viel Zeit hat er dafür benötigt. Dann wird ein Schnitt gezogen und liegt dieser im Bereich des Möglichen ist alles in Ordnung. Manchmal ist hier schon Schluss der Kontrolle. Weiter können dann die Tankzeiten überprüft werden und die Grenzübertritte. Sind sie auch in Ordnung, ist die hier spätestens Schluss. Wie gesagt wird dabei aber nicht genau auf die Minute geschaut. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Verursachst Du einen Unfall oder das ganze Buch ergibt keinen Sinn, können auf richterliche Anordnung auch noch die Nachrichten, von geladen und entladen, Ankunft beim Versender und Abfahrt, etc. abgerufen werden, ebenso die Ausdrucke des elektronischen Kastens in der Windschutzscheibe, mit dem man die Bezahlhighways und Brücken zahlt. Alles in allem kann Deine Strecke fast auf die Minute genau nachvollzogen werden. Aber in der Regel will das keiner und wie erwähnt, kommt es nur zum Tragen, wenn Du richtig Bockmist baust! Die DOT kann bis zu 5 Jahre rückwirkend alles kontrollieren und wer immer ganz böse war, kann dann auch für diese Zeit ein Ticket bekommen. Dieses wird dann in Größenordnungen sein, dass der Ausländer wieder nach Hause fliegt und der Einheimische dafür arbeitet, bis er tot umfällt. Also lassen beide Seiten etwas Spielraum. Der Fahrer bleibt möglichst sauber, bis auf ein paar Kleinigkeiten und dafür schaut die DOT nicht zu genau hin. Leben und leben lassen! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;2. Der Pre-trip&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jeder Fahrer muss! vor der Abfahrt, sprich vor Schichtbeginn seinen Zug, also Zugmaschine und Trailer kontrollieren. Wird der Trailer getauscht muss auch der neue Trailer wieder kontrolliert werden und all dieses dokumentiert der Fahrer im Log book. Es gibt einen genauen Ablauf was kontrolliert werden muss und glaubt mir, es ist wirklich alles! Am Ende unterschreibt der Fahrer! für den ordnungsgemäßen Zustand seines Zuges. Sollte jetzt aus irgendwelchen Gründen etwas passieren, wird als erstes mal der in die Mangel genommen, der die Kontrolle durchgeführt hat. Genau wie mit der Luftfederung bei mir. Okay, ich konnte den Officer davon überzeugen, dass das Ventil eingefroren war und den Fehler beheben. Genau genommen habe ich aber bei meinem Pre-trip geschlampt und hätte dafür einen auf den Deckel kriegen können. Ebenso wie damals mit dem Schnee auf dem Dach vom Trailer. Da die Firma keine Möglichkeit hat zig Kilometer vom Hof entfernt die Arbeit des Fahrers zu checken, ist es in seiner Hand. Der Vorteil ist einfach, hier würden nie solche osteuropäischen Zeitbomben rollen! Erstens werden hier die Firmen überprüft, von den Kunden. Wer keine schönen Autos und Trailer fährt, bekommt weniger Punkte. Wer wenig Punkte hat, bekommt weniger Aufträge. Ihr seht, alles wird kontrolliert und gecheckt und die Daten werden für alles verwendet. Pünktlichkeit, Fahrzeuge, Benehmen… Danach werden hier die Firmen bewertet und demnach bekommen sie auch die Milen bezahlt und ihre Aufträge. Es würde sich hier keine Firma erlauben mit lebensbedrohlichen Trucks zu fahren, denn sie würden einfach gar keine Aufträge bekommen. Und da sind sich beide Seiten wieder einig, denn nicht der Billigste bekommt hier die Touren, sondern der Sicherste und Beste! Der Auftraggeber weiß, die Ware kommt mit sauberen, sicheren Trucks pünktlich an und er Fahrer sprich seine Sprache und versteht ihn. Im Gegenzug dafür weiß der Unternehmer, wenn er eben dafür sorgt, dass es so ist, bekommt er auch die Aufträge sich eben solches Material leisten zu können. Ebenso kann er solche Fahrer so bezahlen, dass sie ihren Job entsprechend machen. Denkt mal darüber nach, da drüben! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;3. Die Waagen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Anders als die in Deutschland hier und da mal aufgebauten Waagen der BAG, gibt es hier feste Waage, die jeder kennt und die man auch nicht einfach so umfahren kann. Hier werden die Gewichte gemessen und hier und da wird man auch mal mit den Papieren nach drinnen gebeten. Fahrzeugschein von Truck und Trailer, Versicherung, Ladepapiere und das Log book halt. Wenn man ganz viel Pech hat machen sie auch einen Truckcheck. Der kann von einer groben Durchsicht bis zu einer Kontrolle bis in die letzte Schaube alles bedeuten. Einmal im Jahr gibt es sogar eine ganze Woche, in der wird alles was kreucht und fleucht untersucht. Diese Woche wird vorher bekannt gegeben und da muss natürlich alles 200%ig sein. Ansonsten ist es eher ruhig und wenn die Gewichte in Ordnung sind, wird man in der Regel auch fahren gelassen. Aber wie bereits erwähnt wird beim Vorbeirollen auch ein Blick auf die Trucks geworfen. Auch aus diesem Grunde haben es die Ordnungshüter hier nicht so schwer wie in Deutschland. Da die Strafen empfindlich sind achtet hier jeder auf sein Gewicht und es gibt eine Menge Waagen an den Truck stops und bei vielen Kunden. Kontrolle ist alles und wenn es nicht passt, ist der Fahrer der Dumme. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese drei Punkte geben machen einen riesigen Unterschied aus, denn es ist in der Verantwortung des Fahrers dafür zu sorgen, dass alles in Ordnung ist. Dafür bekommt er von den Firmen aber alle Unterstützung und somit kann sich die Polizei hier um andere Dinge kümmern als um rollende Zeitbomben. Die gibt es hier nämlich nicht wirklich… Unterm Strich ist dann aber doch alles wieder gleich, denn wer sich in Deutschland an die Gesetzte und Fahrzeiten etc. hält, hat auch da keinen Stress, wobei es einem wie gesagt nicht immer so gelingt. Und wenn die Behörden die Fahrerkarte wieder einstampfen würden und den Fahrer seinen Job machen ließen, wäre doch alles wieder etwas besser!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf alle Fälle fuhr ich dann mit einer Übernachtung in Kittery, ME zurück zum Hof, nahm mir Michaels Auto, packte meine Sachen um und fuhr nach Hause.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dem Frühstück machte ich mich über Michaels Auto her. Hierzu heizte ich die Werkstatt so gut es ging und bockte den Wagen auf. Dann richtete ich schon einmal die zwei 500 Watt Scheinwerfer auf den Bereich, in den ich später die neue Scheibe einsetzten wollte. Aus dem Rettungsdienst weiß ich: Wenn man im Winter eine eingeklemmte Person hat ist das „einfachste“, wenn die Feuerwehr ihre großen Scheinwerfer im Bereich der Person aufbaut. Hierrüber wird soviel Hitze abgegeben, dass es zumindest für einen gewissen Wärmeerhalt bei der verletzten Person sorgt. Also was für den Menschen gut ist, kann für ein Auto nicht schlecht sein und somit nutze ich dieses Wissen um das Blech zu erwärmen. Dann baute ich den Tank aus und machte mich zur Abwechslung wieder an die Scheibe. Ich entfernte die alten Gummirest und reinigte den Bereich des Bleches wo die Scheibe eingeklebt werden sollte. Dann musste ich die halbe Innenverkleidung ausbauen um überhaupt arbeiten zu können. Anschließend klebte ich die Scheibe ein und machte mich daran die Tankanzeige in Ordnung zu bringen. Als diese dann funktionierte baute ich alles wieder an und ließ die Scheibe noch weiter unter dem Einfluss der Scheinwerfer trocknen. Nach dem Abendbrot und einem ruhigen Abend packte ich meine Sachen und fuhr mit dem Wagen zurück zur Firma, wo ich mich in meinen Truck legte. Morgen wollte ich früh los und was soll ich da den Rest der Familie wecken… &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Wieder nach Westen…&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;  &lt;br /&gt;Als der Wecker mich um 04.30 Uhr aus dem Bett holte brauchte ich erstmal meine Zeit um klar zu kommen. Dann schmiss ich den Truck an, holte mir noch einen Kaffee aus dem Keller und machte mich auf den Weg nach Moncton, NB. In Salisbury, NB stoppte ich noch mal eben bei um den Thron aufzusuchen und dann ab zum Kunden. Dort gab es gleich ein Türchen und sie hatten mich auch recht schnell leer. Noch während des Entladens sende ich die Frage nach einer Ladung in die Firma und bekam sogar eine Antwort: „Ich habe hier eine Portage la Prairie, MB liegen, Interesse?“ „Klar.“ Pieps und ich wusste dass ich heute noch laden würde und dann gen Westen fahre. So könnte es immer sein, lange Touren und schnelle Ladungen. Also legte ich nach dem ich die Papiere bekommen hatte den Gang ein und fuhr nach Woodstock, NB zu unserer Waschhalle. Truck und Trailer waschen und den Trailer von innen auswaschen. Das war natürlich was, was mich freute, denn ich konnte mir das Ausfegen sparen. Anschließend juckelte ich weiter nach Grand Falls, NB um bei Pommeskönig zu laden. Rums bums, rein in die Bude, ran ans Tor, Pizza bis zum Ende laden und dann auf den Truck stop. Zum Fahren hatte ich heute kein Bock mehr, denn ich war ja früh aufgestanden und somit erlaubte ich es mir mich hier und heute um gerade mal 18.00 Uhr abzustellen. Naja, ich hatte ja auch 3 Fahrtage Zeit um mal gerade 3000 Kilometer abzureißen, was sollte ich also hetzen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Tag fuhr ich bis North Bay, ON, sind knappe 1000 Kilometer. Dann mal über die 11, da ich die 17 schon kannte nach Nipigon, ON, ebenfalls knappe 1000 Kilometer und am letzten Tag dann weiter nach Winnipeg, MB, wo ich auf der Flying J nächtigte. Ich hatte mal wieder Glück, denn in Ontario hatte die Petro dieser Tage wieder den (okay zweit) günstigsten Sprit und das bedeutete saubere Duschen und gratis Kaffee. Ebenso wie auf der Flying J nach dem Tanken. Ach ja, ich musste in Dryden, ON noch einmal 120 Liter zwischenbefüllen, sonst hätte es nicht nach Manitoba gereicht, das war aber alles. Den letzten Tag war etwas Schneefall auf der Strecke aber nichts Beängstigendes. Die Flying J steckte etwas im Schnee, sodass ich beim Einparken trotz Gewichtes auf den Achsen ein wenig schlitterte, aber ansonsten… Da es jetzt etwas mehr schneite und ich nicht sicher war, wie die Wege zum Kunden waren, wollte ich lieber auf den nächsten Tag warten. Vielleicht viel ja über Nacht der Schnee in Kübeln vom Himmel, wie Washington, DC, Delaware und die umliegenden Staaten mit 80cm – 1m Neuschnee über Nacht gerade bewiesen haben. Nichts ist hier unmöglich. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber als der Wecker klingelte war zwar alles weiß, aber nicht übermäßig. Somit drehte ich vom Truck stop auf den Highway und versuchte meinen Kunden zu finden. Eigentlich war dieses wieder einer der Tage, die man besser im Bett verbringt…, warum? Okay, der Kunde hat mehrere Zufahrtsmöglichkeiten, wenn man sie kennt. Ich war erst einmal hier, dachte aber ich würde Bescheid wissen. Also ließ ich die erste mir bekannte rechts liegen und wollte es durch den Ort versuchen. Hätteste mal…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich wusste nicht mehr welche Straße die richtige war und somit folgte ich mal der, die für Trucks ausgewiesen war. Als ich auf Schnee um die Kurve rutschte und am Ende dieser Straße die Brücke sah war mir klar, dass dieses nicht die beste Entscheidung war! Kurz vor der Brücke kam dann natürlich noch ein viel zu großes Stopschild und das bedeutete Herzklabastern. Umdrehen ging nicht, also musste ich darüber. Mit durchdrehenden Reifen versuche ich auf Geschwindigkeit zu kommen, was angesichts der kurzen Strecke bis zum Anstieg schon ein Witz für sich war. Dreh, dreh, bettel, bettel… Untertourig zitternd zog sich der Truck die Steigung hoch und das sogar ohne den Gripp zu verlieren. Am Scheitelpunkt konnte ich einmal tief durchatmen und dann ging es auf der anderen Seite den eisigen Abstieg hinunter. Als mein Truck unten am Ende der Brücke mit Schwung und Frontschürze die erste Schneewehe auf der geraden Straße in alle Winde verbließ, kam ein tiefer Seufzer – geschafft!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jetzt ging es erstmal geradeaus. Zeitweise den Schnee vor mich herschiebend fuhr ich nun aus der Stadt - heraus…? Rechts sah ich das große Gebäude zu dem ich musste und vor mir war nichts außer weißer Straße. Eines war klar, hier war ich auch nicht richtig. Somit blieb mir nur eine Möglichkeit zum Wenden zu suchen. Die Navigationstante meinte ich solle mal 12 Kilometer weiter fahren und dann wenden aber das wollte ich ja gar nicht. Dann kam rechts ein Gelände auf dem ein Trailer stand und ich war mir sicher, wo ein Trailer stehen kann, kann man auch wenden. Somit drehte ich auf das Gelände und merkte, wie der Truck in den hier aufgetürmten Schneemassen kämpfte. Ich will nicht übertreiben aber 60 cm sind noch gelinde ausgedrückt. Der Truck drang tiefer ein und um schlimmeres zu verhindern versuchte ich es jetzt mit einer Drehung. In Gedanken war ich schon bei verschiedenen Telefonaten. Firma, Abschleppdienst, Seelsorger…! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich schaltete die Differenzialsperre ein und begann ein stilles Gebet. Langsam schoben sich die Pferde unter der Haube ihren Weg frei. Jetzt nur nicht durchdrehen… - weder der Truck, noch ich… Langsam, ganz langsam raus hier…! Kurz darauf drehte ich das feuchte und fast verbogene Lenkrad wieder Richtung Stadt und rollte zurück. Wieder am Ortseingang gab ich Gas und schaffte die Brücke ohne Stress. Direkt dahinter bog ich nun links ab um an den Bahnschienen entlang mein Glück zu versuchen. Jetzt war ich wieder in meiner kleinen, heilen Welt. Der Schnee flog links und rechts der Schürze auf und eine weiße Wolke verkündete aller, hier komme ich. Okay, die paar höheren Schneehaufen vergessen wir mal und die zweieinhalb Rutschpartien, weil der Schnee zu tief war, auch. Aber auch wenn der Truck manchmal ganz schön abgebremst wurde, er bewegte sich. Wenig später konnte ich links auf die mir bekannte Zufahrt zum Firmengelände abbiegen und war da. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während ich entladen wurde kam ein weiterer Truck unserer Firma angefahren und siehe da, der Michael war’s. Wir setzten uns in einen Truck und schnackten. Während er dann dran war stellte sich heraus, dass wir beide die selbe Ladestelle und Abladestelle haben werden, was uns natürlich veranlasste, zusammen zu fahren. Somit machten wir uns bald darauf auf den Weg zur Flying J um uns zu reinigen und dann weiter über Winnipeg, MB rein nach North Dakota. An der Grenze wurde ich gestoppt und man bat mich kurz rein zu kommen, um mein I-94 zu erneuern. Dass es abgelaufen war hatte ich ja ganz vergessen. Also stellte ich meinen Truck ab und ging ins Gebäude. Hier bat man mich dann in ein Hinterzimmer, wo man mich bat meine Kappe abzunehmen, die Taschen zu leeren, etc. Die Einmalhandschuhe auf der Ablage machten mich etwas nervös, aber so weit kam es dann doch nicht. Anschließend musste ich den Leuten meinen Schlüssel aushändigen und sie baten mich wieder Platz zu nehmen. Kurz darauf kamen sie zurück, gaben mir meinen Schlüssel wieder, tackerten das neue I-94 in den Ausweis und belehrten mich. Da ich mein abgelaufenes I-94 bei der letzten Ausreise aus den USA nicht abgegeben hatte, galt ich als mich illegal in den Staaten aufhaltend. Ich solle das beim nächsten Mal nicht vergessen und gute Reise.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zurück in meinem Truck musste ich erstmal aufräumen, weil diese Sausäcke mit ihren Schneematschstiefel quer durch meine „Wohnung“ gelatscht waren. Dann wollte ich weiterfahren, wurde aber erneut gestoppt. Hatte der Officer in seiner Karre mein nettes Winken jetzt als Angriff auf seine Würde gewertet oder was? Wie angestochen war er aus seinem Auto gesprungen und hatte „Stop“ gerufen. Zum Glück hatte er mich nicht gleich abgeknallt, sondern fragte nur nach einem weißen Stück Papier. Wollte er mir eine Nachricht aufschreiben? Seine Telefonnummer? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie sich heraus stellte war dieses hier eine Ausbildungseinheit und da musste alles nach Vorschrift laufen, also so: Ans Fenster fahren, Papiere rein reichen, Papiere und einen Zettel entgegen nehmen. Dann weiter zum Röntgen und dort den erhaltenen Zettel abgeben. Dann einen neuen Zettel bekommen und diesen dem Menschen, der nun neben meinen Truck stand geben um passieren zu dürfen. Meine Prozedur war halt anders. Ran ans Fenster, Papiere zurück und Zettel bekommen, quer durchs X-Ray, was der Röntgenofficer schon nicht lustig fand. Dann rein ins Gebäude und die I-94-Geschichte zu klären. Anschließend ohne Zettel und Quittung einfach nur sehen, dass ich hier weg kam. Tja und so stand ich nun da. Aber eine kurze Rückversicherung über Funk beruhigte den Held der Arbeit und somit ließ er mich dann passieren – puuh. Jetzt konnten Michael und ich unsere Reise fortsetzten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Alles was ich über die USA zu wissen glaubte, schwand. Ich habe immer im Kopf, das die USA nur aus Staaten besteht, in denen die Sonne scheint. Keine Ahnung warum aber es ist irgendwie so. Okay, nicht überall, aber mit North Carolina hätte ich jetzt nicht unbedingt einen Schneesturm verbunden oder mit South Carolina Eisregen. Ebenso wenig, wie ich Schnee und Eis in North Dakota vermutet hätte. Naja, da ich vor kurzem von einer Canadierin gebeichtet bekam, dass sie durch den Unterricht ihres Sohnes nun im zarten Alter von 30 mitbekommen hat, dass Mexico zu Nordamerika gehört, muss ich mir als Europäer über meine Bildungslücke keine Gedanken machen. Wir fuhren also bei recht eisigen Temperaturen durch „blowing snow“ die Interstate runter. Die Heimtücke an dem „blowing snow“ ist, dass es sich hierbei um gefrorenen Schnee handelt, der über die Straße geweht wird. Durch den Verkehr wird dieser nun nach und nach auf der Straße festgefahren und bildet eine dünne aber sehr glatte Eisschicht, die auch nicht unbedingt wahr zu nehmen ist. Das sogenannte schwarze Eis ist eines der gefährlichsten. Wir reduzierten also ein wenig unsere Geschwindigkeit, da wir zu allem Überfluss auch noch leer waren, was bedeutete, dass wir auch ohne Gewicht auf unserer Antriebsachse fuhren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um dem Ganzen zu entgehen entschied ich mich den Weg nicht ausschließlich über die Interstate zu fahren, sondern einen kleinen Highway zu nehmen. Wo weniger Verkehr ist, kann weniger festgefahren werden. In der Ausfahrt musterte ich die Straße und bog nach einem kurzen Zögern rechts ab. Jetzt drückte der Wind ganz gewaltig von der Seite und ich musste mich fragen ob es die beste Entscheidung des Tages war. Über CB meldete sich Michael und strich mir für den Abend die Sandmännchenfolge. Bei der nächsten Kreuzung an der wir abbiegen mussten lag etwas mehr Schnee und hier wurde mir dann auch per Funk das Abendbrot gestrichen. Zwei Kreuzungen weiter knisterte es aus dem CB: „Komm Du mir nach Hause!“ und ich glaube ich bin nur knapp der Kündigung der Freundschaft entgangen! Nichts desto trotz kamen wir gut voran und dass hinter der einen Hügelkuppe die ganze Straße im Schnee versunken war, konnte ich schließlich nicht ahnen…&lt;br /&gt;Am Abend standen wir dann 3 Kilometer (laut Navi) von unserem Kunden entfernt auf einem kleinen Truck stop und machten Pause, bis zum Wecker klingeln. Naja, eigentlich war ich schon eher wach, denn Michael startete immer wieder seinen Truck, ließ ihn ein paar Minuten laufen und machte ihn wieder aus. Das wiederholte er ziemlich oft, bis ich mich aus dem Bett quälte. Es stellte sich heraus, dass der Truck ansprang und dann von sich aus wieder ausging. Hmm, was war da los? Nach einigen weiteren Versuchen bemerkten wir die grüne Pfütze unter dem Truck – Kühlflüssigkeit. Also in der Firma angerufen und hin und her. Lange Rede wenig Sinn. Wir füllten Kühlmittel auf und versuchten erstmal unser Glück. Leider war der Kunde nicht da wo ihn das Navi vermutete und wir machten eine Extrarunde. Nach einem Besuch in einer Tankstelle fanden wir dann aber unseren Kunden und drückte unsere Trailer an die Türen. Anschließend rief ich wieder in der Firma. Erst sollte ich beide Trailer laden und Michael auf dem Truck stop lassen, dann sollte ich jetzt laden und Michael vorerst zurück lassen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Lecken hatte aufgehört und auch wenn es derzeit nicht genau zu lokalisieren war, es sollte zu schaffen sein. Ich meldete dem Dispatch, dass wir beide laden werden und die Ladungen auch abliefern. „Wir stehen und fallen gemeinsam – keiner bleibt zurück“, so meine Worte. Nach Rücksprache mit der Werkstatt bekamen wir das „OK“ zu fahren, zumindest bis zur nächsten Werkstatt. Nachdem ich mit Freigtliner telefoniert hatte war klar, die nächste Werkstatt war 160 Kilometer entfernt. Aber was sollte es, wir hatten einen Auftrag und die Wagen waren beladen. Somit fuhren wir bis zu der Ausfahrt wo der Dealer sein sollte und machten erstmal einen Abstecher zum Truck stop. Hier füllten wir noch einmal Kühlmittel auf und ich telefonierte noch mit der Werkstatt. Da es sich offensichtlich, da der Truck nun nicht mehr kleckerte, um ein Kaltwasserleck handelte (der Klassiker - Wasserpumpe), sollte wir fahren. Und aus Kostengründen wurde auf einen Check beim Händler verzichtet. Als fuhren wir so los und kamen von North Dakota nach Minnesota, wo wir in Duluth, MN pausierten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier war am nächsten Morgen wieder eine Pfütze unter dem Wagen, aber das lag nun daran, dass Michael trotz gegenteiliger Aufforderung den Truck nachts Lieber aus ließ. Ist der Motor warm, kleckert es nicht, ist der Motor kalt, kleckert es aber die Luft wird nicht verpestet. Wie auch immer, wir füllten wieder Kühlmittel nach und fuhren durch Wisconsin und Michigan zurück nach Canada rein. Hier machten wir am nächsten Abend in Sault Saint Marie, ON Pause, da wir beide mit unseren Stunden ein wenig runter waren. Weiter ging es am nächsten Morgen, nach Wiederbefüllung des Kühlers nach Montreal, QC. Hier machten wir erneut Pause um dann am nächsten Morgen den Rest der Strecke hinter uns zu bringen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen hieß es wieder Nachfüllen und dann los. Kurz hinter Montreal, QC zog Michael an mir vorbei und sprach noch etwas in den Funk. Da ich mit Sandra telefonierte verstand ich nichts und sah Michael nur noch kleiner werden. Also nicht ihn, sondern seinen Truck. Ich fahre aus Spritspargründen in der Regel nur 98km/h und warum sollte ich jetzt hetzen? Was mit Michael los war verstand ich allerdings nicht. Waren wir die ganze Zeit zusammen gefahren, hatte ich hier und da auf ihn gewartet, ihm geholfen, ihm noch Brückengeld an der Grenze ausgelegt, etc., schien er jetzt von Sinnen. Ohne erkennbaren Grund drehte er auf und war weg. Ich war enttäuscht und sauer aber vielleicht gab es ja einen Grund…? Welchen? Keine Ahnung. Den weiteren Weg verbrachte ich damit mich zu ärgern und meinen Weg zu machen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zwei Pausen und etliche Kilometer weiter kam ich am Zielort Moncton, NB an. Es war gegen 21.00 Uhr und während mein Termin eigentlich morgen sein sollte, war von Michael, der heute dran war, keine Spur zu sehen. Ich stellte meinen Trailer ab und machte weitere Sachen. Was das heißt? Okay, die Firma hatte mich unterwegs gefragt, ob ich noch zwei Trailer von Oxford, NS nach Moncton, NB ziehen könnte. Während ich mich darauf freute schon meinen Plan für morgen zu haben, kamen zwei Nachrichten. Die erste: Stelle Deinen Trailer bitte beim Kunden zum Abladen ab. Fahre nach Oxford, NS, hole Trailer xxx, bringe den nach Moncton, NB. Dann zurück nach Oxford, NS und hole Trailer xxx. Anschließend hole Deinen Trailer ab, bringe ihn ebenfalls zum Drop Yard, nehme den einen der beiden geladenen Trailer aus Oxford, NS und komme damit zum Hof. Nachricht 2: Die Trailer müssen bis 5 Uhr morgen früh beim Kunden raus sein. Da ich ein guter Mensch bin…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also nach Oxford, NS, Trailer eins nach Moncton, NB bringen. Meinen leeren Trailer holen (bin ja nicht ganz dumm) und zum Drop Yard bringen. Mal eben erkundigen ob schon ein anderer Fahrer unserer Firma da war? Nee. Anschließend wieder nach Oxford, NS und nun den Trailer holen, mit dem ich zum Hof soll. Damit konnte ich mir, im Gegensatz zum Vorschlag der Firma die Rücktour nach Moncton, NB heute Nachte schenken. Also blieb ich in Aulac, NB stehen und legte mich hin. Am nächsten Morgen sattelte ich die Hühner und fuhr zur Waschhalle nach Woodstock, NB, wo ich Truck und Trailer noch einmal durch schickte. Dann ging es nach Hause und auf dem Weg dorthin hatte ich schon wieder meine neue Ladung. Am Montag sollte es nach Drummond, NB zum Kartoffeln laden gehen und dann wieder nach Georgia. Ich teilte mit, dass ich am Montagmorgen noch einen Termin hatte aber das sollte kein Problem sein. Also dann… &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;South again…&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den Abend verbrachte ich im Rahmen der Familie und Sandra und ich schauten uns die Unterlagen für unseren PR-Antrag an. Ich muss überall arbeiten, Sandra ist weitestgehend zufrieden und die Kinder kommen gut zurecht. Manchmal vermissen sie die Omas und Opas aber ansonsten wollen sie hier bleiben. Somit sind wir uns einig, wir werden den Antrag auf dauerhaften Aufenthalt in Canada stellen. Damit sind noch einmal erhebliche Kosten verbunden aber im Grunde ist das Leben hier sehr angenehm und daher…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Natürlich ist es ein riesiger Schritt und niemand kann nun sagen, er wäre für immer aber wir planen vorerst so. Es ist merkwürdig, als würde man wirklich noch einmal bei Null anfangen. Es ist wie eine neue Geburt, denn kennen tust Du niemanden. Die Sprache ist fremd, die Produkte sind fremd und viele Gewohnheiten und das tägliche Leben. Es ist, als hättest Du auf Deiner Fernbedienung einen neuen Kanal gewählt und eines ist sicher. Selbst wenn uns irgendwann der Weg zurück führen sollte. Der Film auf dem anderen Kanal ist auch weiter gegangen. Wir fahren nun Dodge und nicht mehr VW. Das Haus ist aus Holz und Plastik und nicht mehr aus Stein. Alles ist mit Geschmacksverstärkern angerichtet, süß oder salzig und geheizt wird mit Holz. Die Ambulanzen und Polizeiwagen klingen wie die Karussells  auf unseren Jahrmärkten und die Ampeln stehen auf der anderen Seite der Kreuzung doch es ist alles nichts, an dass man sich nicht gewöhnen kann. Das einzige was immer wieder schmerzt, ist der „Verlust“ der Freunde und Bekannte und vor allem der Abstand zur Familie. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist leider so, dass die Zeit voran schreitet und wer weiß, eines Tages werden wir nicht mehr mit unseren Eltern telefonieren können. Das man sie bis dahin nur noch selten sehen wird, da der Weg zu weit und zu kostspielig ist, das ist das Härteste an dieser Entscheidung. Die Geschwister okay, die wird man lange haben und die Freund? Sind es nicht auch nur Lebensabschnittsgefährten? Die einen ja und die anderen wird man hin und wieder vielleicht besuchen oder es kommt mal einer her. Manchmal abends, in einem stillen Moment vor dem Einschlafen höre ich den einen oder anderen sagen, ich kenne da einen, der lebt jetzt in Canada… &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Tag sind wir noch unterwegs gewesen. Unter anderem waren wir bei einem Schneeevent. In Hartland, NB haben sie den Sportplatz vereist und eine Schlittschuhbahn erreichtet und ein Hockeyfeld. Neben der Schwimmhalle war dann noch der Hügel mit einem Teil des verbliebenen Schnees präpariert und man hatte einen Stand mit Hot Dogs und heißer Schokolade errichtet. Alles umsonst, bzw. für eine Spende. Ich finde das ist eine tolle Idee und hier ist es etwas, was auch funktioniert. Auch wenn es zum Teil nervig ist, wird hier sehr viel auf Spendenbasis gemacht, gesponsert von den großen Firmen, einzelnen Personen oder Gruppen/Vereinen. Die gesammelten Gelder werden dann dem einen oder andern guten Zweck zugeführt. Hier hat man halt ein Auge aufeinander… Wenn ich draußen mit meiner beladenen Kiste für den Truck hinter unserem Auto stehe und versuche den Kofferraum mit der Kiste auf den Beinen zu öffnen, habe ich schon immer Sorge, dass ein Wagen anhält um zu helfen. Es ist wirklich irre, wie erwähnt ein Miteinander. Wenn man aus dem Truck stop geht ist es selbstverständlich, dass man sich umsieht und die Tür offenhält, für den der von vorne kommt oder hinter einem her. Eigentlich selbstverständlich werden diese guten Umgangsformen auf der anderen Seite des Teiches allzu häufig vergessen. Hier überkommt einen das schlechte Gewissen, wenn man in Gedanken die Tür mal zufallen lässt. Dann entschuldigt man sich und vielleicht hat schon wieder einen Meinungsaustausch übers Wetter…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie auch immer, die Kinder liefen Schlittschuh, Mama auch und Papa stand mit Erik da und schaute zu. Ein bisschen plaudern mit dem einen oder anderen Zaungast und dann wurde noch gerodelt. Anschließend gab es noch ein heißes Getränk und dann bin ich schon einmal mit Erik ins Auto, während Sandra die Mädels einsammelte. Den Rest des Tages verbrachten wir so lala und am Abend fielen die Kinder abgekämpft ins Bett.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen sind wir dann runter nach Woodstock, NB zu unserem Termin und anschließend noch eben zum Einkaufen gefahren. Hier rief mich dann mein Dispatcher an um mir mitzuteilen, dass mein Trailer von einem anderen Fahrer beladen wird. Das klang gut und nahm uns etwas den Stress raus. Somit fuhren wir nach Hause, packten die Sachen aus und Sandra machte Essen. Dann rief die Firma an und meinte ich könne losfahren, der Trailer wäre nun auf dem Hof. Erik, der gerade eingeschlafen war wurde wieder geweckt und in seinen Schneeanzug gepfriemelt. Ein erneuter Anruf, der Trailer brauche noch einen Service und es wäre ausreichend, wenn ich in eineinhalb Stunden käme. Super, jetzt war der kleine Mann wieder wach. Kein fünfzehn Minuten später klingelte es erneut und man teilte mir mit, auf den Service würde verzichtet und ich könne doch los. Nun mussten wir jedoch auf die Rückkehr der Mädels warten und somit dauerte es doch etwas bevor wir loskamen. Bei der Firma abgesetzt klärte ich noch ein paar Sachen, krabbelte auf meinen Truck und pickte den Trailer auf. Beim Anschließen bemerkte ich dann, dass der Reefer aus war. Also wieder runter vom Truck und rein in die Werkstatt. Was folgte war ein Hin und Her, was darin endete, dass ich mit dem Zug in der Werkstatt stand und der Leiter einen Einlauf bekam. Außerdem fanden sie noch ein Loch in einem der Reifen und damit war weitere Standzeit angesagt. Als dann am Abend endlich alles fertig war fuhr ich los zum wiegen. Dieses hatte der Fahrer, der geladen hatte leider auch nicht gemacht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was soll ich euch erzählen. Als ich von der Waage in Woodstock, NB runter war stellte sich heraus, dass ich überladen war. Also noch einmal über die Waage, ein Telefonat mit dem Nachtdispatch und dann zurück zum Hof, wo ich dreißig Säcke Kartoffel wieder ablud und mit dem Stapler in die Waschhalle fuhr. Hier war geheizt und die Kartoffeln liefen nicht Gefahr, einen Frostschaden zu bekommen. Jetzt brauchte ich nur noch zehn Anläufe bis ich es mit dem Stapler die glatte Auffahrt zur Halle hoch schaffte und dann konnte es wieder losgehen. Ach ja, nach der Lektüre eines kleinen Heftes und einem anschließenden Quiz am Ende des Heftchens habe ich nun einen offiziellen Staplerschein! Stolzer, getesteter Staplerfahrer…! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann ging es wieder los nach Woodstock, NB, noch einmal über die Waage und dann endlich weiter Richtung Süden. An der Grenze kein Stress und weiter so weit es ging. Am nächsten Morgen eine Nachricht in die Firma, dass sie den Termin um einen Tag, nämlich den, den ich durch das ganze Gekasper verloren habe, verschieben mögen und dann weiter. Runter nach Carmel Church, VA. Hier nächtigte ich und brezelte dann durch nach Watkinsville, GA. Hier wurde ich am nächsten Tag termingemäß leer gemacht und hatte kurz darauf meine Rückladung. 650 Lehrkilometer weiter in Holly Ridge, North Carolina sollte ich für Quebec laden. Also fuhr ich wieder los und bekam meine load offer. Laden Morgenmittag und ausladen am Montag. Da werde ich noch mal nachfragen, denn da liegt mir zu viel Zeit zwischen. Aber jetzt fuhr ich erst mal zum Kunden und hoffte, dass ich dort über Nacht stehen konnte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich konnte dort stehen und nächtigte relativ ruhig, direkt neben einer Airforce Base. Hier starteten und landeten die ganze Zeit Hubschrauber, aber das störte mich nicht. Um 07.30 Uhr klopfte jemand um mir zu sagen ich solle den Trailer schon einmal runter kühlen. Dann stand ich noch bis gegen 10.00 Uhr und konnte an eine Tür. Gute 3 Stunden später hatte man es geschafft mich zu laden und ich konnte abfahren. In der Zwischenzeit hatten mich mehrere Apache Kampfhubschrauber überflogen und auch einige dieser Hubschrauberflugzeuge. Keine Ahnung wie sie heißen aber die haben die Rotoren außen an den Tragflächen befestigt und können sie nach oben drehen (Hubschrauberbetrieb) oder nach vorne (Flugzeugbetrieb). Sehr interessant anzusehen aber leider zu schnell vorbei um sie zu fotografieren. Oder ich war zu langsam…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf meinem Weg gen Norden kam ich an verschiedenen Standorten Amerikanischer Streitkräfte vorbei. Einmal landeten direkt über meinen Truck hinweg einige Kampfjets. Die ganze Gegend hier schien nur aus Armee zu bestehen. Dann ging es aber weiter und weiter und nach einer „ruhigen“ Nacht in Mahwah, NJ fuhr ich durch bis Montreal, QC. Hier stellte ich mich auf die Flying J und machte mein 36 Stunden Reset. Am Sonntag brachte man mir noch einen anderen Trailer, da ich meinen nicht entladen, sondern die „Picktour“ fahren sollte und damit war die Woche um.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3184627331177709407-4899493498805115726?l=amelonie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://amelonie.blogspot.com/feeds/4899493498805115726/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3184627331177709407&amp;postID=4899493498805115726' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3184627331177709407/posts/default/4899493498805115726'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3184627331177709407/posts/default/4899493498805115726'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://amelonie.blogspot.com/2010/02/eine-ganze-menge.html' title='Eine ganze Menge...'/><author><name>amelonies</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18083177256209115380</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://1.bp.blogspot.com/_rTH7NxWrtQI/SXjccayhIRI/AAAAAAAAAJk/qBirVymWPoM/S220/DSC_0027.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3184627331177709407.post-3205429532917589620</id><published>2010-02-07T19:41:00.000-05:00</published><updated>2010-02-07T19:46:03.844-05:00</updated><title type='text'>Zur Abwechslung mal ein Unfall</title><content type='html'>Irgendwann schaffe ich es sicher, nicht mehr jeden Tag aufzuführen. Aber was habe ich sonst zu tun…? Also weiter geht´s. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dem Sonntagsfrühstück fuhren wir zu Michael, bzw. seiner Frau Andrea damit ich mir das Auto ansehen konnte. Im Stand passierte gar nichts, also es pieselte kein Sprit raus. Gut, der Tank war aus Metall und halb weggegammelt aber ansonsten sah ich erstmal nichts. Nach einem kleinen Gespräch drehte ich eine Ehrenrunde und siehe da, jetzt leckte er. Also Differentialdiagnostik: Wenn er gerade steht leckt er nicht, egal ob er an ist oder aus. Wenn er schief nach rechts steht leckt er wenn er läuft, nicht aber wenn er ausgeschaltet ist. Na, eine Idee? Genau so ging es mir auch. Ich benötigte Werkzeug und einen halbwegs passablen Arbeitsplatz, nicht die Garage hier und auch nicht den gefrorenen, vereisten Boden davor. Also tätigte ein paar Telefonate und hatte später von Opa das Okay, dass Andrea seinen Wagen nutzen konnte. Somit konnte ich den von Michael und ihr in meiner Werkstatt zerpflücken. Es war ein Leck oberhalb des Tanks und wo nun genau konnte nur lokalisiert werden, wenn der Tank draußen war, denn so war nichts zu erkennen und nichts zu fühlen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sandra fuhr mit den Kindern im Van und ich fuhr Andrea zur Firma, wo sie Opas Wagen nahm. Ich fuhr mit ihrem nach Hause um mir ein Bild zu machen. Naja, eigentlich hätte sie auch mit ihrem Wagen weiterfahren können. Schlimmsten Falls würde jemand auf einem Parkplatz eine Zigarette wegwerfen oder der Auspuff… - Rums! Nee, kleiner Scherz, damit konnte man nicht mehr fahren… - ich schon aber nur nach Hause. Hier brachte ich ihn in die Garage und begann mich am Tank. Um es für alle kurz zu machen, die Halterungen sind so vergammelt, dass ich den Tank leeren müsste um die Schrauben los zu brennen oder ich muss die Fangbänder mit dem Winkelschneider zertrennen. Mit dem Schlagschrauber sind sie nicht zu lösen und die an der Karosserie verschweißten Halter geben bei härterer Rangehensweise nach.  Also war es etwas, was ich heute nicht mehr schaffen konnte, denn ich musste auch wieder raus. Nachdem ich also meinen freien Tag mal wieder mit einem Auto verbracht hatte ging ich wenigstens noch mit Erik baden. Dann packte ich meine Sachen in Michaels „Karre“ (sorry Michael aber…) und fuhr zur Firma. Hier stellte ich sein Auto ab, packte meinen Truck und fuhr Richtung Grenze. Die selbe Tour wie zum letzten Wochenstart, nur dieses Mal ohne Schnee.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einer Nacht in Bangor, ME fuhr ich weiter und hatte dieses Mal auch keine Schleicher vor mir. Die Straße war frei und gut befahrbar. Somit kam ich heute eher bei Kunden an und stellte mich dort wieder auf den Hinterhof um noch etwas Schlaf zu kriegen. Um 06.00 Uhr wurde ich geweckt und konnte an ein Türchen. Kaum erledigt legte ich mich wieder hin und es begann hinten zu wackeln. Dann stoppte es und jemand klopfte an die Tür. Ich sollte doch mal bitte reinkommen… Das bedeutete in der Regel nichts Gutes und somit zog ich mir eine lange Hose und ein Jäckchen über. Drinnen zeigte man mir meinen Trailer und eine Palette voller Kartoffelsäcke lag quer im Trailer. Einige Säcke waren aufgerissen und die Kartoffeln lagen einzeln über den Boden verteilt rum. Ansage der Mitarbeiter: Wir können das beheben, kostet 10$ oder Du machst das selber. Also packte ich die gesamte Palette um und sammelte die ganze Kartoffeln ein. Anschließend ging ich in den Truck und sendete ohne zu Bitten eine Message an die Firma: „Brauche 10$ PO Nummer für Paletten sortieren. Ansonsten kann ich besser schlafen als das wieder in Ordnung zu bringen, was andere Fahrer durch mangelnde Ladungssicherung verbocken.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich war müde und sauer. Ein Fahrer hat die Ladung nicht anständig gesichert und dann den Trailer verplombt. Ich konnte nicht sehen wie es in dem Trailer aussieht als ich ihn aufgenommen habe und bin auf den anderen Fahrer und seine „Vorarbeit“ angewiesen. Hätte ich die Ladung nicht anständig gesichert wäre es mein Problem gewesen, aber so… Jetzt wollten die 10$ haben, was aber wieder bedeutet hätte ich hätte auf eine Checkautorisierung warten müssen oder Bar bezahlen. Wäre gegangen aber auch dazu hätte ich ein Okay der Firma gebraucht, sonst wird es nicht erstattet. Also hatte ich jetzt die Möglichkeit zu warten bis ich jemanden bei uns erreichen konnte oder ich packte selber an. Damit würde der Trailer weiter entladen werden und ich hatte die Möglichkeit schneller loszukommen um Milen zu machen, womit ich bekanntlich mein Geld verdiene. Bitterer Beigeschmack, ich räume den Müll anderer Leute für Lau auf und bringe mich um meinen Schlaf. Also musste eine Lösung her und die sah genauso aus, wie ich sie rein gesendet hatte. Ich wollte das selbe Geld was die nahmen, denn es war meine Zeit und mein Schlaf, befand ich. Wider erwarten bekam ich ein PO Nummer und das ohne weitere Fragen… - war ja auch alles erklärt. Ich freute mich über Einsicht und Fairnis der Firma und hatte dann auch kein zu großes Problem damit, dass ich wieder warten musste, da die Kartoffeln wieder Mist waren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann konnte ich weiterfahren zu meiner Ladeadresse. Zwei Paletten von Freeland, PA nach Brampton, ON. 600 Kilometer ohne großes Gewicht, das mache ich doch gerne. An der Grenze blieb ich dann leider hängen weil der Broker nicht fertig war aber es dauerte „nur“ 2 Stunden. Dann segelte ich durch zur Endladestelle und konnte dort gleich andocken. Anschließend legte ich mich hin. Irgendwann in der Frühe würden sie anfangen meinen Trailer zu leeren und wenn sie fertig waren würde mich ein Summer, den ich bekommen hatte wecken. Das klang nach einer Art Plan und somit – Gute Nacht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bsssst, bssssst, bssssst… Ich stand auf, zog meinen Truck vor, schloss die Türen und rollte in Richtung Tor. Dabei tippte ich noch die MT-Message in den sattelite. Ich tauschte Papiere gegen Buzzer und fuhr auf die Straße. Hier bekam ich gleich meinen neuen Auftrag und war verwundert über die Schnelligkeit, mit der im Moment gearbeitet wurde. Oder besser gesagt, mit der Schnelligkeit, wie gerade die Messages beantwortet wurden. Ich sollte zu einem Drop yard hier in der Torontoarea fahren um dort einen Trailer aufzupicken und leer zu machen. Also tat ich wie gebeten und fuhr dort hin. Erst stellte ich meinen Trailer ab und dann stellte ich fest, dass es hier zwei Trailer gab. Einen der da sein sollte und einen der es nicht war. Somit drehte ich dort drei verzweifelte Runden und tipperte dann die Firma an. Bevor die Antwort kam, kam einer unserer Trucks mit meinem Trailer. Man hatte mir nur vergessen mitzuteilen, dass der noch auf der Anfahrt war. Somit tauschten wir fix den Auflieger und dann fuhr ich wieder in den Stadtverkehr um zum Kunden zu kommen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als der Trailer leer war hatte ich noch keinen weiteren Auftrag und deshalb fuhr ich erstmal zu einem Truck srop um zu duschen. Anschließend sollte ich diesen Trailer wieder zum Yard zurückbringen und meinen nehmen um diesen an zwei Stellen zu beladen. Alles kein Thema, obwohl ich schon wieder so mittelmäßig am köcheln war. Ich wollte Langstrecken fahren und nicht Citycruisen! Auf dem Weg zum Drop Yard erlebte ich nun, wie gefährlich der Winter sein kann und wie wichtig es ist, dicke Kleidung zu tragen. Ich fuhr also so meinen Weg…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor einer Ampel rollte ich langsam aus und stand auf der mittleren Stur, gute sechs Autos zurück. Die rechte Spur stand ebenfalls und die linke, welche eine Linksabbiegerspur war hatte grün. Na, wie könnte die Geschichte weitergehen? Richtig… - Ein Eskimo tauchte am rechten Straßenrand auf. Der sah wirklich aus wie einer! Dicke Hose, Fellstiefel, eine dicke Jacke und einen Windkanal auf dem Kopf. Also die Mütze, sie erinnerte an ein Ofenrohr oder ein Windkanal, in den der Wind vorne reinbläßt und einen bis zu den Füßen kühlt. Der Vorteil ist wohl entgegen meiner Deutung, dass die Art von Mütze mit Pelz wahnsinnig warm halt, weil die warme Luft dort reinsteigt. Der Nachteil ist eindeutig, dass die Sicht ein wenig eingeschränkt ist. Und gegen seine eingeschränkte Sicht half auf die übergeworfene Warnweste nichts. Er stiefelte also ohne dem Verkehr einen weiteren Blick zu würdigen durch die stehenden Autos. In der rechten Hand zwei Plastiktüten, in der linke eine Schachtel Donuts. Wir haben als Kinder gelernt, gehen nie zwischen stehenden Autos durch und wenn, dann schaue immer wieder nach links und rechts. Nun ja, Eskimo-Jo hatte wohl keine Verkehrserziehung im Kindergarten… Erst Reihe, kein Problem. Zweite Reihe auch nicht… Aber dann kam die dritte Reihe und das war leider die Linksabbiegerspur mit „Grün“. Den Schlauch überm Kopf und den Blick geradeaus ging er weiter. Getreu dem Wintermotto: „Erst schritt er, dann glitt er!“ setzte er seine Reise nach einem kleinen Ausflug über die Motorhaube einer älteren Dame auf dem Luftwege fort. Gefolgt von Einkauftüten und Donuts. Alles rutschte nun noch ein paar Meter über den Asphalt und kam dann zum Liegen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem er dort einen Moment im Stillleben verharrte begann sich der Kleidersack zu rühren. Getreu dem Motto: „Lieber spät als nie!“ schaute der Kerl nun nach links und rechts um sich zu orientieren. Hier wollte er wohl nicht hin… Dann rappelte er sich auf und ich ließ den Türgriff wieder los. Die Dame stieg aus und er begann seine Nahrung und Tüteninhalte zusammen zu suchen. Alles in Ordnung, kein fremdes Eigentum beschädigt und auch er selbst machte einen intakten Eindruck. Wäre dort ein junger Heißsporn gefahren hätte es vielleicht anders ausgesehen, doch so war er auch durch seine dicke Kleidung ohne weitere Schäden davon gekommen. Okay, er dürfte den einen oder anderen blauen Flecke haben und die Kollegen sind vielleicht nicht so glücklich über die sandig, salzigen Donuts aber Schlimmeres ist offenbar nicht passiert. Somit habe ich etwas zu schreiben und kann es sogar ein wenig lustig verfassen, was nichts damit zu tun hat, dass ich nicht sofort zur Hilfe bereit gewesen wäre. Ich hätte auch anders geschrieben, wäre etwas passiert, denn ich bin kein fieser Hund. Aber so wie es sich ergab und endete, war es trotz des Schreckens eine „etwas“ komische Situation. Also immer schön links und rechts und noch einmal links schauen, wenn ihr über die Straße gehen wollt! Und merket: „Eine gelbe Warnweste nützt euch nur dann, wenn man euch auch sehen kann. Denn dieser Mensch schritt dummer Weise hinter einem Kleintransporter auf die Fahrbahn und war für die Autofahrerin unsichtbar. Außerdem ist eine Warnweste kein Mercedesstern…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich brachte dann den Trailer zurück, sattelte um und machte mich auf den Weg zu meinem Pick. Auf halber Strecke meldete sich die Firma. Sie meinte sie hätte mir geschrieben ich sollte den Trailer woanders abstellen und nach einem Blick auf die Message stellte ich fest, es war so. Also drehte ich wieder um, sattelte um, brachte den Trailer dorthin wo er hin sollte und fuhr zurück um meinen Trailer zu holen. Hier traf ich nun wieder einen Kollegen, der den Trailer, den ich hier erst falsch abgestellt hatte dorthin bringen sollte, wo er nun stand. Ich hatte meinen Fehler schließlich gleich korrigiert und dass auch in die Firma reingesendet. Sie hatte es wohl überlesen und somit einen weiteren Fahrer losgeschickt. Was für ein Geeier! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beim ersten Kunden fertig machte ich mich auf den Weg zum zweiten und hier traf ich meinen ersten Texaner… Wie Gunnery Sergeant Hartman in Full Metal Jacket meinte, gebe es dort nur Stiere und Schwule. Und wie Privat Pauler, sah auch dieser Typ nicht wie ein Stier aus! Also mal ehrlich, ich verstehe zwar nichts von Kleidungsstiel aber… Kackbraune Cowboystiefel, eine enge Jeans in die Stiefel gesteckt, natürlich mit dickem Buckel und ein blaues Karohemdchen, oben aufgeknöpft. Als Abschluß passend, der ebenfalls kackbraune Ledercowboyhut. Dazu der Texaner Akzent und es war klar, woher die vom Sergeant aufgestellte Vermutung kommt. Dass er groß war und ein Bärtchen hatte, änderte nichts an seinem Gesamteindruck. Naja, auf alle Fälle war er nicht Schießwütig, was dem Canadier, der sich nach einem kleinen Schwof über die Kanalisation von Toronto über Georg W. Bush hermachte. Er meinte Toronto würde zu wenig Geld in die Erneuerung des Kanalsystem aus den 50ern stecken, was zur Zeit wieder dazu führte, dass überall Leitungen platzten. Sowie Bush, der das Geld lieber in Kriege steckte als in die Infrastruktur seines Landes, gab es auch hier Menschen, die lieber in die eigene Tasche arbeiteten als in den Erhalt der Stadt. Was danach folgte war ein Gewehrfeuer an Anschuldigungen und Beleidigungen des Busches. Dem Texaner blieb die Spucke weg und der Canadier ließ sich immer weiter aus. Ich will ja nicht gemein sein, aber es war schon faszinierend mit anzusehen, wie einem Menschen sein Idol, die Heimatliebe und der Stolz darauf, das der Präsi aus „seinem“ Bundestaat kommt in kürzester Zeit in der Luft zerrissen wurde. Ich meine…. – nee, ich meine lieber nicht. Die Amis und Bush ist ein eigenes Thema nur soviel, sie sind hier auch nicht sehr beliebt! Aber Bush ist ja nun weg und denkt, wie in den Medien hier verbreitet, an Selbstmord. Kann ich verstehen, ist bestimmt kein leichtes Leben als Massenmörder (wie er betitelt wurde)! Am Ende sah der Cowboy aus, als bräuchte er ein Taschentuch…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach diesem Ereignis machte ich mich auf den Weg nach Moncton, NB. Ein Zwischenstop zur Nacht, kurz vor Quebec und dann ab durch die Mitte. In Moncton, NB nächtigte ich noch wieder und fuhr dann am nächsten Tag nach dem Entladen auf die Insel PEI zum Laden. Da es egal war, ob die Ladung heute oder morgen bei uns auf den Hof kam, entschloss ich mich kurzer Hand in Moncton NB stehen zu bleiben. Wir hatten über das Internet Kontakt zu einer Familie aus der Schweiz bekommen, die nach Moncton, NB gezogen sind. Da es angeboten war, meldete ich mich dort per Telefon und wurde später von einem Truck stop abgeholt. Als würde man sich schon ewig kennen wurde mir Abendessen serviert und obwohl ich erst um 21.00 Uhr etwa aufschlug, wurde es noch ein recht langer Abend. Der „Häuptling“ der Familie brachte mich dann später wieder zu meinem Truck und ich haute mich hin. Am morgen schaute er noch einmal vorbei und ich zeigte ihm noch einmal kurz im Groben, worauf es beim Pre-trip ankam und überhaupt mein Auto. Er hatte zwar sein PR, startete aber später mit der Arbeit und war gerade kurz vor der theoretischen Prüfung zum Führerschein. Ich machte mich dann anschließend auf den Weg nach Hause und freute mich auf ein frühes Schichtende. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sollten euch die Abläufe jetzt etwas gehetzt vorkommen, das liegt nur dran, dass ich im Januar so beschäftigt war… und ein bisschen blöd (aber dazu später), dass ich keine Zeit hatte zum Schreiben und daher nun versuche, den gesamten Januar nach zu holen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf dem Heimweg wollte ich noch eben bei der Waschhalle vorbei. Der Truck sah aus wie Sau und ich war ja auch früh dran. Also fuhr ich dort eben raus und verbrachte die nächsten zwei Stunden damit auf die Reinigung meines Trucks zu warten. Somit war der frühe Feierabend wieder Essig aber der Truck dafür sauber, wenn man von dem Zentimeter dicken Dreck absah, der noch an ihm klebte. Es war zwar der Truck vom Chef und auch seine Waschhalle, aber ich muss sagen, am Hof waren die Fahrzeuge wesentlich besser gereinigt worden und er muss ein Auge drauf haben! Der gesamte Bereich zwischen den Antriebsrädern war noch voller rotem Schlamm von der Insel und wenn andere Fahrzeuge auch so schlampig gereinigt werden, ist das keine Werbung. Marks Vater hat sogar die Türkanten mit gereinigt, was dieses Mal an mir hängen blieb und die Fußmatten wurden hier auch nicht gesäubert, aber ein bisschen Arbeit muss ja auch für den Fahrer bleiben…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann ging es aber zum Hof, von wo aus ich mit Michaels Auto zu uns fuhr. Ein bisschen Familie, ein bisschen PC und dann einnicken auf dem Sofa vor dem Fernseher. Den Samstagmorgen verbrachte ich dann primär damit den Tank unter Michaels Auto weg zu bauen. Hier stellte sich dann heraus, dass der Tank mehrere Rostlöcher hatte. Der Zulauf war schon fast raus gegammelt und es sah nicht so aus, als würde er erst seit neuem Sprit verlieren. Da das Problem also nicht eine Leitung sondern der ganze Tank war, konnte ich jetzt auf die Schnelle nichts mehr ausrichten. Ein Besuch unseres Vermieters mit Familie unterbrach meine Arbeit und ansonsten war der Tag schnell vorbei. Sonntag nahm ich mir dann nach einer längeren Nacht die Zeit ein wenig in den erhaltenen emails zu lesen. Da in der Werkstatt noch eine ganze Menge zu tun war, denn heute wollte ich mich mal wieder meinem Projekttruck widmen, unterließ ich es für heute Antworten zu schreiben. Was mich aber freute war unter anderem eine email der Bekanntschaft vom Truckstop in Grimsby, ON. Sie hatten eine lange Mail geschickt und auch ein paar Fotos. Ich hoffe in naher Zukunft die Zeit zu haben / mir diese zu gönnen, darauf zu antworten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Mädels hatten sich vorgenommen mir heute zu helfen und nach ein paar Telefonaten mit Deutschland ging es dann los. Naja, noch nicht ganz, denn ich wollte noch ein paar Sachen zu Marcel mailen, der am Montag Prüfung hatte. Da der Scanner nicht wollte hatte ich die glorreiche Idee, die Software mal wieder runter zu laden und dann alles neu zu installieren. Als der PC mir anzeigte, dass das Download meiner ganze 428 MB „großen“ Datei 1032 Stunden dauern sollte hatte ich die Nase voll. Ich telefonierte mal wieder mit meinem Anbieter und verzichtete auf die allgemeine Canadische Höflichkeit. Am Ende wurde das Download beschleunigt und in bis zu fünf Werktagen wird das Netzt umgestrickt. Das bedeutet, es wird von Satellitenverbindung auf banalen Funk umgestellt. Kostet im Monat das selbe wie unser jetziger Hightechmüll, ist aber dafür doppelt so schnell (eine 3000er Funkleitung ohne Downloadbegrenzung). Dann ging es aber ans Auto… Die Innenverkleidung wurde zum Teil herausgenommen und der gesamte Vorbau zerlegt. Kotflügel, Radläufe, Dachspoiler, etc. Sogar ein Fenster schaffte ich noch zu entfernen. Jetzt muss dann „nur noch“ die Kabine ausgeräumt und abgenommen werden. Dann kann der Motor runter und die weiteren Schritte werden dann schweißen, spachteln und schleifen sein. Bis dahin ist aber noch ein langer Weg. Amelie hat festgestellt, dass schraubenlösen nicht ihre Lieblingsbeschäftigung wird und Leonie war eifrig und fleißig dabei, ohne zu murren. Warum auch immer war dieses Wochenende mal wieder viel zu kurz aber… ich hatte ja noch länger „frei“. Und nach einem wie immer arbeitsreichen Tag gingen wir alle erschöpft ins Bett.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3184627331177709407-3205429532917589620?l=amelonie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://amelonie.blogspot.com/feeds/3205429532917589620/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3184627331177709407&amp;postID=3205429532917589620' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3184627331177709407/posts/default/3205429532917589620'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3184627331177709407/posts/default/3205429532917589620'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://amelonie.blogspot.com/2010/02/zur-abwechslung-mal-ein-unfall.html' title='Zur Abwechslung mal ein Unfall'/><author><name>amelonies</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18083177256209115380</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://1.bp.blogspot.com/_rTH7NxWrtQI/SXjccayhIRI/AAAAAAAAAJk/qBirVymWPoM/S220/DSC_0027.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3184627331177709407.post-1779424477912101473</id><published>2010-01-16T11:37:00.001-05:00</published><updated>2010-01-16T11:41:19.787-05:00</updated><title type='text'>Der Start in ein neues Jahr oder ein (kleiner) Rückblick…</title><content type='html'>Am nächsten Tag telefonieren wir mit Deutschland und ich musste darüber nachdenken, dass ich nun ein volles Jahr in Canada war. Am 01.01.2009 war ich in Halifax gelandet und am 02.01.2009 nach einer Nacht im Hotel mit dem Bus nach Woodstock, NB gefahren, wo ich von Gareth bei Murray`s eingesammelt wurde. Er fuhr mich zur Firma und dort hatte ich nun Zeit, mich einzufinden. Alles war neu und aufregend. Ich fuhr in einem Greyhound Bus, sah Amerikanische Polizeiwagen, Ambulanzen und Trucks. Es waren unvorstellbare – 30°C und weit darunter und die Schneemassen die hier lagen, waren unheimlich. Alles war logischer Weise auf Englisch und irgendwie hatte ich das Gefühl in der Zeit ein wenig zurück gereist zu sein. Ich düste auf Eis und Schnee mit einem V8 zum Einkaufen und hatte Mühe mich zurecht zu finden. Auf den Parkplätzen der Supermärkte standen die Autos mit laufendem Motor. Es war so kalt, dass einem auf einer Strecke von ein paar Metern bald der Schädel platzte und der Schnee war wie Messerschnitte im Gesicht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich erinnere mich noch an meine ersten Fahrversuche mit dem „Schaltgetriebe“ und wie die ersten Wagen mit „Automatic“ kamen. Der Truck, bei dem ich wohl vergessen hatte die Bremsen anzuziehen und wie es plötzlich hell wurde in der Halle. Zum Glück ist dem Staplerfahrer nichts passiert. Die Zeit zog schnell ins Land und während ich mich hier mit der Amerikanischen Technik vertraut machte und die ersten Touren durch die USA und Canada machte wurde zu hause gepackt. Hier noch einmal einen ganz großen Dank an alle helfenden Hände ohne die wir sicherlich nicht hier wären! Telefonate und Videogespräche über Skype und doch die ein oder andere Träne, wenn es wieder einsam über die Piste ging. Es war halt kein Abschied für immer aber einer in die Ferne!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann der große Tag und die Familie traf am Flughafen ein. Man war ich nervös und wie die Dame am Tresen mit glücktrauerte, als ich alle 3,5 wieder in die Arme schließen konnte. Erik kannte ich ja bis dahin nur aus Erzählungen und von Bildern. Dann die Fahrt im Truck mit der ganzen Familie und Amelie, die ihr ganzes Essen im Restaurant gelassen hatte. Technische Pannen, „Ingenieurskunst“ und immer wieder Verzweiflung mit der doch Jahre zurück liegenden Lebensart und Entwicklung hier. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Stundenlange Wartezeiten beim Be- und Entladen, Schneestürme, die Conferderation Bridge, die Überfahrt nach Newfoundland. Menschen die ich hier kennenlernte und die unendliche Hilfsbereitschaft der Menschen! Der Dodge Van und der erste richtige V8er Pick up, der nun halb zerlegt in der Garage auf seine Wiederauferstehung wartet. Ein gnadenlos heißer Sommer mit gnadenlos beißenden Viechern, die einem jedem Spaß am Sonnenbaden nehmen. Ein schönes Haus mit einer vergammelten Werkstatt, einem großen Grundstück und einem leckenden Dach und das alles zu einem Preis, für den man in Deutschland nicht mal eine Dreizimmerwohnung bekommt. Strom und Sprit interessiert hier nicht wirklich, denn es ist ausreichend da und alles zu passablen Preisen. Die kleinen Mäuse und ihre ersten Schritte in der neuen Schule. Amelie, wie sie den einen Morgen im Bus stand und sagte: „Tschüß...“ Da wäre mir beinahe das Herz gebrochen und nun, nun sprechen die beiden schon besser Englisch als Mama und ich. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erik ist doch gesund, wächst und gedeiht und ich hätte nie gedacht mal durch die Rocky Mountain zu fahren. Menschen kamen und gingen. Die einen, um die es sehr schade war, wie Jürgen, Birgitt und Bobby, zu dehnen wir noch weiterhin Kontakt haben. Martin, der Engländer, der kurz vor mir kam und kurz nach mir abreiste und auch Geoff, der sich klamm heimlich verpieselte. Menschen, die ich gerne um mich hatte und die ich gerne wiedersehen würde. Die anderen, um die ist es mehr oder minder schade ist, wobei ich hier auch Menschen kennengelernt habe, um die sicher keiner weint, dass sie (wieder) weg sind. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ja es war ein Jahr voller Ereignisse, neuer Erfahrungen, und zeitweilig sehr emotional. Es gab Hochs und Tiefs, Freud und Leid. Neue Bekannte und Menschen die man zurück ließ. Die einen gerne, die anderen hätte man am liebsten mit in den Koffer gepackt. Nun ja, wir sind hier, haben das erste Jahr rum und nun geht es in die zweite Runde. Was kommt? Wer weiß das schon? Ich nicht und Du nicht. Lassen wir uns doch einfach mal überraschen…  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Schneewalzer&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Frage: Was macht ein Fahrer, wenn er bei Schneesturm die Hand nicht vor den Augen sehen kann?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Antwort: Das Fenster zu…!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einem nun eher ruhigen 01.01.2010 machte ich mich am 02. Januar wieder auf den Weg. Leider etwas verspätet, was fast zu einem kleinen Desaster geworden wäre. Schon in den letzten Tagen hatten die Menschen hier von einem Schneesturm geredet und auch der Wetterdienst warnte vor eben diesem. 20-40cm, in anderen Regionen 30-50cm Schnee bei Windgeschwindigkeiten von 90-120km/h. Um Platz für den neuen Schnee zu schaffen hatte ich mich mit Schneeräumen beschäftigt und noch bevor der Hof frei war, fing der Pflug an zu zicken. Kurz bevor ich losmusste und fertig war stellte ich den Wagen vor der Werkstatt ab und in dem Moment in dem ich ausstieg um nach dem Problem zu sehen stieg Rauch aus dem Motorraum. Ich öffnete um gehend die Haube und nahm den Minuspohl von der Batterie. Es roch verbrannt und als sich der Nebel verzogen hatte war klar, das Schaltrelais war abgefackelt. Bis dahin hatte es gut 20cm Neuschnee gegeben und der Hof war wie gesagt nur halb frei…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich fuhr den Wagen in die Werkstatt und versuchte es mit Überbrücken und Neuverkabeln, leider ohne Erfolg. Dann baute ich den Motor auseinander und fand dort noch eine gerochene Halterung für die Kontakte. Diese klebte ich provisorisch mit Heißkleber und dann konnte ich nicht mehr tun, denn ich musste dringend los. Auf dem Weg zum Hof war die ganze Straße bereits sehr hoch zugeschneit und Sandra war nicht besonders glücklich über den Umstand, dass mein Winterauto zerlegt in der Garage stand, der Plow truck keine Straßenzulassung besitzt und sie nun mit den Kindern wieder durch den Schnee zurück fahren muss. Ich konnte es ja nachvollziehen, aber es ging halt nicht anders. Der Plow truck sollte eh für den Hof sein und dass er eine Zulassung bekommt war eigentlich nicht geplant. Außerdem wäre keinem geholfen, wenn er bei der Firma stehen würde. Zudem mussten noch ein paar Reparaturen durchgeführt werden, die Geld kosteten. Der andere Truck war mein Fehler. Ich hatte die Zeit, die ich für die Herrichtung benötigt hätte nicht mit dem herrichten eines anderen Trucks für jemand anderen verbringen sollen. Ich hatte zwar darauf spekuliert dafür entsprechend entlohnt zu werden um wiederum Teile kaufen zu können, aber auch da habe ich mich verschätzt. Somit hatte ich die Zeit die ich hatte vertan und das Geld was ich benötigte nicht verdient. Da blieb dann halt nur, dass Sandra fuhr.   &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir packten also meinen Truck und dann ging es los. Ich hatte Sandra das erste Mal gebeten sich zu melden, wenn sie zu hause angekommen ist, denn der Schnee war doch schon etwas mehr. Ich fuhr vom Hof auf den alten Highway und hier wurde mir erst richtig bewusst, was eigentlich los war. Mit einer Maimalgeschwindigkeit von 40km/h tastete ich mich vorwärts durch den Schneesturm. Das war mal wieder richtig Abenteuer! Ich konnte nur an den etwas höheren Schneehaufen vom letzten Räumen, links und rechts des Highway ausmachen, wo er überhaupt war. Schilder sah ich erst wenn ich schon quasi dran vorbei war und auch die Begrenzung konnte ich meist erst erkennen, wenn ich schon fast drüber weg war. Das einzige was ich sehen konnte war eine dichte, weiß Schneedecke direkt vor meiner Motorhaube. Kein Licht, kein Auto, kein anderer Truck, nichts. Nur ich, der Truck und weiße Einsamkeit. Ich überlegte ob ich nicht einfach rechts ranfahren sollte und stehen bleiben. Aber ersten, wo war rechts und zweitens, war es sicher unmöglich für einen anderen Fahrer, wenn es ihn denn hier geben sollte, mich als Hindernis rechtzeitig zu erkennen. Naja und dann war da ja noch mein Ehrgeiz…! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich rollte weiter und versuchte irgendetwas zu erkennen. Die Brücke in Hartland war zum Glück frei und gut befahrbar und gleich darauf kam wieder das Nichts. Der Schneenebel wurde rechts hell, was bedeuten musste, ich fuhr gerade an Day and Ross vorbei und dann nach einer Weile wurde er links hell. Hier konnte dann nur das Krankenhaus liegen. Anschließend kam die Unterführung und jetzt hätte ich noch einmal die Möglichkeit gehabt mich bei der kleinen Irving abzustellen. Da ich ein geisteskranker Idiot bin, ohne jedes Verantwortungsgefühl, verzichtete ich zum Wohle der Firma und zur Einhaltung des Termins und fuhr weiter. Während ich mir gedanklich immer wieder dafür in den Hintern trat, schob ich mit meiner Frontschürze den Schnee auf dem Highway vor mich hin. Meter für Meter ging es vorwärts. Dunkelheit, Schnee und ich…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erst in der Woodstockregion klarte alles durch die Straßenbeleuchtung ein wenig auf. Hier war auch wieder Leben in Form von einem Auto und einem Schneepflug vor mir. Ich folgte beiden und fuhr doch glatt an meiner Ausfahrt vorbei. Ich hatte das Schild zwar gesehen, aber es gab dort keine Ausfahrt. Nur ein Schneewall, aufgetürmt von einem Schneepflug. Somit folgte ich den beiden weiter bis zur nächsten Ausfahrt, die der Schneeschieber zum Glück rausfuhr. Hier bestand quasi die Wendemöglichkeit auf den Highway, auf den ich ursprünglich wollte und als ob der Fahrer es geahnt hätte, räumte er mir die Zufahrt. Dann verschwand er in dem abnehmenden Licht der Stadt die ich hinter mir ließ und ich war wieder alleine. Ich zog die einzigen Spuren in den dichten Schnee und rollte irgendwo auf die Grenze zu. Kurz vor dem Grenzübergang stehen Schilder, die darauf hindeuten, dass jeder bei m US-Zoll anhalten muss. Diese sah ich irgendwann aber das war auch alles. Ich versuchte durch das dichte Schneetreiben irgendetwas zu erkennen und wunderte mich schon, ob die die Grenze heute wegen des Wetters vielleicht ganz geschlossen hatten. Kein Licht war zu erkennen, kein Auto, nichts…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich erkannte die Grenze erst, als ich im Grunde schon mitten drin stand. Irgendwo zwischen Duty free shop rechts und dem Canadischen Zoll links. Hier stoppte ich um meinen Reefer auszuschalten, denn die Grenzer mögen es nicht. Reefer und Motor müssen ausgeschaltet sein, wenn man zu ihnen ans Fenster kommt. Nur von zwei Mal öffnen der Tür war der gesamte Rahmen des Fensters, Griff und Griffmulde, sowie die Ablage in der Tür zugeschneit spektakulär! Ich rollte weiter und kam an das Zollfenster wo ich meine Papiere abgab. Dann bekam ich grünes Licht und konnte ohne geröntgt zu werden weiter fahren. Neben dem X-Ray stoppte ich noch kurz um den Reefer wieder einzuschalten und dann rollte ich los. Fast wäre ich in die Schneewälle gerauscht, die die Jungs hier quer über den Parkplatz aufgetürmt hatten. Ein kläglicher Versuch mit den Schneemassen zurecht zu kommen. Im letzten Moment entdeckte ich das Hindernis und lenkte links drum herum. Dann machte ich wieder meine Warnblinker an um dem nicht vorhandenen Verkehr zu signalisieren, dass hier ein Fahrzeug mit weniger als 70km/h auf dem Highway unterwegs ist. Außerdem erhöhte es die Chance überhaupt gesehen zu werden… - von wem auch immer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um nicht ganz zu vereinsamen nahm ich mein 10/4 Handy und rief Wolfgang an. Neben einem Anschiss für mein unverantwortliches Handel brachte es mir auch noch ein paar Infos ein. Einige Fahrer waren gar nicht mehr vom Hof gestartet, einer stand in Bangor, ME wo ich hin wollte, er stand in Waterville, ME und ein anderer in Portland, ME. Alle waren wegen des schlechten Wetters stehen geblieben, nur der bekloppte Promp mal wieder nicht…! Außerdem wusste ich nun, wie weit sich der Schneesturm zog. Die nächste Möglichkeit sich sicher hin zu stellen war die Rest area in 60 Milen Entfernung, also nur knappe 2 Stunden, bei meinem momentanen Speed…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich zog los, denn alles andere ging jetzt eh nicht mehr wirklich und ließ mich von dem Kommenden überraschen. Schnee, Schnee und noch mal Schnee! Meine Frontschürze pflügte durch das weiße Etwas und hier und da konnte ich wieder erahnen, dass ich zu weit links oder rechts war. Kein Auto, Truck oder Schneepflug auf dem Highway, nichts. Nur ich, der Truck und jede Menge Weiß. Spannendste Momente während der Fahrt: „Ist das ein Schneehase?“, „Hat sich da was bewegt?“ und „Ist das ein Licht…?“ Ansonsten war es eintönig – weiß. Nicht mal jemand, der vielleicht eine Spur in den Schnee gezogen hätte… - Einsamkeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einer relativen Schleichfahrt durch das Gestöber kam ich auch irgendwann an der Rest area an und mein Truck und der Trailer sahen aus wie ein großer weißer Eisblock mit schwarzen Ringen. Nur das grüne Glimmen der Reeferkontrollleuchte und die weiteren Beleuchtungseinrichtungen waren zu erahnen. Ich stieg aus, stapfte durch den kniehohen Schnee zum Washroom und kehrte wieder zurück. Den einen Truck der hier geparkt hatte, hatte es ganz schön zugeschneit…, da würde jemand einen arbeitsreichen Morgen haben. Aber das Schneetreiben hatte nachgelassen und da ich ja einen Termin hatte und zum Einhalten noch mindestens bis Bangor, ME wollte/musste, gab ich wieder Gas. Die Strecke war zwar zugeschneit aber ohne das Schneetreiben wusste man zumindest wo es lang ging und das bedeutete wieder eine höhere Geschwindigkeit. Später erlaubten es die Straßen sogar wieder auf annähern Topspeed zu gehen, da der Wind den feinen Eisschnee von Teilen der Straße herunter geblasen hatte. Kurz vor Bangor, ME begegnete mir sogar ein Schneepflug und ab hier verstand ich dann auch nicht mehr, warum man stehen bleiben sollte. Nichts desto trotz, ich hatte meine Tour geplant und die Planung sah vor, morgen früh weiter zu machen und heute in Bangor, ME stehen zu bleiben. Mit einem dumpfen Rucken durchbrach ich den Schneewall, der mich vom Parkplatz trennte und stellte mich ab, Feierabend für heute!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Nacht war unruhig, denn irgendwann fingen die großen Radlader an, den Parkplatz zu räumen.  Ich drehte mich rechts rum und links rum und irgendwann erlöste mich der Wecker vom Halbwachsein. Ich öffnete die Vorhänge und sah, dass der meiste Schnee bereits zu einem mehrere Meter hohen Hauf zusammen gefahren war. Frühstück, Klo und Weiterfahrt war angesagt. Als ich aus meiner Parkbucht wollte wurde ich zurück gehalten. Nicht von irgendjemanden, sondern von den Schnee und Eismassen vor meinen Reifen. Aber ich habe mich gerüstet und dem guten alten Bundeswehrklappspaten sei dank, dauerte es nicht lang und ich hatte mich freigeschaufelt. Nun aber los, denn die Minuten waren nicht eingeplant. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kurze Zeit später stoppte ich noch kurz in Newport, ME um die Tank voll laufen zu lassen und dann hieß es Hackengas. Die I-95 runter war alles gut und auch die I-495 war noch erträglich. Wolfgang hatte unser Telefonat allerdings mit der Meinung, das in Connecticut das Schneeräumen wohl keine Priorität hat beendet, was ich kurz darauf auch erfuhr. Kaum über die Bundesgrenze fing es wieder an zu schneien und der Verkehr begann langsamer zu fließen. Es wurde später und der Verkehr noch langsamer und… Ich will euch jetzt nicht mit Einzelheiten der nächsten drei Stunden quälen aber kurz auf den Punkt bringen werde ich es. Die spinnen, die Amis! Okay, ich bin als Kind nicht in den Zaubertrank gefallen, sonder man munkelt von einer Puderdose einer Krankenschwester voll Speed. Ich fahre halt um anzukommen und das war jetzt gerade nicht möglich. Während man sich in Deutschland und anderen Länder Europas immer wieder über die Elefantenrennen der Brummis ärgert, ist hier der gemeine Autofahrer das Hindernis. Und davon gibt es leider viel mehr! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich fuhr mit 40km/h auf dem Highway bei etwa 1cm Schnee (und freien Fahrspuren) hinter einer Kilometer langen Schlange von roten Lichtern her. Nein, nicht auf der rechten Spur…, auf allen Spuren! Linke Spur 41km/h, mittlere Spur 40km/h, rechte 41km/h. Jetzt gab es links eine kleine Lücke und jemand beschleunigte auf 43km/h, was den auf der rechten Spuren fahrenden zu der Mutmaßung veranlasste, man könne ja schneller fahren. Also beschleunigt man dort auch um ein bis zwei km/h. Dann zog die Mitte nach aber die Angst kam zurück und auch die anderen langsamen Autos bremsten wieder alles aus und man schlich weiter. Das die Leute ihre Angst vielleicht einfach möglichst weit rechts aussitzen, dass kam nicht in frage. Alles war blockiert und ich behaupte, es gab keinen Grund zum Schleichen, es sei denn, man fuhr noch die selben, mittlerweile profillosen Reifen, die der Wagen beim Kauf vor 200000km und 18 Jahren drauf gehabt hatte. Drei Mal im Ganzen hatte ich die Chance etwas schneller voran zu kommen und das war über die Kriechspur an den größten Steigungen. Keiner wollte sich als Schleicher outen und deshalb war diese Spur den langsamen Trucks vorbehalten. Also zog ich mit meinem 40-Tonnen Truck, der an diesen Bergen im Normalfall ein Verkehrshindernis darstellt seelenruhig an dem ganze Chaos vorbei, bis ich mich wieder einreihen musste. Zwischenzeitlich ging es mal mit fast 50km/h weiter, bis dann eine „Leuchtreklame“ signalisierte: „Gefahr, rutschige Straßen möglich!“ Dann war wieder alles vorbei und es wurde erstmal pauschal auf 20km/h runter gebremst. Wenn dann nach einem Kilometer wieder vergessen war, das es glatt sein könnte, wurde wieder auf 30-40km/h beschleunigt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jaja, die Amis müssen bei den Winterkonditionen darauf hin gewiesen werden, dass es glatt sein könnte, denn sonst wird geklagt. Okay, hier und da befand sich mal ein Wagen im Grünstreifen, aber nicht unbedingt mehr als sonst auch. Das so glaube ich lag eher an der hier allgemeinen Unfähigkeit ein Fahrzeug zu führen. Einziger Unterschied, es ermutigte wieder zum Runterbremsen! Ich wäre fast durchgedreht! Und mit dem Klagen, das war ernst gemeint. Der Ami kann die Straßenmeisterei, wenn wir sie mal so nennen wollen verklagen, wenn sie den Verkehr nicht den Witterungsbedingungen entsprechend leitet und warnt. Glaubt ihr nicht…? Hier ist alles möglich! Sobald man ein öffentliches Gebäude betritt, stehen da Schilder mit dem Hinweis auf Rutschgefahr wegen nassem Boden. Ob es regnet oder die Sonne scheint, egal. Wenn einer fällt, kann sich darauf berufen werden, dass vor der Rutschgefahr gewarnt wurde. In den USA ist alles möglich! Ein Porschefahrer ist mit seinem neuen Porsche mit überhöhter Geschwindigkeit in die Leitplanke gefahren und hat das gute Stück völlig zerlegt. Das ist übrigens keine Story! In Deutschland wäre er voraussichtlich wegen überhöhter Geschwindigkeit, Verkehrsgefährdung, Sachbeschädigung, etc. verknackt worden und hier? Hier ist er freigesprochen worden und der Händler wurde belangt. Er hatte den Käufer nicht auf die immense Kraft und den daraus resultierenden Vortrieb aufgeklärt. Daher musste er den Schaden inkl. des Porsches ersetzten, 1,5 Millionen Dollar Schmerzensgeld zahlen und dem Besitzer eines nun wiederrum neuen Porsches ein Sicherheitstraining inkl. ausführlicher Einweisung in das Fahrzeug bezahlen. Noch Fragen? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wo wir gerade dabei sind, die Geschichte von der Frau, die sich beim großen „M“ den heißen Kaffee über die Beine gegossen hat kennt ihr, oder? Ebenfalls Millionen Schmerzensgeld, da kein Hinweis auf dem Becher angeracht war, dass er ein heißes Getränk beinhaltet. In Europa weiß man, dass man wenn man Kaffee bestellt ein Heißgetränk bekommt… Ist er kalt, gibt es Ärger! Heute finden wir auf jedem Becher den Vermerk. Ebenso den, dass man keine Katzen in die Mikrowelle tun darf… Okay, was will man erwarten von Menschen, die Gesetze in ihren Bücher stehen haben, die den Männern das Abfeuern von Gewehren sowohl in der Badewanne, als auch während des Orgasmus im Bett verbieten? Oder wo Männer mit Schnurrbart per Gesetz nicht in der Öffentlichkeit geküsst werden dürfen…, oder wo es per Gesetz erlaubt ist seine Frau zu verprügel. Dieses allerdings nur mit der Hand oder mit einem Stock, der allerdings nicht dicker als der kleine Finger sein darf! Und zum Schutze vor Missbrauch dieses Gesetzes ist es nur einmal im Monat erlaubt. Tja, das ist die „Weltmacht“, die uns regiert… Aber nach diesem kleinen Ausritt in die Amerikanischen Gesetze nun zurück zur Straße…  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach drei Stunden musste ich den Highway verlassen. Nicht, weil es sich staute oder ich an meiner Ausfahrt war, nein. Ich musste raus auf einen Parkplatz, runter vom Truck und erstmal ein paar Runden drehen. Irgendwie staute sich doch etwas, nämlich meine Halsvenen… Ich stand kurz davor einfach mal Gas zu geben und musste mich abkühlen! Nach so ungefähr 20 Runden und einer tiefen Spur im Schnee, setzte ich den Truck wieder in Bewegung und fuhr (oder besser schlich) meinem Ziel weiter entgegen. Irgendwann klarte sich alles ein wenig auf und auch der letzte Gaspedalverlorene hatte seine Ausfahrt gefunden. Okay, und dass ich dann etwas hinter meinem Zeitplan erstmal am Kunden vorbei rauschte und Bekanntschaft mit den übelsten, kleinsten Hinterlandstraßen machte, vergesse ich jetzt einfach zu erwähnen. Allerdings brachte mir das doch noch eine besondere Begegnung ein. Ich fuhr um eine diese 90°-Kurven, die eigentlich nicht unbedingt für Trucks gemacht waren und sah dann auf der linken Straßenseite ein paar schwache, orange Lichter, die sich bewegten. Im ersten Moment war ich mir nicht sicher um was es sich da handeln könnte, aber es war eine Kutsche. Eine Kutsche wie sie hier in manchen Bereichen, bei bestimmten Glaubensrichtungen immer noch zur Fortbewegung genutzt wird. Vorne zwei schwache, orange Lichter und hinten drei die blinkten. Die Lichter vorne erinnerten von der Lichtausbeute her ein wenig an Kerzen, wobei es hinten nach neumodischem LED-Weihnachtsbaum aussah. Wie auch immer, war auf alle Fälle eine Erfahrung.   &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beim Kunden nächtigte ich dann und wurde ich um 06.00 Uhr aus dem Bett geklopft. Ich durfte wiegen fahren und dann an ein Türchen. Ja, jetzt geht das mit dem Schreiben flotter, denn der vorerst erwähnenswerte Teil der Woche ist mehr oder minder um. Also wiegen und ans Türchen. Ich war sehr schnell abgeladen und freute mich über die Weiterfahrt, als man mir erklärte, dass 52% der Kartoffeln Mist waren und sie reinspiziert werden sollten. Ich durfte also wieder parken und das bis nach Mittag. Dann bekam ich ein „go“ und fuhr zu meiner Ladestelle. Leider hatte die Firma vergessen zu erwähnen, dass sie einen mehr als sauberen Trailer wollten, was mich nötigte wieder umzudrehen und zu einer Waschhalle zu fahren. Dann zurück zum Kunden und warten. Die Firma hatte gefragt ob ich über Nacht anliefern kann und da hatte ich mir noch keine Sorgen gemacht. Waren ja nur ein paar Kilometer – so ungefähr 600. Aber was soll´s, ist ja nicht so wild. Hätte ich jedoch geahnt, dass ich hier bis 21.00 Uhr rumstehe und darauf warte beladen zu sein, hätte ich es mir überlegt. Der größte Knaller war, dass ich meinen Truckschlüssel abgeben musste und nun konnte ich kein Fenster öffnen und nichts, bis ich beladen war. Aber egal, irgendwann war es soweit und ich konnte losfahren. An der Grenze ging alles glatt, mit der Ausnahme, dass keiner wusste, wer nun nach dem Umstellung zum Jahreswechsel für die Fleischinspection zuständig war, aber auch das klärte sich im Gebäude der Grenzer und dann ging es weiter. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beim Kunden konnte ich dann direkt abladen, was sich etwas zog und nach einer kleinen, anschließenden Pause, hatte ich schon wieder meine nächste Ladestelle zugesendet bekommen. Ich brauste los und hatte wieder Glück. Die Aussage, dass ich gleich drankäme änderte sich in ein endloses Warten. Ein anderer Truck unserer Firma kam, wurde beladen, fuhr wieder und ich stand… Als der Tag schon halb um war konnte ich endlich ans Tor und nur wenige Stunden später war ich beladen. Dann rollte ich noch bis kurz vor die Grenze zu Quebec, wobei die Straße nachts doch stellenweise vielleicht etwas glatt war. Auf alle Fälle fuhr man auch etwas vorsichtiger und die Truck stops, Parkplätze und Ein- und Ausfahrten standen voll mit Trucks, die lieber auf den Tag warteten. Mir blieb wenig Chance, denn ich hatte ja wieder einen Termin einzuhalten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Tag fuhr ich durch nach Moncton, NB und ihr könnt vielleicht nachvollziehen wie öde es manchmal ist, denn über die 1250 Kilometer heute kann ich nichts Aufregendes berichten. Ich kann nur sagen, dass unser Schnee wieder geräumt wurde und dass sich ein Kollege aus der Werkstatt um die Instandsetzung unseres Schneepfluges (inkl. Teile besorgen) gekümmert hat. Vorher hatte ich Sandra jedoch in die Werkstatt geschickt, mit der Bitte einen der Jungs mal zu fragen, ob er das vielleicht für eine Spende tun wollte. Nicht wieder umsonst! Sicher hätte es jeder hier sofort gemacht, aber soviel Hilfsbereitschaft ist mir unangenehm. Muss es nicht, ist es aber… Nun ist der Pflug wieder einsatzbereit, ich habe dafür gelöhnt und alle sind glücklich! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Moncton, NB legte ich mich dann wieder etwas hin, muss allerdings dazu sagen, dass ich nach dieser Nacht die wieder kurz war, langsam anfing zu sabbern. Es stellten sich erste Anzeichen von Übermüdung ein. Tagsüber stehen, nachts fahren ist nicht ganz meine Welt, vor allem nicht, wenn man auch tagsüber keine Ruhe bekommt. Also quälte ich mich wieder an die Tür und dann leer von der selben. Ich hatte gehofft, anschließend bei „Tim“ ein wenig schlafen zu können, da es ja im Normalfall immer dauert, bis man von hier eine Rückladung bekommt. Also fuhr ich auf den Parkplatz, wo zu meiner (ich betone: Ausnahme!) Freunde noch ein weiterer Truck von unserer Firma stand. Das bedeutete sie mussten erst für ihn eine Ladung finden und dann war ich dran und somit konnte ich pennen. Als ich vom Klo zurückkehrte stand der andere noch da und trotzdem leuchtete die rote Lampe an meinem Kommunikator. Zu meiner „Freude“ hatte sie gleich eine neue Ladung für mich gefunden… - wie schön…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Durchatmen und los ging´s. Einmal nach PEI rüber zum Kartoffelnladen. Also über die große Brücke, wiegen, desinfizieren und nach Kunden fragen. Kunde unbekannt war nicht gut. Im Directions book war auch nichts zu finden und in Jürgens Navi und Büchern war er auch nicht. Also fragte ich bei der Firma an, die mir aber auch nur ein „Keine Directions“ zurück sendete. Letzte Chance war das 10/4, was allerdings auch nichts brachte. Da ich leere Paletten auf dem Trailer hatte ersparte es mir den Umweg über Charlottetown, PEI und gab mir mehr Zeit um den Kunden selbst zu suchen. PEI hat das Problem, dass es viele kleine Dörfer gibt und in jedem Dorf gibt es mindestens 30 Kartoffelbauern. Okay, etwas übertrieben aber hier den richtigen zu finden ist wirklich nicht einfach. Es sind zwar nur „wenige“ Versender, die den ganzen Transport managen aber es gibt viele Farmer, die alle ihren kleinen Schuppen haben und selber packen. Wie es auch ist, kurz vor Elmira, PE hatte Shawn eine Eingebung, zumindest schrieb er mir dieses und diese meinte, der Shipper wäre da und da. Also versuchte ich mein Glück und hatte nach einer Ehrenrunde am östlichsten Punkt der Insel vorbei im zweiten Anlauf begriffen, was er wirklich meinte. Dieses führte mich dann auch tatsächlich zu meinem Kunden und hier wurde ich dann auch tatsächlich recht umgehend beladen.        &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da ich die Woche über sehr wenig Schlaf hatte und trotzdem viel gestanden habe wollte ich eigentlich nach Hause. Außerdem hatten wir für Freitagmorgen einen Termin beim Anwalt. Dieser musste bestätigen, dass ich ich war und dass uns Leute kannten. Warum? Weil wir für Erik einen Ausweis beantragt haben. Ich erwähnte ja bereits, dass dieses hier nicht ganz einfach ist. Kurz zur Erinnerung: Wir mussten zwei Menschen auftreiben und als Zeugen benennen, die uns kennen. Diese mussten mit Anschrift und Telefonnummer niedergeschrieben werden damit sich die Canadier sicher sein konnten, dass Sandra und ich wir sind. Mit diesem Schrieb mussten wir nun zum Anwalt und ich musste ihn dort unterschreiben. Okay, ich hatte dem ganzen vorgegriffen aber wollte nun, dass ich in seiner Gegenwart noch einmal auf einem Blankozettel unterschreibe. Damit müssen wir dann nach Fredericton, NB um dort den Canadischen Ausweis abzuholen. Da ich mich hier in der Ecke rumdrückte lag nah, dass wir es an diesem Freitag machen. Dass hatte ich der Firma auch geschrieben, die nun aber anfing sich lustige Sachen auszudenken. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich sollte laden und dann konnte ich Freitagmorgen in Woodstock, NB zwischenstoppen. Hier sollte ich dann „eben“ zum Anwalt und weiter nach irgendwo, 1400 Kilometer entfernt. Dort sollte ich am Samstag um 07.00 Uhr ausladen. Ich schrieb rein, dass dieses auf Grund des Termins nicht möglich sei und sie ließen sich etwas Anderes einfallen. Ich meine 1400 Kilometer sind gute 16 Stunden inkl. Tanken und das in 11 Stunden? Also kamen sie mit etwas, das besser für mich wäre. Ich meine sie strengen sich ja an… Ich sollte den Freitagmorgen bekommen und dann nur 1200 Kilometer fahren um um 05.00 Uhr auszuladen. Ich war so begeistert, dass ich dieses erneut ablehnt worauf hin ich gebeten wurde umgehend in der Firma anzurufen. Dieses passiert immer dann, wenn sie einen zu etwas überreden wollen, was nicht ganz legal ist. Da die Daten über satellite gespeichert werden können sie es halt nicht schreiben. Also nahm ich beim Versender das Telefon und ließ es bimmeln. Nach einer kurzen Auseinandersetzung war der Dispatch sauer und ich hatte das Wochenende frei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hatte verdeutlicht, dass ich nicht vor Sonntag rausfahren werden und basta. Also lud ich und fuhr noch bis Lincoln, NB zum Truck stop. Hier schlief ich um dann am nächsten Morgen wenigstens halbwegs ausgeruht zu hause anzukommen. Ich stelle den Trailer an der Waschhalle ab und fuhr ohne zurück zu Hof. Im Dispatch hatte man dann auch gleich meine Tour für „Sonntag“. Einmal Sacramento, PA bitte, für Montagmorgen 07.00 Uhr. Toll, das Selbe wie diese Woche… - das kann ja was werden… Einziges Manko war, dass diese Tour nie zu schaffen war, wenn ich erst am Sonntag starten würde. Die Maden wussten das, aber was tut man nicht alles…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ist die Sauerei hier, alles bleibt am Fahrer hängen. Im Grunde ist man hier selbstständig und das ist das Verrückte. Du kannst „jederzeit“ Touren annehmen, ablehnen oder fahren. Wie viel Du fährst hängt dann im Grunde davon ab, wie Du Dein Log book fälschen kannst, was natürlich keiner tut. Nur wenn sich der Reifen bewegt, machst Du Geld. Somit bist Du wirklich für Dein Geld verantwortlich und musst sehen, wie Du zu recht kommst. Das ist das Problem, denn in diesem Punkt bis du selbstständig. Du musst, egal was passiert immer dafür sorgen, dass Du unterwegs bis, sonst bekommst Du gar nichts! Leider bleibst Du aber auch öfter mal stehen und da bist Du dann angestellt, denn eine eigene Tour suchen darfst Du nicht. In den USA zum Beispiel laufen an fast jedem Truck stop über Monitore angebotene Touren. Ladung und benötigter Trailertyp werden dort inkl. Kontaktdaten angezeigt. Preis ist dann Verhandlungssache.      &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was das angeht ist das Fahren in Europa wirklich angenehmer, denn dort bekommst Du immer Dein Geld. Ich habe mich gefreut, wenn ich mal irgendwo „stecken geblieben“ bin. Einen Tag habe ich zum Beispiel im Oslofjord gebadet oder in Frankreich in der Sonne gelegen. Städtebesichtigungen, Wanderungen, Sehenswürdigkeit oder Grillen und Bier trinken mit anderen Truckern… Daran ist hier nicht zu denken und wenn Du irgendwo unfreiwillig stehen bleibst, nervt es einfach nur. 1. Verdienst Du dann kein Geld und 2. Musst Du trotzdem am Truck bleiben, denn es könnte ja sein, dass Dein Apparat piepst. Das bekommt man natürlich nicht mir, wenn man gerade auf Besichtigungstour ist. Somit ist es doch etwas anders und jede Woche rechnest Du jeden Tag aufs Neue durch was Du wohl am Ende der Woche ausgezahlt bekommst. Somit hat man hier im Grunde die Nachteile der Selbstständigkeit (selbst und ständig) mit den Nachteilen des Angestelltentums (du bist abhängig) gepaart. Vorteil: Für einen Ausländer der, dass Du trotzdem rumkommst und was siehst. Außerdem will ich hier nicht wieder über alles meckern, denn so schlimm ist das Ganze gar nicht. Ich will nur denen die sich mit der rosaroten Sonnenbrille aufmachen um hier das große Geld zu verdienen klar machen – setzt die Brille ab und wacht auf… Besser heute als morgen, denn vielen wird hier die Brille quasi runter geschlagen und dann kommt das Jammern und die Rückreise. Meistens nachdem man zigtausende von Gelder ausgegeben hat! Also überlegt euch gut was ihr wollt, was ihr bereits seid zu opfern und erkundigt euch – macht euch schlau bevor ihr schlau gemacht werdet!!!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich nahm die Tour auf alle Fälle an, denn ich bin jung und brauche das Geld (Lieblingszitat von Küdi). Dann ging ich duschen und schon stand Sandra da um mich einzusammeln. Wir schmissen noch schnell die Sachen vom Truck in den Van und dann brausten wir nach Woodstock, NB. Hier beim Anwalt gab es erstmal eine „Vorzimmerdame?“ oder sowas. Sie saß auf alle Fälle in einem Vorraum und war wohl sowas wie eine „Obersekretärin“. Die ließ uns dann einen Raum weiter und vorbei an anderen Sekretärinnen wurden wir in ein Zimmer geführt. Laut Sandra hat also jeder Anwalt der Kanzlei eine eigene Schreibkraft und dann gibt es halt die Oberschreibkraft…? In dem Raum in dem wir nun saßen stand ein alter, schwer, dunkler Holztisch. Die Stühle daran wirkten auch nicht neu und auf dem Tisch lagen vier Platzsets aus Gummi. Zu jedem gesellte sich ein Stift, was die Vermutung nahe legte, dass dieses der Unterschriftenraum war…? Sandra war ja schon einmal hier um zu versuchen die Unterschrift ohne mich zu bekommen aber ohne Erfolg. Somit warteten wir nun gemeinsam mit Erik und mein Blick wanderte über das Regal vor uns. Hier standen die ältesten Schinken, die ich je gesehen habe. Einige von ihnen mussten dem angekokelten Zustand nach schon einen Bibliotheksbrand überstanden haben. Es waren die Zusammenfassungen der Gesetzte aus verschiedenen Jahrgängen. Sie reichten zurück bis ins 18. Jahrhundert! Amerikanisches und Canadisches Recht – mächtig beeindrucken und bestimmt wertvoll! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sandra erzählte beim letzten Mal hatte selbst die Sekretärin, die heute „nur „ gut gekleidet war so eine schwarze Robe angehabt, wie man sie aus Gerichtsfilmen kennt. So wirkte es hier auch, bedrückend streng und steif. Dann kam ein angegrauter Typ rein. Sehr sympathisches Wesen, ein Lächeln, blaue Augen und… - eine ausgewaschene Jeans und einen alten blauen, viel zu weiten Pullover. Er begrüßte uns und fragte nach den Papieren. Wir gaben im die Sachen und saßen erstmal nur still da. Ich war völlig perplex und Sandra ging es nicht anders. Der Mensch, der aussah als wäre er irgendetwas zwischen Hausmeister und gerade aufgestanden war der Anwalt…! Er bat mich halt auf einem blanko Stück Papier zu unterschreiben, stempelte dann unseren Wisch und unterzeichnete ihn. Wer nicht aufgepasst hat, auf dem Wisch hatte ich schon vorher unterschrieben und er wollte nur eine Gegenprobe. Dann lehnte er sich zurück und begann ein Gespräch. Es dauerte ein wenig bis ich meine Fassung wieder hatte und er erzählte, dass er große Firmen in Deutschland vertreten hatte und Firmen aus den US und aus Canada, die mit Deutschen Geschäfte machten. Er war weltweit tätig und sah aus… Tja, hier zeigt sich mal, nicht Kleider machen Leute…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich fragte mal beiläufig nach seinem Stundensatz und der lag bei „nur“ 350$ netto. Aber eine Unterschrift gab es umsonst… Tja, es muss also kein Anzug sein… Dann verabschiedeten wir uns und fuhren zum Einkaufen. Danach ging es nach Hause wo Amelie und Leonie aus der Schule kamen. Anschließend schob ich mit dem reparierten Schneepflug noch den Rest auf dem Hof zusammen und dann war Feierabend. Was auch immer das bedeutete… - Papiere und Unterlagen… Außerdem rief Michael noch an. Sein Auto pinkelte Benzin und ich sollte mir das mal ansehen. Klaro, kein Problem, aber nicht mehr heute…&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3184627331177709407-1779424477912101473?l=amelonie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://amelonie.blogspot.com/feeds/1779424477912101473/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3184627331177709407&amp;postID=1779424477912101473' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3184627331177709407/posts/default/1779424477912101473'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3184627331177709407/posts/default/1779424477912101473'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://amelonie.blogspot.com/2010/01/der-start-in-ein-neues-jahr-oder-ein.html' title='Der Start in ein neues Jahr oder ein (kleiner) Rückblick…'/><author><name>amelonies</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18083177256209115380</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://1.bp.blogspot.com/_rTH7NxWrtQI/SXjccayhIRI/AAAAAAAAAJk/qBirVymWPoM/S220/DSC_0027.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3184627331177709407.post-4750569326185800492</id><published>2010-01-08T14:01:00.001-05:00</published><updated>2010-01-08T14:03:40.556-05:00</updated><title type='text'>Weiter geht`s, bis Sylvester…</title><content type='html'>Am nächsten Morgen war der Alltag wieder da. Kaffee als Frühstücksersatz und dann ab zur Firma. Auto einräumen und los ging es nach Lakeside, NS bei Haliax, NS. Hier hatte ich heute Abend um 20.00 Uhr Termin und ich machte mich also wieder auf die Reise. Im Dispatch arbeitete man auch auf Hochtouren, denn knapp 10 Fahrer waren über die Feiertage nach Europa geflogen und weiter 10 Fahrer hatten sich bis Anfang des neuen Jahres frei genommen. Somit musste nun etwa die halbe Belegschafft das leisten, was sonst mit allen erwirtschaftet wird. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bereits auf dem Weg nach Halifax, NS bekam ich meinen Auftrag für den nächsten Morgen. Nicht als Load offer aber schon einmal als Text mitgeteilt. Somit fuhr ich durch Schnee und Eis, was durch den Wind wie eine Nebelwand über der Straße lag. Größtes Problem hierbei sind die schlecht zu sehenden Beleuchtungseinrichtungen der Fahrzeuge hier und vor allem die Schleicher. Während die rechte Spur weitestgehend geräumt ist und relativ hohe Geschwindigkeiten zulässt, ist die linke Spur meist Essig. Da manche aber so viel Angst haben oder keinen Instrumentenflugschein besitzen, schieben sie sich mit 60 über die rechte Spur. Wer sein Gaspedal zu hause vergessen hat, soll doch dann auch bitte in der Spur fahren, wo langsame Geschwindigkeiten angebracht sind. Somit war ich immer wieder genötigt über die linke Spur zu überholen, was dann doch hier und da mal einen kleinen Kitzler im auch auslöst. Da „muss“ man also schnell über die glatte Spur fahren um an den langsamen Fahrzeugen auf der freien Spur vorbei zu kommen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das spannende ist ja auch, wenn Eis und Sturm zusammen treffen, denn dann weiß man hinterher nicht mehr ob es nun glatt war oder einen der Wind von der Bahn geweht hat. Ich weiß nur, noch vor einem Jahr hätte ich bei diesen Witterungsbedingungen keinen Zündschlüssel umgedreht. Jetzt war es der zweite Winter und es machte mir nicht wirklich was aus. Hier und da leuchteten Scheinwerfer aus dem Graben und die Abschlepper waren mit rausziehen beschäftigt. Das muss hier ein echt gutes Geschäft sein! Wirklich schwere Unfälle habe ich hier auf Grund von Winter noch nicht erlebt aber massenhaft Autos verabschieden sich hier ins Grün, ohne Verletzte. Wie auch immer, um den Bereich der Grenze New Brunswick zu Nova Scotia herum wurde der Schnee weniger und ging in Regen über. Die Sicht wurde dadurch nicht besser und die Eisglätte wich Aquaplaning. Das war ein Ritt, mächtig lustig… Ohne Verlust kam ich in Lakeside, NS an und wartete darauf leer zu werden. Anschließend fuhr ich nachts noch zurück bis Aulac, NB, dem ersten Truck stop in New Brunswick, Exit 513A und legte mich hin. Ich wusste zwar wo ich laden sollte, hatte aber immer noch meine offizielle Load offer, geschweige denn einen Termin. Somit ist es immer gut auf einem Truck stop zu stehen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen nun piepste es und ich hatte fast wie erwartet nur die Mitteilung drauf, dass es noch eine Stunde dauert bis ich meine Ladung bekomme. Also nicht bis ich meine Ladung bekomme, sondern bis ich meine Ladeadresse bekommen, denn diese hatte sich über Nacht, wie erwartet, geändert. Also drehte ich mich noch einmal um und dämmerte noch etwas vor mich hin. Nein, keine Angst, ich werde euch jetzt nicht mit meinen Gedanken an vergangene Tage quälen… Nach einer Weile kam die Message und ich sollte nach Rexton, NB fahren um Peat moss zu laden. Ich würde sagen, dabei handelt es sich um Torf. Auf dem Weg dorthin begann dann das gepiepste. Und hier erklärt sich, warum ich vorhin die Situation und Anzahl der verbliebenen Fahrer erwähnte. Ich sollte diesen Trailer laden und dann in Moncton, NB abstellen. Hier sollte ich einen anderen Trailer aufpicken und damit nach PEI fahren um zu laden. Dann piepste es wieder und ich sollte diesen Trailer abstellen, einen anderen Trailer nehmen, woanders hinfahren um zu laden, den Trailer dort stehen lassen und zurück nach Moncton, NB. Hier einen weiteren Trailer aufnehmen und dann nach PEI. Einen Piepser später sollte ich dann diesen Trailer in Moncton, NB, wenn beladen abstellen, woanders einen Trailer abholen und dann nur nach PEI fahren und… Bis ich beladen war hatte ich ungefähr 20 verschiedene Nachrichten empfangen, was ich nun tun sollte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also tat ich erstmal das einzig sinnvolle in dieser Situation – anrufen. Ich fragte Shawn ob er die Feiertage gut überstanden hätte und auch sonst alles klar war mit ihm!? Schlussendlich einigten wir uns dann drauf, dass ich diesen Trailer nach Moncton, NB fahre, ihn dort abstelle, mir woanders einen leeren Trailer abhole und damit dann nach PEI fahre, zum Laden. Das klang nach einem Plan, denn mir war schon ganz wuselig von dem ganzen Durcheinander. Somit fuhr ich beladen nach Moncton, NB, stellte meinen Trailer ab, heftete die Papiere daran und machte mich auf, den nächsten Trailer aufzunehmen. Da es schon „spät“ geworden war bat mich die Firma nun doch mit dem Peat moss zurück zum Hof zu kommen, denn die Kartoffeln auf PEI waren noch nicht fertig zum Verladen. Dieses wurde dann jedoch kurze Zeit später wieder umgeworfen, da ich vielleicht doch laden konnte. Man war meine Rübe am rotieren…!     &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Bisschen hin und ein Bisschen her und es war sicher, ich sollte doch nach PEI. Bevor sich wieder etwas ändern konnte legte ich denn Gang ein und gab Gas. Die Wetterbedingungen waren wieder passabel und ich fuhr über die Confederation Bridge auf die Insel. Hier ging es über die Waage und dann zur Desinfection. Anschließend fuhr ich zum Kunden und obwohl ich meine Eintreffzeit bereits drei Mal mitgeteilt hatte, war die Firma nicht in der Lage dieses an den Kunden weiterzugeben. Somit blieb mit nur den Kunden selbst anzurufen, der kurze Zeit später auftauchte und mich belud. Mit der Ladung auf dem Trailer machte ich mich nun auf den Heimweg und sendete noch einmal in die Firma rein, ob sie den Trailer heute Nacht noch brauchen oder morgen reicht. Die Antwort vom Vize war: „Morgenfrüh ist okay.“ Also hetzte ich mich nicht mehr all zu sehr und brach die Fahrt in Lincoln, NB ab. Als ich den Motor abstellte begann es leicht zu schneien…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da mein Truck die letzten Tage aus war, hatte ich keine aktuellen Dieselpreise in meinem Kasten und da ich gestern schon ohne Resonanz danach gefragt hatte, rief ich in der Firma an. Schließlich stand ich bei einer Irving und benötigte Saft. Ich bat Shawn um die Vermittlung zu unserer Spritfrau und fragte wie denn die weiteren Pläne für mich aussehen, grober Fehler! Er meinte ich solle die Ladung durchfahren. Okay, lass mich das mal kurz durchrechnen. 21 Stunden Zeit um 1400 Kilometer zu fahren und 10 Stunden Pause zu machen, zzgl. 0,5 Stunden Pre-trip. Gut, hier kam von Shawn gleich der Einwand, dass ich den Termin für morgens 07.00 Uhr nicht einhalten kann ist klar - gut aber trotzdem… Ich hatte meine Time off request bereits vor zwei Wochen oder so rein gesendet und darin stand, ich wollte am 31.12.09 zu hause sein. Gut, ich hatte dieses Ding mit „am“ und „pm“ wieder mal vergeigt, denn eigentlich wollte ich um Mitternacht zwischen dem 30.12 . und 31.12. zurück sein. Dass wäre dann 12 am gewesen und nicht pm, oder so. Also mit allem komme ich zurecht, aber wenn es um die 12 Uhr Angaben geht, versage ich noch… Mittag ist „noon“ oder „dinner time“ aber versuch das mal in ein Feld für Zahlen zu schreiben. Außerdem wollte ich ja eigentlich nachts zu hause sein. Wie auch immer, Shawn meinte ich könnte das wohl tun, denn ich hatte rein gesendet, ich wollte am 31. um 12 Uhr Mittag zu hause sein, was halt 12pm zu sein scheint, wobei es für mich keinen Sinn ergibt, dass es ab Mitternacht „am“ ist, Also 12.01 am ist eine Minute nach Mitternacht, 12pm soll aber Mittag sein… Könnt ihr mir folgen? Ich mir auch nicht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie auch immer, es wurden ein paar „nette“ Worte gewechselt und dann hat er aufgelegt. Er wollte sehen, ob ich unterwegs tauschen kann und war sauer. Nichts desto trotz sollte ich vorerst Richtung Montreal, QC starten und hatte wegen seinem Kindergartengetue trotzdem keine Spritpreise. Also fuhr ich einfach an die Zapfsäule und machte voll. Wenn der Chef nun jammern wollte, sollten sie es doch von Shawns Gehalt abziehen! Ich für meinen Teil befand mich auf der Arbeit und nicht auf einem Kindergeburtstag. Dann rollte ich los gen Westen… Gestern Abend hat der Vize mir noch gesagt ich soll mit der Ladung zum Hof kommen und Shawn selber meinte er wüsste nicht, ob ich dann überhaupt noch wieder rausfahren könne bis zum 31.12. Heute taten sie so als hätten sie mir schon gestern verdeutlicht, dass ich die Ladung durchfahre. Wäre es so gewesen hätte ich nicht so „früh“ Pause gemacht und Larry gefragt, ob es auch reicht wenn ich den Trailer am Morgen abstelle, was er bestätigt hatte. Die spinnen die Tage im Office. Klar, die haben von knapp 40 Fahrern 10 über die gesamten Feiertage nach Europa entlassen und weitere 12 Fahrer haben sich über Weihnachten bis zum 02.01. abgemeldet. Wenn man so handelt muss man hinterher nicht rumjammern, dass keine Leute mehr da sind um die Touren zu fahren! Für mich ergab sich auf alle Fälle was.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich sollte nach Quebec, QC fahren und dort konnte ich meinen Trailer tauschen. Dieser musste dann um 05.00 Uhr wieder in Moncton, NB stehen. Streckenmäßig war es das Selbe wie Toronto, ON, im Grunde nicht wirklich zu schaffen aber ich wäre mit Moncton, NB näher an zu hause und die Chance standen besser am 31.12. eben dort zu sein. Also juckelte ich nach Quebec, QC, tauschte den Trailer und fuhr zurück nach Monkeytown… Da ich keine größeren Städte passierte und keinen Stau, konnte ich die 1350 Kilometer für heute so halbglaubhaft logen. Macht in 13 Stunden zumindest eine Durchschnittsgeschwindigkeit von über 100 aber in New Brunswick sind ja 110 erlaubt. Zurück in Moncton, NB tat mir der Hintern weh und ich war froh mich lang machen zu können. Dann wieder aufstehen, ans Tor, ausladen und gespannt sein, ob es eine Rückladung gibt. Diese kam diese Mal so schnell, dass mir fast bang wurde… Ich sollte nach Oxford, NS fahren und dort meinen Trailer abstellen. Dann einen beladenen Trailer aufpicken und damit zum Hof kommen. Das klang nach einem Plan. &lt;br /&gt;Also sattelte ich die Hühner und gab Gas. Laut Fuel message, die ich mittlerweile tatsächlich erhalten hatte, war ESSO in der Ecke am günstigsten und ich fuhr Aulac, NB noch einmal runter um zu tanken. Leider hatte man aus irgendwelchen Gründen die Zapfsäulen abgebaut. Im ESSO Buch war die Tankstelle noch drin aber da war nichts mehr… Nur noch ein betonierter Platz. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Somit fuhr ich ohne Tanken weiter und verließ mich auf mein Wissen um das Verhältnis Tanknadel zu Tank meines Trucks. In Oxford, NS tauschte ich die Trailer und begab mich auf den Rückweg. Schnee und Eis bewegten wieder viele Fahrer die freie Spur zu blockieren und brachten mich zum kochen, dass man meinen könnte um mich herum würde die Klimaerwärmung besonders schlimm sein. &lt;br /&gt;Ich fuhr in Meductic, NB noch raus um mein Auto voll zu machen und den Trailer. Diesen, so hatte man mich gebeten, sollte ich bei der neuen Waschhalle abstellen und mit einem leeren zum Hof zurück kommen. Außerdem hatte man angefragt ob ich am Morgen noch einen Trailer in Drummond, NB vorladen könne. Gut, warum ich mit dem leeren zum Hof kommen sollte, diesen dort abstellen und einen anderen leeren nehmen sollte um ihn zu laden entzieht sich wie immer meiner Kenntnis aber es ist wie überall, wer im Sessel sitzt weiß mehr… Also stellte ich den beladenen Trailer kurze Zeit später an der Waschhalle ab und fragte nach einem leeren. Der Chef kam mit raus und zeigte mir, welchen ich nehmen sollte. Hierbei entdeckte er meinen Truck und meinte der müsse gewaschen werden. Ich wollte aus Prinzip nicht hier her, aber a war ich jetzt eh da und b konnte ich die cm dicke Salzschicht auf dem Truck nicht weg lügen. Außerdem ist es leider so, dass man die Ungerechtigkeiten der Welt zu schlucken hat. Es tut mir leid um Mark’s Vater und ich finde es eine bodenlose Frechheit aber wenn ich deshalb jetzt den Aufstand probe, bringt es mich auch nicht weiter… Scheiß Erkenntnis! Außerdem ist es hier leider genauso wie vieler Orts auch. Die Fahrer sind froh ihr Gehalt zu kriegen und denken über den Rest nicht weiter nach. Man ist hier hilfsbereit aber ein Zusammenhalt? Da kocht doch jeder sein Süppchen und wieder zurück zum Anfang, würde es etwas bringen gemeinsam zum Chef zu gehen und ihn um eine Überdenkung seines Handels zu bitten? Nicht wenn es ihn Geld kosten würde… Somit fuhr ich in die Waschhalle und bekam einen wirklich wie geleckt aussehenden Truck zurück. Ich fühlte mich ein wenig wie ein Verräter meines eigenen Glaubens, denn da war echt gute Arbeit. Sogar mit Heißwachs hatten sie den Truck bedacht und es gab keine Ecke, die nicht sauber war. Tja,…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann pickte ich den ebenfalls sauberen Trailer auf und fuhr zum Hof. Hier tauschte ich den leeren Trailer gegen einen anderen leeren Trailer und fuhr nach Hause zum Essen. Anschließend fuhr ich nach Grand Falls, NB auf die Irving, wo ich die Nacht verbrachte. Es war das erste Mal dieses Jahr, dass ich den Truck durchlaufen ließ. Es ist mir zwar zu wieder aber ab -15°C müssen wir, Anordnung der Führung! Bei -16°C habe ich es mir in Moncton,NB noch verkniffen aber nun waren es -21°C und darum konnte ich nicht mehr feilschen. Somit düdelte der Truck die Nacht durch und ich konnte morgens in einer warmen Kabine meinen Kaffee genießen. Dann rollte ich den Berg runter zum Auswaschen  und Desinfizieren bei einer Fremdfirma. Jaja, ich sollte den sauberen Trailer abholen und abstellen um dann einen dreckigen bei einer anderen Firma waschen lassen…? Nein, ich verstehe das auch nicht… Um 07.30 Uhr sollte ich an der Waschhalle sein und war es auch. Leider war ich der Einzige, denn die Waschboys kamen erst um 08.00 Uhr. Super, wieder eine halbe Stunde Schlaf für nichts weg!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann wurde ausgewaschen und desinfiziert und weiter ging es zum Wiegen. Danach rollte ich zum Kunden, der mich schon sehnlichst erwartete. Er war verwundert, denn die Waschfirma hatte ihm zugesichert bereits um 07.00 Uhr zu starten, damit er frühzeitig mit dem Verladen anfangen konnte – Pustekuchen. Also war ich erst gegen 09.00 Uhr da und dann ging es aber los. Gegen Mittag war alles erledigt, inkl. eines erneuten Wiegens und ich konnte heimwärts ziehen. Am Hof stellte ich dann alles ab und Sandra und die Kinder kamen. Alle zusammen fuhren wir nun mal wieder – richtig, einkaufen! Essen, Bier, Sekt, Wein und Knaller. In den Läden war Weltuntergangsstimmung. Alles war gerammelt voll die Leute kauften wie im Rausch. Vielleicht wegen Sylvester, vielleicht auch wegen dem anstehenden Wintersturm…? Dann ging es bei Opa vorbei Richtung nach Hause, wo Sandra zu kochen begann und wir uns auf einen gemütlichen Jahresabschluss vorbereiteten. Um 19.30 Uhr riefen wir dann noch in Deutschland an um eine frohes Neues zu wünschen und gaben uns dem Essen hin. Jaja, schon komisch. Während wir noch auf den Jahreswechsel warteten war in Deutschland schon alles gelaufen und als unsere Uhr gen Mitternacht rückte, schlief man jenseits des Teiches schon. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Irgendwo im Internet fand ich eine Uhr, die die Stunden, Minuten und Sekunden bis zur Jahreswende zählte. Fernsehen hatten wir nicht, da der Fernseher, den wir eingeschickt haben ja nach fünf Tagen wieder da sein sollte. Ich glaube es ist jetzt zwei Wochen her… Ach ja, Tom aus der Werkstatt war während ich unterwegs war noch bei uns und hat uns leihweise deren Kinderbett aufgebaut. Nun hat Erik Platz beim Schlafen und es ist ein sehr schönes Bettchen.  Das aber nur dazwischen gequetscht, weil es mir gerade einfällt. Die Canadische Hilfsbereitschaft. Ach ja, hatte ich Conny unsere Nachbarin erwähnt? Sie hatte uns nach Weihnachten noch Selbstgemachtes vorbeigebracht. Einen Schneemann, Essen und Süßes, als Geschenk. Hier bekommt man wirklich ein schlechtes Gewissen weil alle immer so nett sind! Aber weiter im Text. Die Uhr rückte nun auf den Jahreswechsel zu ich baute draußen die Knaller auf, während Amelie tanzte und Leonie mit dem Kopf auf dem Sofa stehend eingeschlafen war. Wie die schlafen kann ist echt Irre!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann ging die Uhr auf die letzten Sekunden zu. Leonie war halb wach und die Gläser gefüllt. Als die Sekunden von vor zwölf auf nach zwölf wechselten stießen wir an und gingen vor die Tür. Während in Deutschland meist mit dem ersten Tag des Verkaufens von Feuerwerkskörpern immer wieder Knaller zu hören sind oder auch mal eine verfrühte Rakete aufsteigt, war es hier die Tage still gewesen. Okay, hier kann man das ganze Jahr über Feuerwerk kaufen und es ist von daher nichts besonderes aber trotzdem. Das war schon merkwürdig und nun standen wir draußen und es war totenstill. Nichts, kein Knall, keine Rakete, kein Licht am Himmel, nichts! Ich zündete die Lunten der gekauften Teile. D-Böller und diese ganzen Schinkenware gibt es hier überhaupt nicht und richtige Raketen waren auch nicht zu finden. Nur so Dinger die man in den Boden steckt und dann fliegen da ein paar bunte Kugeln raus und es knallt ein paar Mal. Außerdem war da noch ein Papphäuschen. Hier war auf der einen Seite ein Sprüher eingelassen und als man den zündete, brannte das ganze Haus nach und nach ab – toll… Kurz danach gingen wir wieder rein. Die Kinder waren über diese „Knaller“ und „Raketen“ enttäuscht, Sandra war nicht minder verwundert als ich über die schlafende Nachbarschaft und den dunklen Himmel und ich, ich hatte in schlechtes Gewissen, wegen der Nachbarn. Nicht, dass gleich noch die Polizei kommt, wegen Lärmbelästigung oder so… Wir waren uns alle einig, dass wir noch nie ein so trostloses und unschönes Sylvester erlebt hatten! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eigentlich wollten wir ja mit ein paar Leuten feiern aber der eine wusste nicht ob er da war und der andere auch nicht und der Nächste konnte seine Hunde nicht alleine lassen und die wiederum Nächsten waren wo anders. Bei den einen Canadier waren wir eingeladen, wollten aber nicht fahren und hatten deshalb abgelehnt und bei den anderen war die Einladung zum Spieleabend zu spät gekommen, sodass wir auch hier ablehnten. Außerdem muss ich nun dazu sagen, dass es bei den einen keinen Alkohol gab und bei den anderen wurde Sylvester gepokert. Die spinnen die Canadier…. Alles lieb und nett hier aber mir fehlt mal wieder eine richtig Feier mit auf allen Vieren nach Hause kommen. Dieses Stückchen Erde ist vielleicht wirklich mehr für Menschen ab 100, als für junge Leute… Ich wollte meinen Kindern eine ruhige, sicher Zukunft bieten aber das hier ist sehr ruhig!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber als wir uns drinnen wieder niedergelassen hatten und Amelie sich unter dem Wohnzimmertisch schlafen gelegt hatte, kamen Mecki und Wolfgang noch vorbei. Er war gerade von seiner Tour zurück und sie wünschten noch ein frohes neues Jahr. Dann war alles vorbei und es ging ins Bett. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Na dann mal auf in ein neues, frohes, glückliches und gesundes Jahr 2010!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;HAPPY NEW YEAR!!!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3184627331177709407-4750569326185800492?l=amelonie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://amelonie.blogspot.com/feeds/4750569326185800492/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3184627331177709407&amp;postID=4750569326185800492' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3184627331177709407/posts/default/4750569326185800492'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3184627331177709407/posts/default/4750569326185800492'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://amelonie.blogspot.com/2010/01/weiter-gehts-bis-sylvester.html' title='Weiter geht`s, bis Sylvester…'/><author><name>amelonies</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18083177256209115380</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://1.bp.blogspot.com/_rTH7NxWrtQI/SXjccayhIRI/AAAAAAAAAJk/qBirVymWPoM/S220/DSC_0027.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3184627331177709407.post-8338277073544449391</id><published>2010-01-02T15:17:00.003-05:00</published><updated>2010-01-02T15:22:55.664-05:00</updated><title type='text'>Weihnachten in Canada</title><content type='html'>Als ich aufwachte musste ich verwundert feststellen, dass es draußen bereits hell war. Eigentlich ungewöhnlich, denn um 04.45 Uhr sollte der Wecker klingeln und da musste es noch dunkeln sein. Also vergewisserte ich mich durch Öffnen der Vorhänge davon, dass ich nicht unter einer Laterne mit Wackelkontakt parkte, die ich beim Eintreffen nicht bemerkt hatte. Leider kein Irrtum, es war taghell! Ich schaute auf meinen Handywecker und siehe da, es war knapp 08.00 Uhr. Wie schön, ich hatte ausgeschlafen…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die üble Wurzel wurde schnell gefunden. Hier gibt es ja nun im Gegendsatz zu Europa nur 12 Stunden am Tag. Also auch 24 aber davon sind halt die ersten 12 am (am Morgen) und die anderen 12 pm (past Mittag, oder so?). Hat lange gedauert bis ich begriffen habe was „pm“ und was „am“ ist. Mein Wecker stand auf 04.45 Uhr pm und hätte mich somit erst um 16.45 Uhr geweckt. Es gibt hier Menschen die mit der Uhrzeit 16.45 Uhr was anfangen können und andere begreifen nicht, dass es mehr als 12 Stunden am Tag geben kann…. Also…??? Wie auch immer… Ich hatte auf alle Fälle verschlafen und das war nicht so gut. Naja, eigentlich schon, denn ich war fit…, egal.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich fuhr über die Straße und stand beim Kunden. Hier bekam ich ohne irgendein Murren weil ich später dran war den Hinweis, dass sie zur Zeit keine Tür für mich hatten und das war’s. Also stellte ich mich in eine Lücke, zwischen die leeren Trailer und wartete. Irgendwann klopfte es und ich durfte andocken. Also stand ich jetzt am Tor und machte es mir in der Kabine gemütlich, während man hinten begann die Ware abzuladen. Zwei weitere Trucks unserer Firma waren da und als ich mein „Häuschen“ verließ um mich mal zu erleichtern, zog der eine gerade mit offensichtlich angezogener oder eingefrorener Trailerbremse aus seiner Parkbucht. Als ich kurze Zeit später zurück kam hatte ein anderer Truck seinen Trailer am Wickel und er stand mit seinem immer noch mitten auf dem Platz. Nein, es war nicht der andere Fahrer unserer Firma der geholfen hatte…, der war Engländer und schätzt es wohl nicht in die Kälte hinaus zu steigen. Gut, der Holländer oder Engländer der nun ein Missgeschick hatte war auch nicht ausgestiegen, als ich rückwärts in die kleine Pupslücke musste. Hier bin ich echt froh über unsere kleine Deutsche Gemeinschaft die hilfsbereit zusammen steht, anders als in Deutschland und die Canadier, denen Helfen in die Wiege gelegt wird. Somit hatte auch ein Canadier bei mir ein Auge auf meine Rangiererei geworfen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie auch immer, ich wollte doch mal wissen was da los war. Der Typ mit seinem roten Truck, der unserem anderen Fahrer geholfen hatte kam rüber gefahren und stellte sich neben mich. Somit musste ich auch nicht aussteigen. Er drehte das Fenster runter und erzählte erstmal. Der Typ hatte zum einen nicht einmal die Reifenblocks vor dem Wegfahren entfernt und diese lagen nun immer noch auf dem Hof und er hatte sich beide Bremsleitungen abgerissen. Wie man das schafft? Keine Ahnung...! Es sind Plastikleitungen und wenn es richtig knackig kalt ist und sich Feuchtigkeit darin sammelt, dann könnte es sein dass sie reißen. Unser Fahrer meinte er hätte sie sich an der Box in der man die Frachtpapiere hinterlegt abgerissen. Das wäre meiner Meinung nach dann aber ein noch größeres Kunststück, als es eh schon war. Aber wie es auch war und ist…, er brauchte neue Leitungen und ich wartete darauf leer zu werden. Der hilfsbereite Canadier neben mir meckerte noch ein wenig über die Holländer und Engländer in Canada und dann war er fertig. Manchmal möchte man fast Mitleid haben, mit den armen Engländern… Wie es sich mit den Orangen verhält weiß ich nur vom Fußball – *lach*… und ansonsten bin ich da nicht so im Bilde, aber mit den Inselaffen… Gibt es eigentlich irgendein Land auf der Welt, was diese Menschen mag? Oder anders gefragt, gibt es einen Flecken Erde wo es sich die Engländer durch ihr auftreten noch nicht verdorben haben? Aber gut, lassen wir das…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich fuhr von der Rampe zum Drop yard, tauschte meinen gegen einen anderen Trailer und machte mich auf den Weg zurück zur Firma. Unterwegs schneite es ein wenig, allerdings nichts, was einen beängstigen müsste. Als ich in Meductic, NB zum tanken rausfuhr traf ich noch einen Trucker der über Toronto, ON berichtete. Hier soll es vor ein paar Tagen erst knapp einen Meter und später noch einmal gut 80 Zentimeter Schnee gegeben haben. Er sagte der Schnee hätte bis zur Oberkante der Stopschilder gereicht. Über das Schneechaos in Washington ist wohl auch in den Medien genug berichtet worden. Opa ist da durch gefahren und hat in fast 13 Stunden gute 320 Kilometer geschafft. Selbst der Präsident ist vom geräumten Flughafen in der Nähe des weißen Hauses nicht mit dem Hubschrauber geflogen, sondern mit dem Auto dorthin zurück gefahren worden, was für eine Schmach... Zurück am Hof holte Sandra mich ab und wir fuhren nach Hause. Hier ging ich den Rest des Tages meiner Lieblingsbeschäftigung nach, dem Schneeräumen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Sonntagmorgen machten wir uns alle frisch, frühstückten und bereiteten uns auf die Christmas Party bei Rod vor. Er ist derjenige, der Sandra und weitere Ausländer in Florenceville, NB in Englisch unterrichtet. Dieses geschieht im Rahmen des Angebotes von MACC, der Multicultural Association of Carleton County. Ein Verein für Ausländer in dem man Mitglied werden kann. Das erste Jahr ist gratis und dann kostet es, wenn ich mich recht entsinne 10$ Jahresbeitrag für die Familie. Der Verein unterrichtet halt Englisch, hilft einem bei allem Rund um die Eingliederung, unterstützt bei der Arbeitssuche, etc. Außerdem bieten sie tausende Sachen über das Jahr an. Vom gemeinsamen Kochen über Ausflugsfahrten bis hin zu Feiern usw. Eine tolle Einrichtung, meinen wir! So viel also erstmal zu diesem Verein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bevor wir nun nach Florenceville, NB fuhren machten wir aber noch einen Schlenker über Woodstock, NB, denn wir waren immer noch baumlos. Leider hatte der von Wolfgang erwähnt Laden für Bäume zu und die anderen Geschäfte waren auch noch geschlossen. Also überbrückten wir die Zeit mit einem Kurzbesuch bei Mecki. Als um 12.00 Uhr die Geschäfte öffneten machten wir uns wieder auf den Weg zurück zur Einkaufsmile. Sonntags öffnet alles erst um 12.00 Uhr, damit jeder zur Kirche gehen kann. Wir fanden zwar keinen Baum, aber ein paar andere Kleinigkeiten, Weihnachtsgeschenke. Unter anderem konnten wir auch jeder etwas zu Rod mit nehmen und dort für die Kinder unter seinen Baum legen. Nebenbei bemerkt, es war keine Party in irgendwelchen Vereinsräumen, sondern bei ihm und von ihm und seiner Frau, privat zu hause. Sandra entdeckte auch noch eine Kleinigkeit für Erik und dann ging es wieder nach Hause. Sachen einpacken und ab in die andere Richtung zur Feier. Über Florenceville, NB ging es nach Bristol, NB und weiter über Bath, NB zu Rod. Hier waren schon ein paar Leute eingetroffen, was nicht zuletzt daran lag, dass wir später kamen. Auf den Tischen waren verschiedenste Köstlichkeiten da geboten, der Baum leuchtete, es spielte Weihnachtsmusik aus dem CD-Player und Menschen verschiedenster Nationen saßen und aßen zusammen. Die meisten hier sind Angestellte von McCain, der hier ja sein riesen Werk hat und kommen aus der Ukraine, Südamerika oder Asien. Interessant ist, dass es den Frauen der Ukrainer hier nicht erlaubt ist, in die USA einzureisen. Auch nicht um einzukaufen oder so. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während wir alle noch dachten uns in einem „normalen“ Haushalt zu befinden, machten die Kinder eine große Entdeckung. Nicht nur, dass die Frau von Rod, eine Französin aus Quebec ein wenig an die Zeichnungen von Weihnachtsmannfrauen erinnerte, nein, Rod war ein echter Elf. Zum einen konnte er einen Penny auf dem Unterarm reiben und verschwinden lassen, den er dann hinter Leonies Ohr wieder fand. Das war schon mal was ganz Besonderes und jedes Kind weiß, Elfen können ja ein wenig zaubern. Was aber das Größte war und ihn eindeutig qualifizierte war, dass seine Ohren wackelten, sobald er die Nase eines Kindes berührte. Jetzt gab es keinen Zweifel mehr, er war ein echter Weihnachtself! Die Augen der Kinder leuchteten und Rod versprühte Nächstenliebe, Freundlichkeit, ein Gefühl von Wärme, Vertrauen, Ruhe und Geborgenheit. Er ist ein ganz besonderer Mensch, nicht besonders Auffällig aber in seiner Nähe wirkt alles etwas schöner. Er hatte etwas an sich, was wirklich etwas von Weihnachten oder Elfen hatte. Eine ganz besondere Wärme und Güte.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Es war ein sehr schöner Nachmittag und ich lernte auch Trevor kennen. Er ist hier für den Bereich Arbeit zuständig und wir werden uns Anfang des kommenden Jahres mal zusammensetzten und über die Möglichkeiten sprechen hier evtl. im Rettungsdienst tätig zu werden. Aber das kommt dann im nächsten Jahr. Erst waren wir heute hier und Rod begann die nächste Runde. Er holte eine große Tüte und verteilte an alle eine Kleinigkeit, wobei er für  Amelie und Leonie noch ein besonderes Geschenk hatte. Es handelte sich um einen Birdfeeder. Ein durchsichtiges Plastikhäuschen, das man mit Saugnäpfen am Fenster befestigen konnte. Rod hatte mehrere davon an seinen Fenstern kleben und in der Verpackung fand sich sogar die erste Ladung Futter. Toll, was es hier alles gibt…! Anschließend konnten die Kinder noch die Päckchen öffnen, die jeder für die seinen mitgebracht hatte. Die beiden Großen bekamen Wackelkopftiere, Plastikfiguren zum spielen und sammeln. Für Erik lag ein, äh, nennen wir es Quitscheelch“ unterm Baum. Ich könnte ihn jetzt lange beschreiben, aber seht selbst:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_rTH7NxWrtQI/Sz-qefCpw2I/AAAAAAAAB4k/leW7aW7HqRk/s1600-h/DSC_0007.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 266px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_rTH7NxWrtQI/Sz-qefCpw2I/AAAAAAAAB4k/leW7aW7HqRk/s400/DSC_0007.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5422239917082788706" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem dieses lustige Ding ausgepackt war schaute ich mir den angehefteten Zettel an. Aha, gut zum Wegwerfen und wiederbringen lassen…? Und schlussendlich verriet nicht das Schildchen mit dem „Made in China“, sondern das mit dem „Pets…“, dass es sich bei diesem Ding um ein Tierspielzeug handelte. Wenn man es drückte quietschte es und der Hund von Rod reagierte sofort. Nichts desto trotz, was für Hund gut ist, ist für Erik nicht schlecht und ihm gefiel es. Somit hat Erik nun sein erstes Apportierspielzeug und muss nur noch krabbeln lernen. Es wurde später und Rod verriet, dass auch sein Nachbar ein Elf sei, worauf der mit federnden Bewegungen anfing durch den Raum zu tanzen. Keine Angst, Alkohol gab es hier nicht… &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann neigte sich dieser ereignisreiche Tag dem Ende zu und wir verabschiedeten uns als vorletzte. Rod gab uns noch reichlich von den Resten mit, die er und seine Frau nie alleine aufkriegen würden und wir machten uns davon. Auf dem Weg nach Hause kamen wir an einer kleinen Tankstelle vorbei und hier standen Weihnachtsbäume. Nicht mehr viel, aber einer davon gefiel uns und wir schnallten ihn kurzer Hand auf Dach des Vans. Eigentlich hat hier wohl jeder seinen Pick up oder zumindest einen Anhänger um Bäume zu transportieren,  denn dieses Spektakel zog gleich mehrere Schaulustige an. Ich verschnürte ihn so gut es ging und Sandra brachte uns langsam nach Hause. Auf dem Weg dorthin kamen wir noch an einem traurigen Ereignis vorbei, denn zwischen hier und dort stand ein Truck mit Schneepflug auf der rechten Seite. Im Licht der Scheinwerfer lag/saß etwas zurück ein riesiger, wunderschöner Elch. Er schnaubte und die Kinder schauten ganz begeistert. Nachdem klar war, dass der Fahrer keine Hilfe benötigte, setzten wir unsere Reise fort. Die Kinder fanden toll, dass er nicht weggelaufen ist und dass sie ihn sich so schön aus der Nähe angucken können. Wir wissen warum er nicht weglief und der Fahrer wartete nur noch auf den, der das Tier erlöste. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Haus, vor der Garage band ich den Baum vom Dach, stellte ihn in die selbe, packte meine Sachen und verabschiedete mich von allen. Den Truck hatten wir auf dem Rückweg von Woodstock, NB schon abgeholt und vor dem Haus geparkt. Nun hieß es noch einmal wieder rausfahren. Nur nach Oromocto, NB und vielleicht noch irgendwo laden, denn eines hatte ich deutlich klargestellt, ich wollte den 23.12. zu hause sein! Knappe 1,5 Stunden später war ich dann auch beim Kunden und da ich dieses Mal zu einer günstigen Zeit kam, konnte ich geradewegs an ein Tor. Hier legte ich mich bei Eisregen und Schneematsch schlafen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich am nächsten Morgen leer war, bat man mich zurück zum Hof zu kommen, was ich selbstverständlich gerne tat. Dort räumte ich alles aus meinem Truck, der nun ein paar Tage auf dem Hof stehen würde und wir fuhren erst wieder einkaufen. Lichterketten für den Baum und das eine oder andere Lebensmittel. Dann ging es nach Hause und hier begannen wir den Baum zu schmücken. Außerdem brachte ich draußen noch ein paar Lichterketten an und die Kinder hatten sich jeweils noch eine für ihr Zimmer ausgesucht, die auch befestigt wurden. Nun leuchtete das ganze Haus irgendwo und wir waren schon fast Canadisch/Amerikanisch. Später kam noch der Mann von Ginelle vorbei, welcher Tischler ist, um sich das Haus anzusehen. An diesem muss einiges erneuert werden und wir brauchten mal eine andere Meinung als die, vom Schwiegervater unseres Vermieters. Im Laufe des Abends kam dann unser Vermieter vorbei und wir saßen noch einige Zeit bei selbstgemachtem Eierlikör und Bärenfang in der Küche zusammen. Das Gespräch war relativ ergiebig und anschließend hieß es Feierabend für heute und wir alle verschwanden im Bett.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Dienstag verlief wie im Fluge mit Weiterschmücken und Backen. Außerdem hatten Amelie und Leonie heute zum letzten Mal Schlittschuhunterricht. Jetzt konnte ich mir auch ansehen, wie weit sie schon waren und ich muss sagen, ich bin sehr stolz auf die Beiden. Leonie tippelt noch eher über das Eis, als dass sie gleitet und Amelie gibt Gas, als wäre der Teufel hinter ihr her. Gebremst wird dann mit dem Hinterteil und wie es richtig geht, wird sie ab Januar im nächsten Kursus lernen. Hier geht alles so schnell…! Die Kleinen sind dieses Jahr so groß geworden und zu meiner Verwunderung muss ich feststellen, ich bin nun schon bald ein Jahr hier… - wo ist die Zeit geblieben? Als wir wieder zu hause waren fand ich in den emails eine Nachricht aus Deutschland: Beweisfotos…!? Hmm, was hatte ich angestell? Oder besser wer hatte was angestellt? Es waren Bilder von einem Ehepaar, das bei der „Truckinspection“ der Reisegruppe in Grimsby, ON dabei war. Ich hatte ihnen damals meine Adresse aufgeschrieben und nun hatten sie sich gemeldet, was mich sehr freute. Auch hier werden wir ein paar Bilder hinschicken und mal nachfühlen ob sie vielleicht sogar Sandra Eltern kennen. Schließlich kommen sie aus dem „Nachbardorf“.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den folgenden Tag verbrachten wir wieder mit den letzten Einkäufen und weiteren Vorbereitungen auf das anstehende Fest. Außerdem machten wir noch Fotos für die Weihnachtsgrüße und die Firma meldete sich noch. Ob ich mal eben einen kleinen Gefallen tun könnte. „Nur“ kurz nach Moncton, NB, dort einen Trailer abstellen, dann nach Oxford, NS, von dort einen beladenen Trailer nach Moncton, NB bringen und wieder nach Oxford, NS zurück. Hier den nächsten Trailer aufnehmen und damit dann zurück zum Hof kommen…!? Diese kleine Gefälligkeit dauert nur ca. 8 – 10 Stunden… Ich hatte gesagt ich wollte am 23.12. zu hause sein und das schloss das Dableiben auch gleich mit ein… Somit lehnte ich dankend ab und wir kümmerten uns weiter um die Vorbereitungen. Später am Abend dann packten wir noch eine ganze Menge Geschenke ein und verstauten diese im Keller. Dann wurde es auch für uns wieder Zeit ins Bett zu gehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dem Frühstück fuhr Sandra noch einmal nach Florenceville, NB um das letzte Geschenk abzuholen, was gerade noch rechtzeitig angekommen war. Außerdem holte sie noch ein Paket aus Deutschland von der Post ab. Das ist ein Gegurke hier…! Unterdessen begann ich mit den Kindern im Garten die Vorbereitungen für eine Eisbahn. Der Garten ist groß genug ich wollte eine Eisfläche anlegen. Dann können die Kinder hier im Garten Schlittschuhlaufen. Wir trampelten einen Bereich ab und wollten mit dem Wässern beginnen. Der ganze Gartenschlauch war jedoch steifgefroren und somit blieb uns vorerst nur der Weg über das Badezimmer. Hier ließ ich warmes Wasser in die Wanne und der Schlauch wurde aufgetaut. Dann kam in Stücken das Eis heraus und kurze Zeit später konnten wir loslegen. Erstmal sprühte ich eine Grundschicht und anschließend sprühte ich nicht mehr, denn mit fielen bald die Finger ab. Es sollte eh die Tage noch wieder hoch gehen mit den Temperaturen, also wollen wir mal nicht zu viel vorbereiten, denn was nützt Eis, das wieder taut? &lt;br /&gt;Dann kam Mama endlich wieder und wir konnten uns auf den Abend vorbereiten. Die Kinder zogen sich um und auch wir machten uns frisch. Dann durften sich die Mädels einen Weihnachtsfilm auf meinem Laptop ansehen. Dieses verbannte sie dann für knapp eine Stunde in ihr Zimmer. Wir bereiteten alles Weitere vor, zündeten Kerzen an und verteilten die Geschenke unter dem Baum. Dann kam der große Moment und das leise Klingeln einer Glocke rief die Kinder herbei. Diese stürmten das Wohnzimmer und blieben einen Moment lang stehen. Kurze Orientierungsphase und ein Drückerchen für jeden. Dann ging eine riesige Papierschlacht los und wenige Minuten später war alles, was so lange vorbereitet war auseinander. Die Kinder waren mit ihren Sachen beschäftigt und Sandra und ich bereiteten Erik sein neues Spielzeug. Dann schauten wir uns an, womit wir bedacht wurden und anschließend wurde noch in großer Runde das Paket meiner Eltern aus Deutschland geöffnet. Leonie hatte für Mama und Papa auch etwas in der Schule gemacht – wie konnte es anders sein, ich bekam ein Bonbonglas auf Papier gemalt. Wir saßen noch lange zusammen, die Kleinen spielten und irgendwo zwischen Essen und Gemütlichkeit vor dem Baume ging der Abend zu ende. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen waren die Kinder schon lange unten, als wir uns aus dem Bett machten. Duschen, frühstücken und dann ging es für uns weiter. Wir trafen die letzten Vorbereitungen für die Feier bei Wolfgang und Mecki, während die Mädels ihre neuen „Skier“ ausprobierten. Leider war im Katalog keine Altersangabe zu finden aber es sollte ja auch nur zum Testen sein. Die kleinen Barbieplastikbretter waren kaum zu schließen und die Stöcker reichten nur in leicht gebückter Haltung zum Boden. Während Amelie hinten im Garten auf dem Schneeberg die ersten Abfahrten durchführte, war Leonie recht schnell frustriert. Es gelang ihr auch mit mehrfacher Erklärung und Unterstützung nicht, den Hügel mit den Skiern hinauf zu kommen. Somit wechselte sie dann kurz darauf auf den neuen Schlitten. Sandra bereitete das Essen und ich beschäftigte mich mit anderen Dingen. Dann rief ich bei Wolfgang an, wann wir uns denn einfinden konnten / sollten und er berichtete noch von einem kleinen Autoproblem. Alles kein Thema.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Nachmittag ging es dann zu Wolle und Meck, die ihr neu erworbenes Haus feierten. Um das ganze in eine noch angenehmere Atmosphäre zu verpacken hatten sie es gleich mit einer Weihnachtsfeier gekoppelt. Beim Eintreffen überreichten wir ein paar Geschenke und ich machte mich erstmal mit einem kühlen Bier bewaffnet an Wolfgangs Auto. Nach einer kurzen Durchsicht stellte sich heraus, dass dem Wagen außer einer neuen Sicherung nichts fehlte und diese war schnell ausgewechselt. Dann fuhren wir zusammen zu Michael um eine Bierzeltgarnitur abzuholen. Bei ihm konnte ich mir dann auch gleich sein Auto ansehen, bei dem das hintere Seitenfenster erneuert werden muss. Alles kein Thema. Mit der Garnitur im Wagen ging es zurück zu Wolle und Meck wo nun ein gemütlicher Abend begann. Beide hatten ein herrliches Essen vorbeireitet und irgendwie war es, als hätte man sich mit Deutschen Freunden ein Ferienhaus gemietet. Michael mit Frau, Opa und O…, äh Frau mit einem Sohn, der gerade zu besuch ist. Hans Frau war da und er auf der Straße und Ute, eine Deutsche die hier seit 13 Jahren lebt. Es war ein wunderschöner Abend mit lauter netten Menschen. Ganz Deutsch wurde es, als irgendjemand es geschafft hatte über Internet das „Großstadtrevier“ in die Wohnstube zu holen! Davon ließ sich aber kaum einer beeindrucken. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Kinder waren mit Ralf, der Os Sohn beschäftigt und manchmal hatte ich gar Mitleid mit ihm. Ein toller Mensch, der sich mit den Kindern raufte, dass die Fetzen flogen. Nein, natürlich nicht, aber er beschäftigt sich den Abend über recht ausgiebig mit ihnen. Sandra hatte immer wieder „Entlastung“ von Erik, der wie schon auf der Weihnachtsfeier von Rod gerne durch verschiedene Arme und Hände ging, denn wer knuddelt mal nicht gerne mit einem so kleinen, süßen Wonneproppen. Je später der Abend, des so lustiger die Gäste, oder wie war das? Wie in Canada verpönt und von uns Deutschen geliebt, wurde mit Bier angefeuert, mit Whiskey nachgelegt und am Ende das ganze mit einer Mischung aus Carlifornischem Merlot und Glühfixbeuteln aus Deutschland zugeschickt abgelöscht. Ein sehr gelungener Abend, der wie alles Schöne viel zu früh endete. Sandra brachte uns sicher nach Hause und die Mädels hingen pennend in den Gurten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der nächste Tag startete dann etwas ruhiger und nach dem Frühstück kehrte schnell der Alltag zurück. Wir alle hatten eine gute Erkältung und während Amelie sich die letzten zwei Nächte jeweils zum Erbrechen gehustet hatte, waren Mama und Papa nun auch voll drin. Erik war quengelig, Sandra hatte Kopfweh und Schnupfen und mir ging es auch nicht besser. Trotzdem gab es noch eine Menge zu erledigen und während Sandra sich mit den Kindern im Wohnzimmer aufhielt, war ich draußen beschäftigt. Schneepflügen, am Truck arbeiten und zu guter Letzt dauerte es Stunden die Garage auszuräumen. Endlich hatte ich Zeit auch meine Sachen, die seit der Ankunft des Container in Kartons in der Garage standen, beiseite zu schaffen. Eine Fuhre brachte ich aus der Garage mit unserem Van in die Werkstatt und die zweite auf dem Pick up. Dann wechselte ich beim Van noch die Birne vom Fahrtlicht und fegte die Garage aus. Anschließend wollte ich den Plow truck in die nun leere Garage am Haus bringen, denn Sandra wollte ihn dort stehen haben. Beim ersten Versuch musste ich feststellen, dass es sehr eng war mit dem Einparken. Ein kleines Regal stand noch am Ende und um eben diese Zentimeter passte es nicht. Also Truck wieder raus und dann war Feierabend. Die Maschine quittierte ihren Dienst und wollte auch nach vielen Versuchen mit Batterie laden und was sonst noch allem nicht mehr anspringen. Was wollte ich mich jetzt noch ärgern lassen? Ich war hustig, schnupfig und aua und der Tag war ansträngend genug gewesen. Somit ließ ich den Truck wo er war, ging in die Badewanne und legte mich danach noch in einen Bademantel gewickelt zu den Anderen ins Wohnzimmer. Damit war Weihnachten vorbei.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3184627331177709407-8338277073544449391?l=amelonie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://amelonie.blogspot.com/feeds/8338277073544449391/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3184627331177709407&amp;postID=8338277073544449391' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3184627331177709407/posts/default/8338277073544449391'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3184627331177709407/posts/default/8338277073544449391'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://amelonie.blogspot.com/2010/01/als-ich-aufwachte-musste-ich-verwundert.html' title='Weihnachten in Canada'/><author><name>amelonies</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18083177256209115380</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://1.bp.blogspot.com/_rTH7NxWrtQI/SXjccayhIRI/AAAAAAAAAJk/qBirVymWPoM/S220/DSC_0027.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_rTH7NxWrtQI/Sz-qefCpw2I/AAAAAAAAB4k/leW7aW7HqRk/s72-c/DSC_0007.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3184627331177709407.post-5820562156853740318</id><published>2009-12-23T08:46:00.005-05:00</published><updated>2009-12-24T08:53:11.563-05:00</updated><title type='text'>Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch!!!</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_rTH7NxWrtQI/SzNyL5kQE9I/AAAAAAAAB4c/7HzNxXzgJdM/s1600-h/Familie.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 266px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_rTH7NxWrtQI/SzNyL5kQE9I/AAAAAAAAB4c/7HzNxXzgJdM/s400/Familie.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5418800325413835730" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3184627331177709407-5820562156853740318?l=amelonie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://amelonie.blogspot.com/feeds/5820562156853740318/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3184627331177709407&amp;postID=5820562156853740318' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3184627331177709407/posts/default/5820562156853740318'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3184627331177709407/posts/default/5820562156853740318'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://amelonie.blogspot.com/2009/12/frohe-weihnachten-und-einen-guten_23.html' title='Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch!!!'/><author><name>amelonies</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18083177256209115380</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://1.bp.blogspot.com/_rTH7NxWrtQI/SXjccayhIRI/AAAAAAAAAJk/qBirVymWPoM/S220/DSC_0027.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_rTH7NxWrtQI/SzNyL5kQE9I/AAAAAAAAB4c/7HzNxXzgJdM/s72-c/Familie.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3184627331177709407.post-7931954507047323726</id><published>2009-12-19T17:42:00.007-05:00</published><updated>2009-12-19T17:53:55.729-05:00</updated><title type='text'>Ein schwerer Abschied</title><content type='html'>Nächster Stop war die TA in Elkton, MD, wo ich übernachtete um dann am nächsten Tag bis kurz hinter Bangor, ME zog. Da mein Reefer so laut war, hatte ich die gesamte Rest area für mich alleine. In der Einfahrt und Ausfahrt standen welche aber niemand wollte neben mir parken. Dann fuhr ich morgens zur Grenze und stellte mich davor beim Duty free store hin. Ich wollte noch günstige Zigaretten und Wein kaufen. Da es hier keinen Glühwein gibt haben uns Mama und Papa die Gewürze geschickt und nun kann es theoretisch losgehen. Es fehlt halt nur noch der Wein und dieser ist ohne duty sicher günstiger… &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich stand dort und stand dort und hatte so ein kleines dringendes Bedürfnis. Fast wäre ich schon zum Zoll runter gewandert. Allerdings hatten mir die paar Meter zum Laden und zurück, um zu sehen dass er wirklich zu war gezeigt, es war kalt! In der Nacht war die Temperatur mit jeden 50 Kilometern bald 1°C abgefallen. Bzw. eigentlich seit ich losgefahren bin, denn ich startete bei 12°C plus und hatte auf der Rest area noch -12°C. Am Morgen nun bei der Grenze waren es –15°C und da ich ohne Socken unterwegs war hatte ich das Gefühl auf den paar Metern meine Fesseln zu verlieren. Nein, keine Handdinger oder so. Heißt der Bereich der Beine im Übergang zu den Füßen nicht auch so? Hier tat es auf alle Fälle saumäßig weh und ich war froh als ich wieder im Warmen saß. Ich wartete so vor mich hin und irgendwann um kurz nach acht rief ich Sandra an. Sie schaute im Internet nach und meinte die hätten eigentlich ab acht Uhr geöffnet. Noch während wir uns unterhielten fuhr ein Auto auf den Hof und eine Dame schloss den Laden auf und verschwand darin. Ich hüpfte hinterher, kam jedoch nur bis zur Tür. Immer noch verschlossen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Frau kam angelaufen, öffnete und erklärte mir, seit September ist erst ab 09.00 Uhr geöffnet und ich müsse mich noch gedulden. Ich hatte keine Lust mich weiter zu gedulden und somit machte ich mich ohne zollfreien Einkauf wieder auf den Weg. Wolfgang wollte mir mit günstigen Kippen aushelfen und Glühwein gab es dann halt später. Außerdem bekamen wir noch Wodka von Wolfgang, damit Sandra mit Eierlikör und Bärenfang anfangen konnte.  Eigentlich muss in den Bärenfang ja reiner Alkohol aber der ist hier wie es scheint doch nicht einfach zu bekommen. Somit muss es dann auch mit Wodka funktionieren. Wie auch immer, ich fuhr zurück zum Hof, denn ich hatte noch einen wichtigen Termin am frühen Morgen. Bei der Firma angekommen gab ich meine Papiere ab und sprang unter die Dusche. Sandra klärte in der Zwischenzeit noch irgendetwas im Büro und dann fuhren wir nach Woodstock, NB. Hier musste u.a. nun auch die SIN und der Canadische Reisepass für Erik beantragt werden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die SIN (Social Insurence Number) sollte jeder gute Deutsche bereits kennen, denn sie wurde vor kurzem auch dort eingeführt. Es vereinfacht das System ungemein, denn der Bürger der laut Ausweis in Deutschland eh keine Identität besitzt sondern Personal ist, wird nun nur noch eine Nummer. Das macht den Umgang mit seinen Untertanen einfacher, denn sie haben keine Persönlichkeit mehr, keinen Namen, nur eine Nummer…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Naja, es ging nicht ganz so einfach, denn wir hatten das Original der Geburtsurkunde nicht mit. Somit erstmal keine Nummer für Erik und wer meint in Deutschland wäre es schon schlimm mit den Ämtern… Für den Deutschen Ausweis von Erik mussten wir einen Antrag nach Ottawa, ON senden. Dann müssen wir irgendwann nach Ottawa, ON bzw. man hat uns angeboten in die Zweigstelle nach Halifax, NS zu fahren um dort mit einer persönlich abgegebenen Unterschrift den Ausweis zu erhalten. Das bedeutet wir müssen für den Ausweis mal eben knappe 1200 Kilometer fahren – mit max. 110 km/h. Da wir die Kinder mitnehmen müssen und es unzumutbar ist, sie diese lange Strecke im Auto sitzen zu lassen, werden wir dann auch eine Übernachtungsmöglichkeit benötigen und das ganze in zwei Tagen machen. Somit ist das schon mal ein ganz schön teurer Pass. Aber auch der Canadische ist für Ausländer nicht einfach zu erhalten. Im Grunde schon, wenn wir bereits zwei Jahre hier wären, denn ein Canadier muss mit seiner Unterschrift bezeugen, dass wir wir sind und muss dabei ebenfalls beschwören uns mindestens zwei Jahre persönlich zu kennen. Wäre das möglich, könnten wir den Ausweis in Woodstock, NB bekommen aber…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da wir uns hier noch keine zwei Jahre aufhalten, müssen wir nun irgendein Sonderformular ausfüllen. Darin müssen zwei Menschen bezeugen uns schon zwei Jahre, notfalls auch per Telefon zu kennen. Mit diesem Formular und den Zeugen müssen wir dann zu einem Anwalt oder zum Gericht und dort bezeugen lassen, dass diese Zeugen eben die Zeugen sind und wir wir sind und das wir uns alles gegenseitig bezeugen und uns alle lieb haben und überhaupt… Dann können wir mit dem Formular und den Unterschriften der Zeugen, die wiederum von Gericht oder Anwalt bezeugt wurden zum Zuegmn… knnnnn… Wow! Also noch einmal… Mit den Unterschriften der Zeugen, die wiederrum von einem Anwalt bezeugt und beglaubigt wurden oder von einem Gericht, müssen wir dann ohne die gezeugten Gläubigen weiterfahren… Also das verwirrt mich jetzt alles ein wenig… Auf alle Fälle geht es darum, dass wir dann mit diesem Schrieb und den vielen Unterschriften der vielen Zeugen nach Fredericton, NB fahren müssen – ohne diese um dort den Ausweis persönlich zu beantragen und auch hoffentlich gleich mitzunehmen…! Man-o-man, was für ein Theater… &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gut, nachdem wir dass und weiteres geklärt hatten machten wir uns wieder auf den Weg nach Hause. Hier musste ich noch ein paar Telefonate führen, u.a. wegen unserem Van. Er war in der Werkstatt gewesen um ebenfalls eine neue Wasserpumpe zu bekommen. Aus irgendwelchen Gründen war der Wassertank jetzt aber trotzdem leer und ich brauchte einen Termin für Sandra. Sie sollte mit dem Wagen noch einmal zur Nachsorge. Die Kinder kamen aus der Schule und während die Kleinen draußen spielten sah ich zu, dass ich den Schneepflug anbekam. Ich musste Er musste überbrückt werden, da die Batterie wieder völlig leer war. Ich muss unbedingt noch so ein Ladegerät besorgen. Einmal überbrücken und der Wagen lief…, so lange, bis ich den Pflug heben wollte. Da die Batterie so schwach war, ging der Motor aus und ich musste wieder rüber in die Garage am Haus und den Van holen. Erneutes Überbrücken und laufen lassen, erstmal laufen lassen. 10-15 Minuten später, nach einem weiteren Mal überbrücken und noch einem, konnte ich dann anfangen. Ich weiß nicht genau wie lange ich dabei war aber es brauchte schon seine Zeit den ganzen Schnee vor der Werkstatt, aus der Einfahrt und vor der Garage zu entfernen. Als das geschafft war wurde noch Abendbrot gegessen und dann war es auch schon bald Zeit für Bett. Eigentlich wollten wir noch einen Film sehen aber der Fernseher spinnt ja und das mit der Garantie ist hier auch nicht ganz einfach. Somit ging es halb früh ins Bett.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen wurde gefrühstückt und als die Kinder im Bus verschwunden waren brachte Sandra mich wieder zur Firma. Hier wollte ich eigentlich auf meinen Truck steigen um loszufahren. Ich wusste ich sollte in St. Andre, NB laden für North Carolina aber nun konnte ich meinen Truck nicht entdecken. Ich hatte auf den Repair sheet geschrieben, dass die Scheibe wieder leckt und dass der Turbo immer noch nicht funktioniert und dass der Scheibenwischer der Fahrerseite mehr als bescheiden wischt. Ich wollte noch „Truck nicht anfassen!“ auf den Zettel schreiben, denn meistens ist es so, wie es jetzt auch war. Ich hatte meine Ladezeit und einen Termin in NC und mein Truck war natürlich in der Werkstatt! Der Wischer war mir egal und für den Turbo interessiert sich hier eh keiner. Bei mehreren Fahrzeugen ist das Problem bekannt und mehrere Fahrer haben dadurch entsprechende Verluste in der Fuel milage, also in der Geldbörse, doch… Sie wissen nicht woran es liegt, selbst Detroit Diesel als Hersteller und Vertreiber kann keinen Fehler finden. Opa hat sich die Ausbrennzeiten der Abgasanlage mal aufgeschrieben und „herausgefunden“, dass es damit zu tun haben könnte, denn die Ausbrennzeiten sind mit denen in denen sein Turbo mal arbeitete identisch, aber… Er ist halt wie so oft, wir alle sind nur dumme Fahrer. Das ist hier auch nicht anders, abgesehen davon, dass die Leute sich hier alles selbst aneignen und damit meinen das Wissen mit Löffeln gefressen zu haben. Da bestimmte Leute dieses Wissen halt schon aufgelöffelt haben, kann keins für Fahrer übriggeblieben sein und somit hat er Recht und wir sind die Dummen… Also gibt es kein Turboproblem. Doch, denn das hat DD ja bereits eingeräumt, sie wissen nur nicht woher es kommt. Aber wir vielleicht (aber nicht verraten – pssssst). &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jaja, same shit in another country! Okay, aber sie waren an meinen Wagen dran und hatten auch gleich noch mehr gefunden. Zwei Bremsen waren kaputt, eine Achse leckte Öl, eine Luftleitung war nicht richtig angeschlossen und ein Reifen musste gewechselt werden. Ich glaube das war es im Groben. Somit war mein Truck erstmal außer Gefecht gesetzt. Da ich nun nicht stundenlang warten wollte, nahm ich mir einen leeren Truck vom Hof und fuhr mit diesem meine Ladung vorladen. Als ich das erledigt hatte, kam ich zurück zum Hof, wo nun der Waschmann damit beschäftigt war meinen Truck noch zu säubern. Und auch hier gab es die selbe Sch…, nur in einem anderen Land. Unser Chef, der bekanntlich kein Geld hat, hat keine Verwendung mehr für ihn. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kurz erklärt:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Oktober glaube ich bekamen wir eine Flottennachricht mit dem Inhalt, dass sich die Firma keine Weihnachtsfeier leisten kann. Die Begründung war für mich als „Deutsche Kartoffel“ nicht ganz nachvollziehbar und klang ungefähr so: „Da die Ausgaben für die Kundenzufriedenheit und Neukundengewinnung so hoch waren und sind und wir ja neue Trucks haben (die immer kaputt sind) und wegen der schlechten Wirtschaftslage, fällt die Weihnachtsfeier dieses Jahr leider aus.“ Gut, hätte man ja bis hierhin irgendwie verstehen können, wobei ich ja der Meinung bin, dass dieses Geld immer sein müsste, denn eine solche Feier verbindet die Angestellten und zeigt ihnen, dass sie es wert sind. Dann wurde jedoch der Stellplatz für die Trailer neu asphaltiert. Kostet Geld und hätte vielleicht nicht gerade jetzt in der „wirtschaftlich schlechten Lage“ sein müssen aber was solls. Okay, der neue Kühlschrank im Keller mit Eiswürfelbereiter und sonem Schnickschnack war sicher ein Werbegeschenk und die Krönung kommt jetzt. Vor ein paar Tagen kam die Nachricht, dass ein  „Sowieso“ sich freuen würde uns in seiner neuen Waschhalle in Woodstock, NB zu sehen. Zur Zeit hat er nur einen alten Hochdruckreiniger aber das solle noch werden… Da ich nicht wusste wer er war und wie es dazu kam, dass er in der Lage war eine Flottennachricht über unser System zu verschicken fragte ich mal bei Wolfgang nach. Dieser erklärte mir dann, dass es sich bei dem Kerl um den Schwiegersohn vom Chef handelt und der Chef sich auf Grund der schlechten Wirtschaftslage eine Waschhalle gekauft hat. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein erster Gedanken: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Vater von einem der Werkstattmitarbeiter verdient seinen Lebensunterhalt mit dem Waschen der Trucks in der Waschhalle an unserem Hof. Wenn wir jetzt nach Woodstock, NB dürfen, wird er weniger zu tun haben und das ist immer schlecht für Geldsäckel. Was wird dann aus ihm? Sehr unfair ein solches Handeln! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Warum die Vorgeschichte? Um jetzt weiter schreiben zu können. Ich ging also in die Waschhalle und sprach mit Marks Vater und fiel bald von Glauben ab. Es war nicht so, dass wir nach Woodstock, NB zum Waschen durften, sondern die Waschhalle am Hof sollte geschlossen werden. Hier würde in Zukunft ein neuer Platz für die Reparatur von Trucks und Trailern entstehen und alle Züge würden in Woodstock, NB gewaschen. Er hatte heute seinen letzten Tag und mein Truck war der letzten, den er hier reinigte. Der Chef hatte ihm großzügig angeboten für 2 Dollar weniger die Stunde bis nach Woodstock, NB zu fahren, was für ihn ungefähr 80 Kilometer mehr Strecke ausmachen würde, um dort im Alter von 61 Jahren die Spätschicht von 16.00 – 23.00 Uhr zu machen. Dann müsse er sich nicht arbeitslos melden… Marks Vater hatte ihn noch gebeten wenigstens bis Januar zu warten, wegen Weihnachten, aber… Das „großzügige“ Angebot lehnte er ab, denn mehr fahren für weniger Geld und das in seinem Alter? Spät in der Nacht nach Hause kommen und das im Winter, bei Glatteis und Schnee? Nein, dass wollte er nicht und der Chef wollte ihm für diesen Umstand halt nicht einmal das selbe Geld bezahlen wie er jetzt bekam. Wie groß muss das Schwein in einem Menschen sein? Ich kann gar nicht in Worte fassen, welche Verachtung ich über diese Situation für diesen Menschen, nein Unmenschen! Arsch!!! empfand. Entschuldigung, dieses miese Schwein, dieser Oberpenner, diese Ausgeburt der Hölle, diese Kanalratte, dieses Stück dreckigster Dreck!!!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Könnt ihr euch vorstellen, wir standen dort in der Waschhalle, in dem Dunst den das heiße Wasser produziert hatte. Ich und dieser etwas kleinere, schmale Mann. Eingefallenes Gesicht, vom schweren Arbeiten gezeichnet mit großer, dickglasiger Brille aber immer gut gelaunt und am lächeln… - heute nicht. Nicht in dieser Situation. Da stand ein Mann, 61 Jahre alt und immer schwer gearbeitet, fassungslos vor mir, mit Tränen in den Augen und konnte das Leben nicht verstehen. Er versuchte Haltung zu bewahren, etwas was er sicher nie verloren hatte. „Er hat sein riesen Boot, seinen riesigen Camper, seine Trucks und Autos. Spielzeuge von deren Wert ich nicht sprechen möchte. Diese Toys sind mehr wert als ich im Leben je verdienen könnte und er hat nicht die 2 Dollar? 3 Monate fährt er im Jahr in Urlaub, manchmal mehr, genießt das Leben und muss sich um nichts kümmern und lässt mich gehen, kurz vor Weihnachten, wegen 2 Dollar die Stunde???“ Ich hätte ihn in diesem Moment so gerne in den Arm genommen. Er wirkte jetzt noch kleiner als sonst. Noch älter und nie hatte ich ihn so betrübt gesehen. Aber er hatte seinen Stolz und gewann seine Fassung wieder. „Ausbeuten lasse ich mich nicht“, sagte er. „Sollen die jungen Leute, die nicht wissen wie man einen Truck wirklich sauber macht und die auch kein Interesse an wirklicher Arbeit haben das doch machen. Die freuen sich über die paar Dollar. Sie wohnen noch zu hause und können somit gut damit auskommen. Ich werde im Winter zu hause bleiben, mich arbeitslos melden und dann im Frühjahr, da geht es dann weiter. Außerdem bekomme ich ja nächste Woche noch das Geld von dieser, dass wird uns dann über Weihnachten reichen…“ Was soll man zu so einem Mann noch sagen…?!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und dass ist der Mist, mit dem der kleine Mann, jeder kleine Mann zu kämpfen hat. Ich wäre jetzt gerne wie der Prügelprinz ins Büro gegangen und hätte dem Chef einfach eine reinhauen wollen. Einfach mit der Faust einmal richtig in die Fresse, vielleicht auch zwei oder drei Mal! Aber ich kann es mir nicht erlauben und auch kein anderer hier. Ich könnte weder den Anwalt noch die Zahnreparatur zahlen, geschweigen denn meine Familie ohne diesen Job ernähren. Ich kam mir ein wenig vor wie in der Weihnachtsgeschichte von Charles Dickins, nur viel verlorener. Ich hätte gerne wer weiß was gemacht aber mir blieb nur ihm die Hand zu schütteln, ein paar liebe Worte und dann musste ich meinen Truck in Bewegung setzten um Geld zu verdienen… Ich hoffe die Geister kommen!!!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Wieder gen Süden…&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit einer großen Wut im Bauch machte ich mich erstmal nach Hause. Hier gab es noch ein anständiges Mittagessen im Kreise der Familie und dann ging es los. Ich war mit meinen Stunden schon weit runter und der Termin erlaubte mir nun doch etwas langsamer zu machen. Die Kinder fragten noch traurig, wann ich denn mal länger zu hause bleiben würde? Ich sagte ihnen, dass ich jetzt noch einmal wegfahren und dann ab dem nächsten Wochenende weniger fahre oder gar nicht, bis ins neue Jahr. Dass das eigentlich gar nicht geht ist klar aber ich werde mal sehen, was sich machen lässt. Jetzt war ich erstmal wieder auf der Straße und fuhr zur Grenze. Opa und Wolfgang hatten den selben Weg, nur etwas weiter. Sie hatten beide wieder für Florida geladen und waren schon unterwegs. Ich überquerte die Grenze und rollte die I-95 runter als sich Wolfgang meldete. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er wollte in West Gardiner, ME auf der Rest area stehen bleiben und wir verabredeten uns dort. Ich hatte keine Eile und warum sollte ich mich quälen? Somit schlug ich eine knappe halbe Stunde hinter Wolfgang dort auf und wir machten uns noch einen gemütlichen Quaselabend  in seinem Truck, bei Qualm und Kirschsaft. Opa war an uns vorbeigerauscht und wollte noch bis Kittery, ME fahren um dort zu nächtigen. Am Ende des Abends hatte Wolfgang mir noch zwei Folgen, einmal Dr. House und einmal Night Rider auf den USB-Stick gezogen und damit legte ich mich hin. Er wollte früher los, denn die beiden hatten defintiv mehr Kilometer vor sich, als ich und den gleiche Abladetag. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich erwachte war Wolfgang schon erwartungsgemäß verschwunden und ich kümmerte mich um Kaffee und alles Andere, Wichtige. Dann legte auch ich den Gang wieder ein ließ rollen. Unterwegs wurde wieder gequatscht und Wolfgang hatte Opa in Kittery, ME eingesammelt. Beide vorweg, weil sie schneller fahren als ich, tuckerte ich in entsprechendem Abstand hinter her. Eine kleine Verzögerung im Bereich der George Washington Bridge in New York und weiter ging es. Ich rauschte an Molly Pitcher, NJ vorbei über den Turnpike und bimmelte mal wieder Wolfgang an. Da er nicht ranging versuchte ich es bei Opa und hatte plötzlich doch Wolfgang am Handy. Die beiden saßen gemütlich bei Molly und machten Pause. Somit hatte ich trotz langsamerer Fahrt die Nase wieder vorne. Da zeigt sich wieder, sie haben zwar die Zeit für eine Pause aber ich habe mehr Geld im Beutel. Im Oktober habe ich laut dem Zuständigen die beste Fuel mileage die er je zu der Jahreszeit gesehen hat gefahren. Ob das an dem ist weiß ich nicht, aber es schmeichelt und klimpert…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir haben uns dann für den Abend auf einem Truck stop in Virginia verabredet und ich kam mit dem Tank genau hin. Ach, da war doch noch was… - nein, das kommt hier nicht rein… Ich war also trotzdessen, dass ich der langsamste im Bunde war, der Erste. Die Geschichte vom Hasen und Igel, wie Sandra bemerkte. Nach und nach trudelten auch Opa und Wolfgang ein und stellten sich umgekehrt zwei Parklücken weiter ab. Hat zum einen den Vorteil, man hört den Schwarm geisteskranker Idler nicht und zum anderen nicht meinen Reefer, denn ich habe den ältesten und lautesten mit auf meine Reise bekommen. Wir standen noch ein wenig draußen, bewunderten den einen oder anderen „cooler“ Truck und amüsierten uns über einen Fahrer, der nicht recht wusste, wo er eigentlich parken wollte. Dann verwand jeder in seinen Truck und wir verabredeten uns für den Morgen zum gemeinsamen Frühstück.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als der Wecker klingelte hob ich mich aus dem Bett und zog mich an. Dann machte ich eine Runde über den Hof um zu schauen, ob die anderen Beiden auch schon soweit waren. Gemeinsam schritten die drei „Ws“ Wolfgang, Wolfgang und Wieland von ihren drei Frightliner Cacadians mit den Thermo King, Thermo King und Carrier Reefern in den Truck stop. Wir machten es uns an einem runden Tisch gemütlich und orderten drei Mal das Buffet mit Kaffee und Orangensaft. Bzw. Wolfgang orderte und Opa und ich nickten zustimmend. Dann hauten wir mächtig rein und sabbelten und tranken. Noch ein Teller und eine neue Order. Wolfgang wollte Pfannkuchen und ich sagte nicht nein und er bestellte mir noch Toast, denn den hatte ich am Buffet vermisst. Ich weiß nicht wie lange wir genau saßen, aber es war eine angenehme und lustige Runde. Während sich die zwei Ws wieder auf den Weg machen, ging ich duschen und legte mich anschließend wieder in den Truck. Ich ließ den Tag vorübergehen und gegen Abend schmiss ich den Truck noch einmal an um die letzten 450 Kilometer zum Kunden abzuspulen. Hier kam ich keine 5 Stunden später an. Nicht Süd, nicht Nord, sondern Aldi Amerika! Der nette Mann in der Security Butze gab mir ein Tor und dort stellte ich mich ran um ein wenig zu schlafen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gegen 04.20 Uhr klopfte jemand ans meinen Truck und ich konnte die Türen öffnen um entladen zu werden. Leider sollte dieses nun 60$ kosten und ich brauchte dafür eine Autorisierung. Es dauerte ja tagsüber schon mal Stunden um diese zu bekommen und somit vertröstete ich den Entlademenschen schon einmal auf ca. 08.00 Uhr und sendete die Anfrage in die Firma. Auf Grund meiner Zusage begannen sie trotzdem schon einmal zu arbeiten und keine 15 Minuten später piepste mein Kasten. Das war der helle Wahnsinn! Nachts, wo im Normalfall alle schlafen und nur zwischendurch mal checken ob es etwas Wichtiges reingekommen ist, bekomme ich in so kurzer Zeit meinen Code. Ich sendete ein „Lob und Anerkennung“ rein, füllte den Check aus und gab ihn drinnen ab. Dann wartete ich auf die grüne Lampe und meine Papiere, sendete das MT rein und stellte mich vorne auf den Hof um auf meine neue Ladung zu warten. Es dauerte nicht lange und sie kam. Von Claremont, NC aus sollte ich ein Fleischerzeugnis nach Trenton, ON bringen. Fahrstrecke knapp 1300 Kilometer und Termin am Mittwoch um 08.00 Uhr. Das bedeutete mehr als ausreichend Zeit und gut für meine Stunden, denn für heute hatte ich nur noch knappe 8. Ich fuhr noch bei dem Aldimarkt im Ort vorbei, jedoch war alles weitestgehen ausverkauft. Hier bekommt man ebenfalls teilweise Deutsche Produkte wie Dominosteine oder Nesquik. Ich bekam natürlich wieder nichts und machte mich deshalb auf den Rest des Weges. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Fleischfabrik war mir ein wenig unheimlich. Sicher diente sie her oder da schon einmal als Kulisse für einen Horrorschocker. Sie lag direkt unterhalb eines Friedhofes, was für mich gedanklich zum einen zur Folge haben konnte, dass das ganze ausgewaschene Leichenwasser bei Regen hier über den Hof fließt (das aber nur um hier noch etwas mehr zu schocken). Zum Anderen aber war mir eine Fleischfabrik neben einem Friedhof schon unheimlich…, ob da wirklich alles Rind ist? Vielleicht haben sie ja kleine Tunnel…?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf alle Fälle drehte ich zwei Mal über den viel zu engen Hof und bekam dann irgendwann mein Türchen. Nette Leute in Büros, die aussahen als würden sie aus den 70ern kommen und seit dem nie gereinigt oder renoviert worden sein, machten mir meine Papiere fertig und boten mir noch einen Kaffee an. Mit Wasser aus dem Leichenbrunnen? Auch der schien noch aus den 70ern zu kommen. Sie faxten sogar meinen ganzen Krempel zum Broker und ich konnte mich auf die Reise machen. Ich fuhr über die I-77 hoch zum Splitt I-77 / I-81. Ich hatte mir die Route angesehen und zwei Möglichkeiten kamen in die nähere Auswahl. Zum Einen die I-77 quer durch die Appalachian Mountains zur I-79 und dann hoch nach Erie und von dort aus über die I-90 zum Grenzübergang Queenston, ON, wo ich crossen sollte. Hierbei störte mich jedoch a) der Ritt über die Berge, denn der kostet Sprit und b) waren der Bergteil der I-77 und ein Teil der I-90 Tollroute, also Mautpflichtig. Nur so als reminder, das „I“ steht für Interstate, in den USA verlaufend nach dem Eisenhauer Interstate System. Die Alternative war über die I-81 zu fahren, parallel zu den Bergen und nur auf einem kleinen Stück der I-70 müsste ich, bzw. die Firma, zahlen. Die zweite Route sparte also Sprit, da sie nicht so bergig war, mindestens 200 Kilometer Maut und war nur 100 Kilometer länger, da fiel die Entscheidung nicht schwer. Ich diskutierte das noch einmal kurz mit Opa und Wolfgang, die beide zusammensaßen. Deren einstimmige Meinung war – I-77, ob Maut oder nicht…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber ich wäre schließlich nicht Wieland, wenn ich darauf gehört hätte und somit machte ich mich auf den Weg die I-81 zu fahren. Ich fuhr und fuhr und aus irgendwelchen Gründen wurden die Kilometer nicht weniger. Ich gab einen Zwischenstop ein, denn irgendwann musste ich ja auch irgendwo Pause machen und wieder gingen die Kilometer hoch. Irgendetwas stimmte mit dieser Route nicht…?! Nach vielem Hin und Her probieren hatte ich den Fehler gefunden. Es stimmte mit den 100 Kilometer Differenz aber der PC und das Navi hatten bei der Berechnung den Grenzübergang geändert. Zum Glück können Maschinen (noch) nicht denken. Da stand ich nun mit meinem Talent und hätte, wenn ich die Route so weiterfahren würde wie angedacht, einen Umweg von ca. 300 Kilometern vor mir. Dass passte nun mit meinen wenigen Stunden die ich noch zur Verfügung hatte nicht zusammen. Opa und Wolfgang waren wohl essen, denn die konnte ich beide nicht erreichen und somit drehte ich auf den nächsten Truck stop – Love´s. Als ich das erst Mal eine Leuchtreklame dieser Truckstopkette gesehen habe, dachte ich es handele sich um einen Puff oder Sexshop. &lt;br /&gt;Ich parkte meinen Truck und rief in der Firma an um herauszufinden, ob die Möglichkeit bestand den Grenzübergang zu wechseln, denn das schien mir derzeit am effektivsten. Die Telefonverbindung vom Payphone aus war tierisch beschissen. Ich probierte das nächste aber es wurde nicht besser. Dann ging ich zu dem anderen Truck stop auf der gegenüber liegenden Seite der Straße und probierte es von hieraus. Nun konnte mich der Dispatcher ein wenig besser verstehen aber auch nicht wirklich gut, musste wohl an den Bergen hier liegen?     &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich erklärte ihm meine Sorgen und wir schauten uns gemeinsam das Problem an. Grenzübergang wechseln war schwierig und kam nicht in Frage, also musste eine andere Lösung her. Diese lag eigentlich direkt vor meiner Nase und war mir trotzdem nicht aufgefallen. Es gab einen Weg, quer durch PA und NY über Bundesstraßen! Ja manchmal springt einmal die Lösung mit dem nackten Arsch ins Gesicht und man bemerkt es gar nicht… Aber es ist in solchen Fällen ja gut wenn man jemanden hat, der einen dann mit dem Gesicht in den Kuchen stößt. Somit ging ich zum Truck zurück, gab meine Wegpunkte ein und siehe da, Treffer! Diese Strecke war sogar nur 50 Kilometer länger als die über die I-77 und hatte nur den Haken, dass ich etwas langsamer fahren musste. Somit legte ich wieder den Gang ein und fuhr über die US522 nach PA, wo ich erstmal Pause machte. Am Morgen ging es dann weiter über die I-70 zur I-99 und von dort über die US322, I-80, US 153, US255, US219, I-86 und wieder US219 zur I-90 und I-190 nach Lewiston, NY, zur Grenze. Sandra war unterdessen dabei mit dem Plow truck unseren Hof vom Schnee zu befreien…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ja in unserer Kante ist es wieder am schneien und die Temperaturen fallen zusehens. Es wird jetzt definitiv Winter und ich denke und hoffe, dass wir mit den momentanen Temperaturen und dem Schnee eine Garantie auf weiße Weihnachten haben. Hier wurde es auch links und rechts der Straße auch immer weißer und die Temperaturen fielen. Die Grenze passierte ich ohne weiteren Stress. Vorher ging ich noch beim Duty free shop rein um endlich günstigen Wein zu kaufen. Ob der nun mit 10$ pro Flasche günstig ist? Er sollte eigentlich 14$ kosten aber wenn man zwei Pullen kauft, muss man nur 20$ zahlen. Was für eine Augenwischerei, denn wenn ich eine kaufe gebe ich 14$ aus, wenn ich zwei kaufe 20$. Wo habe ich jetzt die 8$ gespart, wenn ich nur eine kaufen möchte? Okay, weg von den Verkaufsmaschen, denn ich wollte ja ganz viele habe, für ganz viel Glühwein! Ich juckelte dann über die Grenze und holte mir beim Broker noch ein M-CAP raus. Was das ist? Keine Ahnung, muss ich aber haben, bzw. der Kunde um sein Fleisch hier abladen zu dürfen. Das muss irgendetwas mit der Fleischkontrolle zu tun haben. Auf dem M-CAP ist irgendwie vermerkt ob die Fleischladung hier in Canada noch einmal zur Inspection muss oder nicht. Beim Broker saß ein „älterer" Herr und wartete auch auf etwas und wir kamen, wie es hier so üblich, ist ins Gespräch. Er sagte, er freue sich auf zu hause und ich erwiderte dieses. Daraufhin meinte er ich würde dafür wohl ein Flugzeug brauchen und ich schaute ihn etwas verwundert an. „Woher kommst Du?“ fragte er und ich antwortete: „Deutschland“. Dann fragte er mich auf Deutsch: „Wie geht es heute ihnen?“ und ich stutzte ein wenig. Er erzählte er habe sieben Jahre für eine Firma gearbeitet, die eine Zweigstelle in Deutschland hatte und ist sogar mal für ein Jahr drüben gewesen. Es war schon länger her aber er mochte es, Baden Württemberg. So sprachen wir trotzdem auf Englisch weiter aber man sieht, er gibt hier kaum welche die nicht Verwandte oder Bekannte in Deutschland haben. Naja, ich will nicht übertreiben aber es ist schon bemerkenswert, wie viele hier einen sagen wir europäischen Ursprung haben – quasi alle außen den Asiaten, Afrikanern und… Am Ende verabschiedete er sich noch auf Deutsch und es stellte sich heraus, ich musste nicht zur Inspection und somit konnte ich direkt zum Kunden fahren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da ich heute nicht mehr leer werden würde, bzw. mein Termin für morgenfrüh war, blieb ich nach einigem Stau in Bowmanville, ON stehen. Hier nächtigte ich und tankte am Morgen noch mein wenig „Notsprit“ in den Truck. An der einen Esso war ich wohl vorbei und ansonsten gab es bis hierhin keine. Die an der ich eigentlich tanken wollte ist „verschwunden“: Somit gab es nur einen kleinen Tropfen für den Truck und etwas mehr für den Reefer. Dann fuhr ich zum Kunden und schmiss meine Ladung runter. Anschließend wartete ich auf die nächste Ladung und bekam eine Anfrage, die nach Arbeit klang. Ich sollte meinen Trailer nach Ajax, ON bringen, dann ohne Trailer nach Brampton, ON und von dort noch einen weiteren Trailer nach Ajax, ON ziehen. Danach sollte ich meinen eigentlichen Trailer wieder aufpicken und diese Ladung mit gen Osten nehmen. Das klang nach einem Plan und war auf alle Fälle besser als rumstehen. Also fuhr ich nach Ajax, ON und tankte auf dem Weg dorthin noch voll – vorschriftsmäßig bei ESSO um Geld zu sparen. Geld für die neue Waschhalle… - Sack! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem ich meinen Trailer dort losgeworden war machte ich mich auf nach Brampton, ON. Hier versuchte ich mal wieder vergeblich die Firma zu finden und Opa musste mich zum x-ten Male raus lotsen. Der steckt immer noch in Florida fest, weil es mit den Ladungen irgendwie nicht so hin haut, armer Kerl. Danke seiner Hilfe fand ich dann auch wieder zu den leeren Trailern und schnappte mir meine Nummer. Dann fuhr ich zurück Richtung Ajax, ON und auf dem Weg dorthin begann es zu schneien. Wie heißt das Zeug? Blitzeis? Der Verkehr stockte und es ging plötzlich nur noch mit 20km/h auf dem vierspurigen Highway voran. Links und rechts „parkten“ auf 2 Kilometern bestimmt 20 Autos im Grünstreifen, bzw. der Leitplanke. Alles rutschte nur noch durch die Gegend und auch ich rutschte mit meinem unbeladenen, leichten Truck ohne weiteres Zutun einmal komplett nach links. Das war mal spannend. Es zuckelte sich so voran und nach einer guten Stunde ging es auch wieder etwas flüssiger vorwärts. Unterwegs erreicht mich noch die Bitte der Firma, den Reefer, der nur ¾ voll war noch zu tanken. Ich antwortete, dass es sehr glatt sei und ich nicht einen Meter mehr als notwendig leer durch die Gegend fahre. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist in der Verantwortung der Fahrer den Trailer vollgetankt abzustellen und ich finde es Mist, wenn es nicht so gehandhabt wird. Hier sind ein paar stinkfaule Subjekte unterwegs. Ob es das Ausfegen der Trailer betrifft oder halt das Tanken. Aber gut, was will man meckern. Ich stellte also diesen Trailer so wie er war bei der Firma ab und parkte vor meinen alten, der beladen werden sollte. Die Hoffnung, dass sie es in der Zeit getan hätten, immerhin über drei Stunden, in der ich den anderen Trailer geholt hatte war Essig. Somit wartete ich und wartete. Einmal noch musste ich umparken, denn es wollte jemand mit seinem Trailer in die Lücke neben mir und dann legte ich mich etwas hin. Um 02.00 Uhr wurde ich geweckt. Mein Trailer war nach fast 13 Stunden!!! tatsächlich geladen. Kaum zu glauben, wie schnell das heute wieder ging… Also holte ich meine Papiere und fuhr los. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eigentlich wollte ich noch irgendwo stehen bleiben um zu schlafen aber das vergaß ich irgendwie. Mein Log book hatte ich auch nicht geschrieben und während ich so fuhr kam mir die Überlegung, ich könnte ja auch durchfahren. Wenn jetzt keine Scale käme könnte ich hinter Montreal, QC mein Log book auf gestern schreiben und heute hier beginnen. Somit hätte ich ausreichend Zeit gleich nach Halifax, NS durch zu düsen. Alle Waagen waren geschlossen und ich hatte Hoffnung. Als ich hinter Montreal, QC über den Berg kam, von wo aus man die letzte Waage auf dem Stück, das ich schreiben wollte sah, erkannte ich dass auch diese zu war. Glück für mich denn mein Plan schien auf zu gehen. Ich rollte den Berg runter und da bemerkte ich nicht das gelbe Blinklicht der Waage, sondern rotes Blinklicht neben mir. Ein Van der DOT fuhr neben mir und der Fahrer deutete mit seinem Finger in Richtung Waage. Super, wie machen die das? Warum haben die jetzt mich ausgesucht? Ich sollte es erfahren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich fuhr also auf das Gelände der noch geschlossenen Waage und stellte mich artig vors Wiegeplateau. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zu letzt und vielleicht wollten sie sich einfach mein Gewicht angucken und das war garantiert in Ordnung. Pustekuchen! Der nette Mann winkte mich ums Häuschen auf den Kontrollplatz. Hier bückte ich mich in den Fußraum um zumindest den Endkilometerstand auf die Log book Seite von gestern zu schreiben. Dann stieg ich aus und ging zu ihm hin. Er schaute sich den Trailer an und ich dachte mir, es könnte ja sein, dass ihm die Metallschiene, die hinten von der oberen Trailerkante ragte, störte. Ich hatte sie jedoch in die Türen eingeklemmt und somit sollte es eigentlich kein Problem sein. Er störte sich aber mehr daran, dass meine Luftfederung nicht arbeitete und da viel es mir auch auf. Die Saftsäcke von der Firma, wo ich geladen hatte, hatten mir die Luft raus gelassen. Wir haben bekanntlich nur noch ein oder zwei dieser Trailer und ich fuhr einen. Diese W…mollis! Wenn die schon an meinem Trailer rumfingern, dann sollen sie wenigstens Bescheid sagen! Und ich sollte den Trailer beim nächsten Mal besser kontrollieren. Aus alle Fälle war des Wurzels Übel erkannt und ich hoffte ich dürfte nun weiterfahren. Nee, Fahrzeugpapiere, Trailerpapiere, Führerschein, Ladepapiere und Log book bitte reinbringen. Aber vorher sollte ich mir etwas anziehen. Das war nett, denn in der Nacht waren die Temperaturen bis auf -24°C abgesunken und nun waren es mal gerade -19°C. Nicht das beste Wetter für Jogginghose, T-Shirt und keine Socken. Da hatte selbst der Inspector Mitleid und das rettete mir den Hintern. Ich kroch in die Kabine und begann erstmal fix mein Log book für heute zu schreiben. Dann zog ich mir eine Jacke über, Socken an und brachte alles rein – puuh!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während die nun alles in ihren PC tippten, ging ich raus und hämmerte den Pinöckel, der die Luft in die Federung ließ, raus. Anschließend ging ich rein und quatschte noch ein wenig mit den Jungs. Das Problem war behoben, meine Papiere waren in Ordnung und somit war es mir kurze Zeit später erlaubt, zu fahren. Ich sollte nur nicht vergessen, die Zeit ins Log book zu schreiben und es auf den aktuellen Stand zu bringen. „Ja danke Officer, kein Problem.“ Dann durfte ich ohne zu wiegen weiterfahren. Was für ein schöner Tag…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich setzte also meine Reise fort und unterwegs erreichte mich eine weitere Nachricht der Firma. In Montreal, QC war ein Fahrer, dem seine Stunden in Rivere de loop, QC ausliefen. Die Frage, ob ich den Trailer dort übernehmen könne und zum Ausladen nach Saint John, NB fahren würde musste ich nun leider verneinen. Ich hatte keine Chance mehr etwas zu machen und mir würde eine gute Stunde fehlen. Wäre dem Fahrer sein Problem früher eingefallen, hätte ich es tun können, aber so… Ich verstehe nicht, warum das hier alles immer auf den letzten Drücker passieren muss. Somit fuhr ich meinen Weg weiter und kam am frühen Nachmittag am Hof an. Mein Ausladetermin war Sonntag und da wollte ich zu hause sein, also stellte ich den Trailer beim Hof ab und machte noch eine Stippvisite in der Werkstatt. Die Lenkung war nicht ganz in Ordnung, die Schaltung wollte manchmal nicht, es leckte in die Scheibe, mein rechter Vorderreifen war runter und es sollte schon längst der Wetterschutz am Grill befestigt sein. Eigentlich konnte ich das wenigstens selber machen aber es waren ein paar Druckknöpfe abgerissen und die mussten erneuert werden. Dass das länger dauern könnte war mir klar aber was solls. Ich ging ins Büro, gab meine Papiere ab und meldete mich für heute ebenfalls ab. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sandra kam mit den Kindern und es ging nach Hause. Hier hatte Sandra die Batterie vom Plow truck geladen und die ganze Garage stank nach Salzsäure. Die Batterie kochte und irgendetwas stimmte da nicht. Ich stöpselte die Batterie ab und baute sie in den Truck. Leider war sie immer noch leer, bzw. im Eimer. Also baute ich die aus dem Restaurationsprojekt aus und packte sie in den Plow truck. Jetzt sprang er an und ich konnte noch den Hof frei räumen. Sandra hatte, nachdem der Truck mangels Batteriespannung liegengeblieben war schon mit einer Schaufel vorgearbeitet aber nun ging es schneller. Ich räumte die Einfahrt und den Hof und dann gab es Essen. Hierzu servierte Sandra mir erst ein Gläschen selbstgemachten Eierlikör und dann eines mit selbstgemachtem Bärenfang. Man war das lecker! Nach dem Essen wollte ich mir noch ein Bier können. Ich suchte also meinen Karton und fand ihn in der Garage. Ich nahm eine Flasche, öffnete sie und zisch… - hatte ich einen Eisklumpen in der Pulle. Somit fiel das Biertrinken heute auch aus. Ich stelle den Karton nun lieber rein und anschließend legte ich mich noch mit Erik, der nun sehr viel am erzählen ist aufs Sofa und… nee, Fernsehen geht nicht. Der Fernseher hat ja seine Macken und wird morgen eingeschickt. Also lag ich noch so etwas rum und dann ging es ins Bett.   &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sandra schob mich ein wenig beiseite und irgendwann bemerkte ich Erik im Bett. Dann war es ruhig und dann fing Erik an sich zu beschweren. Es war früh, sehr früh aber erst nahm ich ihm und ließ mir seine Träume erzählen und dann brachte ich ihn irgendwann runter, denn nach den letzen zwei kurzen Nächten wollte ich doch endlich mal Schlafen. Sandra saß mit den Kindern beim Frühstück, ich verabschiedete mich und legte mich noch einmal für ein Stündchen hin. Dann stand ich auf und rief die Firma an. Ich sollte mich gegen Mittag noch einmal melden, zur Zeit hatten sie nichts für mich. Somit aß ich einen Toast und trank nen Kaffee. Sandra wollte dann nach Woodstock, NB um Geschenke zu kaufen und somit hieß es rein in die Klamotten und weiter gings. Hier hin und dorthin und zwischendurch vereinbarte ich noch einen Termin mit unserem Vermieter. Die Firma hatte sich auch gemeldet und mir eine Tour nach Moncton, NB gegeben. Hier sollte ich um 05.00 Uhr ausladen. Alles kein Problem…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also fuhren wir nach dem Einkaufen nach Hause und ich packte meine Sachen. Dann kamen die Kinder aus der Schule und kurz darauf machten wir uns auch schon wieder auf den Weg zur Firma. Obwohl mir unser lieber Richard gesagt hatte, der vordere Reifen sei noch in Ordnung, hatte sie den Reifen vorne ausgetauscht und auch alle anderen Reifen. Bis auf vorne links war alles neu, das wars dann aber auch. Den Wetterschutz hatten sie nicht angebaut, was angesichts der Temperaturen doch Sinn machen würde und… - naja, der Rest würde auch mehr Zeit in Anspruch nehmen. Außerdem hatten sie ja nur einen Tag Zeit dafür… Somit setzte ich den Truck wieder in Bewegung, fuhr nach Moncton, NB, stellte mir meinen Wecker und legte mich hin. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;In eigener Sache:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Liebe Freunde, Leser, Bekannte und Anverwandte. Wie Ihr in letzter Zeit sicher bemerkt habt, ist es nicht so einfach immer etwas zum Schreiben zu finden. Sicher habe ich noch tausend Sachen nicht mit erwähnt aber es ist nicht immer möglich zu schreiben und hier und da gerät auch mal was in Vergessenheit. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nein, dass hier ist keine Entschuldigung…!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Jahr neigt sich dem Ende und Ihr habt einen Eindruck von dem, was wir in unserem ersten Jahr hier so erlebt haben. Der Abschied von der Familie, das Wiedersehen hier in Canada. Menschen kennenlernen, das erste Fahren eines Amerikanischen Trucks und seine Besonderheiten und auftretende Probleme. Erfahrungen mit Amerikanern, Canadiern, deren Leben und Lebensweise, Dinge die anders sind als in Europa. Unser Haus, die Geburt von Erik, die Einschulung der Kinder und, und, und…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist aufregend und zur Zeit auch nicht ganz stressfrei. Der Winter ist da, neue Aufgaben stehen an und neue Herausforderungen stehen vor uns. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich möchte an dieser Stelle einfach mal sagen, …&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich möchte sagen, es ist wie es ist… - nicht ganz einfach.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man ist weit weg und wir bauen uns hier unser Leben auf, aber es hat halt zwei Seiten und auch hierrüber möchte jetzt einmal kurz ein Wort verlieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei meinem Abschied am Flughafen war mir klar, ich würde meine Frau und Kinder bald wiedersehen, aber meine Eltern, ihre Eltern? Es war ein Abschied auf unbestimmte Zeit und anders als in Deutschland. Nun würde ich nicht mal eben vorbeischauen können. Aber es war eben auch ein aufregender Start in ein „neues Leben“. So viele neue Eindrücke und Erlebnisse, Erfahrungen und Menschen. Menschen die ich vermisse und Menschen die ich hier lieb gewonnen habe. Aber manchmal würde ich gerne einfach ins Auto steigen und bei dem einen oder anderen und vor allem meinen Eltern gerne vorbeischauen. Mein Vater hatte dieses Jahr eine schwere Zeit und ich hätte gerne mal persönlich bei ihm rein gesehen. Mutter hat damit zu kämpfen, dass sie Weihnachten nun anders alleine sind. Sie fahren zu meinen Geschwistern runter aber alleine die Weihnachtszeit als solche ist eine andere, wenn man nur noch für sich alleine dekoriert oder backt. Für die Beiden war es ein Jahr voller Abschiede. Wir sind nach Canada geflogen, meine kleine Schwester, die noch in deren Nähe wohnte ist nach Mönchengladbach gezogen und somit sind alle außer Reichweite. Marianne hat uns dieses Jahr verlassen und auch wenn ich keinen großen Kontakt zu ihr hatte, hat es mich sehr betrübt. Ich wünsche Dir lieber Dieter Kraft für die Weihnachtszeit und Festtage, die Du dieses Jahr nach langer, langer Zeit ohne Deine geliebte Frau verbringen wirst. Ich weiß sie ist trotzdem bei Dir und ihr werdet euch bald wiedersehen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Gedanken bin ich nun in dieser Zeit bei vielen weiteren Menschen und möchte jetzt auch nicht bis sonstwohin ausholen, ich möchte nur sagen…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir fühlen uns hier wohl, es geht uns gut wir wünschen allen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine gesegnete Weihnachtszeit, frohe und besinnliche Feiertage, einen guten Rutsch und ich werde euch über den Rest unseres Jahres hier noch berichten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Macht es gut, lebt wohl, auf Wiedersehn… &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sandra, Amelie, Leonie, Erik und Ich, Wieland Promp&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3184627331177709407-7931954507047323726?l=amelonie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://amelonie.blogspot.com/feeds/7931954507047323726/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3184627331177709407&amp;postID=7931954507047323726' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3184627331177709407/posts/default/7931954507047323726'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3184627331177709407/posts/default/7931954507047323726'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://amelonie.blogspot.com/2009/12/nachster-stop-war-die-ta-in-elkton-md.html' title='Ein schwerer Abschied'/><author><name>amelonies</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18083177256209115380</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://1.bp.blogspot.com/_rTH7NxWrtQI/SXjccayhIRI/AAAAAAAAAJk/qBirVymWPoM/S220/DSC_0027.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3184627331177709407.post-2613054017611750630</id><published>2009-12-13T11:18:00.002-05:00</published><updated>2009-12-13T11:22:00.754-05:00</updated><title type='text'>Ab in den Süden…</title><content type='html'>Am nächsten Morgen bin ich dann um 08.00 Uhr, pünktlich zum Arbeitsbeginn in der Firma aufgeschlagen. Dann ging es mit den Werkstattmokeln ans Werk. Ein paar Mülltonnen und Eimer voll Kartoffeln von hinten nach vorne geschleppt und schon war alles erledigt. Noch einmal zur Kontrolle auf die Waage bei unserer Nachbarfarm von großen Kartoffelverwerter und ab ging die Post gen Süden. Okay, erstmal ging es nur bis zur Grenze, denn irgendetwas stimmte mal wieder mit den Papieren nicht. Irgendjemand hatte wohl eine Nummer vertauscht und somit konnte ich meinen Truck abstellen und rüber zu den Brokern latschen. Ein bisschen Tippen am PC, zurück zum Grenzer und dann konnte es weiter gehen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich fuhr die I-95 runter durch Maine, über die I-295 und zurück zur I-95 nach New Hampshire und Massachusetts. Dort bog ich wieder ab über die I-495 zur I-290 und dann die I-395 durch Connecticut zurück auf die I-95. Alles sind Umgehungen von Großstädten oder Umgehungen der Maut auf der I-95. Dann rollte Richtung New York und dachte darüber nach, dass dieses einer meiner ersten Trips gewesen war. Kurz nachdem ich hier meinen Führerschein erlangt hatte, ging es nach Florida. Damals fuhr ich mit einem anderen deutschen Fahrer zusammen und es war sooo aufregend. Meine erste Tour in die USA, die Grenze mit den angeblich vielen bösen Grenzern… Dann wiegen auf der anderen Seite und die Tankkarte die nicht funktionierte. Ich wusste nur dass ich anscheinend überladen war und das wars. Ach ja, und das meine Tankkarte nicht wollte. Dann das erste Essen in den Vereinigten Staaten bei Dysart‘s in Bangor, ME. New York bei Nacht und die erste Überquerung der Georg Washington Bridge. Der dahinterliegende riesige Flughafen in New Jersey und die riesigen Öltanks, die dann folgen, oder umgekehrt? Naja, all dieses war nun mehr oder minder Routine. New York (also die Strecke) kannte ich, die Grenze war kein Problem mehr und es war nichts aufregendes mehr daran hier langzufahren. Natürlich ist es ein traumhafter Ausblick von der GWB auf New York und das Empire Staate Building und überhaupt…, aber es wird doch ganz schnell normal. Die dicken Amitrucks sind nicht mehr beeindruckend, die Strecke ist überwiegend bekannt, der Fahrstil der Amis beschränkt usw. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Genauso dachte ich darüber nach was ich hier eigentlich noch niederschreiben soll. Okay, hier gibt es keinen Advent wie in Deutschland oder Europa sondern nur den 25.12. als Weihnachtsfeiertag, wo am Morgen der Weihnachtsmann kommt, bzw. da war und dann folgt der 26.12., was aber kein Feiertag mehr ist. An diesem Tag, Boxing day genannt, gehen die Leute in die Geschäfte um ihre Sachen umzutauschen und alles ist gnadenlos reduziert um das Weihnachtssortiment loszuwerden. Da es dabei auch mal zu Rangeleien kommen kann, heißt das Ding halt Boxing day.  Spannend? Oder der Schnee taut und wir warten auf den der bis Weihnachten liegen bleibt… Spannend? Nicht anders als in Deutschland mit dem Unterschied, dass es hier wahrscheinlicher ist, dass es schneit. Okay, somit also schon völlig überfordert noch etwas Aufregendes zu finden, fuhr ich meinen Weg. Es gibt tausend Dinge die ich noch nicht geschrieben oder vergessen habe, keine Frage. Vielleicht werde ich das irgendwann noch nachholen, sicher, aber was kommt jetzt? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber wie immer, wenn die Not am Größten ist, kommt einem der Amerikaner zu Hilfe! Ich fuhr als nach New York rein und kam zu ersten Abzweig Richtung Brücke. Danach geht es drei spurig weiter durch die Bronx und hier gibt es halt auch Auf- und Ausfahrten. Eben solch eine Auffahrt runter kam ein schicker, neuer Mazda Van, Format VW T4. Dieser kam direkt von rechts über die rechte Spur auf die Mittlere und bremste mich ein wenig aus. Gut, dass ist hier ja bekanntlich so, denn hier lernen die Kinder das Autofahren vom Großvater, der auf der Kutsche gelernt hat. Da hat sich im Grunde auch nichts geändert, denn gerade bei den Pick ups hier kann man die Verwandtschaft zum Planwagen noch gut erkennen. Vorne der Motor (die Pferde), dahinter sitzt, mittlerweile unter einem Dach, der Fahrer oder Kutscher und dann kommt die Ladefläche. Wenn man sich ein solches Auto in Gedanken im Vergleich vorstellt, dann kann man den Typen da drinnen mit der Peitsche wedeln sehen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wahrscheinlich ist der Pick up hier auch deshalb das beliebteste Auto, weil es an die gute, alte Zeit erinnert. Vor mir hatte ich nun aber einen Van, der sich jetzt auf die linke Spur begab. Dieses schien dem ausgebremsten Verkehr dort auch nicht zu gefallen und deshalb entschied sich der Kutscher wieder für die mittlere Spur. Jetzt hängte sich aus dem rechten Fenster ein Arm und der Wagen zog langsam rüber. Vielleicht war das sogar einer der Großväter und der wusste nicht, dass es mittlerweile sogar Blinker gibt? Einfach den Hebel am Lenkrad nach oben oder unter bewegen. Okay, für den Durchschnittsami vielleicht auch nicht nachzuvollziehen, warum der Blinker links blinkt, wenn man den Hebel runter macht…, oder rechts, wenn am ihn nach oben bewegt (Achtung: Kann auch mit Modell und Hersteller variieren, wenn der Blinkerhebel rechts sitzen sollte – oder bei englischen „Autos“!). Vielleicht ist das auch einer der Gründe, warum die Menschen hier die Blinker so selten benutzen? Sie biegen ja schließlich nicht nach oben oder unten ab…! Außerdem leben hier bekanntlich die weltbesten Christen und Blinker blinken orange, orange gleich Feuer, Fegefeuer, Höllenfeuer, Teufel!!! Oh Gott! Steh uns bei…! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Okay, genug der dreckigen Scherze, kommen wir zurück zu unserem Spurwechsler. Also ohne jegliche Signale, bis aus dem Arm aus dem Fenster, was aber wohl mehr der Erfrischung dienen sollte oder so, war er nun auf die rechte Spur gefahren. Ich sah meine Chance und gab Gas. Ich zog an ihm vorbei und zog und zog und er zog und ich zog und ich und er… Der Unterschied in unserem Ziehen bestand darin, dass ich vorwärts und er nach links zog. Ich war mit dem halben Trailer an ihm vorbei und er drückte immer weiter nach links. Neben mir waren drei Autos und ich bewegte mich schon halb in der linken Fahrbahn, die für diese Jungs schon recht eng geworden war. Betonmauer, halbe Fahrbahn für die, halbe Fahrbahn für mich und diesen Idioten an der Seite. Auch wenn ich gerne noch weiter rüber gefahren wäre, es ging nicht und irgendwann müssten diesem Schwachmaten dort auch die immer größer werdenden Markierungsleuchten meines Trailers aufgefallen sein. Ich blieb nun 50/50 in den Spuren und wartete was passieren würde. Aber auch hier ist auf den guten Amerikaner Verlass und er findet eine Lösung die allen gefällt. Okay, in der Regel werden viele Menschen in Mittleidenschaft gezogen und es verursacht viele Kosten, die andere Tragen dürfen. Ebenso ist es an anderen das Chaos, das er hinterlässt zu bereinigen, während er die Beute davon trägt, aber das ist eine andere Geschichte… Dieser Amerikaner war ein Gutmensch, der einfach ohne andere mit reinzuziehen an meinen Trailerreifen, wie eine Billiardkugel an der Bande abprallte und dann ohne Außenspiegel auf den Pannenstreifen rollte. Natürlich konnte ich das alles nicht sehen, da ich mich ja auf den Verkehr konzentrieren musste aber es könnte so gewesen sein. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da man ja ausreichend informiert darüber ist, wie Konflikte hier gelöst werden: „Du bist doof, deshalb erschieße ich Dich“, fuhr ich lieber weiter. Vielleicht ist er ja auch nur auf den Pannenstreifen um zu pinkeln und da wollte ich ja nun nicht zugucken. Außerdem mit einem Truck mitten im Feierabendverkehr in der Bronx anhalten? Da gab es nicht viel zu überlegen. Also hier noch einmal ein Dank an den Amerikaner, der mir durch sein umsichtiges Verhalten eine kleine Story beschert hat und trotz seines angepassten „Platz da hier kommt ein Amerikaner“ Verhaltens keine anderen Menschen verletzt, getötet oder finanziell in Mitleidenschaft gezogen hat. Es sei denn, der Wagen war geklaut aber wir wollen ja nur an das Gute glauben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf dem weiteren Weg passierte nichts Aufregendes mehr und ich kam unbeschadet bei Molly an. Hier kontrollierte ich noch einmal meinen Trailer, an dem ich jedoch keine Spuren einer Auseinandersetzung finden konnte. Dann legte ich mich hin zum Schlafen, bis der Wecker klingelte. Weiter ging es Richtung Süden und immer die I-95 entlang. Washington umfuhr ich über die I-495, von wo aus man einen Blick auf das Weiße Haus und das Washington Monument hat. Ganz weit entfernt liegt es und auch das Pentagon lässt sich erahnen. Dann ging es weiter runter bis South Carolina, wo ich mich in Latta, SC auf die Flying J stellte. Wie gesagt, es passierte nichts aufregendes mehr… Somit war der nächste Tag geschafft und ich konnte mich wieder hinlegen. Am darauf folgenden Tag ging es nun über Georgia nach Florida, meinem Kunden entgegen. Kurz hinter der Grenze kommen erst die Agricultur-Kontolle und dann die Waage. Die Waagen nehmen hier übrigens je weiter man nach Süden kommt zu. Es regnete im Sunshine Staate, die Temperaturen waren mit 13-16°C angenehm und hier und dort lagen Autos im Graben. Was bei uns der Schnee ist, scheint hier der Regen zu sein. Die Autofahrer schaffen es nicht mehr ihr Auto auf der Straße zu halten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unterwegs erreicht mich noch ein Arbeitskollege und meinte ich solle doch den Kunden anrufen, bevor ich dort hinfahre. Das Gelände würde bei Regen recht matschig und wenn es zu schlimm würde, müsste man das Entladen verschieben. Gegenfrage: „Hast Du meine Load bars mitgenommen?“ Nein, hatte er natürlich nicht. Ich hatte in dem ganzen Durcheinander beim Laden ganz vergessen nach meinen Load bars zu schauen und sie somit beim Shipper vergessen. Beim Umschippen auf dem Hof habe ich noch daran gedacht und als ich unterwegs war, fiel es mir wieder ein. Somit hatte ich im Dispatch angerufen, da ich wusste dass noch mehr Ladungen bei dem Kunden abzuholen sind und darum gebeten einem der nächsten Fahrer Bescheid zu geben, das er sie mir mit runter bringt. Man wollte sich kümmern und tat es wie sooft – nicht. Aber das bedeutete nur, ich musste hier irgendwo welche kaufen. Also mit diesen Informationen fuhr ich in San Antonio, FL auf eine Tankstelle und rief den Kunden an. Dieser bat mir nur zuzusehen, denn sie wollten irgendwann nach Hause und somit gab ich Gas. Nebenbei schrieb ich noch in die Firma die mir mittelte, dass ich evtl. nicht entladen werden würde, dass ich diese gerade geklärt habe. Ich werde sicher entladen, bitte kümmert euch um eine Rückladung. Ich meine ich war wieder einen Tag zu früh dran aber wie sagte Küdi immer: „Ich bin jung und brauche das Geld.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Somit quälte ich mich kurz darauf auf einen wirklich matschigen Hof. Die Räder drehten durch und es war schlimmer als im Schnee. Während ich an der Rampe stand sendete ich eine erneute Anfrage um Re-load in die Firma und nach dem ich leer war wieder. Dann wurde das Leergewicht genommen und ich hatte die Ladung tatsächlich ohne ein Pound Verlust gefahren. Oh Wunder, oh Wunder. Normal liegt der bei Bulk potatos, also Kartoffeln in loser Schüttung bei 100 – 300 Pound. Also Schulterklopfen und dann auf die Firma warten. Vorher musste ich noch einmal über den Hof drehen um zum Ausgang zu kommen und dabei hätte ich mich fast wie in den Bergen und bei Laden im Schnee festgefahren. Man war das eine Saupampe hier!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da ich bei Empfänger nicht stehen bleiben konnte und mein Trailer ausgewaschen werden musste, brauchte ich einen Truck stop mit Washhalle. Die Firma meldete sich nicht und omit entschied ich mich die 150 Kilometer gen Norden zu fahren. Hier war der nächste Truck stop und wenn die es nicht schaffen sich zu melden, nicht mein Problem. Aber sie schienen zu merken, dass ich mich bewegte und es piepste. Na, das ging ja fast mal schnell. Okay, laden in Tucker, GA, Ladetermin – der 07.?! Es war mal gerade Freitag 17.00 Uhr und ich sollte am Montag erst wieder laden? Na prima, über 60 Stunden Zeit für ganze 800 Kilometer… Aber was solls, so habe ich lange, lange Zeit zum Nichtstun. Also blieb ich bei meinem Plan mit dem Truck stop und fuhr zurück nach San Antonio, FL. Hier holte ich mir noch was zu essen und legte mich ab. Den Samstag verbrachte ich mit Rumgammeln und Telefonieren mit Deutschland. Ja, so einfach kann man einen ganzen Tag abhaken. Es regnete und gab wenig Möglichkeiten der Unternehmungen, auch wenn ich direkt neben Tampa, FL stand. Was soll‘s, alleine ist das eh nicht so witzig und die Motivation ist da auch nicht die größte. Also labern, essen, trinken, duschen, schlafen…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sonntagmorgen ging ich wieder unter Wasser und frühstückte. Anschließend telefonierte ich noch mit der Firma um mir das Okay für den Trailer wash out zu holen und für den Einkauf der Load bars. Mit denen am Truck ging es dann wieder los. Ich fuhr nach Tifton, GA, wo ich im Internet einen Truck wash ausgemacht hatte. Hier freute man sich über die riesen Sauerei im Trailer. Sägespäne und in die Bodenrillen eingematschte Kartoffeln – lecker! Aber sie machten sich ans Werk und reinigten alles weitestgehend gründlich, „not to bad“ halt... Dann fuhr ich noch an die Zapfsäule der Pilot nebenan und machte mich auf den weiteren Weg. Sandra und die Kinder meldeten sich und berichteten, dass der Nikolaus da war und was er so gebracht hatte. Ich weiß gar nicht, ob es den hier eigentlich so gibt wie bei uns…? Wie auch immer, zu uns kommt er auf alle Fälle. Bei Atlanta, GA  versuchte ich später auf einer Pilot einen Parkplatz zu finden, aber die war mehr als überfüllt. Außerdem die ganzen Trucks mit ihren laufenden Maschinen, das wird dauern bis ich mit damit angefreundet habe, wenn überhaupt. Somit wollte ich mein Glück bei Versender versuchen und hatte Glück. Hier gab es einen Parkplatz für mich und die Nacht war gerettet. Jetzt noch eben den Papierkram erledigen und den morgigen Tag anschauen und fertig. Knappe 2800 Kilometer zum Kunden, keine 2400 Kilometer nach Hause. Ausladetermin ist Freitag, also satte vier Tage Zeit. Montag 1000km, Dienstag 1000km, Mittwoch zu hause und Donnerstag weiterfahren oder eine andere Tour übernehmen. Ich möchte gerne Weihnachten und Sylvester mit der Familie verbringen und da es kein Geld gibt, wenn nicht gefahren wird, muss halt vorgearbeitet werden. Mal sehen was sich so anbietet… Jetzt wird auf alle Fälle erstmal geschlafen und morgen geht’s heimwärts.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Nacht über war eine ganze Menge Traffic beim Kunden, was mich nicht wirklich schlafen ließ. Aber es ermöglichte mir, sehr früh beim Kunden zu starten. Okay, es hätte es mir ermöglicht. Die Firma hatte mir die falsche Ladenummer geschickt und somit musste ich von 05.00 Uhr bis 07.30 Uhr warten um die richtige Nummer zu erhalten. Dann konnte ich endlich ans Türchen und darauf warten, dass die rote Lampe der Verladung ausgeht. Dann hieß es: „Straße ich komme!“&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3184627331177709407-2613054017611750630?l=amelonie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://amelonie.blogspot.com/feeds/2613054017611750630/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3184627331177709407&amp;postID=2613054017611750630' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3184627331177709407/posts/default/2613054017611750630'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3184627331177709407/posts/default/2613054017611750630'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://amelonie.blogspot.com/2009/12/ab-in-den-suden.html' title='Ab in den Süden…'/><author><name>amelonies</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18083177256209115380</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://1.bp.blogspot.com/_rTH7NxWrtQI/SXjccayhIRI/AAAAAAAAAJk/qBirVymWPoM/S220/DSC_0027.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3184627331177709407.post-3677425699233498869</id><published>2009-12-05T18:39:00.001-05:00</published><updated>2009-12-05T18:41:48.634-05:00</updated><title type='text'>Zu hause…</title><content type='html'>Noch auf dem Weg zum Hof erreichte mich ein Anruf von Mecki. Irgendwie schien der Jimmy nach zu lecken und sie wollte mal anfragen, ob ich vielleicht Zeit hätte mich dessen anzunehmen. Natürlich hatte ich Zeit, war ja gerade auf dem Heimweg. Somit war ich morgens am Hof und tauschte den Truck gegen den Jimmy. Damit fuhr ich nach Hause während Mecki Opas Auto mitnahm zu ihrem Englischkurs. Dann holte ich zu hause meinen Kram aus dem Auto, zog mich um und legte mich unter den GMC. Ich baute noch einmal den Luftfilterkasten aus und testete alle Leitungen. Das Resultat war das Selbe wie beim letzten Mal. Ölschwitzen am Motor, was kein großes Ding ist bei dem Alter. Die Servoleitungen waren dicht und das Wasser… Ich hatte Wasserpumpe vermutet und der Verlust ließ im Grunde schon beim letzten Mal keinen anderen Schluss zu. Wolfgang war jedoch noch in einer „Fachwerkstatt“ und diese konnte keinen Defekt der Pumpe ausmachen. Somit stand ich ja nun etwas dumm da, allerdings heilt die Zeit bekanntlich alle Wunden. Ich baute wieder Druck im System auf und nun konnte ich nach langem Drücken und Zwängen und Winden im Wasser das Leck sehen. Es pullerte wunderbar aus… - dem Gehäuse der Wasserpumpe. Somit konnte ich mir beruhigt auf die Schulter klopfen und Wolfgang das kostspielige Ergebnis per Telefon durchgeben.  Wir waren uns jedoch einig, dass dieses von einer Werkstatt gemacht wird, denn erstens ist das echte Shitarbeit und zweiten können die das schneller als ich in meinem „Hobbyraum“. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann kam Mecki auch schon um die Autos zu tauschen und ich machte mich an Opas Van. Hier spachtelte ich die Beifahrerseite und schliff schon einmal den Lack an. Draußen wurde es unterdes dunkel und kalt und somit schaute ich noch einmal nach der Heckklappe. Für eine Lackierung waren die Temperaturen jetzt einfach zu niedrig. Nachdem ich die Verkleidung der Klappe runter hatte sah ich, dass es kaum ein Durchkommen von innen zum Außenblech gab. Ich versuchte es noch mit ein wenig dengeln aber hier musste wohl eine neue Lucke her. Somit ließ ich die Innenverkleidung runter, schaute mir noch die Stoßstange an, aber auch diese konnte besser ersetzt werden, da die Kaltverformung zu heftig war, als dass man sie so wieder in den Griff bekommen konnte. Also auch noch Opa angebimmelt und auf weitere Kosten vorbereitet und dann, ja dann hatte ich doch tatsächlich noch etwas Zeit um mich um die Familie zu kümmern, bevor die Kinder ins Bett gingen, denn morgen war Schule. Sandra und ich machten es uns dann noch ein wenig im Wohnzimmer bequem und verschwanden dann auch frühzeitig in der Falle. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen frühstückten wir gemeinsam und während Sandra zum Englisch verschwand, packte ich meine Sachen und fuhr mich Opas Auto zur Firma. Hier richtete ich meinen Truck wieder ein und fuhr dann runter nach Kentville, NS zu meiner Ausladestelle. Dort geleert ging es am Morgen weiter in die Nähe von New Germany, NS. Hier ist Nordamerikas größtes Anbaugebiet für Weihnachtsbäume. Zig tausende von acres voller Tannen. Der Laden, bei dem ich laden sollte, hatte eine Größe von 160 acre, wobei ich gerade nicht die Umrechnung in Hektar zur Hand habe. Ist auf alle Fälle nicht ganz klein. Hier verkaufen sie im Jahr ca. 50 – 60.000 Bäume. Die Nachbarfarm ist „etwas“ größer und verkauft so um die 150.000 pro Jahr. Und dann gibt es da noch viel, viel mehr Farmen. Schon faszinierend was hier geleistet wird. Ich saß im Truck während insgesamt 6 Leute gute zwei Stunden lang Bäume auf meinen Trailer luden. Eine Frau stand daneben und zählte sie alle, sie hatte den besten Job. Dann machte ich mich wieder auf die Reise und kam nach einem Tankstop am späten Abend auf den Hof der Firma. Hier stellte ich den Trailer in die Ecke und machte mich lang. Ein bisschen pausieren wird ja wohl gegönnt sein. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Frühe bekam ich dann noch den Auftrag nach Oromocto, NB zu fahren. Dass waren nur etwa 150 Kilometer und Endladezeit war am nächsten Tag um 05.00 Uhr. Somit sattelte ich auf und fuhr mit dem Zug nach hause. Hier warteten Sandra und Erik schon und wir machten uns tatsächlich mal sowas wie einen ruhigen Tag. Als die Mädels von der Schule kamen staunte ich nicht schlecht. Während Erik sich gerade die Hände vollsabbert, weil er wohl in Richtung erster Zahn arbeitet, hatte Amelie in der Nacht ihren ersten Zahn verloren. Da die Zahnfee auch gleich da war, wollte Leonie nun auch gerne einen Zahn verlieren. Nach einigem Hin und Her schien sie jedoch verstanden zu haben, dass die Zahnfee nur kommt, wenn der Zahn auf natürliche Weise verloren geht. Somit konnten wir erstmal aufatmen. Dann machten sich die Kinder daran ihre Wunschzettel zu schreiben und ich pallaberte noch mit Sandra. Dann gab es Abendbrot und die Kinder verschwanden im Bett. Kurze Zeit später verließ ich dann auch das Heim um in Oromocto, NB noch etwas Schlaf zu bekommen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Oromocto, NB stellte ich mich wieder auf den Hinterhof und bat darum geweckt zu werden, wenn mein Tor frei war. Vorsichthalber stellte ich mir den Wecker und hatte gut daran getan. Bis 05.00 Uhr war keiner da gewesen und nach einem kleinen Morgenspaziergang war klar, das Tor war frei. Somit stellte ich mich an dieses ohne weiter nach zu fragen und legte mich noch einmal hin. Irgendwann klopfte es dann doch. Ein anderer Fahrer wollte nur eben Bescheid sagen, dass ich leer war. Also sendete ein unvollkommenes MT in die Firma und ging meine Papiere holen. Zurück im Truck hatte ich schon meine Rückladung. Nichts war, mit leer zurück kommen… Nein, ich sollte nach St. John, was nur knappe 90 Kilometer entfernt lag und dort Bier laden, was erstmal nicht spektakulär war. Somit räumte ich auf und fuhr meinen Weg. Die Adresse der Firma hatte mein Navi gefunden und ich konnte die Firma vom Zielort aus auch sehen, doch das war alles. Ich fuhr ein ganzes Stück, mehr unfreiwillig wegen der wenigen Wendemöglichkeiten und war definitiv verkehrt. Wolfgang half mir dann aus der Misere und brachte mich auf den richtigen Weg. Dann musste erstmal mit der Firma hin und her debattiert werden, wegen der Paletten die ich noch drauf hatte. Bei letzten Kunden wurden die vollen gegen leere getauscht und diese mussten eigentlich bei unserer Firma runter. Dieses sollte laut der Gesellschaft, von der unser Laden die Tour abgekauft hat auch gehen aber… Wenn alles durch viele Hände geht. Der Trailer sollte hier vor Ort verplombt werden und somit wäre es nicht möglich die Paletten abzuladen. Nach vielem Hin und Her und Für und Wieder wurde beladen und die Paletten wurden drauf gelassen. Ich hatte ja angeboten den ganzen Krempel hier auf dem Hof zu verbrennen und dabei das Bier zu trinken aber da waren die auch gegen. Ach ja, es handelte sich wirklich um Bier und nicht um diese Jauche hier - 19 Paletten aller feinstes Guinness!     &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als es dann endlich geschafft war machte ich mich auf den Weg nach Hause. Vorher musste ich noch eben beim Hauptlager vorbei um die Papiere abzuholen und das war’s dann. Hätte ich gewusst, dass es hier keinen interessiert, hätte ich die Plombe gleich abgelassen. Somit rollte ich kurze Zeit später bei unserer Firma an und sattelte ab. Diesen Trailer würde jemand anderes an seinen Bestimmungsort bringen. Für mich war hier Feierabend. Im Office sagte ich noch eben Bescheid, dass ich da war und sie baten mich das Siegel zu brechen und die leeren Paletten noch eben runter zu laden. Das lehnte ich ab, nicht nur weil sie noch immer nicht mein Geld für die letzten Male im August bezahlt haben, sondern weil… Naja, ich liebe diesen dunklen Saft und ich da hinten im Trailer, das wäre als würde man ein Kind in einen Haufen von bunten Bonbons setzten und sagen: „Don’t touch it! Don’t touch it!“ Da mein Dispatcher hier auch kein Kind von Traurigkeit ist verstand er und wollte es andere erledigen lassen. Also wartete ich nun nur noch auf Sandra und dann ging es in ein verdientes, langes Wochenende!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir machten uns alle einen ruhigen Abend und standen am nächsten Morgen relativ frühzeitig auf. Die Nacht war nicht allzu erholsam gewesen, da Erik ja anscheinend Zähne bekommt. Somit fühlte ich mich etwas zerknickt aber trotzdem „einsatzbereit“. Somit machten wir uns nach dem Frühstück auf den Weg nach Grand Falls, NB. Hier sollte heute die olympische Fackel durchlaufen und es war ein buntes Rahmenprogramm geplant. Also rein in den Van und runter nach Grand Falls, NB. Wir suchten uns einen Platz direkt an der Straße, von dem aus man im Falle von Regen auch aus dem Auto einen guten Blick auf das Geschehen haben sollte. Dann stiegen wir aber erstmal aus um uns unsere Beine zu vertreten. Wir gingen ein kleines Stückchen die Straße runter um uns die Fälle, die diese Stadt den Namen geben anzusehen. Direkt am Fluss verläuft ein Wanderweg hoch zu den Wasserfällen und es ist ein wahnsinniges Getose. Die Wassermassen quetschen sich durch einen 1931 fertig gestellten Damm und kommen dahinter mit einem tierischen Affenzahn herausgeschossen. Riesige Wellenberge und Verwirbelungen türmen sich rauschend und fauchend auf, bevor sie 23 Meter tief über Felsen hinab stürzen. Ein sehr beeindruckendes Schauspiel muss ich sagen. Hier und da gibt es eine Aussichtsplattform, von denen aus man das ganze etwas besser sehen kann. Auf der anderen Seite des St. John River ist auch noch ein Restaurant, dass jedoch Saison bedingt geschlossen war. Dann gingen wir zurück und wollten auf der anderen Seite noch etwas hinunter spazieren. In diesem Moment jedoch ging die Parade los und wir eilten zur Straße. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein beklebter, weißer Geländewagen fuhr voran und hatte eine Laufschrift auf dem Dach befestigt. Hier stand in Französisch und Englisch zu lesen, dass die Fackel in wenigen Minuten ankommen würde. Grand Falls, NB ist übrigen eher Französisch- als Englischsprachig. Dann kam ein kleiner Bus mit vielleicht 20 weiß gekleideten Menschen mit weißen Hauben vorbei. Dieses waren u.a. weitere Fackelträger, die sich hier im „Tourbus“ erholten. Dann kam ein Polizeiwagen und dahinter ein PR-Mobil der RBC (Royal Bank of Canada). Hier stand hinten auf einer „Bühne“ Mädels und verteilten Werbezeug. Anschließend kam noch ein PR-Mobil von Cola vorbeigefahren die ebenfalls ihren Flüssigzucker verteilten und Fahnen. Dann war Ende… &lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Wir schauten uns etwas verwundert an und schienen nicht die einzigen zu sein, die sich fragten, ob die Fackel wohl auf einem der PR-Wagen gewesen sei… Somit gingen wir einfach mal der Werbung hinterher und bekamen auch noch Gratis-Cola, was für ein Geschenk und Fahnen. Nach einigen Meter einen Hügel hinauf blieben wir stehen um unser weiteres Vorgehen zu besprechen. Und da sahen wir sie kommen. Unten am Hügel kamen Polizeiwagen, eins, zwei, drei, vier und dahinter lief jemand. Wir machten uns an die Straße und tatsächlich. Da kam die Fackel, getragen von einer mittelalten Dame, bewacht von vielen jungen Männern. Vorweg fuhr noch ein Wagen mit Kameraleuten, die das ganze wohl für die Abendnachrichten aufzeichneten. Die Menschen an der Straße jubelten und klatschten und schwenkten eifrig ihre Fahnen. Dann war die Fackel vorüber und ein Feuerwehrwagen bildete das Schlusslicht des Zuges. Als dieser vorüber war kamen massenhaft normale Autos und all die Menschen die eben noch geklatscht und gejubelt hatten, waren verschwunden. Das ist hier in Canada ein echtes Phänomen. Ich will es jetzt nicht für Canada verallgemeinern, dass wäre falsch, oder nicht? Keine Ahnung aber hier ist es auffällig, dass alles umgehend vorbei ist, wenn es vorbei ist. In Deutschland, damals…, blabla, das hängt mir auch bald zum Halse raus aber… - mal ehrlich, da steht man. Man trifft sich vorher, mal stellt sich an eine Würstchenbude, einen Glühweinstand oder den Bierwagen, schnackt und macht sich einen schönen Tag. Die Fackel kommt, die Fackel geht und man steht weiter gemütlich zusammen, schnackt und isst ne Wurst. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier gibt es keine Bude, kein großes Gerede… Wenn die Fackel um 14.00 Uhr kommt, dann kommt der Canadier um 13.55 Uhr, parkt sein Auto so dass er was sehen kann und vielleicht steigt er sogar aus. Dann kommt um 14.00 Uhr die Fackel und anschließend steigt man wieder ein oder ist halt sitzen geblieben und fährt wieder nach Hause. Genauso lief es hier ab und auch das ist etwas, was sehr gewöhnungsbedürftig ist! Amelie und Leonie mussten auf’s Klo und somit ging Sandra bei BK rein und ich lief noch mit Erik zur Brücke über den St. John, um von dort noch einmal die Fälle zu fotografieren. Sandra war es mulmig und sie wollte nicht, dass die Kinder auf die Brücke gehen, denn das Geländer hat sehr breite Spalten und danach geht es vielleicht 25 oder 30 Meter abwärts ins strudelnde Wasser. Somit war die Aufteilung ganz gut und Erik und ich machten uns auf den Weg. Mitten auf der Brücke wusste ich was Sandra meinte, denn das Geländer war wirklich nicht Kindersicher, aber den Kinderwagen sollte es hier wohl nicht wegwehen. Also machte ich meine Fotos und ging wieder zurück zum BK. Hier warteten Sandra und die Kinder und dann ging es weiter zur Sportarena von Grand Falls, NB. Hier sollte noch ein Rahmenprogramm sein. Es war auch ganz gut besucht und wieder kam die Fackel angelaufen. Sandra suchte sich drinnen ein Plätzchen um Erik zu stillen und ich machte mich mit den Mädels draußen unters Volk. Es regnete, war nasskalt und von daher schon wenig besucht, was schade war. Sie hatten eine Bühne aufgebaut auf der ein Chor versuchte zu singen und wichtige Persönlichkeiten des olympischen Komitees sprachen vor. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer jetzt meint ich maule schon wieder wegen dem Versuch des Singens, den muss ich enttäuschen und erklärend hinzufügen, ich finde es toll. Hier muss keiner perfekt sein oder gut oder überhaupt…! Sie haben wirklich kaum einen Ton getroffen und auch die Solosänger/innen schienen im Stimmbruch zu sein aber es stört nicht. Sie haben ganz sicher alle ihr Bestes gegeben und das findet Anerkennung. Vielleicht war es ein Schulchor oder ähnliches, ich weiß es nicht. Ich weiß nur, mein Musikgehör fand es keine Meisterarbeit. Aber dass ist egal, es ist hier sche..egal, denn sie haben es gerne gemacht! Sie haben sich dort hingestellt und für sich und die Menschen gesungen und es war allein dadurch schön. Das ist es, was das Leben hier um einiges lebenswerter macht, du musst nicht perfekt sein. Die Menschen leben hier ihr – ich will jetzt nicht gemein klingen oder bösartig, ich will nur versuchen etwas fairständlich zu machen – Mittelmaß. Keiner ist genötigt der oder die Schönste, Beste, Tollste oder Reichste zu sein. Das zählt sicher nicht für ganz Canada, aber hier für unsere Ecke. Keiner muss gutgekleidet rumlaufen, keiner muss ein tolles Auto haben oder eine Stimme um jemand zu sein. Wichtig ist das du bist und nicht was du bist! Z.B. sitzt der „Besitzer“ von halb New Brunswick . Mr. Irving, ohne Frage eine riesen Persönlichkeit und wirklich steinreich, mit seinen Angestellten am Mittagstisch. Er ist alt und deshalb mehr zu hause als sonstwo oder unterwegs, aber wenn er in der Firma nach dem Rechten schaut, dann kommt er mit seinem Auto und nicht in einer Limo und setzt sich mit den „Jungs“ in die Kantine zum Essen und ist einer von ihnen. Für die Angestellten ist es normal, so als würde nur ein weiterer ganz normaler Angestellter mit ihnen am Tisch sitzen. Man redet über den Alltag und das Wetter und irgendwann fährt er wieder nach Hause. Natürlich räumt er vorher seine Sachen vom Tisch ab und bringt vielleicht noch einem Kollegen, wie es unter Kollegen üblich ist, einen Kaffee mit. Und jetzt denke ich an diesen Politiker, der sich in Deutschland auf der Baustelle hat filmen lassen um zu zeigen, … ??? warum eigentlich??? Ich weiß nur es wurde an mich heran getragen und ich habe es mir angeschaut… „Ich verdiene nur 4??? Tausend plus und damit ist man in Deutschland wirklich nicht reich…“ Ich glaube so ähnlich hat er sich doch geäußert… - Schande!!!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sowas würde es hier aus zwei Gründen nicht geben, erstens ist es egal wer was verdient und zweitens wird dem der etwas verdient dieses auch gegönnt. Und ein Politiker ist hier eben Politiker und  kein Bauarbeiter und deshalb macht er seinen Job im Büro. Und auch er muss keinem beweisen ob er Steine schleppen kann, denn das ist nicht sein Job. Sein Job ist die Politik und ob er die gut macht, keine Ahnung. Er würde es auch nicht wagen auf die Baustelle zu gehen um die schwer abreitenden Menschen dort zu erniedrigen, wie es dieser … getan hat! Er würde ihnen vielleicht Kaffee vorbeibringen und ihnen für ihre gute Arbeit danken, selbst wenn der Weg nicht ganz eben wäre und das war’s. Eine solche abartige Zurschaustellung und Demütigung der Arbeiterklasse würde es hier nicht geben, niemals! Und auch wenn ich versuche es hier möglichst unpolitisch zu lassen mich auch in diesen Dingen nicht äußern möchte, habe ich diesen Bericht gesehen. Ich habe ihn gesehen und in meinem Leben noch nie so viel Abneigung gegen einen Politiker gehabt wie bei Anblick dieses Szenarios. Ich will hier jetzt auch nicht weiter schreiben, aber abschließend bemerken:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das was ich dort gesehen habe hat mich so angewidert und erschüttert, dass ich jeden verstehen kann, der eine Republik die solche … in Führungspositionen behält, verlässt. Wobei natürlich auch im Umkehrschluss gesagt werden muss… Ich kann auch verstehen, dass Menschen ein Land verlassen in dem andere Menschen solche Typen in höhere Ämter wählen! Pfui, Schmutz und Schande, was gut, dass ich nicht mehr da bin…! Und so fühlen viele hier…!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Falls der Leser noch da ist und nicht auf Grund meiner menschlichen Ansichten das Weite gesucht hat, möchte ich nun fortfahren. Hier ist also manches mittelmäßig aber gerade dass macht das Leben hier angenehm! So hörten wir uns den Chor an, die Kinder durften die ausgebrannte Fackel mal für ein Foto halten und verschiedene Firmen hatten kleine Angebote bereitgestellt. Bei Cola konnten die Kinder an einem „Trommelbaum“ (ein rundes etwas mit Schlägern und verschiedenen Trommel und Glocken gebaut) spielen, man konnte sein Kind in einem Bobslide fotografieren oder Videosnowboarden. Leider fiel alles mehr oder minder ins Wasser aber das Glück haben wir ja irgendwie ständig, wenn wir wohin fahren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einer Besichtigungstour des Platzes im Regen und einem Foto mit zweien der drei Maskottchen machten wir uns dann wieder rein zu Sandra und Erik. Irgendwann bin ich noch einmal raus um ein paar Bilder zu machen und dann war das Spektakel draußen vorbei. Die Fackel wurde fortgetragen und war nun wieder auf dem Weg, weiter nach Vancouver, BC. Anlässlich der Fackel war nun noch Gratis-Schlittschuhlaufen für alle angesagt. Die Eishalle öffnete ihre Tore und die Damen gingen Skaten, während ich mich um Erik kümmerte. Nein, ich wollte nicht Skaten gehen denn Sandra hatte mir zwar mal auf einem Yard sale im Sommer Schlittschuhe mitgebracht, allerdings bin ich dann doch etwas eitel… Außerdem sind sie glaube ich antik und eher was zum hinhängen… Sandra hingegen ging mit ihren auch schon alten (aber nicht so alten) und ebenfalls auf einem Yard sale erstandenen weißen Schnürschuhen (wie man sie von früher kennt) mit den Kindern aufs Eis. Diese hatten natürlich ihre rosa, neumodischen Dinger aus Plastik mit Schnellverschluss an. Naja, sie sind doch jetzt beim Schlittschuhunterricht und sie waren nicht allzu teuer… Amelie kann schon super lospreschen und muss sich nur noch zum Bremsen hin fallen lassen und Leonie machte ihre Runden lieber noch an der Bande entlang. Sandra drehte ihren Runden mal mit und mal ohne Kindern an der Hand und alle waren irgendwie zufrieden. Erik schlummerte auf meinem Arm und alles war gut… Schöne heile Welt…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Später dann fuhren wir nach Hause, wo die Kinder früh ins Bett gingen und auch wir wurden heute nicht alt. Aber eines muss ich noch kurz loswerden. Ein weiterer großer Unterschied zu Deutschland ist der, dass die Menschen hier anders mit Kinder umgehen. Als wir vom Anschauen der Fackel zurück zu unserem Auto gingen überholte uns ein älteres Paar und er streichelte Amelie über den Kopf und sie Leonie. Einfach so im Vorbeigehen…, dass habe ich bei uns so nie erlebt. Wenn man irgendwo hinkommt wird gleich mit den Kindern geredet oder  man will mal eben in den Kinderwagen schauen. Nicht Freunde oder Bekannte, nein, ganz fremde Menschen. Sie kommen, sie berühren, sie sprechen mit den Kindern. Manchmal fragen sie auch einfach ob sie den Kleinen mal halten dürfen und es ist, als wäre man in einer riesengroßen Familie!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den Sonntag habe ich dann eigentlich komplett in der Werkstatt verbracht. Nachdem wir den ersten wirklichen Schnee hatten, habe ich unseren Snow plow zusammengebaut. Das Leck an der Hinterachse lasse ich erstmal, denn für unser Grundstück reicht es auch so. Vielleicht kann ich es mir mit dem Weihnachtsgeld erlauben den Wagen zu reparieren? Sandra war drinnen und hat mit den Kindern gebacken. Diese durften heute ihr erstes Türchen aufmachen und zelebrierten in der „Backstube“ ihren ersten Advent, während ich arbeitete. Ich machte halt den Plow truck fertig und Opas Auto und arbeitete noch an meinem Restaurationsprojekt. Dann aßen wir gemeinsam zu Abend und der Tag war gelaufen. Ach ja, der Vermieter war noch da um sich unseres Stromproblem anzunehmen, wir hatten nämlich mal wieder keinen. Seit dem letzten Regen funktionierten die Steckdosen im Waschraum nicht mehr, was zur Folge hat, dass wir die Waschmaschine nur über ein Verlängerungskabel aus der Küche betreiben können. Und auch die Außensteckdose will nicht, was leider verhindert, dass wir unsere Außenbeleuchtung, die Sandra angebracht hat, einschalten können. Auch etwas, worauf sich die Kinder gefreut hatten. Aber er wollte sich kümmern und somit waren wir gespannt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Montagmorgen haben Sandra und ich den Schneepflug am Truck befestigt und Sandra hat ihr erstes Mal Schnee gepflügt – ich auch. Okay, da der Boden noch nicht gefroren ist wurde ein Stück Rasen mit weggepflügt, aber das wird wieder… Dann sind wir nach Florenceville, NB gefahren und haben uns mit einer Maklerin getroffen, die uns drei Häuser gezeigt hat. Sie sind alle zu verkaufen aber wer weiß was geht. Sandra möchte halt lieber etwas Stadtnäher wohnen und angesichts der Tatsache, dass wir unseren Berg nur mit durchdrehenden Reifen hoch kamen, vielleicht auch ganz vernünftig. Ich bin ja eh kaum da und sie hat da ganz klar die Entscheidung. Anschließend haben wir die Kinder von der Schule abgeholt und sind mit ihnen nach Woodstock, NB gefahren. Ich musste noch etwas in einer Werkstatt abklären und wir wollten uns mal nach Autos umsehen. Dann haben wir uns erlaubt in einen Fast Food Laden zu gehen um zu speisen. Mittelmäßig aber besser als M und BK – anders. Damit war auch dieser Tag schon wieder um und es ging nach Hause. Die Firma rief an und wollte mich noch über Nacht nach Massachusetts runter schicken, was ich aber dankend ablehnte. Ich war trotz der Tag zu hause doch noch platt und vor allem wegen der Tage zu hause, denn Erik und seine Zähne… Da wollte ich nicht über Nacht fahren, sondern lieber morgens starten und deshalb blieb ich. Wir fuhren trotzdem noch bei der Firma vorbei um Opa sein Auto hinzustellen, denn er würde im Laufe der Nacht heimkommen und ohne Auto… Also sprang ich bei dieser Gelegenheit auch noch im Dispatch rein und man meinte, ich solle morgen früh um 08.15 Uhr hier sein. Okay, kein Problem. Ende des Tages…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch diese Nacht war nicht die erholsamste aber es ging.  Nachdem die Kinder im Bus waren brachte Sandra mich zum Hof. Ich sollte Trailer 221R nehmen und nach Drummond, NB fahren um dort zu laden. Von dort aus sollte es nach Ellenton in Florida gehen. Ich schaute auf den Trailer und dieser war dreckig. Also jammerte ich beim Dispatcher und der Trailer wurde in der Wash bay ausgewaschen. Als der endlich sauber war und ich los konnte musste ich eine Stunde lang warten, weil die Firma bei der ich den Trailer desinfizieren lassen sollte gerade Mittagpause hatte. Anschließend konnte ich dann zur Ladestelle fahren. Die Firma hatte mir zwar eine Wegbeschreibung gesendet, dieses muss aber schon älter sein. Dort wo eine Shell-Tankstelle sein sollte war nichts und somit bin ich natürlich erstmal vorbeigerauscht. Dann habe ich umgedreht und bin die Straße, die ich für richtig hielt rein. Plötzlich hatte ich wieder Eisroad. Hier am Ars… von Canada, der hier zum Teil sehr groß ist, war natürlich nicht gestreut. Also Schlitterparty mit dem Truck. Als ich schon bei einer Farm nach dem Weg fragen wollte überholte mich ein Pick up und fragte ob ich zu ihnen wollte. Dann folgte ich denen und schon war ich auf einer völlig vereisten Waage. Dort nahmen sie mein Leergewicht und ich sollte einen „Berg“ hoch zum Laden. Da blieb ich sofort mit dem Truck hängen und versuchte es dann erstmal rückwärts wieder runter. Von der Straße aus nahm ich dann Anlauf und schaffte es mit durchdrehenden Reifen hinauf. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dem Laden habe ich mich dann auf deren Grundstück völlig festgesetzt und sie mussten mich mit einem Trecker rausziehen. Somit wie immer ereignisreich. Dann bekam ich mein Gesamtgewicht und das war okay. Anschließend bin ich zu Murray’s um noch einmal zu wiegen und das ACE für den Grenzübertritt zu holen. Dieses hatte die Firma dorthin gefaxt, denn es war schneller es dort rauszuholen, als über den Hof zu fahren. Hier stellte ich fest, dass halt zu viel Gewicht auf dem Trailer war. Da es lose Schüttung Kartoffeln war habe ich dann in Woodstock, NB mit einigen Vollbremsungen an Hängen versucht das Gewicht soweit nach vorne zu bekommen, dass ich legal war. Das brachte mir glatte 2000 pound weniger auf der Traileraxe aber leider nicht genug. Somit konnte ich zum Hof fahren und dort den Trailer abstellen für die Nacht. Sandra hat mich kurz darauf eingesammelt und morgen früh soll umgeschippt werden. Dann geht es los in den warmen Süden und das gerade jetzt, wo ich den Truck doch kleidungstechnisch auf Winter eingestellt habe. Somit ist es ganz gut, dass ich noch eben zu hause bin – kurze Hose einpacken…&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3184627331177709407-3677425699233498869?l=amelonie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://amelonie.blogspot.com/feeds/3677425699233498869/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3184627331177709407&amp;postID=3677425699233498869' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3184627331177709407/posts/default/3677425699233498869'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3184627331177709407/posts/default/3677425699233498869'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://amelonie.blogspot.com/2009/12/zu-hause.html' title='Zu hause…'/><author><name>amelonies</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18083177256209115380</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://1.bp.blogspot.com/_rTH7NxWrtQI/SXjccayhIRI/AAAAAAAAAJk/qBirVymWPoM/S220/DSC_0027.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3184627331177709407.post-8267561132289583808</id><published>2009-11-26T14:02:00.004-05:00</published><updated>2009-11-26T14:31:51.279-05:00</updated><title type='text'>Die andere Seite</title><content type='html'>Mit brennenden Augen, einem Pappmaul und einer leichten Übelkeit, verursacht durch die selbstproduzierten Gase vom Mahl des Vortages, verließ ich am Morgen erstmal den Truck um Luft zu schnappen. Dann kroch ich nach ausreichendem Lüften wieder rein um meine neue Kaffeemaschine zu testen. Man war die fix. Kaum auf den Knopf gedrückt, war der Kaffee auch schon fertig. Dann sah ich, dass mein Trailer verrückt war, was nur bedeuten konnte, er war fertig geladen. Ich pickte ihn auf, fuhr über die Waage und genoss meinen Kaffee. Anschließend holte ich die Papiere aus dem Shipping office und machte mich auf den Weg. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Manitoba, Saskatchewan, Alberta; heutiges Tagesziel Calgary, AB. Satan-Ziege, ich habe noch nie etwas so ödes wie diesen Teil der Strecke erlebt… Es ist wie 8 Stunden und mehr Ostfriesland! Platt, platt und noch mal platt…! Hier und da mal ein Bäumchen und zwischendurch gibt es auch Häuser oder Farmen, selten mal eine Stadt und das wars. Ansonsten ist es einfach nur platt - gut für den Verbrauch. Also fuhr ich immer geradeaus, was auch kein Scherz ist. Also sicher gab es mal Kurven aber es gab auch Streckenabschnitte, da konnte man bis zum Horizont und fast weiter gucken und sah keinen Knick in der Straße. Erst als die Dunkelheit hereinbrach wurde es etwas hügeliger, aber wirklich nur etwas. Ich kam nach Alberta und war damit nun drei Zeitzonen hinter New Brunswick. Hier fuhr ich noch bis nach Calgary, AB und suchte mir dort ein lauschiges Plätzchen auf der Flying J. Bis hierhin hatte ich keine Rockys gesehen (was auch an der Dunkelheit liegen konnte) und war gespannt was der nächste Tag bringen würde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Morgen graute und um 06.00 Uhr klingelte der Wecker. Ich war offiziell um Mitternacht auf dem Truck stop aufgeschlagen und somit ab 10.00 Uhr NB-time wieder bereit mit der Arbeit zu beginnen, was hier 07.00 Ihr ist. Ich machte mich frisch und wollte nun losziehen um Schneeketten zu kaufen. Das Tanken wollte ich um jeden nur möglichen Kilometer verschieben, denn ich war noch nie in den Rockys, wollte ohne zu tanken aus BC wieder raus und überhaupt…, vielleicht tobte ja ein Schneesturm und ich müsste etwas Zeit überbrücken. Somit kümmerte ich mich nun um meine Schneeketten. Erstmal ging an der Tankstelle gar nichts. Das ganze System war abgestürzt und sie konnten mir nicht einmal die Preise für Schneeketten nennen. Somit rief ich in unserer Werkstatt an um nach der richtigen Größe zu fragen. 22.5, damit sollten die etwas anfangen können. Okay, ich habe keine Ahnung von sowas und somit gab ich das schon einmal weiter. Die Kassierer konnten damit jedoch auch nichts anfangen und wir begaben wir uns nach vielem Hin und Her nach draußen zu den Schneeketten. Hier lagen viele verschieden Säcke mit Ketten und auf den einen stand ½ Pair und auf den anderen one Pair. Außerdem gab es dort 22.5 für 255 und 265 und dann noch Säcke mit welchen für 275. Okay, dass musste wie beim Auto die Breite sein aber was bedeutete nun dieses Pair? Wenigstens wussten wir nun alle was der Preis ist, denn der stand an dem Gitterkasten mit den Ketten. Wir gingen wieder rein um nun zu klären, was es mit den Pairs auf sich hatte. Leider konnte selbst die Chefin darüber nichts sagen und wir waren alle nur um den Preis schlauer. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bat dann darum mal einen Sack zu öffnen um es auf diese Weise zu erfahren. Verkäufer die nicht wissen was sie verkaufen, tststs. Nach vielem Betteln und der Zusicherung diese dann auch zu kaufen, gingen wir raus und öffneten einen Sack. Also ½ Pair bedeutet eine große Kette für beide Hinterräder und 1 Pair, ist ein Paar einzelne Ketten. Wieder schlauer suchten wir nun nach 4 Säcken 22.5, Singles da ich ja 7 Ketten benötigte. Laut Firma muss je eine pro Reifen der Antriebsachsen sein, macht vier, eine an der Lenkachse und eine am Trailer. Die letzte dient als Reserve. Warum es so komisch aufgeteilt wird – großes Fragezeichen. Andere Fahrer von anderen Firmen meinten ich benötige 2 große für die Antriebsachse, 2 Singles für die Lenkung und 2 für den Trailer und wieder jemand anders meint es müssen 4 große für den Antrieb, eine Single für die Lenkung und mindesten eine Single für den Trailer sein… - verwirrt?  Fragt mich mal… Nach Rücksprache mit der Firma sollte ich sieben Singles kaufen und eine davon außen für die D.O.T sichtbar am Fahrzeug befestigen, da ich sonst an jeder Scale rausgezogen würde um die Ketten zu zeigen. Somit ging es halt erstmal weiter mit Säcke suchen. 1, 2, 3, das wars, keine 4 Säcke der von mir benötigten Größe. Auf der Suche nach einem weiteren Sack stolperte ich über die andere 22.5 Größe und rief noch einmal in der Firma an. Jetzt hieß es dann 22.5, 275 und damit war klar, ich hätte mit der Info 22.5 die falschen Ketten gekauft. Okay, wäre nicht mein Problem gewesen, denn die Werkstatt hatte gesagt die Info 22.5 reicht aus…, aber so war es ja besser. Somit nahmen wir 4 Säcke aus dem Verschlag und stellten sie vor die Tür. Die richtige Anzahl der richtigen Größe hatten wir also schon mal.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jetzt ging es ans Bezahlen und wir starteten von Neuem. Die Kasse funktionierte wieder und somit konnte mir der mittlerweile schon leicht gestresste aber immer freundliche Kassierer auch den Preis inkl. Tax nennen. Mit dieser Info ging ich nun zum Telefon um mir auf der T-Check-Karte die entsprechende Summe gutschreiben zu lassen. Der Wochenenddispatcher reichte mich weiter zum Vize, der dieses erledigen sollte. Nun traf mich der mittelschwere Schlag, denn unser Vize-Präsie wusste nicht, wie man eine höhere Summe autorisiert. Ich meine, ich verstehe das ganze System hier sowieso nicht, doch als Vize einer Firma sollte man damit doch um können, oder? Er meinte ich solle so ungefähr eine Stunde warten, dann wäre der Dispatch-Manager aus der Kirche und könnte das erledigen. Gut, was darauf folgte war mein Fehler, denn ich wollte weiter. Hätte ich einfach danach gehandelt, dass mein Termin erst Mittwochabend ist und ich eh alle Zeit der Welt hatte, wäre alles gut gewesen. Doch Zeit ist Geld und mit Fahren konnte ich mehr verdienen als mit Stehen und auf layover warten. Außerdem werden nur volle 18 Stunden bezahlt und nicht diese „Zwischenstops“. Und wenn man am Ende alles zusammenzählt, dann kann es genau diese Stunde hier sein, die einen am Ende um 50 Dollar bringt. Außerdem hatte ich schon genug Zeit mit dem Raussuchen der Ketten und dem Systemausfall an der Tanke verloren. Somit meinte ich, ich würde sie mit meiner Credit Card bezahlen um dann loszukommen. Er versicherte mir, dass Sandra am nächsten Tag das Geld in Form eines Checks bei der Firma abholen konnte und damit war alles okay – dachte ich. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also stiefelte ich zum Tresen, reichte meine Credit Card rüber und kam ans Staunen: Zahlung nicht möglich… Was war denn da nun los? Ich versuchte Sandra zu erreichen – keine Antwort. Dann versuchte ich erstmal einen kleinen Betrag vom Chequing, also unserem normalen Konto abzuheben, um die Zahlung von der Credit Card damit zu minimieren. Aber auch hier wollte der Automat die von mir geforderte Summe nicht rausrücken. Jetzt stand ich da wie doof und machte ein langes Gesicht. Immer wieder versuchte ich Sandra zu erreichen, was allerdings erfolglos verlief. Naja, nicht ganz erfolglos, denn meine Anrufversuche und mein „verzweifelter“ Blick fielen wohl einem Menschen besonders auf. Er kam auf mich zu, drückte mir eine Visitenkarte in die Hand und meinte er hätte einen Truck für mich. Wenn ich Interesse hätte solle ich ihn anrufen. Truckfahren in Alberta war sicher schön, brachte auch mehr ein… aber a) habe ich ein Work Permit und das läuft für New Brunswick, b) ist das Leben hier viel teurer, c) will ich gar nicht umziehen, denn unsere Ecke gefällt wir da ganz gut und d) hatte ich eh andere Sorgen! Somit ging ich wieder rein und wollte der Firma beichten, dass es bei mir nicht reicht. Ich hatte wieder den Wochenender an der Stippe und der teilte mir mit, dass nun auch der Vize von Dannen gezogen war. Er bat mir noch die Handynummer vom D-Manager an, aber die wollte ich jetzt auch nicht. Ich versuchte es noch über den Werkstatt-Manager, denn nebenbei hatte ich erfahren, dass auch er solche Zahlungen autorisieren konnte. Hätte er gekonnt, wenn seine Checks (die man anscheinend dafür benötigt) nicht abgelaufen wären. Somit war ich so schlau wie vorher. Inzwischen war ich ungefähr 1000 Mal vom Truck in den Truck stop und zurück gelatscht, hatte mindestens genausooft versucht Sandra zu erreichen und kam einfach nicht weiter. Dann die rettende Idee. Ich schaute in meiner Truckbox nach und siehe da, da lag doch noch so eine alte verrostete Kette. Somit hatte ich eine, was schon fast sieben sind. Ich ging wieder in den Truck stop, bat um 3 Paar Ketten und versuchte mein Glück erneut mit der Credit Card. Tada, da ging der Glücksstern auf, Ping und bezahlt! Was will man mehr am frühen Morgen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Somit ging ich also mit zwei Säcken Schneeketten in den Händen zurück zu meinem Truck, einen Mitarbeiter der Tankstelle mit dem dritten Sack im Schlepptau. Auf dem Weg sah ich im fahlen Licht der Morgendämmerung zum ersten Mal die Rockys. Ein riesiges, mit weißen Kuppen gedecktes Felsmassiv am Horizont. Es lagen noch eine Menge Häuser dazwischen, die die Sicht behinderten aber es war schon recht beeindruckend was sich da auftürmte. Ich schmiss die Schneeketten in meinen Truck, befestigte die alte Kette gut sichtbar mit Gummibändern und Kabelbinder auf der Plattform hinter der Kabine und war froh nun alles hinter mich gebracht zu haben. Jetzt sollte es vorwärts gehen, vorwärts in die Berge. Ich fuhr aus Calgary, AB raus und hielt noch einmal kurz hinter der Stadt auf einer Petro um meine Tanks bis zur Oberkante zu füllen. Wer weiß was da alles auf mich zu kam und wie hoch der Verbrauch sein würde? Vielleicht kam ein Schneesturm und ich musste irgendwo übernachten weil ein Pass gesperrt war… - Fragen über Fragen und nur eine Antwort – volltanken!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann ging es los, immer dem Berg entgegen. Schon von der Petro aus hatte ich einen guten Blick auf das, was mich erwartete und nun hieß es durch da. Es war gleich etwas hügeliger und alles sah aus wie Alpenvorland. Im Grunde war auch der erste richtige Blick, den ich nach einer Kurve auf den Fels hatte nicht aufregender, als die Erinnerung an die Alpen. Je näher ich dem ganzen jedoch kam um so größer wurde die Ehrfurcht. Ich hatte vergessen wie schön Berge sein konnten. Diese Anmut, die Größe, die Kraft die sie ausstrahlen, Schutz und zugleich Bedrohung. Ich musste daran denken, dass ich vor gut zwei Jahren öfter mit dem Lkw in den Alpen war, im letzten Jahr war es Norwegen und nun, nun fuhr ich in einem Truck durch die Rocky Mountains! Kaum zu glauben…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich kam näher und näher und immer größer wurde das Gefühl der Überwältigung. Wer glaubt ein ganz Großer zu sein, kann sich hier verlieren. Wer nicht zu den Sternen gucken mag um zu wissen wie klein und unbedeutend wir eigentlich im Bild des ganzen sind, der sollte zum Berg gehen. Im Gegensatz zu diesen Felsen die sich dort auftürmen sind wir nicht einmal der Schiss einer Fliege auf der Zeitscala der Erde. Wen und was haben die schon kommen und gehen sehen? Nicht nur Menschen und Tiere, selbst Eiszeiten und das Meer… Ein Berg braucht tausende von Jahren für ein Wort, während Menschen so schnell vergehen. In all meinen Gefühlen hin und her gerissen fuhr ich weiter in das Gebirge und links und rechts der Fahrbahn begann Schnee zu liegen. Die kleinen Bäume am Hang, wie nah und doch fern sie waren. Es wirkt alles wie im Spielzeugland und doch so unnahbar. Die glatten Felswände ragten steil empor und verschlangen das Sonnenlicht. Weiter und weiter führte mich mein Weg und der Himmel begann sich zu verdunkeln. Noch im Sonnenschein war ich in den Banff Nationalpark gefahren und etwas später begann ein steiler Aufstieg. Kurz danach befand ich mich im ersten Schnee des Berges und noch ein wenig später hatte es richtig angefangen zu schneien. Der Berg forderte seine ersten Opfer. Links lag ein Auto kopfüber im Graben und neben ihm standen der Fahrer und ein weiterer Autofahrer der angehalten hatte. Noch etwas später steckte ein Mini im rechten Seitenstreifen und wurde gerade von einem Abschlepper befreit. Die Straße war zeitweilig glatt und zugeschneit aber befahrbar. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weiter im Berg ging es irgendwann nach vielem auf und ab wieder runter und plötzlich hörte der Schnee auf und wenig später befand ich mich wieder in warmem Sonnenschein und an den Seiten der Straße war es grün. Ich atmete auf und dachte etwas verwundert ob es das schon gewesen sein konnte? Ca. eine halbe bis Stunde ging es nun friedlich weiter und dann folgte wieder ein Aufstieg. Wieder wurde es weiß am Rande der Fahrbahn und dann kam der Schnee zurück. Jetzt war die Straße noch zugeschneiter und es ging langsamer voran. Zeitweilig waren die Steigungen so steil, dass ich nur mit 30km/h voran kam. Dann sah ich einen Bremsencheckpoint an dem jeder Truck anhalten muss. Hier muss man seine Bremsen sichtprüfen und deren Funktion checken. Dieses muss im Log book mit Zeit vermerkt werden und dann, dann ging es steil bergab. 6, 7 und sogar 8% und das zum Teil auf Streckenabschnitten bis zum 18 Kilometer. Wer da seine Bremsen verliert hat noch die Chance in einen Pull out, also eine Ausrollzone zu fahren und wer diese verpasst, der hat nicht nur seine Bremsen sondern ganz verloren. Meine Bremsen hielten und die Motorbremse musste ganz schön leiden. Immer wieder mussten die Bremsen gecheckt werden. Immer wieder ging es steil und weniger steil rauf und runter. An zwei Stellen standen links der Fahrbahn große Bergziegen mit riesigen geschwungenen Hörnern und grasten. Einmal kam auch eine Stelle, an der ging es in Kurven recht eng und steil bergab und links der Fahrbahn war eine ganze Menge gar nichts. Immer weiter und weiter ging es. Dann kam die Dunkelheit, es regnete und die Sicht war mehr als bescheiden. Zu dieser Zeit ging es dann jedoch schon mehr ab- als aufwärts und ich war froh als es irgendwann wieder flacher wurde. Zuvor musste ich jedoch noch ein paar der langen Gefällestrecken meistern. Auf einer dieser bemerkte ich am Trailer erst eine rote Lampe und etwas später ging auch eine zweite an. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es dauerte bis ich hier eine Möglichkeit fand dieses zu kontrollieren, denn die Parkplätze und Standmöglichkeiten für Trucks waren hier nicht so dicht. Ich schaltete den Reefer aus und wieder an und er tat seinen Dienst. Also nichts ernstes, dachte ich mir und fuhr weiter. Dann war das Gröbste geschafft und es ging auf relativ flacher Straße weiter dem Ziel entgegen. Es folgten ein paar Städte und dann sah ich wieder das rote Licht angehen. Irgendwo in der Region um Hope BC herum drehte ich in eine Ausfahrt, fuhr über die Querstraße und blieb in der Auffahrt stehen. Ich machte meinen Warnblinker und noch bevor ich den Reefer wieder einschalten wollte, machte schon der erste Truck Anstalten anzuhalten. So ist das hier, man ist für einander da, jeder für jeden. Während anderswo der der anhält die Ausnahme ist, ist es hier der der weiterfährt. Ich winkte ab und er gab wieder Gas. Ich versuchte nun den Reefer neu zu starten, dieses Mal jedoch ohne Erfolg. Ich probierte hin und her, spannte mein Überbrückungskabel und ließ kaum etwas unversucht doch er wollte nicht. Nun gab es exakt zwei Möglichkeiten. Nummer 1, ich rufe in der Firma an und versuche eine Werkstatt zu finden, Nummer 2, ich fahre weiter zum Kunden und hoffe, dass sie mich 3 Tage vor meinem eigentlichen Termin ob sie wollen oder nicht „notleeren“. In so einer Situation sollten sie wohl ein Plätzchen für mich haben und daher wollte ich es versuchen. Ohne weitere Kühlung gab ich Gas und gelangte mit einem Temperaturanstieg von 12° Fahrenheit zum Kunden.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Der Erste den ich ansprach war nicht all zu sehr erfreut darüber mich schon jetzt hier zu haben, bot mir jedoch sein Telefon an und die Möglichkeit am späteren Abend leer zu werden. Somit begann ich nun den Versuch den Nachtmenschen unserer Werkstatt zu erreichen, was ich jedoch einige Versuche später verwarf. Dann kümmerte ich mich erstmal um eine Reparaturwerkstatt die Zeit hatte und als ich eine solche erreicht hatte versuchte ich es wieder mit unserer Werkstatt. Ich musste ja ein Okay von irgendjemandem haben, denn eigenmächtige Entscheidungen werden hier nicht geduldet. Immer wieder wurde ich in die Warteschleife der eigentlichen Firmennummer zurückgeworfen. Diese erzählt einem am Ende man soll die Nachtnummer wählen, über die ich wieder in die Schleife gelangte, die mir erzählte ich solle die Nachtnummer wählen, die mich wieder…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Nach etlichen Versuchen war ich ein wenig angenervt und ich war nicht der Einzige. Der Verlader bat mich das Büro zu verlassen, da er arbeiten musste und sie wollten mal sehen was sie machen konnten. Der Reeferreparaturmann gab mir seine Handynummer und meinte ich solle ihn zurückrufen, wenn ich das Go hätte oder einfach herkommen und sie wollten erstmal schauen, was überhaupt kaputt sei. Da ich hier jedoch einen gewissen Kundenfang vermutete, blieb ich erstmal beim Kunden und versuchte mein Glück auf eigene Faust. Dann kam einer der Verlader an und meinte sie könnten mich leer machen, das würde mich jedoch 120$ cash kosten. Das sei ein super Angebot, denn normalerweise kostet das hier 160$ und anderswo bis zu 200$. Na super ihr Westcoastärsche, anstatt Hilfe anzubieten wollt ihr noch Profit machen, Säcke! Ich hatte kein Cash und die einzige Chance an welches zu kommen wäre meine Credit Card gewesen, wenn ich damit nicht die Schneeketten gezahlt hatte, weil… Also wieder ein Anruf in der Firma und dieses Mal schmiss ich den Nachtdispatch aus dem Bett. „Na“, fragte ich, „kannst Du auch nicht schlafen?“ „Murmel, murmel…“ Nach einem kurzen Hin und Her stand fest er konnte mir auch nicht helfen und da alles Scheiße war und ich die Schnauze mehr als voll hatte und genauso drauf war wie ich gerade schreibe, meldete ich mich ab. „Ich habe die Schnauze voll, bin im Truck auf dem Hinterhof, gute Nacht. Ladung oder nicht Ladung, geht mich nichts an, Ende der Durchsage!“ Dann ging ich…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich setzte mich in den Truck, fuhr auf den Hinterhof und kletterte wieder aus dem Truck. Ich öffnete die Türen des Reefers und versuchte erneut den Fehler zu finden. Der Starter drehte und trotzdem zeigt mir das Display eben „Starter“ als Fehlermeldung. Ich hatte es mit Überbrücken und Batterieladen versucht da ich vermutete, dass der Starter deshalb nicht voll durchziehen konnte aber alles half nicht. Das Ding rödelte drei bis vier Mal und dann war Ende. Irgendwie konnte es aber auch nicht so ganz der Starter sein, denn er funktionierte ja und drehte auch die Maschine. Es klang eher nach einem Spritproblem oder die Glühkerzen wollten nicht. Mir kam der Gedanke, dass vielleicht Luft im System war, die sich in den Bergen ausgedehnt hatte und somit das System lahmgelegt hatte. Flüssigkeiten dehnten sich nicht aus, aber Luft. Diese Möglichkeit als Strohhalm um diesen Säcken und ihrer Habgier da drinnen zu entgehen schraubte ich die manuelle Dieselpumpe los und drückte sie wieder und wieder. Solange bis oben Diesel rauslief was ein eindeutiges Zeichen für ein volles System ist. Alles oder nichts? Den Hebel auf „on“ gestellt und siehe da, der Starter dreht und der Reefer sprang - nicht an. Also rief ich noch einmal den Nachtdispatch an und bat ihn den Nachtwerkstattmokel anzurufen, der mich dann zurückrufen sollte. So geschah es und ich diskutierte mit Geoff die Möglichkeiten. All mein Werkeln hatte keinen Erfolg gebracht und ohne Erfahrung mit den  Reefern wollte ich bei Nacht im Taschenlampenlicht auch nicht anfangen das Ding zu zerlegen. Somit bekam ich von ihm nun nach Erläuterung der Ergebnisse das Okay für die Reparatur vor Ort. Zuvor sollte ich es jedoch noch einmal mit Fast ideln (Laufenlassen des Motors im hohen Drehzahlbereich) und überbrücken versuchen. Eine Stunde sollte ich den Motor so laufen lassen und wenn es dann nicht ging, Werkstatt. &lt;br /&gt;Da ich ja bereits über eine Stunde überbrückt hatte und alles nicht funktionierte, der Starter drehte und die Fehlermeldung von daher ein wenig sinnlos war, gab ich dem Versuch keine Chance, doch ich tat wie mir gesagt. Für diese eine Stunde legte ich mich hin und stand dann wieder auf um festzustellen, dass es außer Sprit verblasen nichts gebracht hatte. Somit ging ich wieder rein und rief bei dem Werkstattmenschen an. Dieser klang nun etwas gequält und meinte das Angebot mit dem Vorbeikommen war vor drei Stunden. Nun liegt er im Bett und ich könne um 06.00 Uhr zu ihm kommen, dann wolle er sich das angucken. Somit ging ich zurück zum Truck und legte mich auch hin. Bei den Angaben der Uhrzeit gebe ich übrigens zu bedenken, dass ich hier 4 Stunden hinter meiner eigentlichen Zeit, also der New Brunswick Zeit liege. Somit war es nicht 01.30 als ich wieder zum Liegen kam, sondern eigentlich 05.30 Uhr. Mein Vorhaben war es um 05.00 Uhr aufzustehen und dann zur Werkstatt zu fahren. Anschließend mit funktionierendem Reefer wieder hier her und dann warten bis man Lust hatte mich leer zu machen, ohne Extrabares. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um 02.30 Uhr wurde ich durch Gehupe geweckt. Als ich aus dem Fenster sah, stand dort ein Wagen und in diesem saß der Pascha mit seinem Schergen. Ich stieg aus und sie meinten sie hätten mit unserem Auftraggeber telefoniert und dieser würde die Kosten tragen und uns später in Rechnung stellen. Somit konnte ich an Tor 30 und sollte entladen werden. Kaum zu glauben nach all dem Schrott stand ich um 04.30 tatsächlich leer wieder auf dem Hinterhof um nun wenigstens noch etwas Schlaf zu bekommen. Den Wecker hatte ich mir auf 09.00 Uhr gestellt und ohne die Chance irgendeinen Gedanken zu verschwenden schlief ich nach dem schlimmsten Sonntag, den ich glaube ich je erlebt hatte, ein.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als der Wecker klingelte quälte ich mich aus dem Bett. Ich hatte das Gefühl mich hätte ein Panzer überrollt und mit dicken Klüsen öffnete ich das Fenster, setzte einen Kaffee auf und bereitete mich auf die Fahrt zur Werkstatt vor. Geoff hatte eine Message geschrieben wie ich denn aus der Nacht rausgekommen wäre und Larry wollte wissen, ob ich leer war. Ich schrieb beiden ein paar nette Zeilen und machte mich auf den Weg. Hatte ich in der Nacht noch die Vermutung, dass es sich um eine Hinterhoffirma handele, stand ich nun etwas überrascht vor einer Firma die nicht nur Reefer reparierte, sondern auch noch See- und Landfracht disponierte. Zusätzlich hatte sie eigene Trucks, vertrieben Heizöl und hatte eben eine Werkstatt. Bei dieser meldete ich mich an und jemand kam mit mir um sich das Gerödel anzuhören. Drinnen telefonierte der von der Annahme inzwischen mit unserer Firma um das Finanzielle zu klären. Dann bat man mich den Trailer im Hof abzustellen und wollte auch umgehend mit dem Reparieren beginnen. Ich stellte den Trailer ab und war nun auf die Meinung des Fachmanns gespannt. Es war kein Spannungsproblem und der Abfall der Batteriespannung, den ich beim Starten der Maschine in deren Menü beobachtet hatte, war normal. Dieses stand im Gegensatz zu der Meinung unserer Werkstatt, war aber glaubhaft, da der Starter ja trotz des Spannungsabfalls immer wieder versuchte die Maschine anzuschmeißen. Das würde er bei nachlassender Spannung nicht tun. Somit kamen wir zum Thema Sprit und waren uns einig, dass der Fehler dort zu suchen war. Er schraubte einen Deckel ab und darunter befanden sich zwei Schieber. Diese öffneten beim Starten unterschiedlich und sorgten für die Spritversorgung, bzw. taten dieses eben nicht und da hatten wir unser Problem. Also keine Luft im System, aber trotzdem kein Sprit. Zehn kaputte Reefer weiter und ich bin Fachmann…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während sich der Werkstätter nun um den Reefer kümmerte rief ich in der Firma an um Bescheid zu sagen und nach einer Reload zu fragen. Leider gab es derzeit keine und zwei andere Trucks warteten ebenfalls in der Region auf Ladung. Diese würden ihre vor mir kriegen, da es ja nach der Reihe ging und man wollte mir Directions zum nächsten Truck stop schicken. Ich fragte nach ob es der in Chilliwack, BC sei aber man verwies mich darauf, dass man mir die Directions schicken würde. Dieses sollte in zehn Minuten passiert sein und deshalb rief ich eine halbe Stunde später, als der Reefer wieder fit war noch einmal an. Aber auch dieses Mal wollte man mir nicht verraten um welchen Truck stop es sich denn handelte, sondern man wollte mir die Wegbeschreibung senden. Somit fuhr ich auf einen Kurzzeitparkplatz um die Ecke und wartete… Eine Stunde später rief ich wieder an und dann erzählte man mir endlich, dass ich nach Chilliwack, BC sollte. Da hätte ich dort schon längst in den schönsten Träumen liegen können. Somit machte ich mich nun auf den Weg und stellte den Truck 1,5 Stunden und etwas Stau später dort ab. Von anderen Trucks unserer Firma sah ich nichts und da ich müde war verzichtete ich auf den Gang in den Truck stop um meine Papiere zu faxen. Dieses wollte ich morgen früh machen, denn ich war platt. Somit stellte ich mir noch den Wecker auf 05.00 Uhr, was 09.00 Uhr Heimatzeit war und machte mich lang. Dann piepste der Kasten noch einmal und mir wurde eine Ladeadresse für den Morgen mitgeteilt. Ich sollte um 08.00 Uhr dort laden, jedoch hatte unsere Firma die Papiere noch nicht erhalten und daher stand in der Message ich sollte erst losfahren, wenn die Firma mir Bescheid sagt. Von mir aus…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich am nächsten Morgen um 05.00 Uhr erwachte wollte ich meine Papiere faxen, denn es ging ja auch um meine Abrechnung. Interessanter Weise machte der Laden aber erst um 06.00 Uhr auf. Somit ging ich zu Tim um … und dann zurück in den Truck um zu warten. Als in der Bude die Lichter angingen wackelte ich rüber zum Faxen und setzte mich in die Driver lounge. Hier stand ein Telefon und da ich nicht wusste ob ich heute noch anderweitig Gelegenheit dazu haben würde, rief ich in Deutschland an. Vater hatte heute Geburtstag und da es dort 9 Stunden später war, hatte ich vielleicht Glück ihn zu erreichen. 15.30 Uhr und er war leider noch nicht aus der Schule zurück. Somit schnackte ich noch kurz mit Muttern und bat sie ihm Grüße auszurichten. Dann rief ich in der Firma an, denn wenn um 08.00 Uhr Ladetermin sein sollte, wurde es langsam eng. Es waren zwar nicht so viele Kilometer aber die Straßen waren hier sehr zu. Vancouver, BC ist wohl jedem ein Begriff. Wer aber mal hier war weiß, es ist eine Stadt und drum herum gibt es viele andere, die alle in einander verlaufen. Somit ist es ein riesiger Bereich Stadt, genauso wie Toronto, ON. Vielleicht vergleichbar mit Hamburg oder Berlin. Ich kenne mich da nicht so aus und evtl. verpatze ich jetzt den Vergleich aber als Beispiel: Ich fahre nach Berlin. Das kann von Tegel bis Schönefeld alles bedeuten. Genauso kann Toronto, ON von Mississauga, ON bis Cambridge, ON bedeuten und Vancouver, BC von Delta, BC bis irgendwas.  Ich hoffe ihr versteht…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man bat mich schon einmal zum Kunden zu fahren um den Termin einzuhalten und dort könne man ja schließlich auch auf die Papiere warten. Somit schmiss ich wieder den Diesel an und machte mich auf den Weg nach Richmond, BC. Nach einer Fahrt um den Block kam ich beim Kunden an und dieser kümmerte sich nun um alles. Es dauerte und dauerte und irgendwann bekam ich mein Tor, dann eine Ladung Bier und anschließend sogar meine Papiere. Dass das Gewicht mit 25,5 Tonnen angegeben war machte mich zu diesem Zeitpunkt nur ein wenig stutzig, denn wenn es zu schwer wäre, hätte mich die Firma ja nicht hergeschickt. Geschweigen denn, dass man mich geladen hätte, so mein Gedanke. Also machte ich mich nach der Beladung auf den Weg zu der nächsten mir bekannten Waage, denn die Gewichte wollte ich definitiv prüfen. Zwar sah mein Gauge (die Achslastanzeige im Dashboard) gut aus, aber das der Trailerachse war etwas hoch. Über das Gesamtgewicht dachte ich nicht nach – wird schon passen. Die nächste mir bekannte Waage war auf dem Truck stop in Chilliwack, BC und dort wollte ich auch noch tanken um über die Berge zu kommen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die öffentliche Waage der D.O.T. war geschlossen und somit hatte ich hier schon Glück, denn irgendeine Achse war sicher zu schwer. Also fuhr ich nach Chiliwack, BC, tankte 250 Liter um die Berge zu schaffen, denn volltanken kam nicht in Frage, zu teuer hier. Anschließend rollte ich über die Waage, die mich erstmal 12$ kostete. Mit dem Ausdruck in der Hand fuhr ich in eine Parkbucht und schaute mir das Elend an. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erlaubt sind:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Steering oder Steer axle:&lt;br /&gt;(Lenkachse)    &lt;br /&gt;5 500kg – 12 000lb*&lt;br /&gt;Dieses gilt für alle Jahreszeiten, Canada und die Staaten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tandem oder Drive axle:&lt;br /&gt;(Antriebsachsen)   &lt;br /&gt;15 500kg – 34 000lb in den US und im Frühjahr in QC&lt;br /&gt;17 000kg – 37 400lb in MB, SK, AB, BC&lt;br /&gt;18 000kg – 39 600lb in ON, NB, NS, PE, NL&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Trailer axle:&lt;br /&gt;(2 Trailerachsen)  &lt;br /&gt;15 500kg – 34 000lb in den US und im Frühjahr in QC&lt;br /&gt;17 000kg – 37 400lb in MB, SK, AB, BC&lt;br /&gt;18 000kg – 39 600lb in ON, NB, NS, PE, NL&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Total oder Gross weight: &lt;br /&gt;(Gesamtgewicht) &lt;br /&gt;36 500kg – 80 000lb in den US und im Frühjahr in QC&lt;br /&gt;39 500kg – 86 800lb in MB, SK, AB, BC&lt;br /&gt;41 500kg – 91 200lb in ON, NB, NS, PE, NL &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;*1 kg = 2.2046 lb&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Empty truck weight (Leergewicht der Zugmaschine):   &lt;br /&gt;9 072kg – 20 000lb&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Empty trailer weight (Leergewicht des Trailers (2 Achsen): &lt;br /&gt;7 257kg – 16 000lb&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beide Leer-Gewichtsangaben sind Durchschnittswerte, da der eine Fahrer eine Unterhose mehr und der andere eine weniger im Truck hat. Der eine Trailer ist leichter, weil in neuer Bauweise und der andere ist schwerer, weil er z.B. eine zweite Kühleinheit besitzt. So wie der, den ich hinter mir herzog. Einer der verbliebenen RM-Trailer und somit der schwersten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun seid ihr wieder etwas schlauer und ich auch, denn hätte ich all dieses vorher gewusst (dazu hätte ich allerdings mein Driver Manual (also mein Fahrerhandbuch) wie vorgeschrieben lesen müssen) dann wäre ich gar nicht losgefahren, denn…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn mein Zug leer ca. 16 300kg – 36 000lb wiegt und die Ladung ca. 25 500kg – 56 100lb, dann kommt man zusammen auf gute 41 800kg – 91 100lb. Somit hätte ich da schon wissen müssen, dass die Ladung zu schwer ist. Aber meine Faulheit und der unerschütterliche Glaube daran, dass die Firma weiß was sie tut, hatten mich gelinkt. Hier ist der Fahrer eben auf sich alleine gestellt und die Firma hatte mir die Ladung ja auch ohne Papiere gegeben, konnte also auch nicht wissen wie schwer sie war, oder doch?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nichts desto trotz, ich war mit satten 2 Tonnen überladen. 5 500kg auf der Lenkachse war exact passend. 17 500kg aufm Drive war fast im legalen Bereich, aber knappe 19 000kg am Trailer hätte ich keinem D.O.T.-Officer erklären können. Also rief ich vom Truck stop in der Firma an und erklärte ihnen mein Problem. Ich war zwar schon „weit“ gefahren aber es war klar ich musste zurück um einen Teil der Ladung wieder von Trailer zu bekommen. Im Grunde kein großes Ding, jedoch war da ja die Waage vor Langley, BC, an der kein Weg vorbei führte. Somit setzte ich mich etwas nervös wieder in Bewegung zum Kunden. Die Firma wollte in der Zwischenzeit versuchen die D.O.T. zu erreichen um ihnen die Situation zu erklären. Der Fahrer der nach dem Laden zu der ersten ihm bekannten Waage gefahren war. Dort hatte er festgestellt dass er zu schwer war und nun befand er sich auf dem Rückweg zum Kunden um das Gewicht-Problem zu beheben. Ich hoffte sie hatte jemanden erreicht, sonst müsste ich das ganze noch erklären und es könnte so oder so ein Ticket bedeuten. Als ich den Hügel runterkam sah ich die Lichter blinken und es war klar, ich musste über die Waage. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Immer lieb lächeln, dachte ich mir und dann hinein ins Vergnügen. Hier gibt es im Gegensatz zu den Waagen in anderen Regionen welche, die nur eine kleine Plattform haben. Somit rollt man langsam über diese und die Achsen werden einzeln gewogen. Anderswo stellte man sich mit dem ganzen Zug auf eine große, unterteilte Plattform und sie wiegen pro Achse und komplett in einem. Ich vermute sie werden auch hier ein Gesamtgewicht ermitteln aber darüber wollte ich jetzt gar nicht nachdenken. Ich rollte also langsam über die Betonplatte und konnte vorne in großen Leuchtzahlen mein Gewicht sehen. Die gelbe „Next axle“-Lampe war an und ich rollte weiter. Jetzt war die Antriebsachse an und die Zahlen gingen hoch, immer noch gelbes Licht. Dann kam der Trailer dran. Ich rollte langsam weiter vorwärts und die Zahlen gingen hoch, dass es in Gedanken die Anzeige sprengte. Das gelbe Licht leuchtete immer noch und niemand schien etwas von mir zu wollen. Ob die Firma hier wirklich angerufen hatte, ob die gerade Kaffee tranken oder einen guten Tag hatten, ich weiß es nicht und es interessierte mich auch nicht wirklich. Ich konnte fahren und das tat ich auch…!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Rein in die Stadt und runter zum Kunden, der etwas verwundert war, dass ich mich erneut anmeldete. Zwei Paletten hätten runter gemusst, dann wäre alles in Ordnung gewesen. Nach einer kurzen Unterhaltung mit der Verladefirma und etwas Wartezeit im Truck bekam ich jedoch die Mitteilung, dass die komplette Ladung zurück genommen würde. Dieses dauerte dann verdammt lange aber hier wieder ein Lob an die Firma, ich hatte in der Zwischenzeit eine neue Ladung bekommen. Achja, PS und Punkt, Punkt, Punkt, Gänsebeine oben, Hühnerfüße unten, die Ladung war nur für Edmonton, AB und dort hätte ich Mittwoch ausladen sollen. Donnerstag hatte ich eine Ladung von Calgary, AB nach Kentville, NS aufzupicken. Somit war die Firma verdammt fix, denn kurz nachdem klar war, dass die Ladung ganz runter geht, hatte sie eine andere Ladung für mich nach Edmonton, AB und die Calgary, AB-tour stand.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem die Papiere zurückgegeben und der Trailer leer war fuhr ich wieder runter nach Delta, BC, dorthin wo ich ausgeladen hatte. Aber ich musste nicht bei den Säcken laden, die sich in meiner Notlage ein wenig Weihnachtsgeld verdienen wollten, sondern bei der Nachbartür.  Hier konnte ich auch duschen und schlafen. Was sollte ich jetzt noch irgendwo hinfahren? Es war spät und wirklich Milen hätte ich heute eh nicht mehr schaffen können. Die Jungs hier boten mir an meinen beladenen Trailer beiseite zu stellen und ich stellte mich an den selben Platz wie vor ein paar Tagen um mich hinzulegen. Morgen würde eine große Reise vor mir liegen, knapp 1200 Kilometer nach Edmonton. AB, wieder quer durch die Rocky Mountains.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Wecker klingelte um 04.30 Uhr und ich pickte den Trailer, den man mir artig verschlossen und versiegelt abgestellt hatte auf. Dann ging ich meine Papiere holen und machte mich noch vor den ersten Sonnenstrahlen auf den Weg. Dieses Mal war das Gewicht auf den Papieren auch in Ordnung und ich fuhr wieder zum Truck stop nach Chilliwack, BC. Hier tankte ich nun noch einmal 150 Liter nach, denn ein wenig hatte ich ja durch das Hin- und Herfahren der zu schweren Ladung verbrannt. Dann zog ich den Truck doch noch einmal über die Waage und los ging es. Es begann wieder mit ein paar Hügeln und dann ging es los. Auf dem Weg hier runter war ich den TCH 1 durch die Rocky gefahren und nun würde ich es mit der 5 und dann der 16 nach Edmonton, AB versuchen. Die Strecke war ca. 100 Kilometer kürzer, führte durch den Jasper National Park und war halt einfach was anderes. Als es wieder in die Berge ging sah ich auf die „Leuchtreklamen“ über der Straße. „Road bare“ stand dort zu lesen, was da meinte: „Straße nackt.“ Ich vermutete es sollte wohl heißen, dass man hier fahren konnte. Dann sprang der Text um und ich lass noch etwas von compact snow und icy und slippery…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Klar, das war in den Bergen zu erwarten und da es im „Flachland“ die letzten Tage dauergeregnet hatte, war ich mir sicher auf mehr Schnee als auf dem Hinweg zu treffen. Dann kam ein erster „Schneekettenaufziehpunkt“. An der Auffahrt zum Berg gibt es die Aufziehpunkte und bei der Abfahrt die Abziehpunkte. Hier muss oder kann man rausfahren und sich Schneeketten auflegen. Auf dem ersten Parkplatz hierfür standen ein paar Trucks aber keiner arbeitet an seinem. Also machte ich mir keine Sorgen. Auf dem nächsten, etwas höher, war gar kein Truck anzutreffen. Da ich noch ein dringendes Bedürfnis hatte zog ich raus und stellte mich kurz auf dem zugeschneiten Platz ab. Kurz vorher war noch eine Schneeketten-Warntafel zu sehen, deren Lichter aber nicht blinkten und daher wollte ich mich auch nicht zu früh in die Arbeit mit den Ketten stürzen. Man kennt das ja, alles und noch mehr umsonst gemacht. Dann machte ich noch ein Foto von der Tafel auf dem Parkplatz, die die nächsten Steigungen zeigte und fuhr ohne viel nachzudenken weiter. Mit durchdrehenden Reifen versuchte ich vom Parkplatz zu kommen und spätestens dort hätte ich mir meine Gedanken machen sollen…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Auto mit gelbem Blinklicht stand in der Ausfahrt und während ich schlitternd den Truck in Bewegung setzte, machte es mir Platz. Dann ging es auf die Passstraße, auf der die rechte Spur zwar geräumt aber völlig vereist war und die linke Spur lag unter dichtem Schnee. Solange der Truck in Bewegung war sollte es wohl gut gehen, wobei ich mich mit zunehmender Steigung fragte, ob Faulheit oder Bequemlichkeit vielleicht doch nicht immer der rechte Weg sei? Es ging weiter mit 6% Steigung und ich brummelte langsam vorwärts. Der Truck vor mir, mit zwei Trailern im Schlepp, begann nun erste Schwierigkeiten zu haben. Während die Trailer noch gerade zur Fahrbahn liefen, stellte sich die Zugmaschine mit durchdrehenden Reifen quer zur Fahrbahn. Der Driver hatte schwer zu kämpfen und die voll eingeschlagene Lenkung versuchte den Truck irgendwie auf der Straße zu halten. Rechts der Fahrbahn trennte uns nun eine Schneewehe von ungefähr 80 – 100 Metern Abgrund und die Spannung stieg. Um bloß nicht stoppen zu müssen lenkte ich nun auf die zugeschneite, linke Spur. Hier passierte ich im 7%-Bereich den Truck und kam gleich danach auf einen Abschlepptruck zu, der direkt in der krönenden 8%-Strecke Posten bezogen hatte. Hier wartete er auf Kundschaft, was sicher kein schlechtes Geschäft war, aber dass dieser Dödel sich dazu halb auf die einzige gerade noch befahrbare Spur stellen musste war dreist! Somit blieb mir nur die Weiterfahrt auf der Schneebahn und Beten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Steigung nahm weiter zu und ich hatte die Kuppe schon im Blick, da drehten die Reifen plötzlich durch. Trotz Wahlhebel auf „Manuell“ versuchte die Automatic die zu hohe Drehzahl durch eigenmächtiges Schalten zu kompensieren. Dieses brach mir dann jedoch quasi das Genick, denn kaum hatte der Reifen wieder Gripp, war der Gang zu hoch und das war’s! Scheiß Automatic!!! Scheiß Abschlepp truck driver!!! Alles was ich wollte war wenigstens rollen, doch damit war jetzt Schluss. Also machte ich die Warnblinker an und hoffte im Rückspiegel erstmal keinen zusehen. Am liebsten wäre ich einfach ausgestiegen und hätte den Abschleppheinie eingeseift. Das unterließ ich jedoch, denn manchmal sind das ganz schöne Kraftpakete und ich hatte so schon genug Ärger. Da ich auf beiden Fahrspuren stand, wollte ich erstmal wenigstens eine freimachen. Nachher bin ich noch Schuld, wenn der ganze Verkehr hier zum Erliegen kommt. Nach einigem Versuchen war klar, vorwärts war hier nicht wegzukommen. Somit ließ ich den Truck ein wenig rückwärts rollen, ganz langsam und bremste ab. Jetzt rollte der Zug zwar nicht weiter, aber er schlitterte. Rückwärts auf Eis bei 7-8%, da kam Freude auf. Glücklicher Weise beschleunigte der Zug nicht weiter sondern kam wieder zum Stehen. Also noch einen Versuch und wieder weiter zur rechten Fahrspur. Der Abschlepper rollte ebenfalls rückwärts um mir Platz zu machen und rieb sich bestimmt schon die Hände. Er hatte im Gegensatz zu mir jedoch Schneeketten auf der Antriebsachse und war somit im Vorteil. Wieder der Versuch zu bremsen und wieder rutschte der Truck. Nach einigen, kleinen Versuchen stand ich wenigsten auf der rechten Spur und hinter mir der Abschlepper.        &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da ich diesem Menschen nun mal gar nichts gönnte, schon gar nicht das Anziehen meinen Trucks, zeigte ich ihm wie es geht. Ich ließ die Räder ein wenig durchdrehen, rollte ein kleines Stück zurück, ließ die Räder erneut drehen und rollte zurück. Stückchen für Stückchen schmolz ich mir damit eine Art Startrampe ins Eis. Nach einigen Stops versuchte ich mein Glück auf ein Neues. Da ich keine Schaltung hatte und diese „Automatic“, die wirklich Bull shit ist es nicht zulässt einen höheren Gang zu wählen, war ich auf mein Fußgefühl angewiesen. Langsam, ganz langsam rollte der Truck an. Immer wieder verlor und gewann ich den Gripp und nach und nach zog sich der Truck über die 10 km/h Grenze. Starkes Beschleunigen war allein auf Grund der Steigung schon nicht möglich, aber ich rollte. Ich rollte und rollte und gewann Meter für Meter an Fahrt. In Gedanken sah ich den Schlepperheinie weinen und dann war es geschafft. Ich zog das Gespann über die Kuppe und alles war wieder gut. Von nun an ging es bergab und auch dieses machte ich dann in Schneckentempo, so dass sich nach einer Weile eine ganze Schlange von Fahrzeugen hinter mir befand. Überholen traute sich jedoch keiner. Es ging ein wenig rauf und runter und ich juckelte weiter. Hier und da wurden die Leute mutiger und setzten zum Überholen an. Die Ersten unterließen es jedoch nach einem Ausritt auf die linke Spur und der der es tatsächlich wagte, lag kurze Zeit später mit seinem Auto in dem Schneehügel, der die linke Spur von der Gegenfahrbahn trennte. Hierzu keinen Kommentar!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Irgendwann wurde die Straße besser befahrbar und während die Gegenfahrbahn bereits von Schnee und Eis geräumt war, hielten sich die Schneepflüge auf dieser Seite zurück. Nichts desto trotz, der Schnee wich weiter und weiter dem schwarzen Asphalt und irgendwann war es geschafft. Vor mir lag schließlich nur noch schwarze Piste und ich dachte darüber nach, wie es wohl mit der anderen, viel zu schweren Ladung gewesen wäre. Dann wurde es grüner und grüner und bald war nichts mehr von Schnee zu erkennen. Ich bog auf die 5 Richtung Norden ab und den ganzen weiteren Weg sah es eher wie Wüste oder Steppe aus. Als die Dunkelheit hereinbrach hatte ich den größten Teil der Rockys hinter mir und das letzte Highlight war die Strecke durch den Jasper National Park. Mir, der den Mund normaler Weise nicht zu bekommt, fehlen die Wort, die diesen Flecken Erde beschreiben können. Für den Musiker wird es sein, wie eine leise Melodie, die der Wind an einem warmen, sonnigen Frühlingstag durch das frische Grün der Birken säuselt. Für den Kunstliebhaber könnte es die Mona Lisa sein, die bei vom Vollmond beleuchtet ihr Lächeln in den Raum haucht. Ich kann es nicht beschreiben aber es ist wundervoll! Dann brach die Nacht herein und ich fuhr den Rest der Strecke unter Sternen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach knapp 1200 Kilometern kam ich beim Kunden in Edmonton, AB an und dieser wollte mich im Laufe der nächsten Stunde entladen, obwohl mein Termin erst für den Morgen war. Leider konnte ich nicht an der Rampe schlafen und musste meine Nachruhe unterbrechen um auf der Straße weiter zu pennen. Dann ging es früh weiter Richtung Calgary, AB zum Laden. Unterwegs machte ich noch einen Zwischenstopp an einer Flying J um zu tanken. Leider hatten sie ein wenig Probleme damit meine Tankkarte einzulesen und somit dauerte es fast eine Stunde bis ich Diesel im Truck hatte. Nach weiteren, vergeblichen Versuchen die Karte für den Reefer frei zu schalten haute ich ab. Diese blöde T-Check-Card kostet jedes Mal Zeit. In Calgary, AB wurde ich dann umgehend beladen und fand noch eine Tankstelle direkt an der Ladestelle, die auch günstig war. Somit tankte ich den Reefer hier und sauste dann los Richtung Heimat. Was soll ich euch jetzt erzählen? Vor mir lagen nun wieder die endlosen, öden Strecken von Alberta nach Saskatchewan und weiter nach Manitoba. Hier blieb ich offiz. in Moosomin, MB stehen, da dieses mit meiner Fahrzeit am Besten zu vereinbaren war. Highlights des Weges waren zum einen das weltgrößte Tippi. Dieses steht in Medicine Hat, AB. Ich habe es zwar auf dem Hinweg schon im Dunkeln gesehen, wusste aber da noch nichts damit anzufangen. Das andere war ein Truck der mich in Saskatchewan erst wie der Blitz überholte um dann eine halbe Stunde später auf der Seite im Mittelstreifen zu liegen – Fahrer unverletzt!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen fuhr ich dann weiter durch die platte Landschaft in die wunderschöne Welt der Region Westontarios. Hier traf ich natürlich im Dämmerlicht ein und fuhr durch die Dunkelheit bis Nipigon, ON. Somit verpasste ich wieder das Beste. Aber ich hielt bei einsetzten der Nacht noch in Sault Ste Marie, ON um zu tanken und dieses Foto zu machen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_rTH7NxWrtQI/Sw7VjgZHbuI/AAAAAAAAB34/WvTrYAlukY4/s1600/DSC_0815a.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 266px; height: 400px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_rTH7NxWrtQI/Sw7VjgZHbuI/AAAAAAAAB34/WvTrYAlukY4/s400/DSC_0815a.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5408495008485961442" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Außerdem duschte ich und hielt auf der Weiterfahrt noch kurz bei den Indianern um Zigaretten zu kaufen. Anschließend stand ich noch wieder fast eine Stunde im Stau, weil ein Trucker seinen Zug erst nach links von der Fahrbahn und dann nach rechts von der Fahrbahn rangiert hatte. Schlussendlich  stellte er das Ding quer auf die Fahrbahn und das war’s. Somit bildete ich das Ende einer Autoschlange hinter vielen bunten Lichtern, die damit beschäftigt waren den Truck abzuschleppen. In Nipigon, ON hatte ich dann Ruhe und machte mich müde in die Koje. Es war gegen 03.30 Uhr und ich hatte heute viel zu viele Kilometer hinter mich gebracht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um 07.30 Uhr donnerte es am Truck. Ich versuchte es zu ignorieren, denn ich war echt müde. Vielleicht war es der Typ mit dem Wohntrailer, der nicht aus seiner Tür kam oder irgendein Spinner, der zu blöde zum Einparken war? Nachdem erneut, penetrant geklopft wurde ging ich nach vorne um mich dem Problem anzunehmen. Im Nebel der Morgendämmerung stand Fred vor der Tür und freute sich, mich hier zu treffen. Ich erklärte ihm in kurzen knappen Worten, dass ich ihn auch gleich treffen würde, denn wenn die Vorhänge zu sind, heißt es der Fahrer schläft. Wenn die Vorhänge zu sind und das Telefon aus, heißt es der Fahrer schläft, weil er Ruhe haben will und braucht und will definitiv nicht gestört werden, es sei denn, es ist wichtig! Ein Trucker sollte dieses ungeschriebene Gesetz kennen. Er entschuldigte sich und ich zog mich zurück, in der Hoffnung noch wieder etwas in den Schlaf zu kommen. Dieses blieb jedoch erfolglos. Dann kümmerte ich mich halt um meinen Papierkram, frühstückte und setzte mich bald in Bewegung. Wieder ging es die schönsten Teile der Strecke durch Nebel. Ich weiß zwar nicht warum, aber irgendjemand scheint etwas gegen mein Fotografieren zu haben, denn entweder ist es dunkel oder nebelig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von Nipigon, ON fuhr ich dann nach Mattawa, ON und von dort aus am nächsten Tag mit Unterbrechung nach Hause. Viele Erlebnisse gab es nicht mehr und ich war auch irgendwie müde und kaputt, denn es war ein Ritt, den ich mir durch meine eigene Zeiteinteilung vielleicht auch schwerer gemacht habe als er war. Aber ich hatte in kappen 12 Tagen eine Strecke von über 12.000 Kilometern zurück gelegt. Darin waren zwei mal 36 Stunden „off time“, drei Drops, drei Picks, zweimal die Rockys und viele, viele Eindrücke enthalten…!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3184627331177709407-8267561132289583808?l=amelonie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://amelonie.blogspot.com/feeds/8267561132289583808/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3184627331177709407&amp;postID=8267561132289583808' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3184627331177709407/posts/default/8267561132289583808'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3184627331177709407/posts/default/8267561132289583808'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://amelonie.blogspot.com/2009/11/die-andere-seite.html' title='Die andere Seite'/><author><name>amelonies</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18083177256209115380</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://1.bp.blogspot.com/_rTH7NxWrtQI/SXjccayhIRI/AAAAAAAAAJk/qBirVymWPoM/S220/DSC_0027.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_rTH7NxWrtQI/Sw7VjgZHbuI/AAAAAAAAB34/WvTrYAlukY4/s72-c/DSC_0815a.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3184627331177709407.post-3319128338717107335</id><published>2009-11-23T09:39:00.006-05:00</published><updated>2009-11-23T09:55:03.183-05:00</updated><title type='text'>Miles and more…</title><content type='html'>Am nächsten Morgen wurde mit der Familie gefrühstückt. Außerdem bewunderten Sandra und ich das Leck in der Decke. Eigentlich sollte es ja erledigt sein aber in dicken Tropfen ran das Wasser die Decke herunter auf unsere Arbeitsplatte. Eine freundliche Nachricht an den Vermieter verfasst und dann, noch während die Kinder in den Bus stiegen, rief die Firma an. „Jaja, bin ja gleich da…“ Also fuhr Sandra mich zur Firma und wir packten den Truck ein. Eigentlich brauchte ich ja nicht all zu viel, denn ich wollte ja am Freitag wieder drin sein, doch Vorsicht ist bekanntlich die Mutter der Butterdose. Dann holte ich meine Papiere und stutzte erstmal. Es war die selbe Ladung die ich vor ein paar Tagen in Mars Hill, ME geladen hatte, nur die vier Paletten! Diese verteilten sich allerdings auf drei Kunden. Da will man ja nicht böse sein, denn das bedeutet wieder Geld… Langsam klinge ich wie Dagobert…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich machte mich also auf den Weg und fuhr den Tag über knappe 1250 Kilometer zu meinem ersten Kunden. Das spektakulärste auf dem Weg nach Westen war der Schnee an der 185. Hier in Quebec, in diesem Bereich, scheint es den ersten Schnee zu geben und wie schon letzte Woche schneite es ein wenig. Nichts was einen beunruhigen müsste und somit fuhr ich die 20 runter nach Montreal, QC. Hier ist derzeit eine Baustelle und die Menschen hier sind nicht unbedingt besser wie anderswo. Eigentlich scheint es überall gleich zu sein. Kilometer vor der eigentlichen Fahrbahnverengung fangen die Spinner an von einer Bahn zur anderen zu springen, in der Hoffnung hinterher doch wieder hinten anzustehen. Dass sie damit mehr Stau verursachen scheint ihnen nicht ganz klar zu sein. Ich hatte somit aber viel Zeit mir das ganze Schauspiel anzusehen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt doch diesen komischen Film „Das Verhalten paarungswilliger Großstädter“ oder so ähnlich. Vielleicht sollte man einen Film drehen über das Verhalten der Großstädter oder der Menschen in Staus. Ja ich weiß, es gibt einen aber der handelt ja eher von wirklich stehendem Verkehr. Bei mir ging es ja wenigstens noch im stop and go weiter. Von links kam ein BMW (ohne Vorurteile) angerauscht, drängte sich vor mich, sah links eine Lücke, drängte sich da rein und stand kurz darauf wieder hinter mir. Dann kam rechts ein alter Käfer auf dem Pannenstreifen vorbeigeheizt. Diesen sah ich dann kurz danach rechts vor einem Polizeiwagen stehen. Der Fahrer wirkte irgendwie genervt… Dann sah ich einen neuen Passat, zumindest glaube ich, dass es einer war und muss sagen, Wolfsburg hat gelernt. Endlich sieht das Familienauto von VW aus wie ein Japaner! Hut ab liebe Zeichner… dank des Windkanals und der Globalisierung „klauen“ die Japaner nicht mehr bei uns sondern wir bei ihnen… &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Allgemein ist auffällig, dass eigentlich nur noch der Patridiot einen amerikanischen Wagen fährt. Wer stolz auf sein Land ist oder kein Geld halt fährt den amerikanischen (Alb-)Traum. Oder wer Ausländer ist und es sich in Deutschland nicht leisten konnte einen durch gegammelten V8 mit 5,7 Litern Hubraum zu fahren. &lt;br /&gt;Wer auf günstigen und guten Komfort setzt und dazu spritsparend fahren möchte, fährt Japaner und das ist hier die Mehrzahl. Am Ende kommen noch die Europäer. VWs und Audis sind hier anzutreffen. Volvo ist vertreten und auch Mercedes hat sich seinen Markt erstritten. Diese Autos sind allerdings verhältnismäßig teuer und daher nur bei den Besserverdienenden zu finden. Es ist schon etwas merkwürdig, im Pkwsektor ist Mercedes zu finden, im Lastkraftwagenbereich nicht. Volvo hat hier ganz klar die Nase vorne, was Pkws und vor allem Lkws angeht. Die Sprinter von Mercedes werden hier mit dem Logo von Dodge oder Frightliner verkauft. Je nachdem welcher Marke der Kunde Treue geschworen hat. Das Aussehen ist bei beiden gleich, der Name auch aber es sind halt andere Firmenlogos dran gekleistert. Okay, das Mercedes im Truckverkauf nicht mit Frightliner in Verbindung gebracht werden möchte kann glaube ich jeder verstehen, der je einen Shakeliner gefahren hat.  Hier und da sieht man mal einen Lamborghini oder Ferrari, manchmal und auch öfter einen Porsche. Nicht ganz nach zu vollziehen bei den Geschwindigkeitsbegrenzungen, aber wer sonst nichts hat setzt damit auf Freundesgewinn. Dann tauchen vereinzelt Land Rover auf und ich glaube, das wars. Hauptsächlich Hyundai, Toyota, Kia und wie sie heißen… Darüber, warum es selbst in Quebec keine Citroen oder Peugeot gibt kann man nur mutmaßen, doch… Nee, lassen wir das… Sonst könnte noch jemand auf die Idee kommen ich hätte was gegen Franzmänner… Nun gut und über die Italos mit ihrem Fiat usw. müssen wir auch nicht reden, gibt’s hier nicht!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem ich nun lange genug über Staus und Autos geredete habe, es ging weiter. Den Rest der 20 runter und dann wieder auf die 401 Richtung Toronto, ON. Hier muss man ja nun gewaltig aufpassen, denn alles ist verboten. Einen Trucker haben sie zu einer Geldbuße von 305$ verknackt, weil er im Truck geraucht hat! Erst erfuhr ich davon per Telefon und dann per email aus Deutschland. Meine Eltern hatten mir einen Zeitungsartikel, den eine Deutsche Zeitung darüber geschrieben hatte gemailt. Ja, die Provinz Ontario ist mit vielem vorne weg! Wer in dieser Provinz fahren will muss seinen Truck auf 105km/h runter geregelt haben. Ist im Grunde nicht schlimm, wird aber lästig, wenn man in den Staaten fährt, wo bis zu 75mph also 120km/h erlaubt sind. Da ist man dann ganz klar Schlusslicht. Jetzt sind sie halt auf die Idee gekommen das Nichtraucherschutzgesetz knallhart umzusetzen. Dieses verbietet das Rauchen am Arbeitsplatz, was halt bei einem Trucker das Fahrerhaus ist. Wobei man sich jetzt streiten kann, denn hinterm Lenkrad ist mein Arbeitsplatz, auf dem Beifahrersitz mein Pausenraum und in der Kabine mein Schlafzimmer…, wo darf ich denn nun rauchen und wo nicht? Zudem ist es verboten Handys zu benutzen und auch das CB-Funkgerät, beide Hände müssen während der Fahrt am Steuer sein, beim Pkw und Lkw. Jetzt haben natürlich die Leute verschissen, die einen Wagen mit Schaltung fahren, denn die müssen jetzt leider im ersten Gang über den Highway kriechen. Da es dort jedoch eine Mindestgeschwindigkeit gibt, werden die Schalterfahrer in Zukunft sehr vereinsamen. Ich kann mir dass schon vorstellen, wenn man dann auf den Parkplatz kommt und die Leute ihre Köpfe zusammen stecken: „Guck mal da, da kommt dieser Schalterfahrer aus der Giselastrasse. Letzte Woche habe ich gesehen wie er mitten auf der Grünen Straße geschaltet hat…“ Nein…“ „Doch, ich schwöre, ich hab es genau gesehen“ „… und? Hast Du die Polizei gerufen?“ „Nein, ich konnte es ja nicht beweisen aber ich finde es unverantwortlich…“ Oh man, armes Deutschland, armes Canada, arme Welt…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Naja, ich fuhr auf alle Fälle durch bis zum ersten Kunden und stellte mich dort am Abend hin. Am nächsten Morgen lud ich hier zwei Paletten ab und fuhr zu meinem nächsten Kunden, gute 150 Kilometer weiter. Dort lud ich eine weitere Palette ab und dann noch einmal 200 Kilometer weiter westwärts war die letzte in London, ON vom Auto. Anschließend fuhr ich nach Mississauga, ON zurück um eine neue Ladung für Moncton, NB aufzunehmen. Alles ging fluffig und eh ich mich versah, war ich schon wieder fast 1200 Kilometer gefahren. Kurz vor der Grenze zu Quebec blieb ich nun für die Nacht stehen. Am nächsten Morgen machte ich mich auf den Weg nach Moncton, NB und wurde irgendwo zwischen hier und da angeschrieben: „Ich habe gar nichts von Dir gehört. Fährst Du durch oder willst Du dropen?“ Ich denke ja immer wenn man nichts hört, ist das ein gutes Zeichen… Aber ich schrieb zurück, dass ich durchfahre, wenn nichts anderes, was weiter zu fahren ist, am Hof ist. Darauf bekam ich die Antwort, dass ich durchfahren müsse. Damit verstand ich zwar die Frage nicht, aber vielleicht hatte auch nur jemand Sehnsucht nach meiner „Stimme“. Somit fuhr ich und fuhr ich und kurz vor dem Ende von Quebec erreichte mich wieder eine Nachricht: „Bitte drope den Trailer auf dem Yard, ich brauche Dich für eine Tour nach New Jersey.“ Ich rechnete kurz nach und kam auf ein eindeutiges „Zu spät“. Also nicht die Anfrage, sondern ich würde nicht rechtzeitig drin sein. Donnerstag in NJ ausladen und evtl. neu laden. Dann hoch nach Toronto, ON für Freitag, würde bedeuten, dass ich frühestens Samstagabend zu hause wäre. Ich schrieb in die Firma rein, dass ich die Tour nicht machen könne, da ich am Freitag zu hause sein wollte. Es kam noch eine Antwort, dass es bei der Tour auch Samstagmorgen sein könnte und ich lehnte noch einmal mit Nachdruck ab. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann kam wieder ein Message: „Bitte drope auf dem Yard und fahre nach Florenceville, NB. Dort nimmst Du Trailer … nach Montreal, QC für 09.00 Uhr morgen früh. Okay, das klang nicht ganz verkehrt. Heute noch nach Montreal, QC und dann mit einer Rückladung am Donnerstagabend oder Freitagmorgen drin sein. Auch wenn ich mich schon seelisch auf den Feierabend in Moncton, NB eingestellte hatte, machte ich wie aufgetragen, dass ich zum Hof kam. Hier stellte ich meinen Trailer ab und fuhr nach Florenceville, NB. Dort stand ein geladener Trailer für mich bereit und mit diesem machte ich mich auf den Weg nach Montreal, QC. Okay, die Geschichte mit den 13 Stunden Fahrtzeit machte mir ein Wenig zu schaffen, doch ich schaffte es irgendwie meinen Termin einzuhalten…, schlafen kann man schließlich, wenn man tot ist. Platt (zumindest der Hintern) und alle, kam ich pünktlich bei Kunden an und bekam auch gleich meine Tür. Kaum stand ich an dieser kam ein zweiter Truck unserer Firma auf den Hof gefahren. Kurz nachdem der Fahrer im Office verschwunden war, kam er mit einem Angestellten des Kunden wieder raus. Man erklärte mir, dass ich gar keinen Termin habe und der 09.00 Uhr Termin für den zweiten Truck wäre. Somit konnte ich wieder abziehen und die Türen schließen. Angesäuert bis zum Erbrechen rief ich in der Firma an und schiss meinen Dispatch zusammen. Man riskiert, macht und tut und dann so eine Schei…! Das Ende vom Lied war, man wollte mich heute trotzdem noch irgendwann abladen und dann sollte ich die am Morgen die Picktour fahren. Fünf Picks und ein Drop, das sind 120$ extra, plus die Milen, das entschädigte… Somit sprach ich noch ein wenig mit dem anderen Fahrer, wir tranken noch einen Kaffee zusammen und dann verschwand ich ein wenig im Bettchen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem man mich dann irgendwann am Nachmittag  geleert hatte fuhr ich zum Großmarkt in Montreal, QC, wo ich am nächsten Morgen starten sollte. Hier stellte ich den Trailer ab und machte mich Solo auf den Weg zu einer Tankstelle. Ich hatte ja ursprünglich damit gerechnet beim Kunden auszuladen und dann gleich zurück zu fahren. Für die Picktour morgen wollte ich aber doch lieber etwas mehr Sprit im Tank haben. Somit machte ich mich auf den Weg zur Flying J, fand jedoch vorher noch eine Petro und eine Ultramar. Hier war der Diesel günstiger und es war auch nicht so weit zu fahren. Dann kaufte ich noch etwas zu essen und etwas zu trinken und fuhr zurück zu meinem Trailer. Dort wieder drunter legte ich mich hin und schob noch ne DVD in den Laptop. Ich hatte seit gestern Zahnweh und diese nahmen in den letzten Stunden permanent zu. Somit trank ich etwas „Medizin“, schaute mir noch den halben Film an und versuchte zu schlafen. Die Zahnschmerzen wurden immer schlimmer und in den Schlaf konnte ich auch nicht kommen. Ich drehte mich hin und her und irgendwann gegen 4 Uhr war ich satt. Ich stand auf und ging in die Halle des Großmarktes. Es war bereits mit der Verladung anderer begonnen worden und somit fragte ich nach meiner Ladung. Die erste Palette wurde aufgeladen und auch der zweite Kunde in der selben großen Halle stellte seine dazu. Damit hatte ich die ersten 40$ für heute im Sack. Dann fuhr ich zur nächsten Ladestelle und von dort einmal um die Häuserecke zum dritten, bzw. vierte. Dann noch einmal quer durch Montreals Süden und schon war ich bei der letzten Ladestelle. Zahnweh sei dank stand ich eine Stunde nachdem ich eigentlich mit dem Laden an der ersten Stelle beginnen sollte bereits bei Ladestelle 5. Hier dauerte es jetzt jedoch, weil es an einer Palette Pilzen fehlte. Ich nutze die Zeit um mich ein wenig lang zu machen, in der Hoffnung noch etwas Schlaf zu bekommen – ohne Erfolg. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich einige Zeit später fertig war, machte ich mich auf den Weg nach Fredericton NB. Dort kam ich ohne große Komplikationen an und versuchte wieder ein wenig Schlaf zu bekommen. Auf dem Weg dahin hatte mir die Firma noch mitgeteilt, dass ich mit leeren Paletten beladen vom Kunden direkt zurück zum Hof kommen konnte. Angesichts der Tatsache, dass ich reichlich litt, war mir das ganz lieb. Der Schmerz war im rechten Oberkiefer, irgendwo in der ganzen oberen rechten Hälfte. Er zog hoch bis zum Auge, nach hinten bis zum Ohr und runter in den Unterkiefer. Ohne Mitleid zu wollen, es tat höllisch weh! Somit verließ ich nach dem Abladen meinen Kunden und sauste zurück zum Hof. Hier stellte ich den Trailer ohne zu entladen mit offenen Türen ans Warehouse (was nicht zuletzt damit zusammen hängt, dass ich immer noch auf meine Bezahlung der Entladungen von August warte). Dann setzte ich mich in Opas Caravan und brauste nach Hause. Die Woche war kurz und gut, hatte viele Milen eingebracht und dazu noch ein paar Ladestellen. So sollte es sein, denn wenn ich weiter gefahren wäre hätte ich gewiss eine 6000er gemacht… Am Haus angekommen schmiss ich mir die letzte Ibu 600 ein die ich finden konnte und ging ins Bett. Mittlerweile war es 04.00 Uhr und ich hoffte wenigstens auf dem Medikament ein wenig Schlaf zu bekommen. Um 06.00 Uhr klingelte der Wecker und die Kinder mussten zur Schule. Normaler Weise hätte ich im Truck bei der Firma geschlafen um mehr Ruhe zu bekommen, aber wegen der Schmerzen verzichtete ich darauf und nahm in Kauf so früh geweckt zu werden. Die Kinder erzählten mir noch etwas, was ich aber nur halb wahr nahm und waren dann in die Schule verschwunden. Für mich war die Nacht dann gegen 08.00 Uhr auch zu ende, denn die Schmerzen wurden wieder schlimmer. Ich schnappte mir einen Kaffee und setzte mich kurz vor den PC um die Nummer der Zahnärztin heraus zu bekommen. In diesem Moment rief die Praxis an um sich den Termin für Montag bestätigen zu lassen. Ich bat um eine heutige Behandlung aber die Ärztin praktiziert nur von Montag bis Donnerstag. Man bat mich auszuhalten und „freute“ sich auf Montag. Sollten die Schmerzen unerträglich werden, sollte ich im Krankenhaus anrufen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich frühstückte ein wenig und holte mit Sandra den Plow truck ab. Dann begann ich mich mit der Arbeit an Freds und Opas Autos abzulenken. Freds Truck bekam den Rest Blech und Teile von Gfk verpasst. Opa dengelte ich zwei Teile des Schwellers und füllte den Rest mit Bauschaum auf. Da es mir derzeit an einem Schweißgerät mangelt blieb mir nur, die Teile zu verschrauben. Sah aber gar nicht ganz so schlecht aus. Irgendwann kamen die Kinder aus der Schule und wir aßen „Mittag“. Dann wurde sich umgezogen denn heute war Halloweenparty in der Schule. Leonie wollte als Pippi Langstrumpf gehen und Amelie als Hexe. Sandra zog sich ihr Tigerkostüm an und auch Erik bekam einen Strampler in Tigerlook mit kleinen Ohren angezogen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_rTH7NxWrtQI/SwqfRKNiTpI/AAAAAAAAB3g/Xhpo-eHVBrQ/s1600/Erik+der+schlafende+Leopard.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 266px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_rTH7NxWrtQI/SwqfRKNiTpI/AAAAAAAAB3g/Xhpo-eHVBrQ/s400/Erik+der+schlafende+Leopard.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5407309419759423122" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mich hatte man mit einem schwarzen Hartplastikumhang bedacht. Somit schminkte ich mich weiß, zog mich weitestgehend schwarz an und band mir den Umhang um. In der Hoffnung nicht die einzigen zu sein, die sich als Erwachsene verkleidet hatte, machten wir uns auf den Weg. In Florenceville, NB  fuhren wir dann noch an eine Apotheke ran und kauften Ibu 400er gegen den Zahn oder die Zähne. Schnell eine in den Hals und dann ab zur Party. Im ersten Moment schien es so als seien wir die einzigen Verkleideten, jedoch gab es drinnen dann zum Glück auch andere mit Kostümen. Der Hingucker war natürlich Erik, der als kleines Tigerbaby alle vom Hocker haute. Amelie war gut getroffen und bei Leonie fiel uns ein, dass Pippi hier vielleicht gar nicht so bekannt ist…?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_rTH7NxWrtQI/SwqfnWh76HI/AAAAAAAAB3o/f-bk41NJwdw/s1600/wir+haben+Spass.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 266px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_rTH7NxWrtQI/SwqfnWh76HI/AAAAAAAAB3o/f-bk41NJwdw/s400/wir+haben+Spass.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5407309801023334514" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nichts desto trotz, die Kinder hatten einen riesen Spaß, auch wenn man hier und da eine gewisse Scheu, auf Grund der Sprachbarriere, noch erkennen konnte. Diese viel aber mit zunehmender Uhr. Das Knallerkostüm des Abends war ein Elvis! Nicht so wie man ihn gerne in Erinnerung hat, sondern so wie er wohl in den letzten Monaten ausgesehen haben muss. Sandra hat versucht halb heimlich ein Foto zu machen und dieses kann ich an dieser Stelle nicht vorenthalten!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_rTH7NxWrtQI/SwqgcUILSZI/AAAAAAAAB3w/CMuJTWnCV1c/s1600/DSC_0025.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 266px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_rTH7NxWrtQI/SwqgcUILSZI/AAAAAAAAB3w/CMuJTWnCV1c/s400/DSC_0025.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5407310710911486354" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ab 20.00 Uhr wurde es weniger und die Turmhalle stank wie ein Pumakäfig. Die Kinder tanzten, tobten, grölten und hatten ihren Spaß. Ich kam mir zwischenzeitlich ein wenig seltsam vor, denn nur wenige Jahre zurück, stand ich auf der Tanzfläche solcher Veranstaltungen, auch als Vampir. Z.B. im Soldatenheim in Wildeshausen oder im Waldberthaus. Damals war es Karneval und nun ist es Halloween. Damals war es Deutschland nun ist es Canada. Damals war ich mittendrin und heute stehe ich daneben, mit einem kleinen Baby auf dem Arm und schaue meinen zwei Töchtern zu… - komisch…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als der Tag zu ende war fuhren wir nach Hause und die Kinder verschwanden nach einer gründlichen Reinigung zufrieden und abgekämpft im Bett. Ich vernichtete ein paar Bier und legte mich nicht mehr ganz der Schmerzen bewusst hin. Außer zwei kleiner Halbwachheiten in der Nacht wurde ich erst am nächsten Morgen wieder richtig munter. Die rechte Seite begrüßte mich mit einem freundlichen: „Steh auf Du Sack und quäle Dich…, hähähä…“ So sei es denn, sagte ich zu mir und machte mich frisch. Dann frühstückte ich und schmiss mir wieder eine Pille gegen Schmerzen ein. Anschließend ging ich wieder an die Autos, denn heute Mittag wollte der Inspector kommen und zumindest Freds Auto abnehmen. Ich werkelte und werkelte und irgendwann stieß Fred dazu und half noch etwas mit. Dann kam der Inspectionmann und Freds Trucks war erledigt. Opas Auto brauchte noch einen neuen Auspuff, was aber bekannt war und unser Plow truck hinten neue Bremsen. Dann war Fred weg, Opas Auto musste trockenen und ich war wieder mit mir und meinem Zahn beschäftigt. Da die Pillen auch nicht wirklich halfen beschloss ich mich mit dem Krankenhaus in Verbindung zu setzt. Hier erfuhr ich jedoch nur, dass es keinen „Notdienst“ gibt und wenn es zu schlimm sei, müsse ich vorbeikommen. „Ist dann ein Zahnarzt da?“ „Nein aber wir können ihnen andere Tabletten geben.“ Darauf konnte ich jedoch verzichten, denn ich hasse Symptombehandlungen. Ein Problem muss an der Wurzel behandelt werden und nicht die Ausläufer. Nehmen wir das Rauchen, alle wollen das Rauchen verbieten und mehr Kinderschutz… Vielleicht sollte man einfach die Zigarettenautomaten, die es hier gar nicht gibt abschaffen oder einfach die Zigarettenfabriken schließen. Dann muss man sich um den ganzen Kram gar keine Gedanken mehr machen… Keine Zigarettenproduktion bedeutet keine Raucher, ganz einfach.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber es hängen ja a) Arbeitsplätze daran, wobei die Deutsche Regierung darauf ja eh nicht sehr viel Rücksicht nimmt. Aber b) hängen da ganz viel Tabaksteuern dran, worauf die Regierung sehr viel Rücksicht nimmt und c) wollen wir nicht die großen Pharmaproduzenten vergessen, die die ganzen Betten und Geräte und Pillen und alles produzieren, was so ein Krebskranker benötigt, bis er dann endlich elend verreckt ist…  Geld, Geld, Geld…! Okay, ich könnte hier jetzt anknüpfen, aber das will ich ja gar nicht. Also zurück zu meinem Zahn, sonst wird das hier zu politisch inkorrekt. Ich wollte also die Wurzel des Übels angehen und nicht Pillennnascher spielen. Das Problem dabei war, es würde nicht vor Montag gehen und deshalb biss ich also meine Zähne zusammen. Zwischen dem Autogebastel erhielten wir noch einen Cord Holz, den ich auch „noch eben“ im Keller aufstapelte und…, wir bekamen noch etwas. Aus irgendwelchen Gründen hatte sich ein Kater auf unser Grundstück „verirrt“. Ein sehr schönes Tier, mit glattem, gräulich, silbern schimmerndem Feld. Er war total zutraulich und legte sich mir gleich auf den Bauch, als ich unter Opas Auto lag. So als wollte er sagen: „Hier bin ich, hab mich lieb.“ Er war ja echt süß aber Sandra wollte keine Katze, wegen dem Baby und ich hatte eh keine Zeit dafür. Ob sie vom Holzmann kam?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich mit den Autos durch war zogen sich die Kinder schon wieder ihre Kostüme an. Trick or treat war heute dran, also Süsses oder Saures. Kaum war die Dunkelheit herein gebrochen, setzten wir uns ins Auto und fuhren los. Da die Abstände zwischen den Häuser „etwas“ größer sind, macht es wenig Sinn das zu fuß zu versuchen. Also rein in den Van und los ging es. Während der Vater mit seinen Zähnen zu kämpfen hatte, sammelten die Kinder kräftig Zahnkiller. An einem Haus wehte Amelie, die wieder als Hexe unterwegs war der Hut weg und wir mussten einen Umweg über unser Haus machen. Dort holten wir uns eine Taschenlampe ab und suchten erst den Hut und dann wieder beleuchtete Häuser. Leonie, heute als Teufel, hatte etwas mehr Spaß als Amelie, denn in einer Sache unterscheiden sie sich ganz gewaltig, dem Mut oder wie man es nennen will. Leonie ist da nicht so zaghaft. Es ging schließlich um Süßes, um leicht verdienten Süßes… Sie ging auch, wenn mal keiner öffnen wollte etwas energischer ans Klopfen. Amelie hingegen macht sich a) nicht so viel aus Süßem und ist halt eher zurückhalten. Somit war ich auch froh als beide irgendwann beschlossen, es solle doch für heute reichen. Wir hatten nicht viele Häuser abgefahren, aber es reichte für einen Karton voll Leckereien. Interessant ist, es werden hier meistens kleine Chipstüten vergeben. Coladosen, Getränkepäckchen, abgepackte Tütchen mit Verschiedenem und halt Chips, das war die Ausbeute des heutigen Abends. Ich machte es mir mit Sandra und dem kleinen Wurm noch etwas gemütlich und die Mädels teilten ihre Habe. Dann verschwanden wir irgendwann im Bett.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen machte ich mich nach dem Frühstück noch einmal an Opas Auto und nahm bei unserem neuen Plow truck die hinteren Bremsen runter. Diese mussten vor der Inspection noch neu. Man konnte ihn zwar auf dem Yard benutzen, nicht aber auf der Straße. Da mein erster Truck nun ja mehr ein Restaurationsproject geworden ist, muss der zweite halt erstmal fertig werden. Die rechte hintere Bremse war von innen voller Fett und das bedeutet neben neuen Belegen und Trommeln auch noch eine neue Achsdichtung. Na wollen wir mal sehen, wann wir dafür noch Zeit und Geld haben. Ansonsten wird er halt erstmal auf dem Yard eingesetzt, denn zum einfachen Schneepflügen reicht er auf alle Fälle. Damit mir nicht langweilig werden sollte rief Opa an und fragte nach seinem Auto, welches er heute brauchte. Somit trafen wir uns an der Firma und er brachte mich nach Hause. Außerdem meldete sich Wolfgang mit einem leckenden Kühler bei mir. Da ich gerade Zeit hatte, sagte ich ihm er solle seine Freundin mal mit dem Auto vorbeischicken und dann schaun wir mal. Somit tauchte Mecki kurze Zeit später auf und ich machte mich über den Jimmy her. Es leckte irgendwo her und die erste Vermutung war die Wasserpumpe. Da dieses Auto in einem Motorraum für Mofamotoren ein 4,3 Literaggregat beherberg war es nicht ganz einfach. Um einen freieren Blick zu bekommen entfernte ich erstmal die gesamte Front. Danach schaute ich zwar immer noch auf den Kühler aber bemerkte dort auch etwas. Aus einer völlig verrosteten Art Kühlleitung für die Servolenkung leckte es. Ich schaute mir das Leck an und dann leckte es nicht mehr, sondern das Öl spritzte heraus. Somit hatte ich gleich einen weiteren Auftrag. Da relativ sicher war, dass ich das heute nicht mehr schaffen würde, bat ich Mecki unseren Wagen an und der Jimmy durfte die Nacht in der Werkstatt verbringen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Arbeit, Arbeit, Arbeit…&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am heutigen Montag hatte ich nun endlich meinen Zahnarzttermin. Vorher wurde ich jedoch besungen und durfte meine Geschenke auspacken, denn heute war mein 31. Geburtstag. Tja, jetzt habe ich die runde 30 hinter mir und es geht steil bergab… Anschließend holte Mecki uns ab und es gab noch ein zweites Frühstück, bevor wir nach Woodstock, NB fuhren. Während ich mich quälen ließ holte Mecki den Ölkühler und war noch mit Sandra unterwegs. Da der Schmerz bei mir nicht genau lokalisiert werden konnte, begann man mit zwei Röntgenbildern. Immer noch nichts zu sehen. Dann gaben sie den Zähnen Stromstöße und waren sich sicher, einer der Zähne lag im Sterben. Somit begannen sie den Nerv eines Zahnes zu entfernen. Nach einer Stunde und zwei weiteren Röntgenbildern war das Werk vollbracht. Ich bekam noch ein Rezept für Penicillin und Schmerztabletten und dann durfte ich wieder gute 150$ Dollar löhnen. Die Ärztin erklärte mir noch, dass sie sich nicht ganz sicher seien, ob es der richtige Zahn war. Sie war sich so 90% sicher, es könnte aber trotzdem sein, dass es ein anderer Zahn sei, dann müsse ich mich melden und wiederkommen…?! Okay, das war ja auch mal spannend… &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann ging ich Sandra und Mecki entgegen und als sie mich aufgegabelt hatten, sah ich mir das Ersatzteil an. Gebraucht war es nicht zu finden und neu kostete es über 100$! Ein kleines gebogenes Rohr… Das war eine Menge Geld und übertraf bald den Wert des ganzen Wagens… - sorry Wolfgang, natürlich nicht…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber es gab noch eine Möglichkeit, eine Werkstatt mit Teilehandel, zu der wir gleich noch mussten. Ich hatte mich mit Opa darauf geeinigt hier mal die Sache mit dem Auspuff abzuklären, denn er hatte hier mal einen Preis bekommen, der inkl. Einbau dem eines Endtopfes entsprach. Warum sollte ich also einen Topf kaufen und dann auch noch Geld für den Einbau bekommen, wenn es günstiger ging? Wir trafen uns also bei der Werkstatt und es war tatsächlich so. Inkl. Montage sollte es der selbe Preis sein, wie ein Auspufftopf im freien Handel. Somit blieb Opas Auto gleich da und wir fuhren ihn nach Hause. Das Teil für Wolfgangs Jimmy hatte sie gebraucht auch nicht da, meinten aber es wäre überflüssig und ich solle einfach ein U biegen und in die Schläuche einsetzen, dass wäre genauso gut. So einfach ist das also hier…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf dem Weg von Opa zu uns fuhren wir noch an eine weitere Werkstatt ran und da meinte man, auf das U-biegen kann man ganz verzichten, wenn man einfach den Schlauch aus dem Getriebe direkt wieder dort anschließt. Das war irgendwie logisch, denn ob ich zwei Schläuche verbinde oder einen weglasse, im Grunde ist es das Selbe. Somit dankte ich für den Tipp und wir fuhren zum Haus. Hier wurden wir schon von Halloween, dem Kater begrüßt. Er war einfach dageblieben. Haben andere das Problem eine Katze ans Haus zu gewöhnen, war diese nicht mehr loszuwerden. Morgens mauzte er vor dem Küchenfenster und sobald man rausging strich er einem um die Bein und wollte gestreichelt werden. Wenn ich in der Werkstatt war legte er sich auf einen der Stühle und schlief oder legte sich zu mir. Irgendwie schon komisch, dieses Tier. &lt;br /&gt;Dann machte ich mich daran Wolfgangs Auto zusammen zu bauen und erhielt noch zwei Anrufe aus Deutschland. Zudem kamen noch ein paar Grüße per email aber eigentlich war dafür kaum Zeit. Sandra hatte noch Kuchen gemacht, der mich wieder vom Arbeiten abhielt aber Mecki hatte angesichts meinen Ehrentages Verständnis. Dann gönnte ich mir ein von Mecki mitgebrachtes Bier. Ich hatte sie gestern Abend auf ihrem Nachhauseweg noch gebeten mir einen Sechserträger von der Tankstelle im Dorf zu holen…, aber da fiel mir wieder ein wo wir waren. Kurz danach rief Mecki auch an und meinte es gibt da keins… Ja, hier gibt es solche Sachen nur im Liquor store. Schon merkwürdig, mal eben abends zur Tanke um ein Bier zu kaufen ist hier nicht… Na gut, ich habe den Abend auch so überstanden und nun gönnte ich mir eines auf meine 1 hinter der 3. Als es dunkel war konnte Wolfgangs Auto die Werkstatt verlassen. Das Ölproblem war gelöst, die Front wieder eingebaut und der Wasserverlust war evtl. auch gestoppt. Ich hatte mit einer Fahrradpumpe und etwas handwerklichem Geschick Druck im Kühlsystem ausgebaut und entdeckt, dass der Deckel leckte. Nachdem ich diesen etwas abgedichtet hatte war erstmal Schluss mit Kleckern. Vorsichtshalber sollte Mecki doch  mal nach einer Wasserpumpe schauen. Wenn es nicht aufhört war das die einzige Möglichkeit, denn sie war von unten etwas nass. Das konnte jedoch auch den Schlauch runter gelaufen sein. Sollte das Leck jedoch an der Pumpe sein, wollte ich sie da haben, wenn ich den ganzen Wagen auseinander baue. Sollte es dann ein Fehlalarm sein, konnte man sie immer noch zurück bringen. Damit war der Tag dann auch zu ende und nach einem Bad mit Erik war ich fertig für die Nacht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Morgen graute und mir graute es auch. Heute sollte ich nach New York fahren und zwar irgendwo in bzw. hinter die Stadt selbst. Sonst fahre ich ja die I-95 mitten durch und das war´s, jetzt sollte es aber nach Long Island NY, bzw. Islip, NY gehen. Das war mal was Neues und entsprechend gespannt setzte ich mich nach dem Frühstück mit dem Truck in Bewegung. Ich kam bis zur Grenze und dort wollte man meine Ladung inspizieren. Somit fuhr ich an ein Türchen und ging rüber zum Office um mein neues I94 zu machen. Die Fragen waren wieder sie selben wie immer aber jetzt gaben sie sich nicht mit den Abdrücken der Zeigefinger zufrieden, jetzt mussten alle Finger dran glauben. Anschließend taperte ich wieder rüber zu FDA (Food and Drug…) Die inspizieren hier die Lebensmittel. Irgendetwas stimmte mit meinen Papieren nicht und ich begann mich zu kümmern. Von der Border patrol bekam ich eine Nummer und den Vermerk „marking violation“. Mit diesen versuchte ich jetzt bei meinem Dispatcher weitere Papiere zu erlangen, denn so wollte man mich zurückschicken. Nach vielem Warten und Hin und Her bekam ich ein Blatt zugefaxt. Mit diesem ging ich wieder zu dem Officer und der erklärte mir, es würde nicht reichen. Da ich ein bisschen doof bin, ließ mir das Problem nun mal genau erklären. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine Ladung bestand also aus Köderfischen und diese waren in Kartons. Auf den Karton müsste „Product of Canada“ stehen, was es nicht tat. Somit ist das ein Verstoß und wird geahndet. Ebenso geht die gesamte Ladung zurück nach Canada, wo sie irgendwo entsprechend beschriftet werden muss. Das verstand ich und nun wusste ich auch mit wem ich wie reden musste, bzw. was halt das Problem war und ich konnte es entsprechend verständlich weiterleiten. Nach langem Für und Wieder schloss ich meine Türen und fuhr wieder zurück nach Canada. Somit war New York gestorben und es ging wieder Richtung Kunde. Die Anweisung der Firma war nach Salisbury, NB zu fahren, wo ein anderer Fahrer auf mich warten würde. Er wollte nach Hause nach PEI und würde meine Ladung mitnehmen und ich sollte dann seinen Trailer mit einer Ladung für PA zurück zu Hof bringen. Somit rollte ich also nach Salisbury und kam „kurz darauf“ dort an. Irgendwie hatte mich der Tag schon genug genervt und jetzt noch dieses Hin und Her… Ich sah unseren anderen Truck der schön abgesattelt hatte und stellte meinen Trailer daneben. Dann fuhr ich unter den, den ich mitnehmen sollte und stellte die Maschine ab. Einmal kurz aufs stille Örtchen und als ich zurück kam war da auch der andere Fahrer. Wir erklärten uns kurz auf englisch um dann festzustellen, dass er „der neue“ Deutsche in der Firma war. Um ihn nicht weiter so unpersönlich zu behandeln – Michael. Er hatte bisher in Canada nicht so viel Glück gehabt und war nun bei Donnelly gelandet. Wir schnackten noch kurz und dann fuhr er wieder los. Ich setzte mich ebenfalls in den Truck und startete…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Licht ging an, es piepste, er klackte und das war´s. Noch einmal, Schlüssel drehen, ein Piepton wenn die Geräte und die Zündung angehen und dann den Schlüssel ganz drehen und klack… Super, auch das noch…! Ich probierte es wieder und wieder. Dann qualmte es im Fußraum und roch nach Kabelbrand. Somit ließ ich es mit dem Versuchen und ging rein zum Telefonieren. Ich rief den Nachtmechaniker an und der gab mir einen Hinweis auf eine Nummer im Truck. Diese gefunden rief ich dort an, bei der Serviceline von Frightliner. Ihre Hilfe bestand darin mir die Nummer der nächstgelegenen Werkstatt zu geben. Hier rief ich an und der, der die Reparaturaufträge annahm war gerade nicht da.  Es ist toll…, hier jemanden zu erreichen ist in fast jedem Fall genauso schwierig wie bei der Telekom einen Mitarbeiter zu erreichen, aber das sagte ich ja bereits… Man bat mich in 10 Minuten noch einmal anzurufen und ich ging zurück zum Truck. Ein erneuter Versuch und siehe da, der Truck sprang an! Ohne zu zögern pickte ich den Trailer auf und fuhr zurück zum Hof. Hier wartete bereits derjenige, der den Trailer weiterbringen sollte. Ich dropte den Trailer und stellte meinen Truck in die Ecke. Ich legte mich ein wenig hin um zu schlafen und wartete, was der nächste Tag bringen sollte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man bat mich zur Frightliner Werkstatt nach Hartland, NB zu fahren und meinen Truck dort zu lassen, um den Anlasser zu tauschen. Es war das vierte! Mal, dass bei diesem Auto (350.000 Kilometer auf der Uhr) der Anlasser im Eimer war. Somit fuhr ich mit meinem Truck runter und brachte einen anderen Truck mit zurück zum Hof. Dann holte Sandra mich für ein paar Stunden ab und im Laufe des Nachmittags konnte ich meinen Truck wieder von der Werkstatt abholen. Damit pickte ich dann einen leeren Trailer auf und machte mich auf den Weg nach Montreal, QC um dort Morgen die „Picktour“ zu fahren. Damit sollte diese Woche wenigstens noch etwas Geld reinkommen. Sechs andere Trucks waren zu einer Ladestelle unterwegs wo heute sechs und morgen sechs geladen werden sollten. Ich zog hinterher und fuhr an ihnen vorbei nach Montreal, QC. Da meine Zahnschmerzen wieder zugenommen hatten machte ich mir erneut eine kurze Nacht und startete früh mit dem Einsammeln der Ware. Nach dem letzten Kunden telefonierte ich noch einmal mit der Zahnärztin und sie bat mich die Medikamente zu schlucken und sie Montag wieder anzurufen. Da ich die Rezepte bei mir hatte, rief sie in einer Apotheke an und Sandra konnte die Medis am Nachmittag nach einem Anruf der selben aus eben dieser abholen. Nachdem ich meine „Picktour“ beendete hatte und alles beim Kunden abgeladen war, fuhr ich noch zum Truck stop nach Lincoln, NB und machte Feierabend. Morgen sollte es nach Lameque, NB gehen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Frisch, fromm, fröhlich, frei machte ich mich also am Tag darauf auf den Weg an die Küste. 350 Kilometer waren es zum Kunden und je näher ich ihm kam desto schlechter wurde das Wetter. Der Wind war kalt und es schneegrieselte. Gräulich, abschäulich war der Himmel und der Wind nahm mächtig zu. Zwischendrin erfuhr ich, das die Touren für alle 12 georderten Trucks geplatzt waren. Das muss Geld kosten…, 12 Trucks vor die Haustür stellen lassen und dann nach Stunden absagen…Sollte mich aber nicht kümmern, ich wollte es nur mal am Rande erwähnen. Ich für meinen Teil pickte im ekeligen, nasskalten „Herbstwetter“ meine 50 Ballen Torf auf und machte mich auf den Weg zur Firma. Da es kürzer war wollte ich die 108 und 109 nehmen, was ich auch tat. Auf der 108 kommt ein ganzes Stück gar nichts und es war sehr einsam. Über 100 Kilometer kein Haus und auf der ganzen Strecke begegneten mir nur zwei Autos und drei Trucks. Das erinnerte dann irgendwie an den Norden Norwegens und ich war froh, als ich hinter einer Hügelkuppe wie gelbes Licht einer Stadt entdeckte. Dann bog ich auf die 109 ab und wurde weiter über eine bei Tageslicht sicher sehr schöne Strecke geführt. Hierbei passierte ich übrigens auch den „Weltgrößten Fiddelhead“. Dann fuhr ich bei oder in Perth-Andover, NB über den St. John River und kam wieder über den alten Transcanada Highway zur Firma.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier stellte ich meinen Trailer wieder ab, denn die Ladung musste erst am Montag ausgeliefert werden. Als ich meinen Truck verließ bekam ich einen gewischt und hatte plötzlich Disco. Nicht weil der Stromstoß so heftig war, sondern weil es etwas in der Elektrik des Trucks zerlegt haben musste. Meine Marker lights, also die Markierungsleuchten am Truck blinkten und das gesamte Armaturenbrett blinkte mit. Die Anzeigen für den Blinker wechselten sich ab und alles flackerte. Klingt zwar lustig, ist es aber nicht… Ich füllte also meinen Repair sheet aus, legte ihn in das dafür vorgesehene Fach und fuhr mit Opas Auto nach Hause. Hier mussten noch die Kanten gemacht und beide Seiten mit Unterbodenschutz „lackiert“ werden.&lt;br /&gt;Zu hause angekommen betrat ich die Garage und wäre fast gestorben. Sandra hatte schon von „einem Problem“ gesprochen, außerdem dass unser Water heater mal wieder ausgefallen war. Die Katze musste sich mit einem Stinktier gehabt haben… Die gesamte Garage stank nach Stinktier, außerdem unser Vorraum und die Wohnung. Es gibt wirklich nichts Penetranteres als diesen Geruch! Nichts desto trotz, ich kroch ins Bett und der Morgen begann mit einem entspannten Frühstück. Dann machte ich mich an Opas Auto und im Laufe des Nachmittages kam Mecki um den Kater abzuholen. Wir fanden ihn zwar alle niedlich, aber mit dem Baby im Hause sollte es nicht sein und draußen würde es ihm zu kalt werden. Somit hatten sich Wolfgang und Mecki erbarmt ihm ein zu hause zu bieten. Der nun stinkende Kater wurde eingesammelt und Opas Auto trocknete. Dann gab es noch Kaffee und heute gingen alle etwas früher ins Bett. &lt;br /&gt;  &lt;br /&gt;Da der Weg des Torfes „nur“ knapp über 1000 Kilometer war, reichte es heute Morgen loszufahren. Dann wäre ich heute Abend beim Kunden und könnte pünktlich um 03.00 Uhr ans Tor. Vorher tauschte ich jedoch noch eine Sicherung aus, dass unser Wasser heater wieder funktionierte. Leider fehlte uns damit nun oben Licht aber das sollte ja laut Vermieter alles umgehend behoben werden. Somit packten wir wieder meine Sachen und ich fuhr zur Firma. Dort parkte ich Opas Auto, nahm meine Sachen in den Truck und kontrollierte das Licht. Alles flackerte und blinkte wie zuvor, was bedeutete, es war am Wochenende nichts dran gemacht worden. Also ging ich zur Werkstatt und diese meinte sie hätten a) meinen Repair sheet nicht gesehen und b) wäre es eh ein Problem für Frightliner direkt. Diese waren aber nicht vor morgen erreichbar und somit… Mit dieser Information ging ich zum Dispatcher und warf ihm meine Papiere auf den Tisch. Ich teilte ihm mit das die Tour für mich gestorben sei und erläuterte ihm mein Problem. Ein wenig hier gesprochen, ein wenig dort telefoniert und dann war es raus. Die Tour nach Ontario ging an einen anderen Fahrer und ich konnte mit einem alten Truck nach Moncton, NB fahren. Mein Truck musste in die Werkstatt und da mein Fenster immer noch leckte, obwohl man Dichtung, Truck und Scheibe ausreichend mit Silikon vollgeschiert hatte, vermutete man eine Verbindung zum Elektrikproblem. Somit ließ ich mir die Nummer des Trucks geben, mit dem ich fahren sollte und nahm meinen um alles Überflüssige zu hause auszuladen. Der Spannungswandler, den man fix aus meinem Truck ausgebaut hatte, wurde in der Zwischenzeit in den „Leihwagen“ einbaut und da ich in diesem auch keinen Kühlschrank hatte, konnte ich auch einen Großteil meiner Lebensmittel gleich zu hause lassen. &lt;br /&gt;Dann machte ich mich noch daran die Achse aus dem Plow truck auszubauen und als das nicht ganz von Erfolg gekrönt war, legte ich mich noch etwas mit dem Rest der Familie vor den Fernseher. Genauer gesagt vor den PC, denn der Fernseher war nicht ganz funktionsfähig. Es ist bereits der Dritte und alle haben kurz nach dem Kauf ihren Geist aufgegeben. Da die Garantie vom Erstkauf aus gerechnet wird, war die des Geschäftes verstrichen und nun mussten wir uns irgendwie an die Firma direkt wenden. 30 Tage! Das ist hier die Garantiezeit auf Elektrogeräte beim Atlantic super store. Also liebe Auswanderer, macht es wie die Verkäuferin bei Atlantic sagte, kauft hier keine Geräte, sondern geht zu Wallmart, die bieten ein Jahr Garantie. Ach ja, der Schwiegervater oder father in law unseres Vermieters war heute da und hat sich unter anderem das Malör mit der Sicherung angesehen. Dass das Gehäuse verschmort war sollte uns nicht beunruhigen und deutete daraufhin, dass es sich um ein Problem des Gehäuses selbst handele und nicht ein größeres bedeutete. War das nun beruhigend? Er wollte morgen ein anderes Gehäuse vorbeibringen, damit wir nicht zwischen oben kein Licht und kein warmes Wasser wechseln mussten. Dann zeigte ich ihm noch das „Sorgenkind“ Waschraum. Hier war sowohl der an die Wand genagelte Schrank von innen schwarz verschimmelt, wie auch die Wand selbst. Sie war nass und unter der Tapete, die sich langsam löste war alles schwarz. Er bat mich diesbezüglich mit seinem Schwiegersohn Kontakt auf zu nehmen, da er dazu nichts sagen könne. Wir für unseren Teil haben auf alle Fälle schon eine Anzeige geschaltet, dass wir ein anderes Haus in der Region zur Miete suchen. Die Werkstatt hat zwar einen Teil neue Decke bekommen, aber der Rest ist immer noch voll Schimmel und auch die Wände. Zwar soll ein neuer Anstrich reichen, doch glaube ich das kaum. Zur Zeit arbeite ich mit allen Türen auf aber wenn es kälter wird werde ich die Werkstatt nicht mehr nutzen, zu großes Gesundheitsrisiko… Vielleicht noch mit einer Atemmaske aber das kann ja nicht Sinn des ganzen sein. Und in der Wohnung will ich den Schei… schon gar nicht haben. Ich bin mal gespannt, wie schnell da etwas passiert… &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für mich ging es nun zur Firma und ich packte die ganzen Sachen aus meinem Truck in den anderen. Ich wollte noch etwas schlafen und irgendwann in der Nacht wollte mich der anderen Fahrer wecken, wenn er mit meinem Trailer aufgeschlagen sei. Als alles eingeräumt war ging ich noch einmal um den Leih-Truck und stellte fest, da die rechte Hinterachse leckte. Ich versuchte den Nachtmechaniker zu erreichen, aber der hatte das Telefon wohl nicht umgestellt. Dann rief ich beim Nachtdispatcher an und der gab mir einen anderen Truck. Ich ging auf das obere Yard zu dem nächsten Truck und stieg ein. Ich war schon ein wenig genervt, denn meine Schlafzeit wurde kürzer und ich hatte ehrlich gesagt kein Bock wieder umzuräumen. Das war dann wohl auch nicht nötig, denn der andere Truck sprang gar nicht erst an. Die Batterie war völlig platt und auch ein Überbrücken brachte erstmal gar nichts. Ich ließ die Kabel dran, meinen Truck laufen und ging wieder telefonieren. Ich sollte nun doch den Truck mit der leckenden Hinterachse nehmen und mit dieser Info schaffte ich es jetzt zwar den anderen Truck zu starten, packte jedoch mein Überbrückungskabel wieder ein, stellte den Truck ab, meinen in die Ecke und legte mich in den Leih-Truck um noch etwas Schlaf zu bekommen. Na, konntet ihr folgen? Um 04.00 Uhr wurde ich von dem Fahrer geweckt, der den Trailer brachte. Dieser sollte um 05.00 Uhr in Moncton, NB sein, was angesichts einer Fahrzeit von guten 3,5 Stunden unmöglich war. Somit machte ich mich auf den Weg, tankte noch und kam halt zu spät. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einem Umweg über den falschen Kunden kam ich an meiner Endladestelle an und hier ging es auch recht zügig. Kaum war ich leer sendete ich dieses an die Firma und fragte nach einer Rückladung. Sie hatten zwei Ladestellen zur Auswahl und fragten, welche ich denn nehmen wolle. Ich antwortete dass es mir egal sei, Hauptsache es ging weiter. Ich weiß zwar nicht wo genau jetzt das Problem lag, aber ich bekam nun keine Ladestelle zugewiesen, sondern die Aufforderung meinen Trailer mit einem anderen Truck zu tauschen. Wer zu erst leer ist, bekommt die nächste Ladung…, ach so…! Also fuhr ich rüber zu der anderen Firma und tauschte meinen leeren Trailer gegen einen, der gerade entladen wurde. Somit konnte ich mir wenigstens noch einen drop mit aufschreiben. Während ich leer gemacht wurde kam meine neue Ladestelle. Somit wartete ich noch auf die Papiere des Kunden und als ich diese in den Händen hielt zog ich vor um die Türen zu schließen. Ich glaubte was an den Augen zu haben, denn da standen noch oder wieder zwei Paletten aufm Trailer! Also stellte ich die Maschine ab, schaute die Papiere durch und ging wieder rein. Ein Teil der Ware war abgelehnt worden, wegen einer falschen Temperatur. Ich telefonierte mit der Firma und diese wollte sich wie immer kümmern. Links, rechts, vor, zurück und weiter geht’s… Nach vielen Hin und Her war klar, die Ladung würde auf keinem Fall angenommen werden. Toll, das hatte man mir gleich gesagt. War ja auch fast verständlich, denn warum fährt man einen Multitemp-Trailer, wenn man ihn nicht nutzt? Es waren zwei Ladestellen auf dem Trailer und beide hatten unterschiedliche Temperaturen auf ihren Papieren. Warum man dann, wenn man schon einen unserer letzten RM, also Multitemp-Trailer hinter hat, dieses nicht nutzt, wer weiß?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Multitemp-Trailer sind übrigens Trailer, die zwei Kühleinheiten besitzen. Eine ist ganz normal vorne angebracht und eine im hinteren Bereich des Trailers. Dann kann man eine Ladewand die im Trailer befestigt ist dazwischen stellen oder von der Decke lassen, je nach Modell und ist somit in der Lage in einem Trailer zwei unterschiedliche Temperaturen zu fahren. Das war hier nicht passiert und nun waren Teile der Ladung unterkühlt. Warum war das jetzt eigentlich mein Problem?&lt;br /&gt;Egal, ich kümmerte mich und bekam trotz Restladung auf dem Trailer eine neue Load offer und gleich die Nachricht hinterher, dass man sich weiter kümmere und ich die neue Ladung auf alle Fälle fahren würde. Somit war sicher, ich hätte eine Ladung. Die Frage war nur wann ich laden könnte, bzw. mit welchem Trailer oder wann und wo dieser geleert werden würde. Warten, warten, warten und dann eine Nachricht aus der Firma: „Würdest Du mit deinem Trailer zurück zur Firma kommen? Es sind tears im … Die Ladung wird hier weiterverarbeitet und der Trailer muss repariert werden. Bitte teile uns noch vor Deiner Abfahrt mit, wie viele tears und wie groß sie sind.“ Das verstand ich jetzt nicht… Das mit dem zurückkommen noch, aber warum waren da irgendwo Tränen im …? Tja, dummer Ausländer halt… Da mein Wörterbuch in meinem Truck war, kam ich gerade nicht weiter. Irgendwo an meinem Trailer sollten tears sein, was meiner Meinung nach Tränen waren. Ein Leck hatte ich jedoch nirgendswo entdeckt. Um mir nun Klarheit zu verschaffen rief ich lieber mal in der Firma an. Tränen im Trailer, was sollte das denn heißen? Oder meinten sie ich sei jetzt so traurig?&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Ein kurzes Telefonat mit unserem Vize brachte Klarheit. Es handelte sich nicht um Tränen sondern um Risse im Lining des Trailers. Also in dem Plastikluftschlauch am „Himmel“ des Trailer, der die kalte Luft vom Kühlaggregat vorne nach hinten in den Trailer transportiert. Damit konnte ich etwas anfangen. Da dieses der Grund für den Kühlschaden sein sollte, musste es natürlich repariert werden. Ich schaute im Trailer nach und fand tatsächlich drei Risse. Einen kleinen, etwas 2cm, einen etwas größeren, ca. 5cm und einen weiteren, der auch gute 5cm in der Länge und ca. einen cm zu einem „T“ aufgerissen war. Ich verstehe ja nicht viel von dem Kram, aber dass dadurch ein Schaden an der Ware entstehen soll kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Ebenso wenig ist bekannt, wo die unterkühlte Ware im Trailer stand und laut Papiere war die Temperatur für diese Ware eh zu niedrig. Das alles ist jedoch nicht mein Problem, denn ich bin nur der Fahrer… - eines Trailer, den ich nicht einmal geladen habe… Ich gab meine Sichtung an die Firma durch und machte mich auf den Weg zurück. Somit war die zugesagte Rückladung auch gestorben. Erst der Mist mit dem Truck und nun dieses Theater mit einem Trailer und einer Ladung mit der ich eigentlich nicht einmal was zu tun habe!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ärger hin, Ärger her, ich machte mich auf den Weg zurück zur Firma. Da piepste es und ich bekam eine Message der Entschädigung: „Hallo Wieland. Dein Truck soll morgen früh um 10.00 Uhr repariert sein. Wenn der Trailer repariert ist fahre ihn bitte zum Laden nach Florenceville, NB. Von dort geht die Ladung dann nach Portage la Praerie, MB (Manitoba). Willst Du die fahren oder möchtest Du, dass ich sie einem anderen gebe.“ Ich erkannte die Fangfrage sofort – bin ja nicht doof… Ich schrieb zurück: „Gib mir bitte fünf Minuten Bedenkzeit – hmm – okay, nehme ich.“ Ihr seht, wir machen auch Spaß in der Firma… &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Somit wieder gut gelaunt fuhr ich meinen Weg zum Hof. Portage la Prairie (Übersetzt: Tor der Prärie) kannte ich nur aus Erzählungen anderer Fahrer. Es lag ca. 100km hinter Winnipeg, MB und dort bin ich definitiv noch nicht gewesen. Ich freute mich, denn langsam scheint es aufwärts zu gehen. Nach meiner Tour im Februar nach Florida war ja nicht mehr viel mit langen Touren gewesen. Dann kam im Oktober die Tour nach Georgia und nun geht es nach Manitoba. Während die Engländer die später kamen bereits halb Amerika bereits haben und ständig auf langen Touren unterwegs sind, drömel ich ja bekanntlich auf dem Dreieck rum. Dieses soll sich nun ja wohl hoffentlich ein wenig ändern. Und selbst wenn es nur zwischendurch ist, mal was anderes sehen…, ich freue mich darauf!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Somit drehte ich irgendwann auf den Hof, stellte den Trailer ans Warehouse, zog die Paletten runter und fuhr rückwärts in die Werkstatt. Dort nähte Tom die Risse zu und ich war wieder good to go. Dann fuhr ich nach Floreneville, NB und stellte den Trailer beim Kunden zum Laden hin und machte mich mit dem Truck auf nach Hause. Hier ging ich duschen und sagte Sandra kurz: Gute Nacht. Dann verschwand ich im Truck vor der Haustür zum Schlafen. Ihr findet das merkwürdig? Nö, ganz normal, quasi ein Gästezimmer… Ich habe ab morgen einige Kilometer zu fahren und das bis Freitagmorgen und auf meiner Seite des Bettes lag eh unser kleiner Mann, da meine Heimkehr nicht geplant war. Bevor ich ihn jetzt wecke und Trubel mache und bevor er mich heute Nacht weg Hunger mehrfach weckt, lege ich mich lieber ins „Gästebett“. Somit weckte mich Sandra am nächsten Morgen nach dem Duschen und ich machte mich frisch. Dann frühstückten wir alle gemeinsam und Sandra fuhr zum Englisch. Ja, heute war das zweite Mal Englischkurs. Dazu fährt sie nach Floenceville, NB, wo sie, bzw. wir nun Mitglied in einem Verein sind. Dieser bietet neben einem Englischkurs auch viele Aktivitäten an und unterstützt Ausländer bei der Integration. Das erste Jahr ist frei und ab dem zweiten kostet es 10$ Jahresbeitrag. Eine tolle Einrichtung und Sandra ist sehr begeistert. Bei der Vorstellrunde hat Sandra erzählt was ich so in Deutschland gemacht habe und dabei kam heraus, dass der Lehrer hier schon mal darüber nachgedacht hat, auch etwas mit Kanu- und Fahrradtouren in der Region aufzubauen. Außerdem wollte er sich mal mit seinem Kollegen beraten, denn Paramedics werden hier gesucht und vielleicht gibt es sogar eine Chance mit dem Deutschen Rettungsassistenten hier in den Rettungsdienst zu kommen…, das wäre natürlich der Knaller!   &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Somit waren die Kinder bald in der Schule und Sandra ebenfalls. Ich packte meine Sachen, die ich zu hause gelassen hatte in den Leih-Truck und fuhr zur Firma. Von hier aus brachte man mich nach Hartland, NB wo ich meinen reparierten Truck in Empfang nahm. Glücklich darüber wieder mein Baby unterm Hintern zu haben fuhr ich zum Hof und verschob meine Kram. Dann machte ich noch mein Bett, baute den Spannungswandler noch von Truck a zu b und füllte den Kühlschrank. Gegen Mittag hatte ich dann auch meinen Trailer aufgesattelt und machte mich auf die Reise gen Westen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Go West…&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da man mich hinlänglich über die Tankstellenknappheit auf der Strecke hingewiesen hatte, machte ich vorerst nur den Truck noch einmal an der Ultramar am Übergang alter Transcanada zu neuem Transcanada an der Exit 115 voll. Dann führte mich die Tour erstmal wie gewohnt nach Montreal, QC. Bis hier war alles unspektakulär und dröge wie immer. Inzwischen war es dunkel geworden und mein kleiner Kinderherzchen pochte ein wenig, als ich nun nicht wie gewohnt von der 40 auf die 540 zur 401 nach Toronto, ON abbog, sondern die rechte Spur zur 417 nach Ottawa, ON nahm. Dunkel war´s, der Mond schien (nicht) helle, als ein Trucker nicht zu schnell langsam um die Ecke fuhr. Drinnen saßen keine Leute schweigend ins Gespräch vertief und kein totgeschoss`ner Hase, auf der Sandbank Schlittschuh lief. Was nicht zuletzt damit zu tun hatte, dass es hier nicht so viele Sandbänke gab. Ich rauschte durch die Nacht bis Pembroke, ON! und machte offiziell nach knappen 1200 Kilometern in Mattawa, ON meine Pause. Bis hierhin hatte ich von der Landschaft mangels Licht nicht viel mitbekommen. Als der Morgen graute und ich schaute, aus dem Truck… - war es wunderschön. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Alles lag in einem kühlen Nebel. Die Scheinwerfer und Motorhaube waren mit Frost überzogen und es lag eine angenehme Winterstimmung in der Luft. Ich machte mich frisch, frühstückte und freute mich auf die Eindrücke des vor mir liegenden Tages. Die Strecke führte weiter an Seen vorbei und durch bergiges Gelände. Mehrere Fahrer hatten mir nun schon von der Schönheit der Region erzählt und gespannt machte ich mich wieder auf die Reise. Die ersten knappen drei Stunden verbrachte ich mit einer Fahrt durch Nebel. Nur hier und da ließ sich Landschaft erahnen. Als es zu einem herrlichen, klaren Wintertag aufgehellte war, lag nur Landstraße vor mir. Kilometer um Kilometer folgte ich dieser, Höchstgeschwindigkeit 90 km/h. Auch davon hatten mir die Fahrer berichtet… Hier war die Landschaft nun jedoch weniger aufregend, ich würde sagen, ganz normale Geestgegend, wie man sie auch aus Europa kennt. In Sudbury, ON traf ich Opa noch bei einem Truckstop und hielt ein kleines Pläuschen mit ihm, nachdem ich getankt und geduscht hatte. Er war gerade auf dem Rückweg aus den Staaten. Seine Reise hatte ihn nach Portage la Prairie geführt und von dort zum Laden nach Wisconsin. Jetzt ging es heimwärts nach Grand Falls, NB. Dann machte ich mich weiter auf die Reise und es wurde wieder dunkel. Alles was ich also diesen Tag gesehen hatte war Dunkelheit, Nebel, Geestgegend und nun wieder Dunkelheit. Die Schilder die zu Sehenswürdigkeiten wiesen und zu Aussichtspunkten hatten alle ein „closed“ übergebügelt bekommen, was eindeutig auf den nahenden Winter schließen ließ. Die Saison ist hier kurz und nun war alles schon wieder zu ende. An den Brücken wurden die Schneegitter befestigt, damit kein Schnee und Matsch nach unten auf die Fahrbahn viel und überall wurde kräftig gearbeitet. Die Menschen isolieren ihre Häuser mit Plastikfolien und Styropormatten, Holzveranden werden abgebaut und alles verschwindet wieder im Keller oder Schuppen, bis zum nächsten Jahr.&lt;br /&gt;Ich fuhr also durch die Nacht bis nach Nipigon, ON. Es war eine faszinierende Tour. Nicht vom Ausblick her, denn es war schließlich dunkel, sondern vom Fahren her. Ich bin bisher kaum so „einsam“ beim Fahren gewesen. Auf dem Rückweg von meiner Torfladestelle zurück nach Hause war es ja schon merkwürdig, jedoch nichts im Vergleich zu dieser Strecke. Ich sah ein Schild, mit dem Hinweis „Thunderbay 637“. Das ist bald als würde man in München ankündigen, wie weit es noch nach Hamburg ist… Immer der 17 folgend brummelte ich halt durch die Nacht, ohne viel Verkehr zu haben, Berg rauf, Berg runter bis eben nach Nipigon, ON. Da ich mir dieses Mal nicht angeschaut hatte, wo die nächste Tankstelle für mich lag, machte ich einfach wie die Zeit es zuließ. Zwar wollte ich am nächsten Morgen am Besten den Pre-trip mit einer Tankung verbinden aber ich war froh in Nipigon, ON eine Parkmöglichkeit zu finden und blieb dort. Außer Wendemöglichkeiten für Schneepflüge waren auf der Strecke keine wirklichen Parkplätzte für Trucks. Ich legte mich nach guten 1100 Kilometern für heute hin und schlief.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Morgen erwacht stieg ich aus dem Truck und schaute an der Tankstelle neben mir nach einer Tankmöglichkeit. Leider nur für Pkws aber es war auch nicht so wichtig. Im frühen, klaren Morgen dieser kleinen Stadt in den Bergen überkam mich ein komisches Gefühl. Es war das Everwood-Gefühl. Ich glaube so hieß die Serie die ich in Deutschland ein paar Mal gesehen habe. Nicht sonderlich aufregend, aber die Landschaft, die Menschen, es wirkte fast so, wie in eben dieser Idylle, die dort in der Serie gezeigt wurde, in Everwood. Mit diesem Gefühl im Bauch ging ich in die Tankstelle um u.a. Kaffee zu kaufen. Der erste Blick fiel auf einen Typen in Legins mit kaputtem Pullover und einem Bullenring in der Nase. Lange schwarze Haare und geschminkte Auge, dazu Stiefel mit Schnallen. Entweder war hier in der Nacht ein Ufo gelandet, der Typ war böse (wobei er eher wie Milch aussah), er gehörte an die Kette oder die spinnen hier in den Bergen…?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem ich den Vogel auf dem Weg zum Klo passiert hatte kam ein Mädel aus dem Damen Washroom. Schwarze Hose mit Schnallen, kaputter Pulli, Stiefel und ein Lippenpiercing. Wo war ich denn hier gelandet? Nur nicht irritiren lassen… Das Schei…haus war besetzt und somit wartete ich vor der Tür. Nun kam ein Mädel rein, grüne lange Haare, kaputte Legins, Stiefel, Lederjacke und drei dicke Ringe in der Oberlippe, die von einer Entzündung zu einem Schlauchboot angeschwollen waren. Mamamia, war ich hier im Dorf der Untoten? Hatte hier die Pest gewütet oder gab es in der Nachbarschaft ein Chemiewerk? Geheime Versuchslabore? Ich ging schnell auf`s Klo, holte mir meinen Kaffee und schlich aus der Tankstelle. Schnell rauf auf den Truck und ab ging es zurück auf die Straße. Kaum auf der Hauptstraße sah ich ein paar Meter weiter eine der Tankstellen, die ich eigentlich gesucht hatte. Mit Truckstop und allem was dazu gehört. Jetzt war es jedoch zu spät und ich ließ den Bock rollen, schnell weg!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun durchfuhr ich wieder nur Landstraße und Geestgegend und kam durch Thunderbay, ON. Hier gab es zwar den einen oder anderen schönen Ausblick, doch leider war das Wetter so trist und düster, dass der Fotoapparat nicht wollte und außer viel Grau hätte man eh nichts erkennen können. Dann ging es weiter und ich befuhr meinem Gefühl nach die längste Geradeausstrecke der Welt… Dieser folgte ich und dann auch ein paar Kurven, bis ich in Dryden, ON zu meinem nächsten Tankstop kam. Hier gluckerte ich noch einmal alles voll und ging duschen. Dann machte ich mich an den Rest des Weges der mich nun noch einmal durch eine Norwegisch/Newfoundländische Gegend führte. Alles jedoch schon im fahlen Dämmerlicht. Heute war es den ganzen Tag über eh so, wie im Winter gegen 16.00 Uhr. Nur mit dem Unterschied, dass es morgens um 10.00 Uhr genauso war wie später um 17.00 Uhr und dann war es dunkel.  Der Versuch Bilder zu schießen misslang, denn bei der Geschwindigkeit und den Lichtverhältnissen… Aber ich bin mir relativ sicher hier noch mal wieder vorbei zu kommen. Dann überquerte ich die Grenze nach Manitoba und musste auf meine erste Waage, seit ich losgefahren war. Ich bekam grünes Licht und weiter ging es durch die Dunkelheit. Dann kam ich an Winnipeg, MB heran und der Himmel wurde wieder heller, allerdings nur wegen der Beleuchtung der Stadt. Kurz zuvor bin ich über die ausgewiesene geografische Mitte Canada gefahren. Es war ein braunes Schild am Highway, was darauf hinwies und eh ich mich versah, hatte ich es bereits passiert. Aber auch das werde ich noch ablichten… &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weiter ging es auf Winnipeg, MB zu kurz davor sollte es auf eine Ortsumgehung gehen. Der Haupthighway 1 führte mitten durch die Stadt, jedoch war schon vor den Toren zu lesen, dass es Trucks abends nicht mehr gestattet ist, durch die Stadt zu brummen. Außerdem hatte man mich bereits vor dem Verkehr dort gewarnt. Da es aber plötzlich 3 verschiedene Abfahrten gab und keine mir etwas sagte, blieb ich einfach auf der 1. Uhrzeitmäßig war es mir noch gestattet, denn das Verbot galt ab 20.30 Uhr und davon war ich noch entfernt. Nach NB-Time war es zwar schon kurz vor knapp aber hier bin ich bereits 2 Stunden zurück. Somit genoss ich die Großstadt mit ihren Lichtern, dem Lärm, den etwas höheren Häusern, der Weihnachtsbeleuchtung die schon brannte, dem Sirenengeheul und ihren Ampeln. Ich folgte den Schilder des TCH 1 und fühlte mich wohl. Es hetzte keiner, denn mein Termin war morgen früh. Ich hatte alle Zeit der Welt und so eng war es hier nun auch nicht, wobei ich trotzdem empfehlen möchte, die Umgehung zu fahren. Es lag Weihnachtsstimmung in der Luft und alles schien friedvoll, gedämpft. Die Uhr scheint langsamer zu laufen und die Luft riecht nach Schnee. Dann wurde es wieder weiter und ich kam aus dem Ortskern heraus. Die Umgehung stieß wieder zu uns und weiter ging es durch die Nacht zum großen Frittenkönig. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich bei diesem ankam meldete ich mich beim Office und man bot mir an meinen Trailer zu dropen. Ich konnte mich dann irgendwo an die Straße stellen und morgen früh um 08.30 sollte er entladen sein. Ich folgte dem Angebot, stellte den Trailer ab und als ich unter diesem wegfuhr gab es einen Rums. Ich hatte die Landing gears runter gekurbelt, bis ein Widerstand kein weiteres Kurbeln mehr zuließ. So bin ich dann unter meinem Trailer weggefahren und warum es jetzt gerumst hatte, war mir schleierhaft. Auf alle Fälle stand der Trailer auf seinen „Füßen“. Somit war dann doch alles in Ordnung und ich stellte mich an den Straßenrand, weit genug von den anderen Trailer und dem Rangierlärm entfernt. Hier schaute ich mir noch den Rest eines Filmes an und machte die Augen zu. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit dem Wecker erwachte ich und öffnete erst die Augen und dann die Vorhänge. Mein Trailer stand noch dort wo ich ihn abgesetzt hatte aber es war ja auch erst 07.30 local und nicht 08.30 Uhr. Somit stellte ich erstmal die Kaffeemaschine an, denn die braucht mittlerweile echt lange. Dann machte ich mich frisch und fuhr zur Büro. Hier erklärte man mir, dass es noch etwas dauern würde bis der Trailer leer sei, so ungefähr bis 10.30 Uhr. Das war nicht 08.30 Uhr aber wie gesagt, alles scheint etwas langsamer zu laufen. Außer der Zeit selbst, denn von der hat man hier echt weniger. Vielen hier ist schon aufgefallen, dass die Tage hier in Canada anscheinend weniger Stunden haben, als die in Europa. Findet ihr lustig, geht so… Nein, mal ehrlich, wenn hier der Tag um ist, dann ist er um und in Deutschland hat man dann noch Zeit zum Grillen oder für die Kneipe oder die Familie. Das geht hier einfach nicht, keine Ahnung warum!? Vielleicht gibt es einen Zeitchip im Hirn, der mit dem Land hier nicht kompatibel ist oder etwas Ähnliches. Auf alle Fälle wartete ich auf meinen Trailer und meinen Kaffee. Dann kam ein Kollege vorbei, der hier gestern Abend ebenfalls eingetroffen ist, im Unterschied zu mir jedoch schon zum Entladen an der Rampe stand. Er erzählte mir noch wo man hier frühstücken konnte und somit ging ich in die Cafeteria um mich an Ham and Eggs zu laben. Zurück im Truck war nun nach über einer Stunde mein Kaffee endlich durch. Mit diesem in meinen Becher umgefüllt fuhr ich wieder um die Ecke zu meinem Trailer, der sich mittlerweile an der Rampe befand. Ich stellte mich daneben und ging um meinen Truck herum. Dabei bemerkte ich, dass der Querträger hinten verbogen war. Es saß eindeutig so aus (und das Fett daran ließ keinen anderen Schluss zu), dass ich damit gestern am King Pin meines Trailer hängen geblieben bin. Im Auto selbst habe ich zwar keinen Ruck oder etwas Vergleichbares gespürt, doch es konnte im Grunde von nirgendwo sonst kommen. Nun gut, kein Beinbruch. Dann irgendwann ging die grüne Lampe an der Rampe an und ich konnte einpacken und abhauen. Ich zog vor, schloss die Türen und sendete meine MT-message rein. Kurze Zeit später erhielt ich die Antwort, dass meine Ladung gecancelt war und ich in der Nähe bleiben solle. Das fing ja wieder gut an…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da ich Zeit hatte fuhr ich einfach so auf den Highway um zu schauen, ob es in der Nachbarschaft einen Truck stop oder so gab. Ich fand eine Tankstelle mit Supermarkt und stellte mich dort hin. Während die Zeit verging saß ich in der Bunk und tippte Zeilen. Dann piepste der Apparat und meldete: „Haben Re-load für Dich nach BC. Hast Du Schneeketten?“ Jetzt wurde mir aber richtig wohlig ums Herz. Nach BC!!! An die Westküste! Ach ja, für den Ortsunkundigen, das heißt British Columbia, das andere Ende von Canada. Ich schrieb ein einfaches „not yet“, also „bisher nicht“ zurück und hoffte, dass dieses kein Grund für eine Umentscheidung war. Wehe die würden mir diese Tour jetzt kippen… Ich rief freudig Sandra an und erzählte ihr davon. Dann meldete ich mich noch bei Wolfgang, denn ich fand es spitze! Ich rutschte auf meinem kleinen Hintern hin und her und wie ein Kind das auf Weihnachten wartet, wartete ich auf die Message die mir sagte: „Kauf Die irgendwo Schneeketten und mach die Tour!“ Einmal durch die Rocky Mountains, und das noch bevor der große Schnee kam, das wär`s ja. Ich saß da und betete meinen Kasten an. „Komm schon, komm schon…“ Dann endlich ein Piepsen und ich sprang auf. Dann drückte ich auf den Knopf der mir die Message anzeigen sollte und siehe da – nichts. Es war aus irgendwelchen Gründen eine echte MT-message! Nichts, kein Text, kein Zeichen, null… Schnell sendete ich zurück, dass leider kein Text angekommen sei. Dann hieß es wieder warten… Ich rauchte eine der Luxuszigaretten hier. Da ich schon lange nicht mehr in den US war, war mein gesamter zollfreier Vorrat aufgequalmt. Somit blieb mir nur das Aufhören oder der teure Canadadunst. Ich habe tatsächlich eine Packung Canadische Zigaretten gekauft, für sage und schreibe – 11,20$!!! Also bitte, wehe da weint noch einer wegen 5 Euro…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann piepste es erneut und…? Und…? Und…? Hurra, hurra, ich fahr nach Canada…, also nach Westcanada! Ich hatte die Aufforderung bekommen mir auf dem Weg nach Calgary, AB Schneeketten zu kaufen und die Load offer sollte noch folgen. Gut okay, Calgary, AB lag halt in Alberta aber dass übersah ich erstmal und freute mich nach Calgary BC zu fahren. Dann schaute ich in meine Karte und sah Calgary…, mein Calgary. Es lag zwar vor den Rockys, aber immer noch weiter im Westen als ich jetzt schon war. Mir war so blumig, dass ich halt einige Kleinigkeiten übersah. Auf diese machte mich dann kurz darauf Wolfgang aufmerksam, denn Calgary, liegt wie gesagt in Alberta und wenn ich nach BC sollte, konnte es nur bedeuten, dass ich bis dahin meine Schneeketten gekauft haben sollte, dann aber an Calgary, AB vorbei fuhr, nach BC. Das verstand ich dann auch und war gespannt auf meine Load offer. Diese folgte dann „wenig“ später und besagte u.a.: Delta, BC. Somit war klar ich fuhr durch Alberta, an Calgary vorbei, an die Westküste nach Delta, BC, was direkt unterhalb von Vancouver, BC liegt. Wer jetzt eine Karte hat wird sehen, dass ich oben über die 1 komme und dann von Norden her zwischen Vancouver, BC und er Küste durchbrechen werde nach Delta, BC. Ich freute mich riesig! Okay, der Ladetermin war heute Nacht um 04.15 Uhr aber das war okay und der Endladetermin war für den 18., was ich nicht verstand, denn es sind nur 2200 Kilometer, also knappe zwei Tage, morgen und Sonntag. Warum ich erst für Mittwochmorgen den Termin habe weiß ich nicht, aber was soll´s. Schlimmsten Falls schaue ich mir ein paar Tage Vancouver, BC an!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Somit setzte ich mich erstmal von meinem Truck stop aus wieder in Bewegung zurück zu der Firma, wo ich ausgeladen hatte, denn dieses war auch meine neue Ladeadresse. Hier stellte ich nun wie in der Nacht zuvor meinen Trailer ab und fuhr noch einmal Bobtail in die Stadt zum Einkaufen. Bei einem Walmart hielt ich an und ging rein. Ich kauft Lebensmittel und eine neue Kaffeemaschine. 10$ für schickes Plastik-Edelstahl-Design mit Permanentfilter für 4 Cups, das war doch ein fairer Preis. Ich hoffte nur sie ist nicht so günstig, weil sie noch länger braucht als meine alte. Dann kam ich durch das Getränkeregal und sah dort endalkoholisiertes Beck´s. Die Träger waren ein wenig verstaubt und somit hatte ich Mitleid. Außerdem war es sehr früh, der Abend war lang und ich konnte ausschlafen. Ich nahm eine Flasche heraus und schaute auf´s „Verfalldatum“. 09/2009 stand dort zu lesen und ich fragte mich, wie lange das wohl schon hier stand. Dann rief ich eine Verkäuferin heran und erhoffte mir das Geschäft meines Lebens. Vielleicht bekam ich ja zwei Träger zum Preis von einem oder bei den Canadischen Sitten gleich alle? Sie verschwand mit einer Falsche und kurze Zeit später tauschte eine andere Verkäuferin auf. Diese sah sich die Flaschen an und sagte: „Die Marke wird hier nicht so oft getrunken“. Das sah man und somit bat ich ihr großzügig an zwei Träger für den Preis von einem zu nehmen. Aber sie schaute sich die Träger alle an, alle vier und nahm sie auf ihren Wagen. „Sorry, was abgelaufen ist dürfen wir nicht mehr verkaufen.“ „An der Hintertür?“ „Nein, sorry und danke für den Hinweis.“ „Ähh, Miss, Mam, Lady…“ – weg.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jaja, was den Geschmack und auch den Biergeschmack angeht, haben die Canadier keinen… Alles künstlich, übersüß, sauer, versalzen oder echt scharf. Aber was sollte es, da ging es hin und ward nicht mehr gesehen. Ich habe in einem Reiseführer über Canada gelesen, dass es ein Bierland sein soll. Wer das geschrieben hat muss vom Moonshine, wie der selbstgebrannte hier genannt wird, verwirrt gewesen sein. Aber egal, ich machte mich auf den Weg zur Kasse und zahlte. Dann machte ich mit meinem Einkaufswagen noch einen Abstecher zum großen „M“. Ich hasse diesen Fraß vom Umweltverschmutzer und –zerstörer zwar aber heute kam ich nicht daran vorbei. Ich wollte mir nach langem mal wieder diesen Dreck in den Rachen stopfen. Also bestellte ich ein Menü und einen Becher vom schlechtesten Kaffee, denn man in irgendeiner Fastfood- oder Coffeebar-Kette bekommen kann. Also geschmacklich liegt der Süff von diesem Verein gleich neben Brackwasser aber was sollte es, gönnen wir uns heute mal den „M“üllhappen und dessen Gesöff. Wer meint ich schimpfe zu viel und bin dann doch völlig bescheuert zu diesem Laden zu gehen liegt richtig. Es war einfach wie ein Heroinjunkie, der sich aus Gewohnheit nach Jahren der Abstinenz mal wieder einen Schuss setzten möchte. Dass es Mist ist, ist hinreichend bekannt und die weitreichenden Folgen kennt er auch, aber ganz bewusst lässt er diese heute außer acht und tut es. Ich meine schaut euch den Dreck auf den Straßen an, überall am Straßenrand liegen deren Verpackungen. Warum kostet ein Burger dort nicht 20$ oder eine Pommes 10$? 30% könnten davon dann an die Müllabfuhr gehen, die die Straßen von dem Dreck der Fast Food Ketten befreit, dass wäre fair. 30% werden genutzt um den Regenwald wieder auf zu forsten, der zerstört wird um Weideflächen für die Schlachtkühe zu schaffen, 30% gehen an Kliniken und Herzzentren, denn dieser Fraß macht einfach krank und fett und von den verbleibenden 10% kann der Herr des alten Frittierfettes sich einen schönen Tag machen. Aber irgendwelche Minister verdienen daran sicher ganz gut und deshalb bleibt es wie es ist…, genau wie mit dem Rauchen. &lt;br /&gt;Tja es ist schon merkwürdig. Das Zeug schmeckt wie Pappe, man kennt den ganzen Dreck um diese Läden und trotzdem unterstütz man sie mit dem Einkauf dieser minderwertigen Produkte…? Wie machen die das nur…?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich nun meinen Kram beisammen hatte und die lauwarme Tüte in die Hand gedrückt bekam machte ich mich auf zum Truck. Hier legte ich den Einkauf in den Wagen und schüttete den Kaffee vom Papp- in meinen Metallbecher. Dann öffnete ich meine Tüte und siehe da, was hatte ich vor gar nicht allzu langer Zeit geschrieben??? Genau, bei Burger King rennen sie einem hinterher und hier… - es fehlten die Pommes. Am Boden der Tüte unter der Pappschachtel des nicht sehr ansehnlichen Bürgers lag der von Fett durchweichte Bon auf dem eindeutig Fries stand. Also wieder rein in den Laden und Bescheid gesagt. Als „Entschuldigung“ bekam ich eine große Pommespappe. Das war freundlich und somit ging ich zufrieden zurück zum Truck, setzte mich und aß meinen lauwarmen Schlabberburger, zwei Wraps und die Fritten. Wie gesagt, ich weiß nicht warum ich das tat aber es ist genau wie mit dem Rauchen…, eigentlich will ich es ja gar nicht aber andererseits… In manchen Dingen bin ich einfach Willensschwach! Dann fuhr ich pappsatt zurück zu der Ladestelle, stellte mich an die Seite, tippte wieder ein paar Zeilen und machte mich mehr als früh lang.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3184627331177709407-3319128338717107335?l=amelonie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://amelonie.blogspot.com/feeds/3319128338717107335/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3184627331177709407&amp;postID=3319128338717107335' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3184627331177709407/posts/default/3319128338717107335'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3184627331177709407/posts/default/3319128338717107335'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://amelonie.blogspot.com/2009/11/miles-and-more.html' title='Miles and more…'/><author><name>amelonies</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18083177256209115380</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://1.bp.blogspot.com/_rTH7NxWrtQI/SXjccayhIRI/AAAAAAAAAJk/qBirVymWPoM/S220/DSC_0027.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_rTH7NxWrtQI/SwqfRKNiTpI/AAAAAAAAB3g/Xhpo-eHVBrQ/s72-c/Erik+der+schlafende+Leopard.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3184627331177709407.post-6908527161098331331</id><published>2009-11-04T10:31:00.001-05:00</published><updated>2009-11-04T10:32:43.560-05:00</updated><title type='text'>Oh Carolina, …</title><content type='html'>In Oromocto, NB stellte ich mich wieder hinten aufs Yard um zu schlafen. Mein Tor war noch nicht frei und Termin war eh Morgenfrüh um 05.00 Uhr. Ich stellte mir wieder den Wecker, denn obwohl bei den letzten Malen jemand rauskaum um Bescheid zu sagen, wenn ich dran war, hatte ich so einen Verdacht. Dieser  bestätigte sich und ich fuhr von mir aus um 05.00Uhr ans Tor. Ob es am Regen lag, dass sich heute keiner vor die Tür traute? Nicht all zu lange (zwei Stunden) und ich war leer. Dann sendete ich meine MT-message rein und bekam umgehend eine Antwort: „Komm bitte zurück zum Hof.“ Das war schlecht, das war sogar sehr schlecht… Es git nichts Schlimmeres als zurück zum Hof zu kommen, denn dann stehste! Also Gang rein, zurück zum Hof und… „Wir haben leider nichts…“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Somit schrieb ich meinen Repair sheet mit der Bitte mein Fenster abzudichten und sich um den Turbo zu kümmern und das war´s, fast. Den Turbo schreibe ich seit Wochen mit auf, obwohl ich weiß, es wird sich nichts ändern. Fast alle neuen Trucks haben damit Probleme und keiner kann es sich erklären. Aber das sagte ich ja bereits. Dennoch muss ich mir wieder auf die Schulter klopfen. Ich habe trotz des kaputten Turbos meine Fuelmilage, also den Verbrauch, von 7,44 MPG (Mile pro Galone) wieder auf 8,64 MPG hoch gefahren. Dieses geht dann allerdings nur über das Spiel mit dem Gas, „manuell Schalten“ und noch langsamer fahren. Gut, dann dauerte alles etwas länger aber das macht hier ja nicht viel aus. Außerdem ist es mir wichtig meinen vollen Bonus zu behalten und da spielt das Auto keine Rolle. Der Bonus berechnet sich nach dem Papier. Fährts Du viele MPG dann bekommst Du viel, fährts Du weniger bekommst Du weniger. Obwohl das Material von der Firma zur Verfügung gestellt wird, macht es dabei nun keinen Unterschied ob es funktioniert oder nicht. Verbrauch man jetzt halt mehr weil der Turbo kaputt ist, ist das Pech des Fahrers… Dieser Bonus ist nicht ganz fair, denn wer wirklich Langstrecke fährt, mit einem intakten Auto kann natürlich schneller und einfacher eine hoche Fuelmilage erreichen, als einer der schwere Lasten über kurze Strecken mit einem kaputten Truck fährt. Aber was solls, ich mache meine gute Fuelmilage und habe den vollen Bonus, trotz Turboproblem.&lt;br /&gt;Wenn ich gerade dabei bin. Zusätzlich gibt es den Safety bonus, der sich sehr einfach erklärt. Machst Du was kaputt, isser wech… Und den evaluation bonus. Hier wird Deine Arbeitsweise bewertet… und es fließen ein paar Werte ein, die man nicht beeinflussen kann, was wiederrum unfair ist, aber was solls. Ich fahre im Moment nich ganz schlecht und bin, wenn ich denn fahre ganz zufrieden. Apropos fahren, denn ich glaube diese ganze Bonusgeschichte etc., habe ich schon mehr als ausreichend durchgekaut… Ich fuhr also - nicht…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dafür ging ich noch eben in die Werkstatt und erklärte meine Probleme. Der Werkstattmensch, der uns einen ganzen Sack Babykleidung geschenkt hatte bedankte sich noch für den Kuchen den Einkaufsgutschein, den wir Ihm und seiner Frau geschenkt hatten. „Das war doch nicht nötig, wir wollten doch nichts haben…“ Das ist Canada…, es ist den Menschen hier fast unangenehm, wenn man sich für Hilfe, egal in welcher Art und Weise, bedankt… Ein komisches Gefühl. „Ich meinte dass es mir Unbehagen bereitet und ich es nicht so kenne, soviele Dinge einfach zu bekommen. Dann kam der Nächste rein und bot mir ein Kinderbett an. Ein anderer hatte auch noch Kinderkleidung für uns und Spielzeug. Der nächste kam und hatte noch eine Art Laufgitter/Kinderbett für uns. Ich wusste gar nicht wo ich hin sollte. Somit verwies ich auf Sandra… Dann kam ein Kollege, der in ein paar Tagen jagen gehen wollte und er hatte angeboten uns ein Deer zu schießen. Dieses nahm ich nun ebenfalls dankend an. Allerdings sagte ich, dass ich mir nicht sicher sei, ob ich denn dann zu hause wäre, wenn er zurückkäme. Jemand musste es ja ausweiden und zerlegen… Da bot sich schon wieder einer an. „Kein Problem, wenn es gebracht wird, komme ich vorbei und zerlege es. Ich muss nur wissen, wie Du es gerne hättest und ich benötige natürlich einen Platz dafür. An Platz sollte es nicht mangeln, denn ich habe ja die große Werkstatt. Somit war alles klar und ich sah zu, dass ich da weg kam. Für heute wurde mir genug Gutes getan…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Dispatch kam dann die nächste Mitarbeiterin vorbei. „Ich habe noch Babykleidung für euch…“ „Arrgh…!“ Das ist hier echt der Hammer! Ich verwies wieder an Sandra und verschwand nach Hause. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann machte ich mich über meinen Pick up her. Ich nahm die Box runter, entfernte den Tank und sah mir das Malör mit den Bremsleitungen an. Dann schruppte ich die Roststellen sauber und entfernte noch einen verrosteten Querträger. Den zu besorgen dürfte das schwerste werden. Wenn alle Stricke reißen muss ich ihn selber biegen oder anfertigen lassen. Außerdem setzte ich noch eine Anzeige ins Internet, dass ich für eben diesen Wagen Ersatzteile suche. Auch wenn das jetzt alles so einfach klingt, das war es nicht. Da es hier keinen Unterbodenschutz gibt, bzw. er nicht regulär an den Autos verwendet wird, ist hier alles rostig. Zum Teil sind die Schrauben zu einem Klumpen Metall verrostet. Aber mit einer guten Trennscheibe ist das auch schnell erledigt… &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hatte zwar auch noch Anderes zu tun und Freds Truck musste auch noch erledigt werden, aber jetzt nahm ich mir einfach mal Zeit für mich. &lt;br /&gt;Am nächsten Tag hatte man immer noch nichts für mich und mein Truck war in der Werkstatt zum Scheibe abdichten. Ich verbrachte den Tag mit Sandra, Erik und später auch mit den Mädels. Einfach mal Familie machen, dass war schon lange überfällig. Zwischendurch ging ich noch Mal in die Werkstatt um etwas abzuschleifen und dann kam der Anruf. Sie hatten eine Tour für mich! Mein Truck war vorerst notdürftig geflickt und der Trailer sollte in der Nacht reinkommen, für North Carolina. Ich musste mehrfach nachfragen ob es denn da auch kein Missverständnis gab… Ich sollte nach nunmehr 8 Monaten eine längere Tour bekommen! Während andere nach Texas, Arizona und sonstwohin fahren, habe ich hier meine Kirchturmrunden gedreht und nun dieses! Ich hatte immer wieder darum gebeten, nachgefragt, meinen Kummer geklagt und nun durfte ich, ich Wieland Promp, eine Tour fahren, die länger als 1400 Kilometer ist… - unglaublich! Also holte ich noch am Abend meinen Truck aus der Werkstatt ab und parkte ihn vor dem Haus. Da es zwar weiter weg war, aber auch nicht zu weit, hatte ich Zeit und wollte am nächsten Morgen los. Das bestätigte die Firma dann auch mit einem späteren Anruf. Somit packte ich meinen Truck und wir verkrümelten uns ins Bett.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen fuhr ich gleich nachdem die Kinder im Bus verschwunden waren zur Firma. Vorsicht war geboten, denn es hatte mit -7°C wieder Nachtfrost gegeben und die Straßen waren etwas glatt. Auf dem Weg zur Firma hörte ich dann auch von den ersten Glätteunfällen des Jahres in der Region. Außerdem war irgendwo in der Gegend eine überdachte Brücke abgebrannt. Um dieses Wissen bereichert pickte ich meine Trailer auf, nahm die Papiere und fuhr los. Immer gerade aus ging es runter nach New York. In Connecticut  hatte ich dann zwischenzeitlich den ersten Schneeregen und weiter ging es bis zu Molly Pitcher, NJ. Hier stellte ich mich für die Nacht ab und fuhr nach 10 Stunden Pause weiter runter gen Süden. Vorbei an Washington, DC und ab nach North Carolina. Zwischendurch fragt ich bei unserer Firma an, ob es evtl. möglich wäre schon heute zu entladen. Mein Termin war für morgenfrüh aber es war halt nicht so weit. Ich bekam die Rückmeldung, dass sie auf mich warten würden. Gegen 16.00 Uhr schlug ich beim Kunden auf und dieser war über mein Erscheinen sehr erfreut. Er berichtete mir, dass er der Firma einen 100$ Bonus geben wollte, wenn ich meinen Termin HEUTEMORGEN einhalten würde. Ich weiß nicht wie es in Europa ist, aber ich kenne diese Art von Boni nicht. Für mich war und ist es selbstverständlich pünktlich zu sein. Hier bekommt man dafür extra cash oder besser die Firma…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann wurde ich ausgeladen und bekam meinen nächsten Aufrag. Diesen bekam ich allerdings nicht von der Firma, sondern von den Menschen hier. Mein Truck wurde wieder mit einigen Pflanzen beladen und ich bekam zwei neue Ausladestellen in den US. Eine in South Carolina und eine in Georgia, einmal drei Kunden und einmal zwei. Mit den ersten Dreien verabredete ich mich noch für den Abend auf einem Truck stop. Der Treffpunkt war vorgegeben aber die Zeit teilte ich mit. Dann fuhr ich wieder los und machte mich auf den Weg. Im Dunkeln kam ich auf den Truck stop kurz vor Florence, SC an der I-95. Bald darauf trafen die ersten Kunden ein und wie bei einem dreckigen Deal wurden die Kartons auf dem Truck stop vom Lkw in einen Minivan, und zwei Trailer verschoben. Dabei stellte sich heraus, dass eine Ladung völlig verkehrt gelaufen war. Darum wollte sich aber einer der Farmer selbst kümmern. Somit nahm er erstmal den ganzen falschen Kram mit, quittierte mir das und nach gut zwei Stunden waren alle mit ihren Erdbeerpflänzchen verschwunden. Ich legte mich nach dem Schleppen von gut 300 Kartons a 500 Pflanzen ins Bett. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen ging es noch einmal knappe 500 Kilometer weiter in den Süden, nach Georgia. Hier lud ich die restlichen Kartons für die letzten zwei Kunden bei einer kleinen Farm in Rochelle, GA aus. Bis hier hin hatte ich auch schon meine reload von der Firma bekommen. Montag laden in Georgia für Donnerstag Quebec – Peanuts, im wahrsten Sinne des Wortes. Somit fuhr ich auf einen nahegelegenen Truck stop um dort mein Wochenende zu verbringen. In der Zwischenzeit hatte ich auch schon wieder etwas in Erfahrung gebracht. Das Laden und Entladen innerhalb der US ist für ausländische Unternehmen verboten. Das ganze nennt sich „interstateing“ und ist den einheimischen Truckern vorbehalten. Eine gute Regelung die sicherstellt, dass es im eigenen Land immer genug zu tun gibt und keine ausländischen Speditionen die Preise kaputt fahren… Ich hatte zum Glück ja nur Teile meiner Ladung weitergefahren…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Außer im Truck rumhängen passierte das Wochenende über nicht viel. Dank eines Hotels neben dem Truck stop hatte ich freies Internet und sah meine emails durch. Obwohl ich auf der Suche nach Ersatzteilen war hatte ich zwei Anfragen, ob ich meinen Pick up nicht verkaufen wolle. Wie gesagt, es handelt sich um eine Rarität und dieses bekam ich damit noch einmal bestätigt. Ich werde ihn fertig machen und dann mal sehen… Außerdem schrieb ich mir noch mit Jürgen, dem es in Deutschland soweit ganz gut geht. Er vermisst Canada und wir vermissen ihn. Und ich machte den Trailer sauber. Die Paletten stapelte ich in eine Ecke und der rote Sand wurde schön artig ausgefegt. Dabei hatte ich noch eine kleine Begegnung mit einer Kakerlake. Diese war ganz schön groß und ekelig. Herkunft unbekannt, also raus damit und fertig. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Montagmorgen stand ich dann bei meinem Kunden um Erdnüsse zu laden. Nach dem beladen wurden die Türen geschlossen und ein Junge mit Gasmaske sprühte noch irgendetwas durch die kleine Lucke in der Tür in den Laderaum. Ich will gar nicht wissen was das war… - gegen Ungeziefer? Dann ging es wieder hoch in den Norden. Mein Endladetermin war für Donnerstag angesetzt, aber das scheinen hier alles Zeiten für Canadier zu sein. Mit strammem Fahren, wofür ich bezahlt werde, konnte ich Mittwochmorgen beim Kunden sein. Dieses teilte ich der Firma mit, die mir den Termin jedoch nur auf Mittwochabend vorziehen konnte. Einem Trailertausch am Mittwochmorgen konnte auch nicht entsprochen werden und somit ließ ich mir Zeit. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den ersten Tag fuhr ich voll durch bis nach Virginia. Dort machte ich auf einer Rast area meine Pause und zog am Dienstag hoch nach Pennsylvania. Hier nächtigte ich noch einmal auf einem Flying J Truck stop mit allen Annehmlichkeiten. Als ich abends noch einen Anruf von Opa bekam, der etwas Hilfe bei seinem Auto braucht, ging ich noch mal raus um eine zu qualmen. Ein paar Buchten neben mir stand eine alte Dampflok auf einem Stepdeck-Trailer. Das sah irgendwie unheimlich aus, dieses dicke, angerostete Dampfroß…  Wie ein Monster in der Nacht, das seine Passagiere ins Niemandsland fährt… Da stand er der Geisternachtexpress… Nein, ich habe ihn nicht fotografiert… Ich genoss den kleinen Schauer, den der Anblick bereitete und ging wieder in meine Kabine um zu schlafen. Sauber und ausgeruht kam ich dann am Mittwochnachmittag in Montreal, QC an. Hier bei Kraft, wo aus den Erdnüssen Erdnussbutter gemacht wird, sollte ich ausladen. In der Zwischenzeit wusste ich auch was als nächstes anstand. Genau das, wonach ich vor zwei Tagen zum Zwecke der besseren Planbarkeit gefragt hatte – die „Picktour“ durch Montreal, QC nach Fredericton, NB. Nachdem ich entladen war fuhr ich zu meinem ersten Kunden für Morgen und stellte mich dort an die Tür. Sie hätten mich schon beladen können, doch leider fehlte der Broccoli. Somit legte ich mich hin und wartete den nächsten Morgen ab. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Irgendwann gegen 06.00 Uhr begann es in meinem Trailer unruhig zu werden und ich wachte auf. Ich ging rein um mal freundlich anzufragen ob denn nun alles da sei. Leider fehlte der Broccoli immer noch. Somit holte ich mir an der Kantine einen Kaffee, denn ich wollte nicht wieder eine halbe Stunde auf meine Kaffeemaschine warten. Es war knappe 2°C draußen und als ich aus der Tür in das dunkle, nasskalte Schmuddelwetter ging, war ich mir für einen Moment  sicher Weihnachtsmarkt zu riechen… Es war merkwürdig, die Leuchtreklamen der Umgebung tauchten Montreal, QC in ein seltsames Licht. Der Westernstar (ein Truck) mit seinen Seitenmarkierungsleuchten, diese kalte Nässe… Ich schwöre, es roch nach Weihnachtsmarkt… Der wird dieses Jahr ausfallen, denn sowas kennt man hier in unserer Ecke nicht. Ich habe zwar bei Brand in Toronto, ON Glühwein gesehen, doch nur welchen ohne Feuer. Und hier in New Brunswick ist es eh nicht gestattet dort Alkohol auszuschenken, wo Kinder sind. Somit währe es auch nur ein halber Weihnachtsmarkt und irgendwie sind die Menschen hier zu sehr mit sich beschäftigt, bzw. man kennt es wohl einfach nicht… Okay, bei -30°C oder so ist das vielleicht auch kein schönes Erlebnis mehr. Bevor es nun falsch verstanden wird, ich mache einen Markt nicht am Rausch aus, doch es gehört halt dazu – der Glühwein mit Feuer. Vielleicht könnte man ja einen Weihnachtsmarkt ins Leben rufen, mit einem kleinen extra hoch abgezäunten Bereich nur für Erwachsene…? Aber es ist wie es ist, Alkohol ist Teufelszeug und daher wird nur dort getrunken, wo es keiner sieht. Ja der Weihnachtsmarkt, der wird mir fehlen. Die kleinen Buden mit ihren Lichtern, Musik, der Duft, die Menschen… Karussells, Zuckerwatte und gebrannte Mandeln.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich ging wieder in meinen Truck und wartete bis der Broccoli endlich auf meinem Trailer war. Dann fuhr ich zu Kunde zwei und drei und wollte mich auf den Weg nach Fredericton, NB. Die Papiere zeigten mir über 50,000 lb an und somit hatte ich etwas Sorgen, evtl. überladen zu sein. Ich rief in der Firma an und die teilten mir die Adresse einer Firma mit, bei der es hier eine Waage geben sollte. Nach einer kurzen Rückversicherung bei Wolfgang waren wir uns beide einig, dass es diese Firma schon lange nicht mehr gab. Da die Adresse jedoch eine andere war, wollte ich mein Glück versuchen. Unten an der Kreuzung am Berg war ich mir schon ziemlich sicher, da konnte was nicht stimmen. Nur Lieferverkehr konnte ich ja noch verstehen, aber die Steigung allein machte mir schon Bange. Außerdem sah es da oben mehr nach Fußgängern, als nach Autos aus… Aber getreu dem Motto: „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt“, setzte ich meine Fahrt bei grün fort. Mit Anlauf den Berg hinauf und dann über eine kleine Kreuzung hinein ins Vergnügen! Kopfsteinpflaster, ein paar edel aussehende Boutiquen und eine Kirche mitten im Weg verrieten mir umgehend, hier war ich nicht richtig. Also half erstmal nur eines, Warnblinker… Dann fragte ich einen netten Herrn, ob das denn hier nicht die Blablastraße sei? Er antwortete mir, dass es sich bei dieser um die kleine Straße an der Kreuzung links handeln würde. Dann bot er mir an den Verkehr zu regeln, bis ich aus diesem engen Loch wieder raus war. Das war sehr freundlich, denn an Hand des Hupens und der aufgebrachten Gesten der Autofahrer im Rückspiegel schien das keine angenehme Situation zu sein. Nachdem ich mit viel Hin und Her die Kreuzung nach links verlassen konnte, bedankte ich mich noch einmal und fuhr weiter. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Okay, weiter war übertrieben, denn ein paar Meter vor mir tauchte ein Schild auf: „Keine Trucks auf der Überführung erlaubt.“ Es war eine sehr lange und enge Überführung… und ich kenne mich mit den Toleranzen hier nicht so aus… Jetzt konnte ich entweder rückwärts fahren und erneut den Zorn der Montrealer auf mich ziehen oder ich wagte es und würde schlimmsten Falls mit meinem vielleicht sogar überladenen Truck den Einsturz einer Überführung provozieren. Da das eine sicher war und das andere passierten könnte, stand die Entscheidung schnell fest. Also Wahlhebel auf „D“ und los ging es. Links geparkte Autos, rechts ein Geländer und unter mir eine Straße… Nach ungefähr 200 Metern hatte ich alles hinter mich gebracht. Keine Autos beschädigt und die Überführung stand noch. Damit hatte ich ber auch genug von der Waagensucherei und machte mich auf den Weg. Gewicht hin oder her, das war mir hier zu stressig! Ich sendete noch einmal eine Message in die Firma: „Die Waage bei … ist seit über einem Jahr geschlossen. Die andere Adresse liegt in der Fußgängerzone. Sehr eng da und sehr schwierig da wieder raus zu kommen. Es produziert eine Menge Stau und bitte fragt nicht woher ich das weiß. Ich werde es jetzt auf die Amerikanische Art versuchen: „In god we trust“. WP“ Mit diesen Worten machte ich mich auf den Weg, denn die nächste Waage die kam war eine der D.O.T, also des Staates quasi. Als ich an der Waage vorbei kam stand dort alles voll mit Trucks und um den Verkehr nicht zu behindern hatten sie netter Weise vorübergehend die Lichter ausgemacht…, ich konnte also fahren! Ich sendete noch einmal in die Firma: „ Halleluja, Waage zu, bin auf dem Weg.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf der weiteren Fahrt hoffte ich nur, sie holten mich morgen nicht zurück zum Hof. Zum einen wäre es natürlich nicht schlecht. Ich hätte Zeit für die Familie und könnte mich um die Autos kümmern, aber das Geld… Außerdem wollte ich ja über Halloween zuhause sein und das würde dann evtl. wieder schwierig. Na warten wir es einfach mal ab… &lt;br /&gt;Auf dem Weg Richtung Fredericton, NB erreichte mich dann die Anfrage der Firma, ob ich den Trailer wohl dropen wolle. Ich lehnte dankend ab und fragte ob ich denn leer zurück zum Hof kommen oder in Fredericton, NB bleiben sollte. Die Antwort kam ganz in meinem Sinne: „Wenn leer, bitte nach Oxford, NS fahren.“ Das hörte sich gut an… Kurz darauf wurde zwar noch einmal umgestrickt und ich sollte in der Nähe des Kunden auf einem Truck stop warten, aber auf alle Fälle sollte ich schon mal nicht zu Hof zurück. Somit dürfte ich für die Woche doch noch ein paar Kilometer mehr auf die Uhr bekommen. So fuhr ich also meinen Weg, als das Handy klingelte. Sandra war dran und berichtete, dass es bei uns zu hause am schneien war. Okay, es war angekündigt und doch merkwürdig, jetzt, der erste Schnee…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich fuhr und fuhr, bis nach St. Liboire, QC. Hier am Big Stop kann man den Truck wiegen lassen, erste Möglichkeit hinter Montreal, QC und halt leider auch hinter der D.O.T-Scale. Es regnete mittlerweile und meine Vermutung bestätigte sich so halb. Ich war auf der Antriebsachse völlig überladen. Um das ganze in den Griff zu bekommen musste ich nun bei Regen sowohl meine Trailerachse, als auch mein 5th wheel sliden. Das bedeutet ich musste die Trailerachse verschieben und die Sattelplatte.  Nach einigem Vor und Zurück hatte ich anscheinend alles im Lot und fuhr noch einmal auf die Waage. Jetzt war alles wieder im grünen Bereich und ich setzte meine Reise fort. Ab Kilometer 200 etwas wurde der Regen dicker und dicker, bis ich mich plötzlich in einem doch recht anstrengenden Schneetreiben befand. Sichtweite bei unter 100 Meter, der Verkehr kroch mit max. 60 auf dem Highway. Hier und da lag ein Auto im Graben  und immer wieder Rettungswagen und Polizei. Es schien so als wäre keiner auf eine solche Situation vorbereitet gewesen. Es dauerte einige Zeit bis sich der erste Schneepflug und Streuwagen sich auf den Highway verirrte. Mal ging es etwas zügiger, mal wieder langsamer. Von der Firma bekam ich zwischenzeitlich die Nachricht, dass mein Endladetermin um zwei Stunden nach hinten geschoben wurde, wegen des Wetters. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann rief Sandra an um mir mitzuteilen, dass der Strom ausgefallen war. Irgendwo musste in der Gegend auf Grund des Wetters eine Leitung gerissen sein. Die gesamte Nachbarschaft war dunkel und sie hatte sich ganz schön verjagt, als plötzlich alles aus war. Kein Licht, kein Wasser, nichts mehr… Aber der Ofen heizte und da es eh spät war, blieb ihr nur der Gang ins Bett. Ich fuhr weiter durch das Schneetreiben, das inzwischen die gesamte linke Spur verschlug hatte. Weiß soweit das Auge oder Licht reichte. Dick klebte der Schnee an meinen Spiegeln und die Windschutzscheibe schloss sich überall dort, wo der Wischer nicht hinkam. Die Straße wurde leerer, es wurde arg dunkel und ich machte mir Gedanken, wie ich den Berg vor der Ausladestelle hochkommen sollte. Während Woodstock, NB jedoch noch im Schnee lag, wurde es dahinter weniger und weniger und je näher ich meinem Kunden kam um so weniger Schnee lag dort. Die letzten 50 Kilometer etwa war bis auf ein paar Flocken kein Schnee zu sehen, merkwürdig. Der Berg war also kein Problem und so kam ich mit 1,5 Stunden Verspätung beim Kunden an. Okay, die kennen die Witterungsverhältnisse hier, denn ich hätte auf trockenem Boden nicht geglaubt, dass der Fahrer sich wegen Schneetreibens verspätet hat… &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich leer war fuhr ich nach Lincoln, NB um noch ein wenig zu schlafen. Zum Ende meiner Pausenzeit hin kam eine Message aus der Firma: „Komm bitte zurück zum Hof.“ Na super, das war es dann mit Tour für diese Woche… Aber nein, da piepste es wieder…: „Komm am Hof vorbei und fahre dann in die US Deine Ladung holen.“ Dann kam die Load offer… Ich sollte in Mars Hills, ME laden, das war kurz um die Ecke und die Ladung sollte zurück zum Hof. Ich fragte an ob ich durchfahren solle oder bei der Firma vorbei müsse. Die Antwort kam: „Fahre bitte direkt zum Kunden.“ Gut, dieses komische Schreiben für die Grenze, wenn ich leer crossen will, das konnte ich ja schon ausfüllen – sogar besser als die Firma. Nach drei Fehlversuchen der Firma ließ ich mir ein vom Genzer ausgefülltes Blatt kopieren und dieses führe ich jetzt mit mir. Dann weiß ich genau wie die es gerne hätte… Um zu erfahren ob ich danach frei habe, rief ich kurz vor Florenceville, NB noch einmal in der Firma an. Hier bat Shawn mich dann noch einmal umzudrehen, denn ich musste doch Papiere aus der Firma mitnehmen. Ein Glück, dass die immer wissen, was sie tun… Somit nutzte ich die Gelegenheit ebenfalls um den Trailer an der Firma vernünftig von innen zu säubern. Dann fuhr ich nach Mars Hill, ME um zu laden. Von dem Umweg dorthin erzähle ich euch besser nichts… &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ganze vier Paletten bekam ich auf den Trailer und damit machte ich mich kurz darauf auf den Weg zum Hof. Da ich Zeit hatte machte ich in Florenceville, NB noch einen Zwischenstop um etwas Bremsleitung für den Pick up zu kaufen. Am Hof sprach ich erstmal mit meinem Dispatcher. Dieser meinte ich solle mich morgen früh melden. Er wollte mich beschäftigt halten und ich hatte da ja im Grunde auch nichts gegen einzuwenden. Nur wenn man schon zu hause ist… Doch ich sollte mich morgenfrüh melden und dann sollte es weiter gehen. Somit packte ich dann meinen Kram in Opas Auto und fuhr damit nach Hause. Da Sandra mit den Kindern eislaufen war hatte ich noch Zeit Opas Auto unter die Lupe zu nehmen. Hierzu schob ich mit Freds Plow truck erstmal den Schutt, den die Handwerker produziert aber noch nicht abtransportiert hatten, zusammen. Dann nahm ich den Wagen auf den Rampen hoch und schaute mir das Elend an. Der mittlere Topf ist grotte, klingt aber recht satt. Außerdem muss der gesamte Schweller auf der Fahrerseite rekonstruiert werden. Eines Tages weder ich hoffentlich im Besitz eines Schweißgerätes sein, aber bis dahin muss es Gfk tun. Für die Inspection hier ist das okay und bei den alten Autos lohnt es sich auch nicht mehr viel zu investieren. Bei meinem oder Freds Truck z.B. würde das Schweißen der Schweller 300$ plus Tax (Steuer) kosten, wobei ein Schweller rund 40$ kostet plus den Arbeitsaufwand. Bauschaum, Gfk-Matte und Epoxidharz kosten zusammen knapp 40$. Dazu kommt noch Unterbodenschutz für 10$ und es sieht mit etwas mehr Arbeitsaufwand trotzdem aus wie neu. Selbst ist der Mann und spart damit gute 200$ plus. &lt;br /&gt;Ich telefonierte noch kurz mit Opa und erklärte ihm was gemacht werden müsse. Dann kam auch schon Sandra mit den Kindern und wir bereiteten uns auf Abendbrot vor. Amelie und Leonie spielten noch ein wenig draußen und zeigten mir dann stolz die Tatzen, die sie in den Schnee „gebaut“ hatten. Sie sahen wirklich aus wie von überdimensionalen Tigern oder Löwen… Dann gab es Abendbrot und die Kinder verschwanden im Bett. Sandra und ich machten es uns noch auf dem Sofa bequem und schauten noch ein wenig in die Röhre. Ach ja, der Strom war morgens schon wieder da. Danach ging es ins Bett und bis auf zwei kleine „Störungen“ durch Eriks Hunger war es ruhig. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Samstagmorgen rief ich in der Firma an und oh Wunder, oh Wunder, es gab doch nichts zu tun… Also fuhren wir nach dem Frühstück nach Woodstock, NB um noch ein paar Kleinigkeiten für Halloween einzukaufen. Außerdem besorgte ich noch die Utensilien für Freds Loch im Boden und Opas Autos. An den Van würde ich heute zwar nicht mehr rangehen, denn  das brauchte einen Tag zum Arbeiten und einen zum Trockenen, aber Freds Truck wollte ich mir heute noch vornehmen. Er hatte mir über ein etwa Kindskopf großes Loch im Bodenblech der Beifahrerseite berichtet. Ach ja, und ich ließ mich bezüglich Fernsehen beraten. Sandra möchte gerne Fernsehen und ich…, bin ja eh nicht da. Somit ließ ich mir mal das Canadische Fernsehen erklären. Im Grunde ist es ganz simpel:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Umsonst gibt es hier gar nichts…, aber… Für 99$ kauft man sich einen Receiver inkl. Anschluss. Das bedeutet, es kommt jemand raus und verkabelt einem das ganze Gerät. Der macht alles komplett vom Anbau der Schüssel bis zum Anschluss des Receiver und des Fernsehers. Natürlich ist der Preis plus Steuer. Dann kann man aus verschiedenen Paketen auswählen. Standard kostet 33$ plus Tax, das ist das Minimum was geht. Hierfür bekommt man halt die Standardprogramme. Ich würde sagen, wie ARD und ZDF, etc. Hinzu kommen nun Themenpakete, für je 5$ pro Paket und Monat. Da gibt es z.B. „News“ mit 3-4 Nachrichtenprogrammen oder „Familie“ mit ein paar Kinderkanälen. Okay, eigentlich gibt es 3 oder 4 „Newspakete“ und das Selbe gilt für „Familie“ oder „Movie“. Wenn einem das zu kompliziert ist, dann kann man auch ganze Blöcke dazu buchen, was dann ab 58$ monatlich bis unendlich erweiterbar ist. Klingt kompliziert? Ist es auch…, vor allem wenn man keine Ahnung hat, was die einzelnen Sender überhaupt so bringen… Vorteil, man kann alles was über die 33$ „Grundgebühr“ hinaus geht jeder Zeit im Internet dazu nehmen oder wieder löschen. Ach ja, und es gibt da noch diese Paydinger. Da kann man dann noch einmal die neues Filme oder Perversitäten per Credit Card buchen. Das ist dann wie Kino zu hause. Bezahlen, einmal gucken und das war´s… Ich nahm also mal einen Flyer mit…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu hause angekommen nahm ich den Truck des Fred also auf die Rampe und legte mich darunter. Ich konnte das Loch sehen, allerdings war es schon das eines großen Kindes und verlief über dem Auspufftopf weiter nach hinten. Um mir das ganze dann etwas genauer ansehen zu können und um zu wissen wie ich es am besten angehen könnte, nahm ich die Sitzbank raus und den gesamten Teppich auf. Naja, ich hatte ja gesagt, ich bringe den Wagen durch die Inspection und das werde ich auch. Selbst wenn ich dem Wagen keinen Sticker mehr geben würde, er wird es schaffen… Die Roststellen im Rahmen werden mit Spachtel und Unterbodenschutz retuschiert, die Schweller sind ja bereits wieder da und dieses Loch wird auch noch verschwinden… Gut okay, als der Teppich weg war konnte man das ganze Problem sehen und es war doch etwas größer… Also sagen wir etwa kindskopfgroß, wenn das Kind einen am Kopf angewachsenen Zwilling hat, den man nicht mitzählt. Wäre der Auspuff nicht darunter, hätte man Erik ohne Probleme da durchplumpsen lassen können. Im Grunde war vom gesamten Fußraum der Beifahrerseite nichts mehr übrig – ich brauch ein Schweißgerät! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da ich keinen Schweißer habe, begann ich also Bleche zurecht zu flexen. Diese dengelte ich dann mit einem Hammer in die entsprechenden Formen um sie dem Rest des Bodenbleches anzupassen und nietete und verschraubte sie. Als ich an diesem Tage die Türen schloss, war das Loch kaum noch zu sehen. Eine Lage Gfk darüber und Unterbodenschutz von unten und das sollte es gewesen sein. Ich hatte auf alle Fälle wieder einen Tag in der Werkstatt verbracht und musste morgen früh raus. Ja wer was schaffen will muss Doppelschichten einlegen. Ich hoffe nur, dass einem Ehrgeiz und Engagement hier mehr gedankt wird als in Deutschland. Die Nachbarschaft reagiert auf mein Arbeits-„Doppelleben“ auf alle Fälle recht positiv. Nun blieb noch etwas Zeit für die Familie und dann ging es ins Bett. Am nächsten Morgen sollte es nach Toronto, ON gehen, so grobe Richtung und das war halt etwas weiter zu fahren…&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3184627331177709407-6908527161098331331?l=amelonie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://amelonie.blogspot.com/feeds/6908527161098331331/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3184627331177709407&amp;postID=6908527161098331331' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3184627331177709407/posts/default/6908527161098331331'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3184627331177709407/posts/default/6908527161098331331'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://amelonie.blogspot.com/2009/11/oh-carolina.html' title='Oh Carolina, …'/><author><name>amelonies</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18083177256209115380</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://1.bp.blogspot.com/_rTH7NxWrtQI/SXjccayhIRI/AAAAAAAAAJk/qBirVymWPoM/S220/DSC_0027.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3184627331177709407.post-2144852001116286739</id><published>2009-10-17T19:30:00.002-04:00</published><updated>2009-10-17T19:37:11.963-04:00</updated><title type='text'>Schneepflug</title><content type='html'>Am nächsten Morgen erreichte mich eine Nachricht mit load offer. Ich sollte nach Flemington, NJ fahren um dort für Etobicoke, ON zu laden, allerdings erst am Montag um 08.00 Uhr. Somit hatte ich doch eine Menge Zeit und überlegte, was ich tun sollte. Da mir nichts Sinnvolleres einfiel machte ich mich auf den Weg zur Flying J in Carneys Point, NJ. Auf dem Weg dorthin bemerkte ich jedoch, dass die Walt Withman Bridge dazwischen lag und von einer Seite aus kostete sie Geld. Einige Dollar ausgeben um einige Cent an Spritkosten zu sparen, das erschien mir nicht so gut. Da sah ich dann die Ausfahrt zu der TA, bei der ich auf dem Weg nach unten getankt hatte. Da ich damit noch eine Dusche gut hatte und es bei den TA´s in der Regel mindestens eine Art des Internetes gibt, stoppte ich halt hier. Ich ging duschen, logte mich ein und machte mir einen ruhigen Sonntag. Im Laufe des Tages telefonierte ich noch mit Wolfgang und der berichtete mir, dass die Brücke in Richtung Norden nichts kostet und somit fuhr ich am Abend doch noch nach Carneys Point, NJ. Hier kaufte ich mir noch etwas zu essen und dann legte ich mich hin. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Wecker quälte mich um 05.00 Uhr aus dem Bett und ich holte mir erstmal einen Kaffee. Dann taperte ich wieder rein um meine Papiere der letzten Woche zu faxen und tankte den Truck voll. Anschließend hieß es Abfahrt zum Kunden. Da ging dann alles schnell und freundlich ab und kurze Zeit später war ich schon voller Saft auf dem Weg nach Toronto, ON. Auf der Strecke erreichte mich eine Nachricht. „1 layover Canada bewilligt, bitte auf´s envelope schreiben.“ Toll, wir sollen unser envelope am Samstag schließen und dann in der Firma abgeben oder faxen. Dieses hatte ich gerade getan und nun bekam ich die eingereichten layover? Gut, besser spät als nie! Wir müssen unser layover max. 24 Stunden nach den 18 Stunden off einreichen, sonst wird es pauschal abgelehnt. Aber mit dem bewilligen können die warten bis irgendwann, oder wie? Es piepte noch ingesamt 3 Mal und damit waren 3 weitere layover bewilligt und eins abgelehnt. Dann fehlten nur noch zwei Entscheidungen… Ja, wer zählen kann ist nun im Vorteil. Nein, nicht das Piepsen… - zwei layover wurden in einer Message bewilligt, aber gut aufgepasst… Ich habe in der“ letzten Woche“, also von Sonntagmorgen 05.00 Uhr bis zum Montagmorgen 07.00 Uhr, insgesamt 7!!! Layover eingereicht. Das bedeutet ich habe 7!!! Mal länger als 18 Stunden gestanden  und damit meine ich keine geregelte Pause von 10 Stunden… Das sind Wartezeiten auf Ladung. 4 wurden anstandslos gegeben und das abgelehnt werde ich noch diskutieren, denn ich stand  gute 16!!! Stunden beim Kunden zum Laden. Auf die Anfrage ob ich die Entscheidung für Nummer 6 und 7 auch bekomme kam zurück: „Da sind noch mehr?“ Ich schrieb: „Ja, es war wirklich keine gute Woche…“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit dem Warten auf den Rest im Hinterkopf bin ich dann fix über die Grenze gehoppelt und stellte mich dort für die Nacht ab. Am Morgen ging es wieder früh zum Kunden und ich wurde irgendwann ausgeladen. Als die Paletten in der Lagerhalle waren durfte ich von allen die Plastikumwickelung entfernen und die obersten Kartons mit einem Bindfaden verschnüren. Das bei 20 Paletten und ein kleinen wenig Frühsport war erledigt. Dann ging ich zurück in den Truck und sendete mein MT rein. Außerdem fragte ich noch nach meinen anderen layover und bekam zur Antwort: „ Ich arbeite dran. Habe viel zu tun und wir sind nur zu dritt im office.“ Zusätzlich erhielt ich meine Ladung und einen kleinen Auftrag. Ich sollte zum Kunden fahren und dort einen Trailer zum Laufen bringen. Diesen sollte ich dann laden und zur Firma fahren. Da der Kunde gleich um die Ecke war, konnte ich wenig später auf alles eingehen. Erst mal die Antwort auf die layover: „Es ist nur eine Frage. Wir müssen innerhalb 24 Stunden unser layover reinsenden sonst verfällt es. Wenn es genauso in 24 Stunden beantwortet wird, müßtest Du jetzt nicht suchen und hättest keine Probleme weil ihr zu dritt seid. Währe das nicht fair?“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf eine Rückmeldung wartend begann ich mir den Trailer anzusehen. In der Alarmliste stand „High Discharge Pressure“. Das Problem hatte der letzte Reefer der ausgegangen war auch und ich musste ihn in eine extra Reeferwerkstatt bringen. Dann versuchte ich ihn zu starten und der Anlasser machte nur merkwürdige Geräusche. Dieses Mal stand in der Alarmliste zusätzlich: „Can´t crank engine“. Ich vermutete mal das sollte heißen, dass die Maschine nicht (an-)gedreht werden kann. Damit stieg ich zur Maschine hoch und schaute mir das mal genauer an. Öl war so halb gut und in der zweiten Ölöffnung war Ebbe. Die Kurbelwelle sah aus als wäre sie von Splitter angefressen und im Gehäuse waren von innen Schlagspuren zu sehen. Hier wollte ich lieber nichts weiter ausprobieren, denn am Ende war ich noch Schuld. Ich rief die Werkstatt an, machte meine Meldung und bekam eine Adresse von einer Werkstatt genannt. Zurück am Truck hatte ich auch Nachricht vom D-Manager: „Ich habe Dir gesagt ich werde was noch da ist dann auf Deine Abrechnung packen. Was willst Du noch?“ Ich sende zurück: „Es war nur eine Frage…“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Okay, auf ging es also zur Reeferwerkstatt. Hier erklärte ich mein Problem und sie überbrückten den Reefer – rums an war er… Na super, auch nicht schlecht… ich schaffe es nicht einmal eine leere Batterie zu erkennen… Nönö, das könnt ihr jetzt auch nicht sagen, denn es tat sich außer dem Geräusch nichts an der Maschine und dem inneren Zustand nach zu urteilen, konnte es alles sein. Glaubt ihr nicht? Ich habe mich rückversichert, denn sonst würde ich meinen Fopa hier doch nicht niederschreiben… Die Spuren im Gehäuse kamen nicht von einem gebrochenen Pleuel oder so, sondern müssen von Schlagwerkzeugen stammen. „Vielleicht wollte jemand etwas reparieren?“ Keine Ahnung wie man so etwas repariert, aber gut. Der Ölstand war auch auf dem Level okay und da wo ich Ebbe vermutete musste auch gar kein Öl sein. Das kann ich ja nicht wissen, denn ich bin kein Reefermann. Dass die Kurbelwelle aussieht als hätte man sie aus Bruchstücken zusammengesetzt und dann ein wenig zum Spielen mit einem Dampfhammer alleine gelassen, das ist hier die Qualität… - aber auch das muss man erstmal wissen. Ach ja, und das der Computer in einem versteckten Untermenü die Batteriespannung anzeigt wusste ich auch nicht und das der Computer Sachen wie „High Discharger Pressure“ schreib wenn die Batterie leer ist war mir auch nicht bekannt… Aber jetzt bin ich zum Glück ein halber Reefermann…! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich ging noch einmal um den Truck um etwas zu gucken und entdeckte wieder was. Meine rechte vordere Antriebsachse war voll mit Öl. Besser gesagt, das Felgenbett war voll mit Öl, ebenso der Reifen und der Schmutzfänger. Die Staubkappe war ganz weg und die Dichtung hing nur noch auf halb acht. Nachdem ich meine erste Verwunderung darüber verdaut hatte, rief ich noch einmal in der Firma an. Ich sollte doch bitte versuchen es zu reparieren, denn es ist billiger das am Hof in Ordnung zu bringen…?! Kommen die noch klar? Ich fahre doch keine 1500 Kilometer mit einer leckenden Achse… Aber trotzdem wollte ich mir das Problem erstmal ansehen. Ich bat den Reefermann um eine Ratsche, eine 22 Nuss und ging zum Truck. Bordwerkzeug gibt es hier nicht, es sei denn der Fahrer kauft sich welches… Könnte ich meinen Truck mit nach Hause nehmen und müsste der Schlüssel nicht im für Jedermann zugänglichen, nicht kameraüberwachten Vorraum des Dispatchs liegen, wo man mit schon meinen Inverter geklaut hat… - jammer… Also habe ich kein Werkzeug in meinem Truck, außer dem Bolzenschneider, den ich mir selber kaufen musste… - jammer, heul… und dem Überbrückungskabel, was Jürgen mir vermacht hat – danke. Naja und dieses und jenes und… aber keinen Knarrenkasten oder Schraubenschlüssel…! Könntet ihr mal bitte aufhören so kleinlich zu sein… Ach, jetzt wollt ich mir auch noch so kommen…? Ja, ich habe ein Überbrückungskabel und nein ich habe nicht versucht den Reefer zu überbrücken weil er von innen nach einem Totalschaden aussah, was aber für Canada nochmal zu sein schein… Sonst noch was? Kann ich jetzt bitte weiter erzählen…?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also bitte, der Truck! Ich hockte mich neben die Achse und setzte die Nuss auf. Dabei stellte ich fest, dass insgesamt vier von acht Muttern lose waren. Ich konnte sie so von Hand weiter lösen oder wieder handfest anziehen. Die waren einige Umdrehungen los… Jetzt kann man natürlich späkulieren: Ist es einfach so passiert, dass sich die Hälfte der Muttern der Achse auf einmal lösen oder war das ein Dankeschön meines Nachbarn heute Nacht, für die Ruhestörung durch den Reefer? Wobei heutemorgen beim Pre-trip nichts auffällig war. Ich fand es auf jedem Fall merkwürdig, drehte alles wieder fest und kontrollierte auch die anderen Räder, die in Ordnung waren. Dann rief ich wieder bei der Firma an. Inzwischen hatten sie eine Werkstatt direkt um die Ecke aufgetan und baten mich das dort wieder richten zu lassen. Sicherer ist das, denn 1. Weiß ich nicht wie viel Öl aus der Achse ist und 2. Ist die Dichtung kaputt, also wird es selbst bei angezogenen Muttern weiter lecken. Gesagt getan fuhr ich also mit laufendem Reefer, damit die Batterie laden kann, zum Frightliner Dealer. Hier wurde dann die Achse wieder abgedichtet und ich konnte weiterziehen. Nebenbei noch ein Eigenlob… - Ich rief noch einmal die Firma an, dass sie bei meiner Ladeadresse Bescheid sagen sollen, dass ich mit diesem Trailer zum laden komme und sie nicht den nehmen, den ich dort abgestellt habe. Begründung: Dieser muss laufen und es wäre doch Blödsinn diesen dort laufend abzustellen und den anderen laufend zu ziehen weil die Ware gekühlt werden muss. Das würde gleich zwei Mal Diesel verbennen – Safe the trees! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Somit kam ich also irgendwann mit einem „reparierten“ Reefer und einem reparierten Truck wieder beim Kunden an und bekam genau in diesem Moment eine Nachricht. „Sorry, die Ladung wurde im letzten Moment storniert, arbeiten an reload für Dich und an den layover.“ Jetzt war ich aber mal verwundert. Erst haben die mir drinnen gesagt ich könne ans Tor, dann kamen die Probleme und sie wollten ab 15.00 Uhr den anderen Trailer beladen, falls ich bis dahin nicht zurück bin und nun storniert? Ich ging erstmal rein und fragte nach. Drinnen war meine Ladung soweit fertig, nur noch ein paar Paletten und sie bräuchten ein freies Tor. Dann rief ich bei der Firma an und fragte was los sei. Antwort: „ Alles in Ordnung, falscher Truck, sorry…“ im Hintergrund schallendes Gelächter. Möglichkeit eins: Flascher Truck und auch andere warten auf ihre layover. Möglichkeit zwei: Sie hatten bereits einem anderen meine Tour gegeben und wollten mich mal wieder hängen lassen. Haben wohl nicht damit gerechnet, dass ich schon wieder beim Kunden war. Das würde ebenfalls den Zusatz mit den layover erklären, oder…? Sie haben mich einfach mal blöde Verar…. wollen…  Somit galt das Gelächter entweder dem geglückten Gag oder dem unglücklichen Zufall, denn ich hatte ja nun genug Geschreibe wegen den layover gehabt und es passte wirklich; Doch war nicht für mich. Was auch immer, ich war hier, meine Ladung gab es noch und was sollte ich noch Gedanken an sowas verschwenden.   &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann piepste es wieder und der D-Manager meldete sich. Jetzt hatte er alle layover aufgelistet, mit Eingangsnummer des Systems und Datum. Zudem schrieb er welche gegeben waren und was noch zu diskutieren war. Meiner Meinung nach sollten alle einfach gegeben werden… Aber okay, 5 waren nun gegeben, eines stand zur Diskusion und eines war abgelehnt. Das war schon einmal ein Anfang. Ich wartete auf eine Tür und faxte noch eine Quittung zur Firma. Dann waren sie soweit, dass ich laden konnte. Das Füllen meines Trailers ging dann verhältnismäßig schnell und schon machte ich mich auf meinen Weg. Über den QEW zur 427, zur 401 und dann immer gerade aus. In Napanee, ON hielt ich noch einmal zum tanken an und dann fuhr ich durch bis zu meinem Schlafplatz. Es regnete nun schon den ganzen Tag und das Getrommel der Tropfen ließ mich einschlummern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen ging es weiter Richtung Moncton, NB. Immer der Strasse nach durch Montreal, QC, an Quebec, QC vor bei, über 185 zum TCH 2 und dann weiter. Ich fuhr und fuhr und fuhr. An einer Rest area in Quebec machte ich einen kleinen Stop für einen Kaffee und zum Pinkeln, ansonsten fuhr ich. Ich legte einen Zwischenstop bei der Firma ein um meine Papiere abzugeben und sprach nur kurz mit meinem Dispatcher, der gerade dabei war das Büro zu schließen. Dann drehte ich vom Hof und fuhr nach Hause. Hier brachte ich eine Box mit „Dreckwäsche“ und leeren Flaschen rein, duschte, aß was, sprach mit den Kindern und Sandra, knuddelte Erik, nahm eine Box mit neuer Kleidung und Essen, die Sandra gepackt hatte und schon war ich auf dem Weg nach Moncton, NB. Das war mal eine harte Zeit, denn die Kinder hatten Ferien und ich verbachte die Zeit draußen. Eigentlich war ich ja am Wochenende immer drinnen aber das vorletzte war kurz und das letzte habe ich in New Jersey gestanden. Somit war ich den größten Teil ihrer Ferien draußen. Jetzt war ich auch nur für eine knappe Stunde zum Essen und Duschen da und dann…? Ich fuhr nach Moncton, NB, wo ich nach offiziellen 1280 Tageskilometer in der Nacht ankam. Schnell den Vorhang zu und etwas schlafen… Das mit dem Einschlafen ging ganz gut, denn Sandra hatte leckersten Grünkohl gekocht… &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um 04.45 klingelte der Wecker und ich gab meine Papiere ab. Kurz darauf bekam ich meine Tür und drückte den Trailer daran. Dann löste ich wieder alle Verbindungen und sattelte ab. Mit der Zugmaschine blieb ich vor dem Trailer stehen und legte mich wieder hin. Irgendwann klopfte jemand an die Tür und gab mir meine Papiere. Ich sendete meine MT-message rein und fuhr zu Tim. Dort kaufte ich erstmal einen Kaffee und als ich zurück kam hatte ich schon meine neue Ladung. In Scoudouc, NB laden für morgenfrüh Wilmington, MA. Das ging schnell und war eigentlich ganz gut aber… Ich fuhr zum Kunden und rief meinen Dispatcher an. Ich wollte die Tour ja wohl fahren, doch sollte es die Möglichkeit für einen anderen Trip geben, wäre ich auch nicht böse. Irgendetwas Kurzes von heute auf morgen, so dass ich am Wochenende zu hause sein konnte. Ich wollte nicht das letzte Ferienwochenende auch noch auf der Strasse verbringen. Außer einem Tag und gestern einer Stunde war ich glaube ich die ganzen Ferien nicht da heim. Die Kinder gingen zwar heute und morgen wieder ins Camp und waren auch so ganz zufrieden aber ich nicht. Ich wollte nach Hause, etwas Zeit mit der Familie verbringen und vielleicht auch mal wieder mit Deutschland telefonieren. Holz stapeln, die renovierte Werkstatt besichtigen, am Wagen arbeiten, mit den Kindern spielen, einkaufen, mit Sandra kuscheln, etc. Alles das, was man eigentlich so als Familienvater macht, wenn man zu hause ist. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es dauerte bis kurz nach 16.00 Uhr bevor ich beladen war und meine Papiere hatte. Dann konnte ich endlich losfahren Richtung Grenze. Auf dem Weg dorthin hatte ich einen Plan geschmiedet. Ich wollte noch eine Plastikbox für den Truck abholen, also so ein Ding, was man in die ganze Box reinlegt und das bis zum Rand reicht, damit die Box selber nicht gammelt und verdreckt. Dieses hatte ich im Internet für sehr kleines Geld gefunden und nun lag die Adresse des Verkäufers quasi auf meinem Weg. Ich verabredete mich mit ihm und versiegelte den Trailer vorerst nicht. Dann fuhr ich noch einmal bei Tim vorbei um mir einen Kaffee zu holen und etwas Geld unddann ging es los. Auf dem Weg zur Box erreichte mich eine Message vom Dispatch. Leider hatten sie „angeblich“ keinen, der die Tour fahren konnte. Ich habe zwar mehrere Trucks stehen sehen, aber die waren bestimmt alle müde oder wollten gar kein Geld verdienen. Nun denn, so blieb mir nur in die Firma reinzusenden, dass ich noch neue Seal bolts benötigte, denn ich brauchte ja einen Grund für die Rückkehr. Nur so konnte ich die Truckbox im Trailer mitnehmen und dann zu hause abwerfen. Netter Weise meldete sich dann unser Dispatch-Manager und bot mir an, auf seinem Heimweg alles für mich an der Tankstelle in Woodstock, NB zu hinterlegen. Super, das klappt ja heute wieder…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bedankte mich bei ihm und rief den Verkäufer an, dass es heute nichts wird. Ich meine wie sollte ich den Grenzern erklären, dass sich zwischen meinem Krabbenfleisch und den Shrimps eine Truck box befindet? Und der Weg nach Hause war mit der Hilfsbereitschaft des D-Managers gestorben. Also ließ ich die Box wo sie war und fuhr zur Tanke nach Woodstock, NB. Hier holte ich mein ACE und die Seal bolts ab und fuhr dann weiter zur Grenze. Voller Motivation, Tatendrang und Müdigkeit checkte ich dort ein. Die Dame am Fenster war freundlich und wollte nach den üblichen Fragen wissen, wo denn die Papiere für meine Shrimps sein…? „Bitte fahren sie durchs X-Ray, öffnen die Türen, fahren dort an ein Tor und gehen nach dort drüben zu ihrem Broker und fragen nach den Papieren. Mit diesen kommen sie dann bitte wieder zu mir.“ Super, ich wollte doch einfach fahren… Ich tat wie mir aufgetragen und ging, nachdem ich den Truck zur Inspection abgestellt hatte zum Brocker. Hier hatte man meine Papiere, mit denen ich mich dann wieder bei der Dame meldete. Nun hieß es warten bis die Truppe meinen Auflieger und die Ware kontrolliert hatte und dann konnte ich mit einer Stunde Verlust endlich weiterfahren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Obwohl ich reichlich müde war fuhr ich nach Newport, ME zum Tanken und dann durch bis zum Kunden. Hier stellte ich mich gegen 04.30 Uhr ab und wartete dann auf 08.00 Uhr. Als es so weit war ging ich rein, meldete mich an, bekam mein Tor und klärte noch die Geschichte mit dem Lumper. Die eigentlichen Jungs würden erst später kommen, aber ein kleiner Rotzbengelm wollte mich sofort und für Cash entladen. Da die Firma sowas nicht zahlt wartete ich erstmal ab. Dann kam er wieder an den Truck und meinte er könne es auch für einen Check tun und das klang schon besser. Ich schrieb also an die Firma, dass ich einen Autorisationcode für einen 80,00 Dollar Check benötige und legte mich wieder hin. Nach einigem Rückeln im Trailer kam irgendeiner an und gab mir die Papiere. Ich hätte ja jetzt einfach losfahren können aber so einer bin ich dann ja auch nicht. Somit ging ich wieder rein um die Sache mit dem T-Check zu klären. Da ich von der Firma in den letzten 2 Stunden keinen Code bekommen habe, wollte ich es selbst machen. Von einem dortigen Telefon aus rief ich bei T-Check an und wir gingen das ganze Prozedere durch. Am Ende der Vorstellung hieß es nur, die Karte ist für diesen Betrag nicht freigegeben…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da half dann nur eines, in der Firma anrufen. Ich hatte meinen Lieblingsdispatch an der Stippe und auch die Frrage nach dem Befinden antwortete ich ihm, dass ich etwas angep… war. Ich brauchte den Grund dafür nicht nennen, denn nun knape 3 Stunden später hatte er den Code. Natürlich wollte er ihn gerade abschicken… Also das ist ein Sache von ein paar Minuten aber wir wollen mal nicht motzen. Dann konnte ich den Lumper bezahlen und los fahren. Die Frage war nur wohin? Eine neue Ladung hatte ich noch nicht und somit sendete ich MT rein und stellte mich an die Seite. Ich verkroch mich wieder in die Bunk und versuchte ein wenig weiter zu schlafen, was nur von mittelmäßigem Erfolg gekrönt war. Lange Rede wenig Sinn…, Montag ist Feiertag und somit wird hier nicht viel passieren. Nach Toronto, ON hoch vielleicht oder nach Montreal, QC, einen Trailer tauschen und dann zurück zur Firma. Das waren die Optionen. Wenn es ganz schlecht lief könnte es auch passieren, dass ich das nächste Wochenende draußen verbracht…oder sie würden  mich zurück holen. Wartend auf eine Nachricht lag ich im Bett. Es piepst zwei Mal mit der Nachricht, dass sie nichts für mich hatten und dann kam endlich das, worauf ich gewartet hatte. Um 17.00 Uhr teilte man mir mit, dass es hier keine Ladung gebe und ich sollte leer zurück zum Hof kommen. Danke! Somit konnte ich am Wochenende doch zu hause sein. Ich habe in meine Papiere geguckt und wenn ich denen glauben darf, war ich seit dem 23.09. nicht mehr zu hause. Außer zum „Hallo“ sagen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da ich durch die letzten, kurzen Nächte sehr geplättet war, fuhr ich noch bis Bangor, ME und stellte mich dort auf den Truck stop. Übermüdet durch die Wald- und Mooseregion, das wollte ich mir nicht antun. Außerdem würde ich so zwar erst Samstagmittag da sein, dann aber ausgeruhter. Somit legte ich dort meine Pause ein und verkrümmelte mich zum Schlafen. Am nächsten Morgen sattelte ich die Hühner und fuhr heime. No Stress an der Grenze und durch zum Hof. Hier holte mich der Rest der Familie ab. Truck ausräumen, einmal kurz durchs Büro und Feierabend! Der wurde erstmal mit duschen, essen und – einkaufen – verbracht. Dann schlief ich mit Erik auf dem Bauch auf dem Sofa ein. Also ich irgendwann wach wurde krabbelte ich nur noch ins Bett und wieder Feierabend… &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Tag ging es an die Heimarbeit. Ich stapelte mit Amelie das Holz, das vorne in der Werkstatt lag  nach hinten in den offenen Raum mit dem Ofen. Hier nagelte ich einige Bretter und ähnliches vor den Durchgang nach draußen, dass es im Winter nicht reinschneien konnte. Dann nahm ich unserer Dodge auf die Rampen und checkte den Kühler. Sandra hatte darüber geklagt, dass die Heizung nicht mehr laufen würde und das ist in der Regel erstmal ein Zeichen für zu wenig Kühlwasser. Dieses hatte ich gestern noch aufgefüllt, 1 Galone und nun war es wieder leer. Während der Wagen lief machte ich mich noch über die Achse auf der Beifahrerseite her. Als diese wieder instand gesetzt war prüftem ich noch einmal den Kühlwasserstand und dieser schien nun okay zu sein. Knappe zwei Galonen, also fast 8 Liter hatte ich nachgekippt. Endweder leckte das System, was ich aber irgends entdecken konnte oder es war einfach trocken gelaufen. Wie auch immer, die Heizung ging wieder und das war die Hauptsache. Auf dem Hof hatte ich den Pick Up stehen und ließ ein wenig laufen. Eigentlich wollte ich hier noch den Drive shaft für den Frontantrieb des Allrad einbauen, aber bevor ich dazu kam, stand Wolfgang schon in der Garage. Er und Mecki waren zum Kaffee vorbeigekommen. Somit ließ ich die Autos in Ruhe, parkte den Pick Up unter dem Seitendach, denn die Handwerker wollten noch kommen und den Rest der Werkstatt fertig machen. Sie waren dabei die Decke zu erneuern, denn wir hatten beim Vermieter angemerkt, dass die völlig vergammelt war. Schimmel über Schimmel, an der Decke und den Wänden. Alles sollte nun in Ordnung gebracht werden, denn wir hatten ja Haus und Werkstatt gemietet und es ist toll, wenn man dann auch beiden nutzen kann. Es sah gar nicht so schlecht aus und da konnte man auch vergessen, dass es gute zwei Monate gedauert hatte bevor überhaupt angefangen wurde. Canadische Eile halt…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir tranken dann Kaffee und redeten über alles und jedes. Es war ein sehr ruhiger und angenehmer Nachmittag. Wolfgang hatte noch Dosenfutter von Bonduelle mitgebracht. Bei seinem letzten Abladen dort hatte er einen Lagerverkauf aufgetan und da gab es das nun alles sehr günstig. Somit hatte er gleich an uns gedacht und seinen Truck etwas mit Dosengemüse und weiterem gefüllt. Dosen hier und cash da und wir hatten wieder günstiges Futter. Irgendwann waren Wolfgang und Mecki dann auch wieder auf dem Weg nach Hause und wir schauten uns noch einen Film an. Ich bin mir nicht sicher wie viel ich davon mitbekommen habe. Die letzten Wochen und Tage stecken doch in den Knochen. Dann ging es wieder ins Bett und Erik hatte voller Verständnis die Nacht über nur zwei Mal Hunger. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Morgen kam Leo ins Bett zum Kuscheln. Dann wurde sich fertig gemacht und ich began schon wieder meine Sachen zu packen. Nach dem Frühstück kümmerten wir uns noch um ein paar Schreiben, die erledigt werden mussten und versuchten den ein oder anderen in Deutschland zu erreichen. Sandra wollte eigentlich über Skype mit ihren Eltern sprechen und ihnen Erik zeigen. Naja, sprechen ist vielleicht zu viel gesagt. Die Verbindung hier in unserem Dorf ist derart bescheiden, dass man schon seine Probleme damit hat. Nur Ton geht so halbwegs, mit Kamera kommt dann aber nichts mehr an. Somit muss man das Bild über Kamera schicken und den Ton durchs Telefon. Da dieses jedoch von der Satellitenverbindung des Internet gestört wird, reißt das Telefonat dann meistens ab. Oder man kann das Telefonat über die Lautsprecher des Computers verfolgen… Also alles sehr abenteuerlich hier…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich war gerade damit beschäftigt die Kamera zu installieren und machte einen „Kontrollanruf“ bei Petra. Sie war zu hause und wir schnabbelten ein bischen. Mit der Kamera funktionierte es jedoch nicht und somit musste ich neue Treiber aus dem Netz runterladen. Damit war die Leitung schon wieder völlig überfordert und ich verabredete mich für später noch einmal mit ihr. Dann lud ich den Kram runter und installierte die Kamera neu. Jetzt klappte es und ich meldete mich noch einmal bei Petra. Erik konnte sie nun sehen, aber mich nicht verstehen. Somit rief ich über das Telefon an und wir sprachen einfach so noch ein wenig. Dann übergab ich an Sandra und kümmerte mich um den Ofen und um das weitere Packen meiner Sachen. Als Sandra fertig war setzten wir uns noch einmal mit dem Auto in Bewegung. In der Nähe verkauft einer einen Plow truck und das was es noch, was uns für den Winter fehlte. Es war ebenfalls ein Dodge, allerdings Baujahr 1988 mit Standartkabine und langer Box. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Truck machte einen dem alter nach nicht ganz schlechten Eindruck. Der Plow funktionierte, allerdings war die Beleuchtung ein wenig essig. Der Motor war umgebaut worden, es werkelte jetzt kein 318ner sondern ein 350er Motor darin. Also 350 Kubikinch, was bedeute, 350 x 2,54 hoch 3, sprich eine 5,7 Liter Maschine. Die Box war etwas durchgerostet aber der Rahmen sah sehr gut aus. Die Bremsleitungen waren erneuert, der Auspuff war neu, der Allrad funktionierte, die Reifen waren okay, ein Box liner war dabei und eine Untility box, also eine Box, die hinter der Kabine auf der Ladefläche befestigt werden kann um dort Sachen zu lagern. Er sprang an, lief und fuhr, Schaltgetriebe mit vier Gängen. Nach einer Proberunde sprach ich mit dem Verkäufer und wir waren uns einig. Wollte er doch anfänglich 1600$ haben, so konnte wir uns schließlich auf 1000$ einigen. Somit haben wir nun einen Schneeplug für kleines Geld und der Winter kann kommen. Okay, die Anschaffung des anderen Truck hätte man sich damit vielleicht sparen können aber auch nicht wirklich. Denn wenn der denn noch rechtzeitig fertig wird kann ich damit zur Arbeit fahren und Sandra kann zu hause Schnee pflügen. Somit alles in bester Ordnung! Ich bin ja mal gespannt, denn die letzten Nächte hatten wir Frost und Heutemorgen lag sogar etwas wie Eisregen auf dem Dach, der nicht weggetaut war. Freitag soll es dann nachts runter gehen auf -6° C, der Vorbote für den Winter. Und im Westen und der Mitte Canadas soll es schon schneien. Ich bin ja mal wirklich gespannt was da jetzt so kommt. Also was ab Januar los sein kann ist mir ja bekannt, aber wie die Anfänge sind weiß ich nicht. Ich lasse mich mal überraschen und warte ab was sich so tut. Holz haben wir, einen Schneepflug haben wir, was soll schon passieren? Na schau´n wir mal. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute war hier auf alle Fälle „Happy Eating“ oder anders formuliert Ernte dank. Ein Feiertag und deshalb starten die Kinder erst morgen wieder mit der Schule. &lt;br /&gt;Auf dem Weg zurück vom Schneepflug machten wir auf alle Fälle in der Firma halt und holten meinen Truck. Mit dem und den Kindern auf dem Beifahrersitz ging es dann nach Hause wo es noch Abendbrot gab. Sandra hatte Hackbraten gemacht, lecker! Anschließend gingen die Kinder zu bett und  ich machte mich auf den Weg. Heute nur nach Oromocto, NB und was dann kommt, wer weiß…&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3184627331177709407-2144852001116286739?l=amelonie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://amelonie.blogspot.com/feeds/2144852001116286739/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3184627331177709407&amp;postID=2144852001116286739' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3184627331177709407/posts/default/2144852001116286739'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3184627331177709407/posts/default/2144852001116286739'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://amelonie.blogspot.com/2009/10/schneepflug.html' title='Schneepflug'/><author><name>amelonies</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18083177256209115380</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://1.bp.blogspot.com/_rTH7NxWrtQI/SXjccayhIRI/AAAAAAAAAJk/qBirVymWPoM/S220/DSC_0027.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3184627331177709407.post-3002385893229960043</id><published>2009-10-04T16:11:00.002-04:00</published><updated>2009-10-04T16:15:38.807-04:00</updated><title type='text'>Ich glaub‘ es geht schon wieder los…</title><content type='html'>Als der Wecker frühest klingelte machte ich mich auf den Weg. Knapp sechs Stunden hin und zurück, dann noch fünf bis nach Kittery, ME und morgen früh noch gut eine zum Kunden, das würde passen… Voller Zuversicht kam ich kurz vor 9 Uhr in Moncton, NB an. Hier wartete man jedoch nicht auf mich, ganz im Gegenteil. Der Dispatchmann hatte mir gestern nicht nur mitgeteilt, dass die Long runs wohl doch nicht stattfinden (entgegen der Aussage von vor zwei Tagen), sonder auch, dass ich sobald ich da bin entladen werden soll. Beim Kunden erfuhr ich jedoch, dass ich laut telefonischer Absprach von gestern für 13.00 Uhr einen Termin habe und evtl. ab 11.00 Uhr entladen könnte, aber sicher sei das nicht. Das fängt ja wieder gut an…! Zum Einen sollte ich als zweiter auf einer Liste für die nächsten Touren gen Westen stehen, dass war wohl gelogen! Naja, wie die ganze Geschichte über die gerechte Verteilung der langen Touren… Zum Anderen war nichts mit einer Absprache, dass ich gleich entladen werden soll… Jetzt war mir nur schleierhaft, warum der Dispatchmann wollte, dass ich am besten schon um 03.00 Uhr oder so losfahre, denn das hätte nur noch längeres Stehen bedeutet… - völlig weich im Keks der Mann…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So stand ich mir also erstmal die Reifen platt, bis sich um 14.00 Uhr jemand an meinen Truck bewegte um mir mitzuteilen, dass ich nun an die Rampe könne. Danach dauerte es wieder gut 2,5 Stunden, bis ich leer war. Das bedeutet hier also gleich und sofort… Dann sattelte ich auf alle Fälle die Hühner und bewegte mich Richtung Hof. Dass ich heute nicht mehr bis zum Kunden nach Mass fahre hatte ich bereits reingesendet. Auf dem Weg dahin ging es wieder durch leuchtende Farben. Es war zwar bedeckt und regnete viel, trotzdem hatte man hier und da das Gefühl mitten durch ein Feuer zu fahren. Die ganze Kabine leuchtete dann rötlich – einfach wunderbar. Dann sah ich am rechten Fahrbahnrand noch einen großen, kuschligen Bären. Letzten in der Nacht habe ich mein erstes lebendes Stachelschwein gesehen u
